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vorwort lange lange ist es her dass sich 16 junge enthusiastische PERRY RHODAN Leser in einem Online-Forum der Firma CompuServe trafen und beschlossen den ersten reinen Online-Fanclub fr die Science-Fiction Romanserie zu grnden. Um genau zu sein 20 Jahre ist dies nun her. Damals war es noch nicht so selbstverstndlich Online zu sein wie heutzutage. Es ging noch richtig ins Geld sich mit einem Modem ins BTX Newsgroup AOL oder CompuServe einzuwhlen. Eine Flatrate war noch in weiter Ferne. Nichtsdestotrotz war uns der Spa den wir hatten wichtiger als das Geld. Nachdem der Club gegrndet war musste ein prgnanter Name her. Nichts Geringeres als die Welt sollte erobert werden. Der Name Perry Rhodan World Communication Club kurz PRWCC sollte fr all das stehen was wir uns vorgenommen hatten. Aber vor allem die Abkrzung des Namens sorgte fr manch scherzhafte aber auch abfllige Bemerkungen. Als der Name fr den Club gefunden war folgte als nchster Schritt jeder Club braucht auch ein Magazin. Nach einigen Diskussionen die im Nachrichtenbereich des CompuServe-Forums abliefen wurde das Fan-Magazin kurz Fanzine des PRWCC INTERCOM getauft. In diesem Fanzine im HTML-Format da Plattformbergreifend sollten nicht nur die besten Zitate und Storys aus dem Online-Forum verffentlicht und somit auch NichtCompuServelern zugnglich gemacht werden sondern auch Umfragen News und was eben in einem Monat so zusammenkommt. Geplant waren auch Interviews mit Autoren der Serie z.B. Walter Ernsting Peter Griese und mglichst natrlich alle anderen. Da sich kein anderer meldete und ich mich damals fr die Materie interessierte bekam ich relativ schnell den Posten des Chefredakteurs. Hrt sich ja auch gut an der Titel J. So erschien am01.01.1996dieersteAusgabedesINTERCOM. Der Club wuchs rasant und das Magazin wurde bunter und vielfltiger. Wenn ich mir anschaue wie das Magazin in manchen Monaten aussah tun mir noch heute die Augen weh. Aber es war eine Lernphase und wir waren immerhin ein Vorreiter in Sachen Online-Publikation. Inhaltlich merkte man dass viele Autoren und Zeichner noch in ihren Anfngen steckten aber sie waren begierig ihre Werke anderen Personen zu prsentieren. Und mit dem INTERCOM hatten Sie nun eine weitere Plattform. Mit der Ausgabe 10 erschien das Magazin erstmals in englischer Sprache. Inzwischen hatten wir ja Mitglieder aus aller Herren Lnder u.a. USA Schottland und den Niederlanden gewonnen und nicht alle waren der deutschen Sprache mchtig. Ausgaben spter folgten sogar einige portugiesische Ausgaben. Am 01.06.1998 erschien meines Wissens mit der Nummer 30 die letzte Ausgabe des INTERCOM. Meines Wissens deshalb da mir selber nur noch die Ausgaben bis Nummer 27 vorliegen. Die restlichen sind verschtt gegangen. Wre schn SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt Liebe Leserinnen und liebe Leser 2 vorwort wenn noch jemand die Ausgaben bei sich auf der Festplatte liegen hat und sie mir zukommen lassen knnte. Am 1.Juli 1998 fusionierte schlielich der PRWCC und der TOPRC ein zweiter Perry Rhodan Online Club zum PROC dem Perry Rhodan Online Club mit inzwischen ca.800 Mitgliedern der auch heute noch mehr oder weniger aktiv ist. Am 01.August 1998 erschien dann die erste Ausgabe des TERRACOM dem Nachfolger des INTERCOM mit dem neuem Chefredakteur Miguel Solasse. Alles in allem war es eine lehrreiche Zeit als Chefredakteur des INTERCOM. Ich habe viele Leute aus allen Ecken der Welt kennengelernt und viele interessante Mailwechsel gehabt. Die Arbeit am Magazin war spannend und auch Stressig vor allem wenn der Erscheinungstag nher rckte. Manches Mal musste ich die Ausgabe noch mit der heien Nadel stricken um sie rechtzeitig verschicken zu knnen. Aber sie ist immer pnktlich erschienen. Aus diesen von mir betreuten 27 30 Ausgaben des INTERCOM wollte ich eigentlich schon lange eine Best-Of Ausgabe erstellen. Im Rahmen des Neustarts des SpecFlash Magazins im nchsten Jahr habe ich nun endlich die Kurve bekommen und ich hoffe euch gefllt meine Auswahl der Artikel und Bilder aus der damaligen Zeit. Seht es als nostalgischen Rckblick und erfreut euch an den Anfangswerken der Knstler. Natrlich darf auch der Terra-Kurier mit die beliebteste Rubrik nicht fehlen das Boulevard-Blatt aus der Zukunft. Und als Bonus habe ich noch Band 1 der Serie VITHAU mit beigelegt welche ich im Jahre 2001 gestartet hatte. Mal schauen ob ich da auch noch was draus mache. Wie gerade schon erwhnt wird es also in 2016 einen Neustart des SpecFlash Magazins geben. Bin gerade am berlegen ob ich als Start noch eine Best-of Ausgabe der bisher erschienenen 14 Ausgaben mache und anschlieend mit neuen Themen durchstarte. Derzeit favorisiere ich diese Vorgehensweise da ich am Layout feilen mchte und mich dadurch nicht so viel um die Inhalte kmmern muss. Ich wrde mich auch freuen wenn jemand an der Gestaltung mitarbeiten mchte und sich bei mir meldet. Dann drfen ab sofort wieder Artikel Kurzgeschichten und Bilder fr zuknftige Ausgaben an mich geschickt werden. Ich werde mich auf jeden Fall mit den jeweiligen AutorenKnstlern in Verbindung setzen ob und wann diese Beitrge dann erscheinen werden. Rainer Schwippl Chefredakteur E-Mail redaktionspecflash.de SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 3 inhaltsverzeichnis SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 4 Artikel 13 Computer-Ecke 15 Astro und SF 22 Franzosendiskus 33 Interstellares Reisen 63 Paradoxon 73 PR-Game 78 SF-Tage NRW 82 Risszeichnung Medo-Box 83 Syntronzeichen XY 88 Terra-Kurier 96 Textstellen in PR 104 Transmitter 106 Risszeichnung TAR Kurzgeschichten 5 Die letzten Entdecker von Thomas Rabenstein 20 Das Projekt von Armin Niederhuser 24 Der Pechvogel von Marc Annaheim 38 Der Sternenwanderer von Thorsten Oberbossel 69 Es geschah in Heathrow von Rainer Felkeneyer 85 Lift von Aki Alexandra Nofftz 107 Aufbruch der Manjarden von Thomas Rabenstein Rubriken 2 Vorwort 4 Inhaltsverzeichnis 137 Impressum kurzgeschichte Hauptpersonen der Story Lec Klerc - Kommandant der HAT-LERC Torc Patec - Wissenschaftlicher Begleitoffizier Der Weckimpuls wurde von der Elektronik der Tiefschlafkabine empfangen und sofort umge- setzt. Die Mikroelektronik der Anlagen war ausgereift und von einer Qualitt die ihres Glei- chen suchte. Trotz der vergangenen Jahre funk- tionierten die Systeme perfekt. Whrend der eifrmige Raumer sich mit 5 Lichtgeschwindig- keit dem fremden System annherte begannen die Pumpen das Kltemittel abzufhren und durch eine stabilisierende Flssigkeit auszutau- schen. Die Krpertemperatur musste nun vorsichtig von -170 Grad Celsius auf 36 Grad angehoben werden. Die eigentlich kritische Phase begann als die ferngesteuerten Katheter sich an den Blutkreis- lauf der eingefrorenen Wesen anschlossen und das Konservierungsmittel gegen Blut austausch- ten. Falls das zugefhrte Blut kristallisieren wrde konnte es die empfindlichen Zellen der Wesen schdigen. Der Zentralcomputer berwachte die gesamte Prozedur und stellte keine Abweichungen von den Nominalwerten fest. Die zwei konservierten Krper wrden die Weck- phase ohne Schden berstehen und es war nicht erforderlich ein Notprogramm einzuleiten. Der Computer konnte keine Zufriedenheit emp- finden jedoch protokollierte er die Zuverlssig- keit der Systeme im elektronischen Logbuch. Der Bremsvorgang des Schiffes wurde bereits vor 10 Monaten eingeleitet. Bis die HAT-LERC den ersten Planeten des fremden Systems passierte wrde die Geschwindigkeit unter 1 LG sinken. Der Bordcomputer berlie die weiteren Aufga- ben den untergeordneten Interface Prozessoren und stellte seine gesamte Kapazitt wieder in den Dienst der Schiffsfhrung. Der Kommandant erwachte zuerst. Die stimulierenden Reizimpulse der Weckauto- matik hatten ihn ins Leben zurckgebracht. Er wollte die Augen ffnen doch es gelang ihm nur mhsam. Sie waren verklebt. Es dauerte weitere 2 Stunden bis die Kontrolle ber seine Arme zurckkehrte. Ein Gefhl als ob Tausend Ameisen ber seinen Krper liefen peinigte ihn. Auf der anderen Seite war er dankbar fr dieses Gefhl - besagte es doch dass seine Nerven noch arbeiteten. Neben ihm lag Torc. Auch er begann sich bereits zu regen. Noch wenige Stunden und sie konnten die erste Nahrung zu sich nehmen. Die ersten Bissen nach wie vielen Jahren Er verdrngte die Frage auf einen spteren Zeitpunkt. Er fragte sich selbst wie er die verstrichene Zeit empfunden hatte. Kein Traum weder gut noch bse hatte ihn geplagt. Er hatte tief geschlafen wachte aber mit einer seltsamen Leere im Kopf wieder auf. Lec war ratlos. Das kann nicht stimmen Die blaue Haut des Kommandanten war vor Schreck fahl geworden. Die Instrumente geben eine Flugdauer wieder die einfach nicht stimmen kann Torc kontrol- SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt Thomas Rabenstein Die letzten Entdecker 5 kurzgeschichte lierte den Chronometer mehrmals und machte eine Kreuzberprfung mit den Referenzuhren. Es ist wahr Wir sind nach 150 Jahren im Ziel- system angelangt. Wie ist das mglich Unsere Wissenschaftler haben eine Flugzeit von 35 Jahren berechnet. Beschleunigung und Brems- zeiten eingerechnet. Lec sah Torc in die tief liegenden Augen. Etwas muss geschehen sein. Kontrolliere den Flug- schreiber. Ich werde eine Spektralanalyse der Zielsonne durchfhren. Womglich ist das nicht unser Bestimmungsort. Torc schaltete mit fliegenden Fingern. Ich habe unsere Heimatsonne lokalisiert. Sie steht den Helligkeitsmessungen nach genau in der erwar- teten Entfernung. Lec besttigte ebenfalls das Spektrum der Ziel- sonne. Wir sind am Ziel angekommen jedoch mit starker Versptung. Torc legte seine Hand auf Lecs Arm. Na und Was solls. Uns beiden war doch klar welchen Weg wir gehen und das bei unserer Rckkehr niemand mehr leben wrde den wir kennen. Lec nickte. Ich will trotzdem wissen was passiert ist. Nach weiteren Stunden harter Arbeit fanden sie die Ursache. Der Flugschreiber verzeichnete in der frhen Phase des Fluges einen Aus- setzer der Antriebsaggregate. Die HAT-LERC hatte einen groen Teil der Flugstrecke mit nur 50 der Lichtgeschwindigkeit zurcklegen knnen. Spter musste es dem Bord- computer gelungen sein den Schaden zu beheben denn der Antrieb setzte wieder ein. Torc und Lec waren sich einig die Mission fortzusetzen und mit den gewonnenen Erkenntnissen in die Heimat zurckzufliegen. Torc erkundete das fremde System zuerst mit den Photometern. Diese Gerte lieferten immer- hin eine 80 prozentige Aussage ber die Anzahl und Gre der Planeten. Ich messe 7 Planeten an. 3 sonnennahe Welten und 4 Gasriesen weiter drauen. Wir haben bereits Nummer 7 auf den Tastern. Ich werde ihn MERCORBA nennen Glckliche Ankunft. Lec wirkte etwas enttuscht. Es ist ein sehr kleines System mit einer kalten Sonne. Torc lchelte. Du hast Heimweh geb es zu. Lec erwiderte Tocs Lcheln. Und wenn schon du nicht Auch wenn wir hier einen epochalen Schritt fr unsere Rasse tun am schnsten ist es Zuhause. Torc nickte. Hast du brigens die Radiofre- quenzen abgehrt Knnte doch sein das es intelligentes Leben in diesem System gibt. Lec schaltete das Funkgert ein. Tod wie ein Trnagel. Auer dem Hintergrundrauschen ist nichts zu hren. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 6 Holger Mllers - Shingo Beide lauschten einen Moment auf das mono- tone Hintergrundgerusch. Entschlossen schaltete Torc das Gert ab. Lass uns trotzdem vorsichtig sein und Schritt fr Schritt vorgehen. Begutachten wir zuerst MER- CORBA dann dringen wir weiter in das System vor. Lec stimmte zu Einverstanden. Lec hatte die Fahrt der HAT-LERC fast vollstndig aufgehoben und war in einen Orbit um MER- CORBA eingeschwenkt. Zusammen saen sie ber der Auswertung des Zentralrechners. Umfang am quator 27464 km. Atmosphre besteht zum grten Teil aus Wasserstoff und Helium. 8 Monde davon nur einer wirklich interessant. Lec rief die Werte des Mondes ab. Radius 1350 km. Es ist sehr kalt dort unten. Nahe dem abso- luten Nullpunkt. Ich glaube nicht dass er taug- lich ist eine Zwischenstation einzurichten. Ich stimme Dir zu. Lass uns lediglich ein Funkre- lais und eine automatische Sonde absetzen die Daten knnen wir dann auf dem Rckflug ber- nehmen. Aus dem Bug der HAT-LERC lste sich eine kleine Sonde und strebte dem kleinen Mond entgegen. Auf Lecs Wunsch wurde er mit TASMOS benannt Kalter Krieger. Bevor die Sonde landete und ihre Gertschaften ausschleuste beschleunigte die HAT-LERC und drang weiter ins Innere des Systems vor. Nummer 6 und Nummer 5 befanden sich auf der anderen Seite der Zielsonne. Bis sie auf Planet Nummer 4 treffen wrden mussten sie eine gewaltige Entfernung berbrcken. Der kleine Lander hatte weich auf der Oberfl- che aufgesetzt und begann sofort damit seine fahrbaren Instrumente auszuschleusen. Ein kleines Kettenfahrzeug entfernte sich vom Lan- depunkt um Bodenproben aufzunehmen. In einer internen Kammer verarbeitete es die Proben und startete eine chemische Analyse. Pltzlich stie es gegen ein Hindernis. Da es sich nur um einen primitiven Lander handelte versuchte das Vehikel das Hindernis zu umfahren doch es verbaute ihm erneut den Weg. Der kleine Bordrechner gab auf und schal- tete den Antrieb der Analyseeinheit aus. Zuvor nahm die Einheit noch ein Bild in Fahrtrichtung auf das elektronisch gespeichert wurde. Das Bild zeigte 2 groe Augen die neugierig hinter der Sichtscheibe eines Helms zu der Analyseein- heit herabsahen. Zwei Wochen waren sie nun schon unterwegs und hatten endlich Planet Nummer 4 in Sicht- weite. Was fr ein Gigant Zwar immer noch kleiner als der grte Gas- riese unseres Systems aber immerhin 16 Monde. Davon 4 recht ansehnliche Brocken. Lec hatte die Analyse des Planeten gerade abge- schlossen. Schon irgendwas von unserem Lander auf TASMOS empfangen Torc verneinte. Leider nicht. Ich glaube wir knnen die Sonde abschreiben. Sie muss bei der Landung zu Bruch gegangen sein. Ich hre keinen Pieps auf dem Empfnger. Die vier groen Monde erschienen auf dem holographischen Display. Lec whlte den grten von ihnen aus. Hier dieser da wre ein guter Kandidat. Radius 2631 km. Das ist schon ein kleiner Planet. Wollen wir ihn uns persnlich ansehen Torc nickte. Aber nur wenn ich diesmal fr die Namengebung zustndig bin. Lec lachte. In Ordnung. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte 7 Der Beobachter blieb in respektablem Abstand zu dem kleinen eifrmigen Schiff. Jede Bewe- gung des fremden Schiffes wurde aufgezeichnet und an die Basis weitergeleitet. Es war erstaunlich wie ungestm und unvorsich- tig die Fremden in das System einflogen. Hatten sie nie Erfahrungen mit kriegerischen Rassen gemacht Die Verwunderung der Beobachter stieg als das fremde Schiff den groen Gasplaneten nicht etwas passierte sondern zur Landung auf seinem grten Mond ansetzte. Schnell meldete der Beobachter die Neuigkeiten an die auf demselben Mond befindliche For- schungsstation. Er bekam die Besttigung dass man bereits Toter Mann spielte und alle verrterischen Energieemissionen abschirmte. Zufrieden lehnte sich der Beobachter zurck und wartete ab was geschah. Die HAT-LERC senkte sich langsam auf die Ober- flche des Mondes herab. Das Quantentrieb- werk wurde nun von einem Atomantrieb abgelst der den ntigen Gegenschub fr die Landung aufbrachte. Sanft setzte das Schiff auf. Brav altes Mdchen. Lec schaltete die Auenkameras ein und betrachtete die Umgebung. Die Oberflche hatte wenig zu bieten. Die HAT-LERC war in einer weiten Gerllwste gelandet auf der sich Inseln von Wassereis mit dunkleren Felsformationen abwechselten. Torc gab den Ausstieg frei. Keine Strahlung keine Leben. Wir sollten trotzdem die Dekonta- minierung durchlaufen um diesen Mond nicht mit unseren Mikroben zu verseuchen. Lec sah unwillig zur Desinfektionskammer hin- ber. Ist das wirklich notwendig Torc nickte. Mach schon. Du zuerst. Ich helfe dir dann beim Anlegen des Raumanzuges. Der Beobachter war einige Kilometer entfernt gelandet und hatte maximale Vorsichtsma- nahmen ergriffen nicht ausgemacht zu werden. Mit Hilfe seines Flugaggregates hatte er sich dem fremden Schiff bis auf wenige Hundert Meter genhert. Die Fremden waren noch nicht ausgestiegen. Hatten sie ihn bemerkt Dann registrierte der Beobachter die fallende Reststrahlung die um die Landestelle herrschte und wohl durch die Triebwerke des Schiffes verursacht worden war. Sie mssen warten bis die Radioaktivitt auf ein ertrgliches Ma gefallen war schoss es ihm durch den Kopf. Sollte das wirklich mglich sein Nach einer Stunde des Wartens ffnete sich pltzlich eine Luke in der Auenhlle. Der Vorgang geschah absolut lautlos da der Mond ber keine Atmosphre verfgte. Staunend verfolgte der Beobachter wie zwei Wesen in klobigen Anzgen ausstiegen und beim Betreten der Oberflche eine Ehrenbezeichnung machten. Dann entfalteten sie etwas dass einem Hoheitssymbol sehr hnlich sah und befestigten es am Grund. Sie nehmen den Mond in Besitz Der Beobachter musste schmunzeln. Er schaltete den Funkempfnger fr normale Radiowellen ein und schaltete den bersetzer dazwischen. Nach einigen Minuten der Sprach- analyse konnte er vielleicht verstehen was sie sprachen. Er war gespannt. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte8 berrascht registrierte er dass die bersetzung sofort ansprang. Sprache bekannt meldete der bersetzer. Der Beobachter nickte. Die Form des Schiffes und die verwendete Tech- nologie hatte schon eine Vermutung in ihm keimen lassen jetzt wurde sie zur Gewissheit. Gebannt lauschte er aufden Dialog der Fremden. Torc wie fhlt man sich nun 26 Lichtjahre von Zuhause auf einem kalten den Felsbrocken den wir fr unser Volk in Besitz nehmen Lec konnte die Augen von Torc nicht sehen da der wuchtige Helm eine verspiegelte Scheibe besa. Nach einigen Sekunden kam die Antwort. Etwas mehr Ehrfurcht bitte ich mir aus. Wir haben etwas vollbracht das vielleicht keinem anderen Volk im Universum geglckt ist. Wir haben ein anderes Sonnensystem erreicht. Und das allein mit dem Verdienst unserer genialen Technolo- gie. Vielleicht ist unsere Rasse doch die einzige hochstehende Kultur in dieser Galaxis. Lec fragte verwundert. Wie kommst du nur darauf Torc deutete mit seinen Armen in den Himmel. All die Millionen Sterne und noch nie zuvor haben wir Signale von anderen Intelligenzen aufgefangen. Noch nie erhielten wir Besuch und jetzt sind wir diejenigen die ein anderes System besuchen. Beide standen sie da und verharrten einige Minuten schweigend vor dem Symbol ihres Herrschers dann kam Bewegung in die Krper. Lass uns etwas die Umgebung untersuchen bevor wir zu den inneren Planeten fliegen. Beide marschierten in Richtung einer kleinen Erhebung die ungefhr 200 Meter entfernt lag. Der Beobachter schmunzelte. Aber was hatte er anderes erwartet Hatte sein eigenes Volk frher nicht hnliche Vorstellungen entwickelt Erstaunt sah er dass die zwei Wesen sich in Bewegung setzten und auf ihn zuliefen. Er musste seinen Deflektor aktivieren um nicht erkannt zu werden. Es erfllte ihn mit Spannung den Fremden unbe- merkt so nahe zu sein. Kurzzeitig spielte er mit dem Gedanken sich zu erkennen zu geben doch er musste sich an seine Anweisungen halten. Torc sah ber die weite von Kratern durchzo- gene Ebene. Wie sich doch die Monde des Universums gleichen. Hier sieht es nicht viel anders aus als auf den Monden unseres Heimat- systems. Lec erwiderte Was hast du erwartet Im Kosmos herrschen berall die gleichen Gesetze. ein Mond sieht aus wie der andere. Du bist erschreckend nchtern. Wenn es so ist wie du sagst welche Geheimnisse knnten wir dann noch entdecken Welchen Sinn sollte dann unser Flug gehabt haben Lec atmete heftig. Vielleicht auf dem zweiten Planeten dieses Systems. Der Computer hat errechnet das es dort ertrgliche Temperaturen gibt und eine atembare Lufthlle. Vielleicht sogar niederes Leben Sie machten vom Hgel aus ein paar Aufnahmen ihres Schiffes und trotteten dann langsam zurck. Der Beobachter war irritiert. Der zweite Planet war interessant fr sie Dann erinnerte er sich an die technischen Mg- lichkeiten der Fremden. Es war gut mglich dass sie den innersten Planeten bersehen hatten da er gerade auf der Sonnenrckseite seine Bahn zog und nicht zu sehen war. Hypertaster oder SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte 9 hnliches Gert besaen die Fremden nicht. So hatten sie ihn einfach nicht mitgezhlt. Das aber hie sie wollten nun zum Zentrum vordringen. In diesem Fall musste der Beobach- ter Meldung machen und neue Instruktionen einholen. Sie hatten vor Tagen in weitem Abstand einen rtlichen wstenhnlichen Planeten passiert. Er war zu weit entfernt gewesen um gute Bilder von seiner Oberflche zu erhalten. Lec hatte eine weitere Sonde auf den Weg geschickt um den kleinen Planeten zu erkunden. Jetzt aber richteten sie ihre volle Aufmerksam- keit auf den zweiten Planeten dieses Systems. Die ersten Fernbilder waren vielversprechend. Das bluliche Schimmern das er durch das Teleskop zeigte lie auf eine Sauerstoff- Stick- stoffatmosphre schlieen. Sehr wahrscheinlich gab es grere Meere und Landmassen auf denen man spter siedeln konnte. Lec rief triumphierend. Er hat einen relativ groen Mond. Ich erkenne Polkappen und Kon- tinente die von Meeren umgeben sind Torc wurde vom Freudentaumel Lecs ange- steckt. Ein echtes Juwel Allein fr diesen Pla- neten hat sich der Flug gelohnt. Er wird vielleicht spter zur ersten Kolonie auf der wir Siedler landen. Der Bordcomputer platzte mit einer dringenden Meldung dazwischen. Achtung Schnell flie- gendes Objekt nhert sich aus Kursvektor 2485. Flugbahnanalyse deutet auf knstliches Flugob- jekt hin. Torc und Lec waren wie gelhmt. Schlagartig war die Euphorie wie weggewischt. Es gab noch einen anderen Eindringling in diesem System Sie sprangen zu den Kontrollen der Naherfas- sung. Objekt zeichnet. Kugelfrmig 60 Meter Durch- messer. Torc erstarrte. Die Beschleunigungswerte des fremden Schiffes sind uns haushoch berlegen. Es ist zweifelsfrei in einen energetischen Schirm gehllt Kein magnetischer Schirm sondern ein richtiger Energieschirm Mein Gott wo kommen die so schnell her Jetzt sind wir nicht nur die Entdecker dieses Systems sondern auch noch die Ersten die den Kontakt zu einer fremden Rasse herstellen. Lec wirkte rgerlich. Rede keinen Unsinn Wir werden die Rechte an diesem System fr unser Volk klarstellen Mach die Bordwaffen klar. Torc sah Lec in die Augen. Das ist nicht dein Ernst Lass uns doch erst einmal kommunizie- ren. Hast du vergessen wer der Kommandant dieses Schiffes ist Lec sah entschlossen aus. Seine tief in den Hhlen liegenden Augen sahen Torc fest entgegen. Der Computer gab laufend Positionsmeldungen ber das fremde Schiff ab whrend Lec die Waffenschaltungen klar machte. Der Beobachter hatte neue Anweisungen erhal- ten. Da die Fremden jetzt so nahe an die Heimatwelt herangekommen waren konnte man die eigene Prsenz nicht mehr verheimlichen. In Krze wrden die Fremden auch mit ihren relativ primitiven Gerten die Stdte und Indus- trieanlagen auf der Oberflche der Heimatwelt anmessen. Der Beobachter bekam Anweisung sich dem Schiff der Eindringlinge zu nhern und mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Es war mittlerweile klar wenn man vor sich hatte und es bestand kein Grund zur Beunruhi- gung. Man wollte die Fremden Raumfahrer SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte10 lediglich schonend auf die neuen Gegebenheiten vorbereiten. Der Beobachter gab Anweisung den Ortungs- schutz fallen zu lassen und sich dem Schiff offen und direkt zu nhern. Alle Kommunikationskan- le wurden geffnet. Man war sich ber die Tatsache bewusst dass man auf den niederen Radiobndern mit den Fremden in Verbindung treten musste da sie keinen Hyperfunk kannten. Lec hieb mit der geballten Faust auf den Ausl- ser der Waffenschaltung. Die 4 Raumtorpedos verlieen den Rumpf der HAT-LERC und schos- sen auf das Kugelschiff zu. Gebannt betrachteten die beiden Raumfahrer den Schirm. Es bildete sich eine grelle Explosionswolke und verschlang das Kugelschiff. Lec nickte zufrieden. Wirkungstreffer Schon eine Sekunde spter dmpfte Torcs Schrei seinen Optimismus. Fremdes Schiff unbesch- digt hlt Kurs und beschleunigt. Kein Schaden auszumachen. Lec wurde hellblau. Aber das waren 4 x 30 Kilotonnen Sprengkraft Nichts im Universum hlt das aus Torc schrie entsetzt. Jetzt ist dein Weltbild wohl ins Wanken geraten Nun mssen wir fr deine voreilige Handlung ben Da der Fremde geht auf Angriffskurs. Schnell sende ber alle Kanle das wir aufgeben. Lecwarunfhigsichzurhren.Ichkannnicht.... Torc bernahm die Initiative und sendete auf allen Frequenzen das bergabesignal. Hoffent- lich verstehen die uns. Als sich das Kugelschiff bis auf wenige Kilometer genhert hatte schoss pltzlich ein blasser Energiestrahl auf die HAT-LERC zu und hllte sie ein. Die beiden Raumfahrer registrierten ent- setzt dass ihre Krper Lhmungserscheinungen zeigten. Torc schrie. Sie paralysieren uns Wehr dich Doch die zwei Raumfahrer hatten keine Chance. Pltzlich wurde es dunkel um sie herum. Lec erwachte pltzlich und ohne bergang. Das erste was er vernahm war ein aufgeregtes Gemurmel in einer fremden Sprache die er nicht verstand. Als er die Augen ffnen wollte schloss er sie sogleich geblendet. Nur langsam gewhnte er sich an die Helligkeit. Als er klar sehen konnte erblickte er mehrere Fremde die zweifellos zu einem fremden Volk gehrten. Sie waren ihm uerlich zwar hnlich jedoch wich die Haut und Haarfarbe stark ab. Auch waren sie durchweg grer und schlanker gebaut als Angehrige seines Volkes. Lec sah das Torc neben ihm lag und soeben erwachte. Er schien erschrocken zu sein. Jeder nimmt den ersten Kontakt anders auf dachte Lec bei sich. Er wollte den Mund ffnen um einen Gru oder irgendetwas anderes zu sagen doch einer der Fremden kam ihm zuvor und sprach in reinstem Ferronisch Mein Name ist John Marshall. Ich mchte sie im Namen von Perry Rhodan auf Terra unserer Heimatwelt begren. Sie haben einen langen Flug hinter sich. Ich soll ihnen Gre von ihrem THORT ausrichten. Er schickt ihnen die besten Wnsche des Ferronischen Volkes. Lec und Torc hatten viel nachzuholen. Sprachlos hrten sie von der Auseinanderset- zung mit den Topsidern und der Kontaktauf- nahme mit den Terranern. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte 11 Lange vor diesen Ereignissen waren sie vom damaligen THORT auf den Weg geschickt worden um das Wissen ber das Universum zu mehren. Jetzt hatte die Geschichte sie eingeholt. Sie bestaunten die unglaubliche Technologie die den Terranern zur Verfgung stand und wurden vom ferronischen Handelsbotschafter auf Terra empfangen. Jetzt sind wir doch nicht die ersten Ferronen in einem fremden System hatte Lec sich sagen hren. Nach einer Woche Erholung wurden sie vor einem der 60 Meter durchmessenden Kugel- schiffe verabschiedet. Marshall hatte ihnen erzhlt dass die HAT-LERC schon seit Wochen geortet worden war und dass man zu Beginn an einen Erkundungskreu- zer der Topsider glaubte. Ein terra- nisches Schiff hatte sie also die ganze Zeit ber beobachtet. Lec hatte sich schon an die Gewohn- heiten der Terraner gewhnt und schlug in die Hand Marshalls ein. Marshall lchelte ihnen auffordernd zu. Ich kann ihnen leider den Mond GANYMED nicht schenken aber wir werden an dem Ort an dem sie ihre Flagge hinterlassen haben einen Gedenkstein fr sie errichten. Er soll auf ewig daran erinnern dass dort die ersten Ferronen gelandet waren die aus eigener Kraft den Abgrund zwischen den Sternen berbrckten. Die beiden ferronischen Raumfahrer waren gerhrt. Gute Reise Und diesmal wird sie nur wenige Stunden dauern. Gren sie den Thort und Perry Rhodan von mir. Er weilt gerade in ihrem System. Marshall wartete noch den Start der Kaulquappe ab und sah ihr nach als sie in die Wolken ber Terrania City eintauchte. Dann sagte er leise Machts gut ihr letzten Entdecker. ENDE SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte12 Markus Silbereisen - Korvette artikel Nachdem es in letzter Zeit fters einmal Pro- bleme gab Dateianhnge an Internet-Mails zu decodieren mchte ich an dieser Stelle einen kurzen Praxisworkshop dazu machen. Zwei Programme bentigt Ihr hierzu. Zum einen braucht Ihr ein Decodierprogramm und zum anderen einen Texteditor mit dem man Dateien als reine Textdateien abspeichern kann. Ihr knnt die Programm XFERPRO Shareware Win 3.x und Win95 und EDI Freeware Win 3.x und Win95 auch von dieser Seite aus down- loaden. XFERPRO Decodierprogramm fr UUE MIME Binhex Gre 155KB EDI Texteditor mit vielen Zusatzfunktionen Gre 70KB Da ber das Internet nur Zeichen verschickt werden knnen die in den ersten 127 Zeichen des ASCII-Zeichensatz enthalten sind mssen Binrdateien die auch Zeichen von ASCII 128 bis 255 enthalten umgewandelt werden. Dies geschieht in den meisten Fllen mit Hilfe der UUE- oder MIME-Codierung. Dateien die man per Email verschickt werden bei den Providern entweder automatisch codiert z.B. bei AOL mit MIME und bei MSN mit UUE oder mssen vorher per Handarbeit umgewan- delt werden wie z.B. bei Compuserve und als Textdatei deklariert werden. Eine mit UUE codierte Datei sieht z.B. folgender- maen aus begin 644 TEST.ZIP M4L0JD2GORJPD5SYT0 22TN45 M 0 4 0 J D 2 G O R JPD CT97-TG1X0808Q end Die gleiche Datei mit MIME codiert MIME-Version 1.0 Content-Type multipartmixed boundary125_boundary_ffffff84 --125_boundary_ffffff84 Content-Type Applicationoctet-stream nameTEST.ZIP Content-Description TEST.ZIP base64 encoded by XFERPRO Content-Transfer-Encoding BASE64 Content-Disposition attachment filenameTEST.ZIP UEsDBBQAAAAIAIqkKSJnvyGqCwAAABkAAAAIAAAAdG VzdC50eHQLSS0uUdBV CMGgAFBLAQIUABQAAAAIAIqkKSJnvyGqCwAAAB- kAAAAIAAAAAAAAAAEAIAAA AAAAAAB0ZXN0LnR4dFBLBQYAAAAAAQABADYAAAAxA AAAAAA --125_boundary_ffffff84-- Ihr knnt das Dekodieren gleich selbst auspro- bieren. Kopiert einfach die oben eingerckten Zeilen in einen beliebigen Texteditor und spei- chert die Datei als ASCII-Datei. Danach ruft ein Dekodierprogramm auf und versucht die Text- datei zu dekodieren. Als Ergebnis mtet Ihr eine Datei mit Namen test.zip erhalten. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt Rainer Schwippl Computer-Ecke 13 artikel Anhand des Programmes XFERPRO mchte ich hier einmal demonstrieren wie das Ganze vor sich geht. Zuerst wird das Programm aufgerufen und die Funktion File - Decode ausgewhlt Danach sucht man die zuvor abgespeicherte Textdatei bei Dateityp All Files einstellen und whlt sie aus Wenn das Programm in der angegebenen Datei auf eine codierte Datei stt fragt es nach dem Namen unter der diese Datei abgespeichert werden soll Wenn alles klappt erhaltet Ihr die Meldung Solltet Ihr einmal eine codierte Datei haben bei der whrend des decodierens ein Fehler auftritt habt Ihr bei diesem Programm mehrere Mglich- keiten zur Auswahl. Versucht dann einfach mal die Mglichkeit Skip this invalid Line oder Decode this invalide Line. Eventuell kann das Programm den Fehler abfangen und die Datei wird korrekt decodiert. Andernfalls ist die Datei leider unbrauchbar. Ein kleiner Tip noch fr Compuserve-User Bei Empfang einer decodierten Mail von T-On- line-Usern wird ein F am Zeilenanfang und nur dort umgewandelt in 4D. Solltet Ihr also eine Fehlermeldung bei so einer Datei erhalten ladet die Datei in einen Texteditor sucht die oben angegebene Textstelle und ersetzt sie. Danach sollte sich die Datei decodieren lassen. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 14 artikel Der nachfolgende Text ist eine Kurzfassung eines Vortrages den ich letztes Jahr 1997 der Red. an der VHS der Stadt Fulda gehalten hatte. Er wurde fr das INTERCOM leicht umgeschrie- ben so dass hoffentlich ein unterhaltsamer Text daraus geworden ist. Viel Spa beim Lesen und AD ASTRA Thorsten Krietsch Manche Menschen sehen die Dinge so wie sie sind und fragen Warum Ich ertrume Dinge die niemals waren und frage Warum nicht Robert F. Kennedy Interstellare Antriebe Die Fesseln der Astronomie Jeder der sich mit der Astronomie beschftigt stt frher oder spter unumstlich auf die Tatsache dass der Weltraum ein unfassbar riesiges Gebilde ist in welchem unser heimatli- ches Sonnensystem ein winziges Objekt dar- stellt. Mit unseren heutigen technischen Mitteln ist es uns gerade so mglich die engen Grenzen eben jenes kleinen Systems auszuloten und zu erforschen. Winzige Gebilde aus Blech und Stahl vornehm und hochtrabend Forschungssonden genannt schleichen und schleppen sich von Planet zu Planet an Bord neben der Technik auch die Hoffnungen und Wnsche der Wissen- schaftler auf der Erde die nur zu gerne selbst da drauen wren. Jahrelang zittert der Mensch ob sein kleines Wunderwerk auch wirklich das vorausberechnete Ziel erreicht - denn eben jene langen Jahre dauert es ehe die kleinen stummen Zeugen der Menschheit ihr Zielgebiet erreichen. Im Anbetracht der halben Ewigkeiten die heutige Antriebe zur Bewltigung von kosmisch gesehen geradezu lcherlichen Entfernungen bentigen erscheint es logisch dass Autoren von Science Fiction-Romanen weder sich noch ihren Lesern diese unzumutbar lange Wartezeit aufdrngen lassen wollen wenn man nicht auf Ewig in unserem Sonnensystem verharren mchte. Also mssen schnellere Antriebe erfunden werden welche die Bewltigung eben jener groen Reisen erst ermglichen. Hier jedoch treffen wir schnell auf die starren und unnachgiebigen Fesseln die uns die Astro- nomie und die Physik berstreifen. Einstein und die Lichtgeschwindigkeit Im Gegensatz zu unserem kleinen Planeten wo immer schnellere Geschwindigkeiten nur eine Frage von Aufwand und Nutzen zu sein scheinen gibt es im Weltall eine Geschwindigkeitsgrenze die nicht so ohne weiteres zu berwinden ist die Lichtgeschwindigkeit. Jenes Tempo das immerhin bei der unglaublich hohen Marke von rund 300.000 Km pro Sekunde liegt ist das Maximum welches in unserem Universum SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt Thorsten Krietsch Astro und SF 15 artikel mglich ist. Die Ursache und zugleich Begrn- dung fr dieses auf den ersten Blick unverstnd- liche Phnomen lieferte in der ersten Hlfte unseres Jahrhunderts der geniale Wissenschaft- ler Albert Einstein der die zu diesem Themen- komplex angesammelten Theorien und Fakten unter dem Sammelbegriff der Relativittstheorie zusammenfasste. Um das Thema nicht zu weit aufzublhen wollen wir nur einen kurzen Blick auf die Materie werfen a Krper haben eine Masse Wie wir beim tglichen gequlten Blick auf die unerbittliche Waage feststellen hat jeder Krper ein bestimmtes Gewicht das man gewhnlich in Kilogramm ausdrckt. Doch ist dieses Gewicht relativ auf dem Erdmond zum Beispiel der deutlich kleiner ist als unsere Erde bringt jeder Krper nur ungefhr ein Sechstel dessen auf die Waage was er auf der Erde wiegt. Dies liegt an der sogenannten Gravitation an der Anziehungskraft eines Krpers einem anderen gegenber. Je grer oder genauer je massereicher ein Krper ist umso mehr zieht er einen anderen Krper an. Und da haben wir ihn schon den Begriff der Masse. Knnte uns ein Ausflug zum Mond und das dortige Benutzen einer Waage noch zu der irrigen Annahme verleiten dass man urpltzlich abgenommen habe so zeigt ein Blick in den Spiegel dass uns eventuell vorhandene unvorteilhafte Run- dungen nach wie vor mit ihrer unbequemen Anwesenheit erfreuen. Dieses physikalisch - leider - unbestechliche Ma wird die Masse genannt. Die Masse knnen wir nur verringern in dem wir tatschlich abnehmen - oder zumin- dest berflssige Bekleidung abwerfen. b Masse und die Relativittstheorie Es gibt eine einzige Ausnahme von der Unvern- derlichkeit der Masse Dann wenn ein Krper sich in seiner Geschwindigkeit der Lichtge- schwindigkeit nhert. Nehmen wir einmal an wir wren in der Lage unseren Krper soweit zu beschleunigen dass wir in die Nhe der Lichtgeschwindigkeit kommen. So stellen wir pltzlich einige beunru- higende Ereignisse fest wir werden immer schwerer. Auerdem fllt es immer weniger leicht weiter zu beschleunigen der Aufwand sprich die Energie die wir fr unsere Beschleu- nigung bentigen wird immer hher und hher. Und schlielich sind wir knapp unterhalb der Lichtgeschwindigkeit wir knnen nicht mehr weiter beschleunigen denn wenn wir das woll- ten bruchten wir unendlich viel Energie - die Lichtgeschwindigkeit ist nicht zu erreichen. Abgesehen vom Problem der Energie stehen wir vor einem ganz anderen Problem je schneller wir fliegen umso schneller vergeht scheinbar die Zeit auerhalb unseres Raumschiffs. Wenn wir lange genug knapp unterhalb der Lichtge- schwindigkeit durchs All jagen und anschlieend zur Erde zurckkehren sind dort Jahre Jahr- zehnte oder vielleicht sogar Jahrhunderte ver- gangen - fr uns an Bord sind aber nur wenige Stunden oder Tage verstrichen. Whrend wir uns nur mal eben in den Tiefen des Weltraums umsehen wollten ist eventuell keiner von denen mehr am Leben die unseren Start miterlebt haben. Eine verwirrende und bengstigende Tatsache aber leider Realitt das Phnomen heit brigens Zeitdillitation. Wie aber knnen wir dann unser Sonnensystem verlassen ohne all diese strenden Effekte Die Antwort ist ebenso niederschmetternd wie leider wahr in absehbarer Zeit berhaupt nicht. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 16 Der Realitt ein Schnippchen schlagen Doch zum Glck lassen sich die Menschen immer etwas einfallen und so gibt es eine an sich geniale wie durchaus denkbare Idee Warum soll es nicht neben unserem Universum in dem die Lichtgeschwindigkeit die Obergrenze darstellt ein anderes Universum geben wo die Lichtgeschwindigkeit die langsamste Geschwin- digkeit ist Wo es unmglich ist die Lichtge- schwindigkeit zu unterschreiten Diese Idee bildet die Grundlage der meisten Triebwerke die man unter dem Begriff berlichttrieb- werke zusammenfasst. Wie aber soll man sich ein solches Universum vorstellen in dem man niemals langsamer als das Licht werden kann Wie sieht ein solches Universum aus Hier haben die Autoren der Science Fiction-Serie Perry Rhodan einige interessante Ideen aufge- worfen Unser Universum so wie wir es tglich erleben ist vierdimensional aufgebaut Lnge Breite und Hhe sind der Raum in dem wir uns bewegen hinzu kommt als vierte Dimension die Zeit die als lineare Erscheinung andauernd voranschrei- tet und vergeht. Die Autoren der Serie setzten nun einfach eine weitere Dimension hinzu die 5. Dimension. In dieser Dimension die sinnvollerweise ber- raum oder Hyperraum genannt wird herr- schen eben jene Bedingungen die fr den berlichtschnellen Flug von Nten sind. Um diesen Raum zu erreichen ist ein hohes technisches und mathematisches Know How notwendig. Das Verstndnis fr 5-dimensionale Mathematik wird ebenso vorausgesetzt wie das Vorhandensein von Materialien die den hohen Beschleunigungen und den damit verbundenen Belastungen in Form von Beschleunigungskrf- ten und eventuell auch Hitze gewachsen sind. Lassen wir diese kleineren technischen Pro- bleme einmal auen vor und sehen uns dafr die Triebwerke an die nun in diesen Hyperraum vorstoen sollen Das Transition-Triebwerk und der Transmitter PR Dieses Triebwerk war das erste das sich die Autoren an ihrer Spitze der technisch sehr beschlagene K. H. Scheer ausdachten. Es beruht auf einem brachialen aber wirkungsvollen Prin- zip Das zu befrdernde Objekt also normaler- weise unser Raumschiff wird auf eine Mindestgeschwindigkeit beschleunigt und dann als energetischer Impuls durch den Hyper-raum geschleudert. Dazu wird das Schiff samt Besat- zung Atom fr Atom in seine Bestand-teile aufgelst. Am gewnschten Zielort verlsst das Wellenpaket den Hyperraum und wird wieder zum Schiff samt Besatzung zusammengesetzt. Diese Methode ist selbst in der Phantasie der Autoren uerst schmerzhaft fr die Menschen an Bord der Entzerrungs-schmerz genannte Effekt fhrt zu kurzfristiger Ohnmacht und damit verbundener Handlungs-unfhigkeit. Hieraus lsst sich natrlich eine Menge Spannungs- potential aufbauen z. B. wenn ein Schiff eine Fehltransition durchgefhrt hat und in der Nhe einer Sonne wieder aus dem Hyperraum kommt. Ganz hnlich funktionieren die sogenannten Transmitter kleine technische Wunderwerke mit deren Hilfe es mglich ist groe Entfer- nungen nur durch einen Schritt zurckzulegen. Hierzu betritt die zu befrdernde Person eine Kabine oder einen Torbogen in dessen Innerem ein 5-dimensionales Feld aufgebaut wird. Eine entsprechende Gegenstation vorausgesetzt SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt artikel 17 kann man nun auch durch den Hyperraum reisen in dem der Krper wieder in seine einzel- nen Atome zerlegt durch den Hyperraum trans- portiert und in der Gegenstation wieder zusammen-gesetzt wird. Diese Art der Triebwerke und Transmitter hat seine Entsprechung in unserer wirklichen Welt in Form des Fernsehens Bilder werden von einer Kamera aufgenommen in Signale zerlegt und ber Satelliten und Antennen an den Fernseher weitergeleitet der aus den Signalen wieder ein Bild formt. Das Problem bei diesen Transportarten ist die unglaublich hohe Anzahl an Atomen aus denen jedes zu befrdernde Objekt besteht. Der menschliche Krper zum Beispiel besteht aus mehreren Billarden Atomen. Hieraus ergeben sich folgende Probleme Die Information ber den betreffenden Krper muss gesammelt und verarbeitet werden. Dies bedeutet in aller Konsequenz einen Gigant-Com- puter der einen Speicher besitzt der in seinen Ausmaen mindestens so gro ist wie das zu transportierende Objekt. In Wirklichkeit msste er sogar noch grer sein da dies ja bereits ein Speichermedium voraussetzt das auf atomarer Ebene arbeitet und Informationen ber ein Atom in einem anderen speichert. Es darf keine nennenswerte Fehlertoleranz geben wenn man den berlichtschnellen L Transition-Flug oder die Benutzung eines Trans- mitters berleben mchte. Selbst wenn man eine Fehlerquote von gerade einmal 000001 ansetzt bedeutet das fr einen Menschen der sich einem solchen Transportsystem anvertraut den sicheren Tod da er nicht wieder in einem lebensfhigen Zustand zusammengesetzt werden wrde. Um einen Transmitter auf den gewnschten Anlaufpunkten installieren zu knnen muss man zunchst einmal diesen Ort erreichen - also zuerst mit einem Transportraumschiff den Ort anfliegen. Dies erfordert jedoch entsprechende Kenntnisse der rtlichen Gegebenheiten - und ein L-Triebwerk fr das Raumschiff. Um einen mit diesem Triebwerk rein theoretisch vorstellbaren Sprung ber viele Millionen von Lichtjahren auszuschlieen wurde eine Ober- grenze in der Leistungsfhigkeit eines solchen Triebwerkes gesetzt hnlich dem mechanischen Verschlei bei heutigen Motoren in Autos Flug- zeugen usw. wurde davon ausgegangen dass es auch bei einem Transitionstriebwerk Erm- dungserscheinungen gibt die einem solchen Aggregat nach einer gewissen Laufleistung den Garaus machen. Natrlich lag diese Grenze entsprechend hoch bei dem Flaggschiff PRs lagen die Grenzen eines solchen Triebwerkes zum Teil bei etwa 300.000 Lichtjahren - dies ist der dreifache Durchmesser unserer Galaxis Natrlich ist das alles relativ zu sehen wenn man z. B. ein Volk auf der anderen Seite der Galaxis in der sogenannten Eastside besuchen wollte konnte man dies mit einem solchen Aggregat gerade zweieinhalb mal durchfhren. Auerdem sei hier nochmals an den Transition- schock erinnert der bei entsprechend groen Entfernungen immer schlimmer wurde also ein direkter Zusammenhang zwischen Entfernung und Entzerrungsschmerz. Das Lineartriebwerk PR und der Warpantrieb ST Dass dieses Triebwerk auf lange Sicht gesehen nicht der Weisheit letzter Schluss sein konnte war dem Erfinder dieser Methode bereits bei seiner Entwicklung klar. Wie jedoch sollte man den bergang in den Hyperraum und den Flug durch diesen sonst schaffen Um dies zu ermg- SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt artikel18 lichen und der Tatsache Rechnung zu tragen dass die Menschheit ohne ueren Einfluss dieses Ziel wohl niemals erreichen wrde hatte die Menschheit im PR-Universum im Laufe der Zeit Kontakte mit den verschiedensten Vlkern so unter anderem mit dem technisch hochste- henden Volk der Druuf die ihre Raumschiffe mit einer anderen Methode antrieben dem Linear- triebwerk. Dieses Triebwerk ist in der Tat um einiges eleganter Das Raumschiff und damit natrlich auch die Besatzung wird nicht entma- terialisiert sondern umgibt sich mit einer Art Schutzschirm der das Schiff vor den Einflssen des Hyperraums schtzt. Im Inneren dieses Schirms behlt das Schiff alle Eigenschaften des normalen Raumes bei so dass die Besatzung ohne Entzerrungsschmerz whrend des L-Flu- ges der normalen Arbeit nachgehen kann. Auf den ersten Blick wird klar dass diese Art des L-Fluges eine elegante Lsung ist und die Probleme der Lichtmauer - also der Hchstge- schwindigkeit im Einstein-Universum - einfach weg diskutiert. Das Erstaunliche an diesem Antrieb ist dass ein Raumschiff mit einem solchen Aggregat eigentlich langsamer fliegt als mit einem Transition-Antrieb welches im Grunde genommen ja mit unendlicher Geschwindigkeit durch den Hyperraum geschossen wird. Es bietet jedoch einen enormen Vorteil Die Besatzung ist whrend des L-Sprungs und in der ersten Phase nach dem Sprung nicht handlungsunfhig und man sieht wohin man fliegt. Wer genauer hinsieht erkennt dass es sich bei diesem Antrieb um ein relativ hnliches Verfahren handelt wie man es auch in der Serie STAR TREK verwendet. Dort sieht man das Schiff durch das All rasen whrend die Sterne an ihm vorbei ziehen. Ein zwar netter Effekt der fr den Zuschauer toll aussieht jedoch so wohl nicht funktionieren drfte. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt artikel 19 Holger Mllers - Jet kurzgeschichte Wir mssen etwas unternehmen Bipuh Verzweiflung klang in ihrer Stimme mit und ihr Sprachorgan zitterte von Erregung als sie sich an ihren Partner klammerte. Du weit genau so gut wie ich dass wir keine Chance mehr haben. Der Meteor wird in 12 Kalden auf der Oberflche einschlagen und Zuio zerstren. Natrlich wusste Teta genau darber Bescheid schlielich arbeiteten beide fr die Raumforschung. Aber es musste doch wenigstens fr einige der Zuioten einen Ausweg geben. Dies konnte doch nicht das Ende von allem sein. Dieser Meteor kommt einfach zu frh dachte sie und schmiegte sich an Bipuh. Gerade vor 40 Kalden war der Raumforschung ein gewaltiger Schritt gelungen. Eine Sonde hatte den Nachbarplaneten Della erreicht und von dort fantastische Bilder nach Zuio gesendet. Eine Vermutung der Wissenschaftler war endlich zur Gewissheit geworden. Es gab Leben auf Della unglaublich viel sogar. Von Einzellern angefangen bis hin zu riesigen Tieren. Die Tiere wurden von den Medien natrlich gleich als Ungeheuer von Della bezeichnet. Noch bevor die zweite Trgerrakete gestartet werden konnte kam die Schreckensmeldung vom Kollisionskurs des Meteors. Pltzlich waren alle anderen Dinge nur noch Nebensache. Die Wissenschaftler arbeiteten fieberhaft an einer Lsung - und scheiterten alle. Die zweite Rakete muss gestartet werden und wenigstens eine Aufzeichnung unseres Volkes nach Della tragen. Wir werden Probleme mit den Refas bekommen antwortete Bipuh und gestikulierte dabei lebhaft mit seinen zwei oberen Extremitten die in je fnf beweglichen kleinen Tastorganen endeten. Die Refas waren die Bewahrer des Glaubens an IHN und sahen den Meteor als eine Strafe fr die Landung auf einem anderen Planeten an. Die Refas zischte Teta sind rckstndig. Wenn es nach ihnen ginge wrden wir immer noch in Erdlchern hausen. Auch Bipuh hatte noch nie viel von den Refas gehalten aber sie besaen groe Macht auf Zuio und diese war nach ihren Hetztriaden gegen die Raumfahrt noch gestiegen. Wir warten ab wie sich die Oberen entscheiden. Ich hoffe sie knnen sich durchsetzen und lassen uns das Projekt Della starten. Achtung Achtung In fnf Trionen startet die Rakete. Ich wiederhole ... Ein leises Kribbeln ging durch Tetas Krper als sie die Stimme aus dem Akustikwandler hrte. Gegen den Willen der Refas hatten sich die Oberen durchgesetzt und beschlossen das Projekt Della zu starten . Falls sich dort einmal intelligentes Leben entwickeln sollte so wrden sie bestimmt eines Tages die Aufzeichnungen finden und somit das Andenken an die Zuioten aufrechterhalten. Neben diesen Aufzeichnungen durfte jeder der an diesem Projekt mitgearbeitet hatte eine Kapsel mit Dingen die er fr wichtig hielt fllen und mit auf die lange Reise schicken. Tetas Kapsel war etwas ganz Besonderes. Sie hatte noch nicht einmal Bipuh den Inhalt verraten. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt Armin Niederhuser Das Projekt 20 kurzgeschichte Pltzlich krachte etwas und beiender Qualm erfllte die Hauptzentrale. Die Refas schrie Teta als sie mehrere Zuioten sah die sich ein Loch in die Auenwand geschossen hatten und nun die Zentrale strmten. Hier wird kein Frevel mehr begonnen. ER wird euch alle strafen Wie von Sinnen schossen die Refas um sich. berall stieg Rauch auf Energieentladungen zuckten durch den Raum. Teta sah wie sich Bipuh auf einen der Angreifer strzte. Dieser bewegte sich jedoch blitzschnell zur Seite und schoss. Bipuhs oberer Krperteil wurde vollstndig zerfetzt. Teta heulte auf und machte einen gewaltigen Satz auf das Schaltpult zu. Nur noch eine Chance. Ihre Kapsel musste nach Della gelangen. Sie hatte die Kapsel mit ihrem Lebenswerk gefllt. Als Genetikerin war es ihr schon vor einiger Zeit gelungen Sporen herzustellen die den genetischen Code von Zuioten enthielten. Diese Sporen wrden dafr sorgen dass es irgendwann auf Della wieder Zuioten gab. Es gelang ihr noch das Siegel zu durchbrechen und den Sofortstart der Rakete einzuleiten. Wir sind alle verloren schrie der Refa der ihr am nchsten stand. Du verdammte ... Die letzten Worte hrte sie nie denn whrend er noch weiter schrie hatte der Refa schon die Waffe ausgelst. Der Meteor zerstrte alles Leben auf Zuio. Die Atmosphre wurde immer dnner und Wassermassen zerstrten alle Gebude. Im Laufe der Zeit verschwanden alle Anzeichen einer Zivilisation. Es wurde stndig klter das Wasser sammelte sich an den Polen und wurde zu Eis. Teile des Meteors schlugen auch auf Della ein und vernichteten so die Ungeheuer. Die Sonde aber erreichte den Planeten und Tetas Sporen begannen mit ihrer Arbeit. Und es entstanden neue Zuioten. Sich selbst jedoch nannten sie Menschen und die Ungeheuer Dinosaurier. Und Della nannten sie Erde. Zuio faszinierte sie sofort als sie ihn entdeckten und als sie ber die ntige Technik verfgten fingen sie an dort nach Leben zu suchen. Und Zuio nannten sie MARS . ENDE SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 21 Lars Weinand - Baum artikel Als regelmiger Perry-Rhodan-Leser bleibt man ja auch auf dem Gebiet der Zukunftstechnik nicht ganz unwissend. Dies nutze ich aus fr ein Projekt welches Insidern mehr und mehr bekannt wird - trotz strenger Geheimhaltung meinerseits. Wie dem auch sei ich gebe hiermit ffentlich zu dass an der Sache doch etwas dran ist. Viele werden es jetzt schon ahnen Es geht um das Projekt Franzosendiskus. Hinter diesem Codenamen steht nichts anderes als dass ich meinen R21 Baujahr 88 zum Diskus- raumer nach blueeschem Vorbild umbaue Nachdem es stndig Probleme mit CIA BND MAD und anderen staatlichen Splittergruppen gab konnte ich am Donnerstag den 18.4.96 nach Feierabend denn das mache ich ja alles hobbymig nebenbei endlich einen Teilerfolg feiern Mein erster Atmosphrenflug war ein Volltreffer Raumtauglich ist der FD-1 noch nicht mir fehlt noch ein Fernseher zum Ausschlachten fr die Fertigstellung des Antriebs aber fr einen Flug ber Land reichts schon. Dies habe ich einem alten Miele-Staubsauger zu verdanken in dem ich das letzte Teil fr meinen Booster-Antigrav fand. Zur Sache Ich also los mit meinem Auto in Richtung Wald denn von einer einsamen Lich- tung wollte ich starten ich bin so romantisch veranlagt. Dass der Frster die Verfolgung aufnahm als ich eine Schranke vorm Waldweg durchbrach war mich nur recht - der wrde mich nicht folgen knnen So war es dann auch Nachdem ich einigen Wildschweinen durch mehrmalige Bettigung des Signalhorns ihre Reviergrenzen aufwies drckte ich den Knopf Antigrav. In diesem Moment war auch der Frster mit seinem erdgebundenen Mitsubishi-Jeep heran nie werde ich sein Gesicht vergessen als ich sanft wie eine Feder ber seinen Kopf hinwegg- litt. Da ntzte ihm auch das Schieen mit dem Zwlfenderkiller nichts da der Unterboden Schutzschirm meines FD-1 zum Glck schon einsatzfhig war. Nachdem ich ca. 50 m ber den Osterwald gestiegen war ging ich aufs Ganze Der Knopf Booster war reif zum Drcken entschlossen stie mein Finger zu Mann ging das ab Schon in ersten Gang sobald mein Raumer abhebt wird die Gangschaltung automatisch mit dem Booster gekoppelt erreichte ich die 100-kmh-Marke Ich entfernte mich noch ein wenig vom Erdboden schlug dann erst einmal die Richtung Nord Hannover ein. Dank des Kompasses aus meinem berlebens- messer kein Problem. Ich erreichte also Hannover und ging tiefer um auch etwas erkennen zu knnen die InfrarotRadarHypertaster-Ortung funktioniert noch nicht.... berm Stadtteil Linden angekom- men sah ich einen vollbrtigen Mann der sich vor einem Imbiss festgebissen hatte - der kam mir gerade recht fr ein Spchen... Mit lautem Hupen lie ich ein Teil des Motorls ab geht beim R21 vollautomatisch um einen eventuell erhhten ldruck auszugleichen und feuerte es punktgenau auf die Masse in seiner Hand die ich am ehesten fr einen Hamburger hielt. Nachdem ich mich kstlich ber seinen SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt Oliver Titz Franzosendiskus - Zwischenstand 22 artikel beherzten Sprung hinter die Fritteuse des Imbisses amsiert hatte setzte ich meinen Testflug fort. Mein weiterer Plan sah vor in Richtung Belgien zu fliegen um Polizei und normale Leute von Eupen ein bisschen zu foppen. Hierzu kam es jedoch nicht weil schon an der westflischen Landesgrenze Abfangjger ca. 30 m ber mir auftauchten die ich sofort mittels meiner 20 Rckspiegel in der visuellen Ortung hatte. Uner- hrt wo in dieser Region laut Karte der Tiefflug verboten ist. Nun ja - aus Angst dass es sich um englische Flieger handeln knnte und mir somit mit einiger Sicherheit ein Teil von ihnen aufs Dach geflogen wre zog ich es vor in den fnften Gang zu schalten und mich mit leicht vernderter Rich- tung und 800 kmh in den Mnchener Raum abzusetzen. Hier musste ich an der Sbener Strae eine kurze Zwischenlandung einlegen da meine Spezialbatterien nicht mehr genug Energie lieferten - zum Glck habe ich im Koffer- raum immer einige Energiespeicher in Reserve. Als ich begann diese einzubauen nherte sich auch schon ein Sondereinsatzkommando des Bundesgrenzschutzes. Die Herren riefen wild gestikulierend zu den Mnnern die neben mir neugierig am Zaun eines Fuballfeldes standen dass sie in Deckung gehen sollten. Ich verstand Stze wie Herr Matthus Deckung Sie sollen entfhrt werden Herr Klinsmann Kopf run- ter. Mir war dieses innerhalb meines Schutz- schirmes relativ egal - ich wunderte mich nur wer diesen armen Kerlen die zuvor munter wie eine Horde achtjhriger hinter einem Ball herlie- fen etwas zuleide tun knnte... Egal Ich hob wieder ab und flog noch ein Stck- chen Richtung sterreich und Sdtirol. Schlie- lich kehrte ich um weil ich rechtzeitig zu den Tagesthemen wieder zu Hause sein wollte. Leider flog ich so eine scharfe Kehre dass sich mein Auspufftopf verabschiedete und das Dach einer Almhtte durchschlug. Gut dass ich die Autonummern abmontiert hatte die sind fr den Flugverkehr sowieso nicht zugelassen. Nach einer halben Stunde hatte ich meinen geliebten Heimatort Osterwald wieder in Sichtortung und ging vorsichtig auf einem Feldweg neben einem Bahndamm nieder um den Rest der Strecke mit dem Verbrennungsmo- tor zurckzulegen. Ich kam gerade rechtzeitig zu den Tagesthemen. Im Nachrichtenblock erfuhr ich dass ein Mit- glied der Kastelruther Spatzen whrend eines Auftrittes von einem Meteoriten schwer verletzt wurde - hmmm.... eigentlich hatte ich gehofft dass eine Meldung ber einen fliegenden R21 kommt aber das war nichts. Wahrscheinlich weil der Wagen doch schon mehr einem Diskus- raumer hnelt und Berichte ber UFOs meistens gar nicht erst in die Nachrichten kommen. Schade... Nun ja soviel fr heute. Bis zum nchsten Zwischenbericht wenn alles glatt geht kommt der schon aus der Mondumlaufbahn. Olier aus Osterwald am Osterwald SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 23 Es war wieder einmal einer dieser Tage an denen sich Stan Wullschlegel Auslieferer bei Lloyd und Han galaxisweiter Spielwarenversand wnschte er wre gar nicht erst aufgestanden. Der Tag besser gesagt der Arbeitstag denn Stan war zustndig fr das gesamte Solsystem hatte angefangen wie jeder andere auch in Stans nunmehr 25 Jahre whrenden Karriere. Um 15.00 Uhr Ortszeit - Stan bewohnte ein einsames Haus irgendwo auf einer Hochebene in den Anden um mglichst weit weg von Dingen zu sein die er kaputt machen knnte oder die auf ihn fallen ihn berrollen ausversehen angreifen ber diesen versehentlichen Angriff sprach Stan nicht gern oder seine Gesundheit anderweitig bedrohen knnten - um 15.00 Ortszeit also htte Stans Haussyntron ihn wecken sollen. Und als Stan dann anderthalb Stunden spter erwachte und auf sein Armbandchronometer blickte wusste er das es wieder mal einer dieser Tage war an denen er sich wnschte er wre nicht aufgestanden. Denn wer hatte schon jemals davon gehrt das eine Syntronik das fortgeschrittenste an Computertechnik was die Galaxis zu bieten hatte bei dem Versuch ein einfaches Weckprogramm auszufhren gescheitert war Und als wenn das nicht schon genug gewesen wre schon zum fnfundzwanzigsten Mal gescheitert war Doch Stan stand trotz seines Wunsches es nicht zu tun auf. Und htte er gewusst was ihm daraufhin alles passieren wrde htte er es bleiben lassen. Aber im Grunde genommen wurde ihm bei der Arbeit eine Versptung auf Grund versagender Syntrons sei es nun sein eigener oder der der seinen Gleiter lenkte nicht weiter belgenommen. Denn Stan war was allgemein bekannt und auch schwer zu verbergen war der grte Pechvogel den die Milchstrae je gesehen hatte. Und somit waren die anderthalb Stunden Versptung die er heute hatte auch nicht besonders schlimm was wiederum der Grund dafr war dass Stan trotzdem aufstand. Er a also ein kurzes Frhstck wenn man es so nennen mchte stattete der Nasszelle einen Besuch ab und zog sich seine Arbeitskleidung an. Und so war aus Stan eine bergroe Version eines targanianischen Kuschelhschens geworden denn das war seine Aufgabe. Alles was er zu tun hatte war sich in seinen bunt angestrichenen wie eine niedliche miniaturisierte Ausgabe der BASIS aussehenden Gleiter zu setzen ber den Bordtransmitter die Lieferung an Spielzeug entgegenzunehmen sich zum Empfnger fliegen zu lassen und vor dessen Kindern die bliche targanianische Kuschelhschenshow abzuziehen. Es war nicht unbedingt das was Stan sich unter einem Traumberuf vorgestellt htte. Es war jedoch die einzige Aufgabe die wenig genug von ihm verlangte so dass sie nicht regelmig in Chaos und Desaster unterging. Auerdem gab es nicht unbedingt eine groe Bewerberschar fr den Job eines Spielzeugauslieferers kostmiert verseht sich auf die Lloyd und Han Wir beschftigen keine Roboter htte zurckgreifen knnen. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt Marc Annaheim Der Pechvogel kurzgeschichte24 Bevor Stan sein Haus verlie bestellte er per manueller Wahl den Syntron-Reparaturdienst des Herstellers dessen bester Kunde er mittlerweile war. Wre Stan nicht gewesen dann htte der Robot der in solch seltenen Fllen zu den Kunden kam wohl hchstens alle sieben Jahre etwas zu tun gehabt. Stan beeilte sich nicht mit dem Abfliegen da er ja sowieso zu spt war und genoss in aller Ruhe zuerst das berwltigende Panorama die klare khle Luft und die relative Unzerstrbarkeit der Felsigen Umgebung. Er war keine fnf Minuten in der Luft als schon George Orwell Lloyd XI anrief der obwohl sein Name darauf schlieen lassen knnte nicht einem uralten Geschlecht entstammte sondern einfach nur eine Vorliebe fr das terranische Altertum besa. Auerdem war er Stans Boss. Guten Morgen Stan. Deine Syntronik ist wohl wieder mal ausgefallen was Das war eine rhetorische Frage daher wartete er gar nicht erst auf Stans Antwort. Aber macht ja nichts. Hr zu Wullschlegel dein erster Auftrag fr heute ist ziemlich wichtig fr die Firma. Ich wei es ist unter diesem Gesichtspunkt nicht besonders schlau ihn dir zu geben aber es ist nun mal niemand anderer frei. Also gib dir Mhe Es geht darum den verwhnten Sprsslingen eines hohen akonischen Regierungsbeamten unseren neuen formenergetischen und komplett von den Algen bis zur Raumfahrt simulierten Miniplaneten zum selber entwickeln abzuliefern. Wenn nun dieser Akone zufrieden ist empfiehlt er uns vielleicht in seiner Heimat weiter und wir bekmen endlich mal einen Fu in die Tr zum akonischen Reich. Alles klar Chef. Ich werde dich nicht enttuschen. Ja ja. Schon gut erwiderte Lloyd und trennte mit einem auf Grund der Erwartung dessen was hchstwahrscheinlich folgen wrde nervsen Ausdruck im Gesicht die Verbindung. Stan nahm das Paket in Empfang und wies den Syntron seines Gleiters an zum Zielort zu fliegen. Nachdem nach etwa der halben Flugstrecke weder die Energiespeicher noch der Antigravgenerator ausgefallen waren begann Stan ein wenig optimistischer zu denken. Er nahm sich vor sofort nach diesem Auftrag Urlaub einzureichen obwohl er keine Ahnung hatte was er denn unternehmen sollte. Doch die Milchstrae war gro und er hatte einfach genug von seinem Job. Stan war sozusagen reif fr die Insel wie sein Boss sagen wrde der es liebte in uralten Redewendungen zu sprechen. Whrend Stan die imposanten Dnen betrachtete und ber eine groe paradiesisch mit Dattelpalmen bewachsene und um einen Wstensee herum entstandene Oase staunte hatte sein Gleiter die nhere Umgebung des Hauses des Akonen erreicht welches im naturbelassenen Teil der ehemaligen Wste Sahara lag. Stan berlegte dass dieser akonische Beamte uerst gute Beziehungen zur Erdverwaltung haben musste wenn ihm erlaubt wurde sein Ferienhaus mitten in einem Naturschutzgebiet zu bauen. Der Steuersyntron meldete sich Wir erreichen in Krze das Zielgebiet. ich beginne mit Sinkflug und Bremsmanver. Stan wurde langsam nervs. Wenn jetzt alles gut ging wrde er ein dickes Lob und eventuell einen kleinen finanziellen Bonus erhalten. Wir werden in zwei Minuten landen kndigte die Automatik an. Stan starrte gebannt aus dem Fenster und konnte in einiger Distanz das Haus und den Garten des Akonen sehen wo die Sprsslinge mit ihrem Vater warteten und dem Gleiter zuwinkten. Bis jetzt ist alles in Ordnung dachte sich ein immer nervser werdender Stan SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte 25 Wullschlegel die schweiigen Hnde an den Hosen abtrocknend. Beginne mit dem Landeanflug. Sehr gut Syntron dachte Stan jetzt mach blo keinen Fehler Doch der Syntron machte einen Fehler obwohl der nicht gleich sichtbar war. Der Gleiter flog in einer wunderbar perfekt hyperdimensional berechneten Schleife auf den Landeplatz vor dem Haus zu verringerte absolut milimetergenau die Hhe so dass sie am Landepunkt null sei und drosselte die Geschwindigkeit - nicht. Oh Oh... Scheiiiisseeeeee schrie Stan nur bertnt durch das Krachen Poltern Knirschen Klirren und was der Gerusche mehr sind die ein Gleiter erzeugt der mit vollem Tempo durch ein akonisches Ferienhaus bricht respektive die ein akonisches Ferienhaus erzeugt durch das ein Gleiter mit vollem Tempo bricht. Eine gewaltige Staubwolke entstand in der das ganze grauenvolle Bild des Schreckens gndigerweise verschwand zusammen mit der akonischen Familie die mit einer Mischung aus Unglauben wahnsinnigem Schrecken und beginnender Wut auf den Haufen Gerll starrte der einmal ihr Haus gewesen ist. Doch das Universum ist unfair und so verzog sich der gndige Mantel des Schweigens respektive die Staubwolke nach einiger Zeit wieder. Zum Vorschein kam die Akonische Familie jetzt nur noch in blanker Wut starrend und zwar auf die verbeulten Reste des Gleiters aus dem ein benommener Stan Wullschlegel gerade seinen Kopf herausstreckte. Stan befreite sich mhsam aus dem Wrack das einmal eine knallbunte Nachbildung der BASIS gewesen war erfasste scharfsinnig innerhalb von fnf Minuten was er angerichtet hatte und begann Entschuldigungen stammelnd auf die Akonen zuzutorkeln. Diese rannten ihm entgegen und zuerst glaubte er sie wollten ihm helfen doch als sie nahe genug heran waren erkannte er ihre wutverzerrten Gesichter und entschloss sich spontan zum Wegrennen. Dank dem zwischen ihm und den Akonen gelegenen durch den Gleiter der sich in den Boden gebohrt hatte aufgeschtteten Erdwall gewann Stan gengend Vorsprung um sich im Gestrpp der Oase bei der das Haus gelegen hatte zu verstecken. Er nahm schon gar nicht mehr war dass er sich ausgerechnet ein Versteck mit Dornen ausgesucht hatte sondern gab sich einer gndigen Bewusstlosigkeit hin. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt Lars Weinand - Space-Jet kurzgeschichte26 Stan wagte es nicht seinem Boss direkt in die Augen zu sehen. Zuerst hatte George Orwell Lloyd XI ein schreckliches Geschrei und Donnerwetter auf Stan niederprasseln lassen wollen. Doch dann hatte er sich daran erinnert dass Stan Wullschlegel der grte Pechvogel der Galaxis war und nach dieser Erkenntnis htte er sich lieber selbst in den Hintern gebissen wie er selbst sagen wrde als er sich daran erinnerte dass er persnlich den Auftrag an Stan gegeben hatte. Stans Boss beruhigte sich also wieder und langsam begann die Zornesrte aus seinem hageren Gesicht zu verschwinden. Stan tat ihm langsam leid. Verstehst du Wullschlegel ich wei ja dass du nichts dafr kannst. Aber das vorhin das war mit Abstand die schlimmste Katastrophe die du je verursacht hast. Und das ausgerechnet bei einem so wichtigen Kunden. Bei den Akonen sind wir unten durch. Wir knnen froh sein das der Regierungsbeamte nur sein Haus ersetzt haben will. Nachdem ich ihm Belege von deinen gesammelten Missgeschicken gezeigt habe hat er von einer Klage abgesehen und sogar so etwas wie Mitleid bekundet. Und nun... h... es tut mir ja leid aber... Gib dir keine Mhe Boss fuhr Stan Lloyd dazwischen. Er hatte in diesem Moment entschieden dass er es endlich satt hatte berall nur Mitleid zu ernten. Er wollte es sich ersparen sein Dasein auf dieser Basis weiterzufhren er wollte versuchen sein Glck zu finden den Sinn der hinter seiner Existenz stand. Irgendwie hatte er schon immer gesprt dass all die seltsamen Dinge die ihm andauernd passierten nicht rein zufllig geschahen. Irgendeinen Grund musste das Universum haben ihm so bel mitzuspielen davon war er jetzt vllig berzeugt. Und er wollte herausfinden was dahinter steckte. Ich wei nicht ob du mich rausschmeien oder versetzen willst aber es ist auch egal. Ich kndige hiermit. Ich danke dir und der Firma fr die Jahre die ihr mich ertragen habt aber so kann es einfach nicht weitergehen. Ich glaube nicht dass wir uns je wiedersehen also machs gut. Sprachs drehte sich um und verschwand einen verdutzten George Orwell Lloyd XI zurcklassend der einige Zeit brauchte bis er merkte dass sein Mund weit offen stand. Irgendwie war Stan schon ein wenig wehmtig zumute als er die blaue mit weien und grnen Flecken bedeckte Kugel betrachtete die einmal seine Heimat gewesen war. Er entdeckte auch die Anden und irgendwo da unten wo im Moment der Terminator verlief stand sein Haus. Doch damit war jetzt Schluss Stan hatte mit der Vergangenheit abgeschlossen. Er wollte die Galaxis bereisen wollte so viele Orte wie mglich besuchen und hoffte etwas darber herauszufinden wieso das Universum so ungerecht mit ihm umsprang. Sein erstes Ziel war der Planet Olymp. Um ihn rankten sich unzhlige Legenden aus der Zeit der Freifahrer um den unsterblichen Sohn Perry Rhodans Roi Danton und den Kaiser aller Freifahrer Anson Argyris der in Wahrheit ein Roboter in Menschengestalt gewesen ist. Das Raumschiff der Deep Space Ferry Gesellschaft hatte inzwischen das Solsystem verlassen und bereitete sich auf die erste Hyperraumetappe vor. Stan war so zuversichtlich wie schon lange nicht mehr dass sein andauerndes Pech in verlassen hatte. Das Mittagessen wurde soeben serviert und seine Stimmung verbesserte sich zusehends. Doch SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte 27 pltzlich gellte ein Nerv ttender Alarm durch das Schiff und rote Blinklichter setzten sich in Gang und Stans Zuversicht verschwand sofort weil ihm bewusst wurde dass sein Pech nicht im Geringsten daran dachte sich ein anderes Opfer zu suchen. Die Ursache des Alarms war sofort sichtbar sobald man aus dem Fenster schaute. Der Weltraum war regelrecht aufgerissen und ein seltsames Leuchten dessen Farbe vllig undefinierbar war drang aus der ffnung von Zeit oder Raum wie Stan vermutete. Der Grund fr diese Vermutung war recht schwer zu bersehen denn er bestand aus einem Raumschiff das aus diesem Licht und aus dem Riss hervorglitt. Ein Raumschiff allein wre natrlich nicht besonders bemerkenswert gewesen doch dieses Exemplar hatte zum einen eine seltsam organische Form und zum anderen eine Oberflche die eher nach reptilienartiger Haut aussah als nach Metall. Dazu kam noch dass das ganze Objekt in etwa die Gre des irdischen Mondes besa. Um Stan herum waren die meisten Passagiere in panisches Kreischen verfallen und so bekam auer ihm keiner mit wie ein riesenhafter Tentakel auf die Deep Space Ferry zuschoss und nach ihr griff. Kurz bevor Stan aufgrund des Ruckes genauer gesagt aufgrund des Aufpralles eines Ertrusers auf ihn wieder einmal das Bewusstsein verlor bekam er noch einen schrecklichen Hustenanfall. Als er wieder erwachte war das erste was Stan wahrnahm dass er schon wieder hustete als htte er die bluessche Lungenfule. Wahrscheinlich hatte er sie auch dachte Stan denn whrend er auf Terra auf die Fhre gewartet hatte hatte er stundenlang neben einem Blue gesessen der gehustet hat als htte er die bluessche Lungenfule. Diese Gedanken gingen ihm durch den Kopf bevor er wieder vllig wach war und merkte dass er auf einer seltsam weichen tischartigen Erhebung in einem ovalen Raum festgebunden war. Die Wnde waren von der gleichen Beschaffenheit wie die Auenhlle des fremden Raumschiffes das die Fhre angegriffen hatte und Stan kam daher zu dem Schluss dass er sich in dessen Inneren befand. Gedanken ber das Wieso konnte er sich keine mehr machen denn es hatte sich inzwischen eine ffnung in der Wand des Raumes gebildet durch die ein bizarres Geschpf mit drei Beinen und etwa zwanzig Armen mit bedrohlich spitz und scharf aussehenden Enden eintrat das durch seinen Aufbau und seine Beschaffenheit eindeutig als Roboter zu identifizieren war. Na toll sagte Stan aus lauter Verzweiflung zu sich selbst alles was ich wollte war eine Rundreise durch die Galaxis. Und was hab ich bekommen Eine Entfhrung von einem organischen Raumschiff aus einer anderen Dimension dessen Mannschaft aus Robotern besteht. Und zu dem seltsamen Wesen gewandt Jetzt fehlt nur noch dass du Sonden in mich reinstichst meine Schdeldecke aufschneidest oder mich sonst irgendwelchen grausamen Experimenten unterziehst. Natrlich wusste Stan dass das Unsinn war. Niemand befrderte so ein riesiges Schiff von wei der Teufel woher in dieses Universum um ausgerechnet ihn Stan Wullschlegel zu entfhren und zu untersuchen. Aber er hatte etwas hnliches in einem miesen TriVid Film gesehen und es war auerdem alles was ihm SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte28 eingefallen war um es seinem Entfhrer an den Kopf zu werfen. Der seltsame Roboter verstand natrlich nicht was sein Opfer sagte. Er registrierte nur wie es wieder von einem Hustenanfall geschttelt wurde und nherte sich Stan weiter mit der Absicht Sonden in ihn hineinzustechen seine Schdeldecke aufzuschneiden und ihn sonst irgendwelchen grausamen Experimenten zu unterziehen. Stan hatte schon mit dem Leben abgeschlossen als eine anatomische Eigenheit des organischen Schiffes ihm das Leben rettete. Nmlich die dass die Lunge des Schiffs gleichzeitig als Atemluftspeicher diente solange es sich im Weltraum befand. Und da Stan nun Mal Atemluft bentigte war er von den Robotern hier untergebracht worden. Diese Tatsache war wiederum uerst schlecht fr das Schiff denn die Viren die die bluessche Lungenfule hervorriefen fanden sich nachdem sie Stan ausgehustet hatte sozusagen im Virenparadies wieder. Will heien in einer Lunge mit einer Oberflche die zwar noch niemand ausgemessen hatte die aber nichtsdestotrotz unvorstellbar gro war. Was folgte rettete wie gesagt Stans Leben. Der erste Hustenanfall des Schiffes schleuderte den Roboter der nicht wie Stan auf einem Seziertisch angebunden gewesen war gegen die nchste Wand worin er stecken blieb und sich nicht mehr befreien konnte. Der zweite Anfall war noch strker und nach dem Dritten wusste Stan dass ihn seine Fesseln nicht mehr lange halten wrden. Und so war es dann auch. Der Luftstrom des bernchsten Hustens riss Stan los und quer durch das Schiff bis er schlielich irgendwo in einem Gang liegenblieb. Panisch sah er sich um. Er musste versuchen vor dem nchste Hustenanfall vom Schiff zu entkommen sonst wrde er gegen irgendeine Wand oder gar in den Weltraum geschleudert werden. Er rannte wahllos in die entgegengesetzte Richtung aus der er gekommen war. Als er schon das das nchste Husten ankndigende Grollen hrte konnte er einen Lichtschein am Ende des Ganges sehen. Kurz darauf erkannte er die Schleuse der Deep Space Ferry wo sie angedockt worden war. Stan hetzte hinein und konnte gerade noch das uere Schleusenschott schlieen bis der Luftstrom auf die Fhre traf und sie vom riesigen Schiff weg in den Weltraum schleuderte. Das Erlebnis mit dem fremden Raumschiff hatte Stan zu der berzeugung gebracht dass sein Pech offenbar auf Andere abfrbte auch wenn es in diesem Fall sein Leben zum Ausgleich gerettet hatte nachdem es dasselbe in Gefahr gebracht hatte. Zwei Monate hatten Stan und die anderen Passagiere der Fhre aushalten mssen bis sie zufllig gerettet worden waren. Natrlich hatte Stan versucht ber Hyperfunk Hilfe zu rufen doch das Gert war kaputt gegangen nachdem er es angefasst hatte. Also hatten sie zwei Monate lang von den Zwischenverpflegungen der Deep Space Ferry Gesellschaft leben mssen die immer auf den Reisen gereicht wurden. Dass dieses Erlebnis nicht gerade erbauend gewesen sein konnte kann sich jeder vorstellen der schon mal mit Deep Space Ferry gereist ist und dieses Men nur ein einziges Mal gegessen hat. Auer mit dem immer gleichen schlechten Essen hatten sich die Schiffbrchigen die Zeit mit Geschichten vertrieben bis eines Tages ein Springerschiff vorbeigekommen war und sie nachdem jeder Passagier smtliche Wertsachen die er dabei gehabt hatte abgegeben hatte nach Terra brachte. Stan hatte sich danach um nicht weiter SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte 29 eine Gefahr fr unschuldige Unbeteiligte zu sein in sein Haus in den Anden zurckgezogen wo er seine Zeit hauptschlich mit Selbstmitleid und dem TriVid Programm verbracht hatte. Drei Monate waren seither vergangen. Drei Monate in denen Stan kein lebendes Wesen auer denen in den TriVid Filmen und Spielen gesehen hatte. Und drei Monate in denen ihm kein einziges Unglck zugestoen war. Und so kam es dass Stan wieder einmal seine Furcht vor seinem Pech weit genug zurckdrngen konnte um seiner Einsamkeit und Langeweile nachzugeben. Er entschloss sich nach Terrania City zu gehen um endlich wieder lebende wirklich existierende Lebewesen zu treffen und an den Mglichkeiten des modernen Stadtlebens endlich wieder teilhaben zu knnen. Dort angekommen lie er die Sache ruhig angehen und schlenderte zuerst ziellos im Vergngungsviertel von Terrania herum. Als er nach etwa zwei Stunden in denen weder ihm noch Personen in seiner Nhe Missgeschicke zugestoen waren an einer Bar namens Zum glcklichen Reisenden vorbeikam entschloss er sich den Namen als gutes Omen zu bewerten und den Schuppen zu betreten. Innen sah Stan als erstes einen Fuabtreter am Boden liegen und wischte seine Schuhe auch pflichtbewusst ab um auf keinen Fall den Unmut des Besitzers oder von sonst wem auf sich zu ziehen. Pltzlich wlbte sich die Oberflche der Matte auf und es bildete sich eine Beule. Stan starrte verwundert vor sich auf den Boden und wusste nicht was er davon halten sollte bis die Beule sich auf einem Stiel in die Hhe schob sich ffnete und ihm als neu gebildetes Auge genau ins Gesicht starrte. Da wusste Stan dass der Fuabtreter kein Fuabtreter sondern ein Matten-Willy war. Sofort sprang er zur Seite und sagte weil er wusste dass Matten-Willies kaum aggressiv waren selbstbewusst Oh entschuldige bitte dass ich auf dich getreten bin. Immerhin hast du dich in Form eines Fuabtreters genau vor die Tre gelegt. Es war wirklich keine Absicht. Der Matten-Willy bildete einen Mund aus und antwortete in einem fr seine Art seltsamen und vor Schadenfreude nur so triefenden Tonfall So so das war also keine Absicht sagst du Weit du was Ich glaube dir nicht Weit du eigentlich wie das weh tut wenn jemand auf dich tritt und seine Schuhe an dir abwischt Stan wollte schon antworten das er dieses Erlebnis zwar krperlich noch nie durchgemacht hatte es ihm im bertragen Sinne jedoch nicht ganz unbekannt war. Doch der Matten-Willy schien gar keine Antwort zu erwarten sondern fuhr gleich fort Natrlich weit du nicht wie sich dass anfhlt. Ich htte jetzt grte Lust mich in einen Haluter umzuformen und es dir zu zeigen. Aber wenn ich es mir genau berlege werde ich wohl davon absehen wenn du mir einfach alles Geld gibst das du bei dir hast. Sofort bildete sich eine Riesige Hand aus die auf Stan zuschoss und sich vor ihm abwartend ausbreitete. Er begann langsam zu ahnen wie der Hase lief und sptestens als er die Horde zwielichtiger Gestalten sah die in der Nhe um einen Tisch saen und deren Gesichter oder deren quivalente von einem schadenfreudigen und abwartenden Grinsen zerteilt waren war Stan alles klar. Die ganze Sache mit dem Missgeschick war nur ein billiger Vorwand um Stan oder auch jedem anderen Trottel der dumm genug war eine solche Spelunke zu betreten sein Geld abzuknpfen. Nachdem Stan nicht gleich reagierte rief der Matten-Willy den Gestalten um den nahen Tisch SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte30 herum zu Seht ihr das Freunde Dieser unfreundliche Kerl weigert sich sich bei mir angemessen zu entschuldigen. Ich glaube ihr msst wohl ein wenig nachhelfen. Obwohl Stan wusste dass es am schlausten wre sein Geld einfach auszuhndigen und ein wenig vor dem Matten-Willy zu kriechen bekam er es im Angesicht der sich nhernden Gestalten mit der Angst zu tun und rannte davon. Zurck auf der Strae flchtete er vor der Horde in die nchste Seitengasse an der er vorbeikam. An deren Ausgang erblickte er eine breite Strae die voller Menschen war. Er schaute ein letztes mal zurck ob seine Verfolger noch hinter ihm waren und merkte nicht dass er direkt auf die Strae und vor einen Bodengleiter rannte. Die folgenden Ereignisse liefen fr Stan wie in Zeitlupe ab. Er hrte die Warnhupe eines Gleiters blickte in dessen Richtung und sah ihn direkt auf sich zurasen. Starr vor Schreck beobachtete er wie ein Unbeteiligter wie die Gleiterautomatik gerade noch ausweichen konnte und den Fahrstreifen verlassen musste. Gleichzeitig sprte er einen Schlag in seinem Rcken wie von fnfzig Ertrusern die gleichzeitig in ihn hineinrannten. Stan hob vom Boden ab und realisierte in vlliger Klarheit whrend er noch durch die Luft flog wie sich die lodernde Gaswolke einer gewaltigen Explosion genau an der Stelle ausdehnte an der in diesem Moment der Gleiter vorbeigekommen wre htte er nicht wegen Stan seine Fahrtrichtung ndern mssen. Noch bevor er wieder auf den Boden aufschlug umfing Stan Wullschlegel den grten Pechvogel der bekannten Galaxis eine Gndig Schwrze. Er beginnt aufzuwachen. Danke Doktor. Es ist wirklich ein Wunder dass er es noch geschafft hat. Allerdings. Der Kerl muss der grte Glckspilz der Galaxis sein eine solche Explosion zu berleben Stan ffnete langsam die Augen durch die Stimmen aus den Tiefen der Bewusstlosigkeit in die Gefilden der Lebenden zurckgeholt. Zuerst konnte er nur weie leuchtende Schemen erkennen und musste geblendet die Augen schlieen. Nach und nach gewhnte er sich jedoch an die Helligkeit und bald konnte er drei Gesichter erkennen die sich ber ihn beugten. Das eine war das eines Aras und die beiden anderen.... Verdammt ich Muss noch immer trumen dachte Stan. Denn die beiden anderen Gesichter waren keine anderen als die von Perry Rhodan SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt Norbert Schneider - Gilgamesch kurzgeschichte 31 und Reginald Bull. Doch Stan trumte nicht. Der Mann der das Gesicht von Reginald Bull besa sagte mit ruhiger freundlicher Stimme zu Stan gewandt Keine Angst Stan Wullschlegel du bist in Sicherheit in einer Klinik. Du wirst wieder vllig gesund werden. Und weit du was du hast Perry und mir das Leben gerettet. So ein Irrer wollte unseren Gleiter mit einer terkonitbrechenden Sprengstoffrakete in die Luft sprengen und uns tten. Wir haben nur berlebt weil wir wegen dir ausweichen mussten und die Rakete den Gleiter nicht direkt getroffen hat. Stan stammelte Du meinst... ich habe euch wirklich gerettet Genau antwortete Perry Rhodan und auerdem hast du ein riesen Glck gehabt das dich die Druckwelle genau auf einen Matten- Willy geschleudert hat der aus einer Seitenstrae gekrochen kam. Sonst httest du dir wohl auf dem harten Boden das Genick gebrochen. Was ein Matten-Willy Und....Glck Mach dir keine Gedanken es ist ja alles gut ausgegangen. brigens wenn du wieder auf den Beinen bist bist du herzlich zu einer Feier am Goshun See eingeladen. Und Bull fgte hinzu Natrlich gibt es dort soviel Gratis-Vurguzz wie du trinken kannst. Stan wurde wirklich wieder gesund ging zu der Party bei der er von der Presse geradezu umlagert wurde hatte viel Spa und am nchsten Morgen den gewaltigsten Kater den ein humanoides Wesen sich vorstellen konnte. Und von diesem Tag an sollte Stan nie wieder Pech haben sondern als Lebensretter Perry Rhodans und Reginald Bulls sowie als der grte Glckspilz der bekannten Galaxis bekannt werden und in die Geschichte eingehen. by Marc Annaheim 9697 SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt ACHTUNG Berichtigung Auf unserer Freizeitseite hat sich bei dem Rezept fr Tortellini mit Bolognese-Sauce ein kleiner Fehler eingeschlichen. Durch einen bermittlungsfehler ist eine Zutat verwechselt worden. Es muss heien mit PARMESAN bestreuen. und nicht mit ARSEN bestreuen. Wir bitten vielmals um Entschuldigung und bedanken uns bei zahlreichen terranischen Medocentern fr ihre freundlichen Hinweise. Terra-Kurier - Nachrichtenkanal kurzgeschichte32 artikel Einleitung Das Problem bei Reisen ber grere Distanzen ist der Zeitfaktor. In unseren Dimensionen die wir hier auf der Erde haben ist er so gut wie unbedeutend aber wenn wir Strecken von mehreren Lichtjahren zurcklegen wollen wird der Zeitfaktor ein Problem. Die meisten dieser Probleme haben wir Albert Einstein und seiner Relativittstheorie zu verdanken. Sie sagt nmlich aus da es einem Krper nach den physikalischen Gesetzen unmglich ist sich schneller als mit Lichtgeschwindigkeit LG zu bewegen. Die Begrndung fr dieses Problem ist da ein Krper der sich bewegt relativ an Masse zunimmt mvm0wurzel1-vc2 ohne sein Volumen zu verndern. Je weiter er sich der LG nhert um so hher wird sein Massenzuwachs bis er schlielich bei 100 der Lichtgeschwindigkeit eine unendliche Masse hat. Die Kurve die dabei entsteht ist eine Hyperbel deren Asymtoten sich einer imaginren Achse bei X300000 kms anschmiegen Grafik am Stand. Sagen wir zum Beispiel da Person A Person B 20 Mark leiht. Nun sagt Person B zu Person A Ich gebe dir jeden Tag die Hlfte zurck. Das bedeutet morgen bekommt Person A 10 Mark bermorgen 5 DM berbermorgen 250 DM usw... . Dies bedeutet da Person A nie das ganze Geld zurck bekommt. Person Bs Schulden werden unendlich klein aber sie ver- schwinden nie. bertragen wir das Ganze auf unser Problem mit der Lichtgeschwindigkeit. Das Objekt wird immer schwerer und schwerer und braucht folglich auch mehr Energie um beschleu- nigt zu werden aber bei einem Punkt nmlich 100 LG wird die Masse unendlich das heit da die Energie die ich hinzufgen mu auch unendlich wird. Und unendlich viel Energie knnen wir nicht hinzufgen. Das Universum besteht aus einer gewissen Menge Energie die teils als Strahlung teils als Materie vorliegt Emc2 diese Energien knnen wir nach belie- ben umwandeln aber wir knnen keine Energie Erzeugen oder Vernichten Energieerhaltungs- satz. Damit htte sich das Thema der berlicht- geschwindigkeit dank der Relativittstheorie eigentlich erledigt und auch der Traum der interstellaren Reisen denn wer htte schon Lust ber 1000 Jahre mit einem Raumschiff zu flie- gen nur um zu einem Planeten zu gelangen der 1000 Lichtjahre entfernt ist. Dazu kme noch das Problem der Zeitdilatation. Die Relativittstheo- rie besagt da die Zeit um so langsamer vergeht desto schneller man sich bewegt. Das bedeutet fr einen Auenstehenden der nicht die Reise mitmacht und sich in relativer Ruhe befindet nmlich auf der Erde wird die Zeit die der Reisende braucht weit ber 1000 Jahre liegen obwohl fr den Reisenden selber die Zeit im inneren seines Schiffes normal zu vergehen scheint. Diese Umstnde machen Reisen zu fernen Planeten nahezu unmglich aber Ein- stein hat uns noch ein Schlupfloch gelassen. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt Thomas Punz Interstellares Reisen 33 artikel Wurmlcher sind in absehbarer Zeit keine Lsung Es gibt bereits verschiedene Modelle fr Reisen zu weit entfernte Regionen im All zum Beispiel ein Wurmloch da zwar auch eine Lsung fr unser Problem ist falls man es jeweils realisieren kann denn der Bau eines solchen Tunnels ist offensichtlich viel zu umstndlich. Der Kern dieser Methode ist das Prinzip der Raumkrm- mung oder genauer die Krmmung der Raum- zeit. Wir sehen unsere Umgebung dreidimensional aber wir leben in einem vierdi- mensionalen Raum den wir weder sehen noch uns vorzustellen vermgen. Die Wurmlcher oder auch Raumtunnel genannt werden durch hohe Gravitationskrfte erzeugt die durch Materie hervorgerufen werden. Einstein sagte da Materie dem Raum sagt wie er sich zu krmmen hat und der Raum der Materie sagt wie sie sich zu Verhalten hat. Das bedeutet da die Masse eines Objekts den Raum krmmt wie eine Bleikugel die Oberflche einer gespannten Gummiflche. Ein anderes Objekt zum Beispiel eine zweite Kugel die man ber diese Flche rollen lt beschreibt eine Bahn die von der Bahn abweicht die die selbe Kugel beschreiben wrde wenn die Bleikugel nicht auf der Gummi- flche liegt. An der Stelle wo die Bleikugel sich befindet hat sich nicht nur der Raum gekrmmt sondern er hat sich auch gedehnt. Wenn ich vorher die Oberflche schachbrettartig kariere und dann die Kugel hinzufge sieht man ganz deutlich wie sich die Dimensionen verndern. Nun knnte man zwei Punkte im Raum ganz nah zusammenziehen Modell Wurmloch 1 oder einen Tunnel zwischen zwei entfernten Orten erzeugen Modell Wurmloch 2. Normaler Raum ohne Materie In diesem Modell mu man die ganze Entfer- nung zurcklegen um von Punkt A zu Punkt B zu kommen. Gekrmmter Raum mit Materie Modell Wurm- loch 1 Hier sind die Punkte A und B nher zusammen und man kann die Entfernung schneller zurck- legen. Gekrmmter Raum mit Materie Modell Wurm- loch 2 SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 34 Hier sind Punkt A und B ebenfalls nher zusam- men. Diesmal sind sie aber durch einen Raum- tunnel verbunden. All diese Raumtore mssen erst gebaut oder entdeckt werden sind aber auf jeden Fall auf- wendig in der Herstellung Wartung und Erhal- tung deshalb eignen sie sich meiner Meinung nach nicht all zu sehr fr die schnelle berbr- ckung von groen Entfernungen bei 2.000.000 Lichtjahren schon aber nicht bei 10-100.000 Lichtjahren. Wer will schon gerne Jahre auf die Fertigstellung einer Wurmlochverbindung warten wenn er in den nchsten Augenblicken an den Ort will zu dem der Tunnel erst noch gebaut werden mu Es gibt ein Modell nach dem diese Tunnel ganz natrlich im Universum vorkommen. Sie bestehen in einem solchen Fall aus zwei schwarzen Lchern. Es gibt zwei Arten von schwarzen Lchern zum einem das des Kerr Typs das nicht rotiert und elektrisch neutral ist und zum andern das des Kerr-Newman Typs da sich in Rotation befindet und eine Ladung besitzt. Wie es Unterschiede in den Eigen- schaften der schwarzen Lcher gibt gibt es auch Unterschiede in den Eigenschaften der betref- fenden Tunnel. Die Tunnelverbindung zwischen zwei schwarzen Lchern des Kerr Typs wenn sie vorkommen sind nutzlos da sie uerst kurzle- big sind man mte schon mit berlichtge- schwindigkeit fliegen um sie heil zu passieren. Diese Tunnel entstehen nicht im Mittelpunkt des schwarzen Loches sondern irgendwo anders innerhalb des Ereignishorizontes einer Einweg Membran die jedes Entkommen aus dem Innern des schwarzen Loches verhindert. Man kann durch die Membran in das schwarze Loch eintauchen es aber nicht mehr verlassen da die dafr ntige Geschwindigkeit die des Lichts bersteigt. Und wie wir bereits herausgefunden haben ist die Geschwindigkeit des Lichts das absolute Geschwindigkeitslimit im Einsteinuni- versum. Wie jedes schwarze Loch hat auch das des Kerr Typs eine Quantensingularitt in sich die sich im Kerr-Modell genau im Mittelpunkt befindet. Eine Quantensingularitt ist ein unend- lich gekrmmter Raum deren Gravitation alle Objekte anzieht und sie in spiralfrmiger Bahn auf sich zu bewegen lt. Man kann ein schwarzes Loch auch als eine Lcke einen Ri in der Raumzeit betrachten. Dieser Punkt ist der Kern meines Modells fr interstellare Reisen und wird spter noch ausfhrlich erlutert. Nun ergibt sich das Problem da man nur auf das Zentrum des schwarzen Loches zusteuern kann und nicht zurck das heit findet man keinen Tunnel mte man unweigerlich in der Quan- tensingularitt zerrissen und in Energie aufgelst werden. Ein schwarzes Loch des Kerr-Newman Typs sieht etwas anders aus die Singularitt ist nicht im Mittelpunkt sonder kreisfrmig um den Mittelpunkt der Rotationsachse angebracht. Die Tunnel entstehen im Mittelpunkt und sind sta- biler wenn sie vorkommen. Das war eine kleine Einfhrung in das Funktions- prinzip von Wurmlchern und ihrer Probleme die uns jetzt nicht weiter interessieren denn was ntzt es mir eine Abkrzung durch ein schwarzes Loch zu nehmen und doch nie aus dem Zweiten heraus kommen zu knnen. Der Hyperraum Bevor wir nun zur Antriebstechnik kommen mchte ich noch meine Theorie ber die Zeitdi- latation loswerden. Also stellen wir uns die Raumzeit den Hyperr- aum und eine dazwischen liegende Membran vor. In der unteren Hlfte unter der Membran SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt artikel 35 im Hyperraum gibt es keine Zeit. In der oberen Hlfte gibt es Zeit. Nun rufen wir uns noch mal das Gesetz der Entropie ins Bewutsein. Wir haben zwei klar geteilte Bereiche. Die Zeit stellen wir uns als warmes Wasser vor und die Nichtzeit als kaltes Wasser. Nun drcken wir die Membran ein es entsteht ein kleines Loch und das warme Wasser vermischt sich mit dem kalten Wasser in der eingedrckten Zone der Raumkrmmung je tiefer die Krmmung desto klter wird das Wasser am Grund. Das bedeutet fr uns je hher die Raumkrmmung desto langsamer vergeht die Zeit bis sie schlielich wenn wir durch das Loch in den Hyperraum treten vllig an Bedeutung verliert. Was passiert wenn ich mich in einer unendlichen Zeit bewegen will ganz einfach ich kann eine unend- liche Strecke zurcklegen das heit meine Geschwindigkeit ist unendlich. Ich kann mich praktisch ohne Zeitverlust durch den Raum bewegen. Dieser Umstand lt uns sogar noch eine Hintertr offen denn wenn die Singularitt nicht der Hyperraum ist sondern nur das Tor zu ihm und wir die gesamte Strecke trotzdem fliegen mten Kugelform so gbe das keinen nennenswerten Unterschied. Wir wrden eben- falls nur als Energie im Hyperraum leben knnen das bedeutet da wir ebenfalls die Energie eines Energiestrahls berechnen mten der die gleiche Strecke zurcklegen mte ohne sich vllig aufzulsen die Reise fr uns geht wegen der unendlichen Geschwindigkeit ebenfalls in Nullzeit von statten. Also praktisch gesehen kein nen- nenswerter Unterschied physika- lisch gesehen aber doch. Nachdem wir nun im Hyperraum sind Fal- len wir auf Grund der oben genannten Tatsachen im selben Augenblick wo wir das Einsteinuniversum verlassen wieder in diesen zurck mit dem Unterschied da wir am Ziel und langsamer sind als vorher. Damit wre unsere Reise nach der Landung auf einem Pla- neten oder beim Andocken an eine Raumstation beendet. Der Antrieb Nun kommen wir zum Antrieb Die Antriebe die uns heute zur Verfgung stehen drften wenig erfolgreich bei unserem Vorhaben sein doch gibt es eine neue Errungenschaft der Raumfor- schung die vielversprechend ist es handelt sich dabei um einen Antrieb der auf dem Prinzip von ionisierten Plasma basiert. Da mir die Unterla- gen zu diesem System fehlen werde ich mir ein eigenes System zusammenfgen das im Prinzip so glaube ich jedenfalls mit dem der Raumfahrt- behrden identisch Merkmale aufweist. Wie bekannt ist stoen zwei gleich Pole eines Magneten die aufeinander gerichtet werden sich gegenseitig ab. Das gleich gilt fr elektrische Ladungen zwei Positiv bzw. zwei negativ gela- SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt artikel36 Lothar Bauer - Dimensionstor dene Teilchen stoen sich ebenfalls gegenseitig ab. Je strker die Ladungen desto strker sind die Abstoungskrfte. Nun knnte man berech- tigt sagen was wollen wir mit Nukleonen die wir weder sehen noch mit einfachen Mitteln wiegen knnen da sie so leicht sind Diese Frage ist nicht schwer zu beantworten wir benutzen nmlich einfach das gleich Prinzip das wir benutzt haben um unser Raumschiff an relativer Masse zunehmen zu lassen. Wir beschleunigen die Teilchen auf eine so hohe Geschwindigkeit die gleich der unsrigen Geschwindigkeit ist oder etwas hher liegt jedoch nicht so hoch ist da sie mit ihrer Masse ein Loch in die Raumzeit reien. Als Teilchen knnten wir Protonen Positronen Elektronen oder Antiprotonen nehmen die alle elektrisch geladen sind. Wir knnten einen Teil der Teilchen mit uns fhren und einen Teil im Raum einsammeln denn in Galaxien gibt es genug Staub der sich verwerten liee. Die Teilchen die im Raum eingesammelt werden knnten ionisiert werden und dann in die Beschleuniger eingespeit werden. Diese werden auf eine Geschwindigkeit gebracht die eine fr die Teilchen hhere relative Masse mit sich bringt die hher liegt als die unseres Schiffes. Nach den Impulsgesetzen mssen wir auf Grund dessen an Geschwindigkeit zulegen. Energie ist der Schlssel zum Univer- sum Aber ohne Energie luft nichts und Energie ist das Wichtigste. Irgendwann gelingt es uns die p-Branen auch knstlich zum Schwingen anzure- gen dann bruchten wir nur noch Energie und die entsprechenden Apparaturen und wir knnten alles herstellen was wir wollen. Ein weiterer Schritt wren zum Beispiel Transmitter mit denen man Materie von einem Ort zum einem anderen bringen knnte ohne sich in ein Raumschiff begeben zu mssen oder den Hyper- funk eine Funkverbindung die in Nullzeit funk- tioniert egal wie weit der Gesprchspartner entfernt ist. Man sieht da die Hyperraumthe- orie wenn sie erfolgreich ist ungeahnte Mg- lichkeiten und einen neuen Zweig der Physik erffnen wird nmlich die Hyperphysik. Aber ohne Energie geht hier nun mal gar nichts. Wie brauchen eine Energiequelle die sauber und sparsam ist dabei aber viel Energie produ- ziert. Eine Mglichkeit wre die Kernfusion und eine andere das Antimateriekraftwerk. Beide Mglichkeiten sind von heutiger Technik aus gesehen die besten verfahren um Energie zu erzeugen. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt artikel 37 Achtung Geldsorgen Konto gesperrt Geldsynthro verweigert die Herausgabe des gewnschten Bargelds Der Hausrobot arbeitet nur gegen Vorauskasse Wir helfen gerne weiter. Bis zu 10.000 Galax ohne Brgen. Auch bei gesperrtem Konto nichthumanoidem Aussehen oder zerstrtem Heimatplaneten. Und solltet Ihr einmal das Bezahlen der Raten vergessen besprechen unsere tatkrftigen Auendienstmitarbeiter das weitere Vorgehen mit Euch direkt vor Ort. Dabei werden sie durch ihre bewerte und eindringliche Art dafr sorgen dass es nicht noch einmal zu einer Verzgerung kommt. Finanzierungsgesellschaft Hermin Alwalo Isogren. HAI GmbH CoKG Schrpfergasse 11A 53572 Bruchhausen Deutschland Terra Terra-Kurier - Nachrichtenkanal kurzgeschichte Urinok Garjon ein Mann von 180 m Krpergre braunhaarig und mit blassrosa Haut erwachte auf seinem Lager in der gemtlichen aber kleinen Wohnkabine. Er sah auf die kleine Wanduhr vor sich und stellte fest dass er gute vier Stunden tief geschlafen hatte. Langsam erhob er sich und schritt die letzten Auswirkungen des Schlafes abschttelnd zur Tr die in den Reinigungsraum fhrte. Dort nahm der Jariiner der vor einem Jahr seinen dem Untergang geweihten Planeten hatte verlassen mssen eine ausgiebige Dusche und schlpfte in die frischgereinigte Bordkombination aus tiefblauem Stoff. Danach verlie er die Wohneinheit und begab sich ber den kleinen Druckluftlift zum Zentraldeck des 40 m durchmessenden Kugelschiffes welches er selbst gebaut und auf den Namen Sternenwolke getauft hatte. In der Zentrale nahm der Astronaut der von allen die ihm begegnet waren Sternenwanderer genannt wurde eine alltgliche berprfung aller Instrumente vor. Auf den Bildschirmen war der freie Raum zu sehen ein schwarzer Vorhang der mit kleinen bunten Punkten gemustert war. Guten Morgen begrte die geschlechtslose Stimme des Bordcomputers den Herrn der Sternenwolke. Urinok erwiderte den Gru und fuhr mit der berprfung fort. Alle Systeme verhalten sich im Rahmen ihrer festgelegten Funktionen berichtete der Bordcomputer. Urinok nickte und beendete seine berprfung mit einer Ablesung der Auenanzeigen Strahlung 9956 unter dem zulssigen Hchstwert. Auentemperatur 2 Absgrad 4 Kelvin. Auendruck 0 Jariatmos 1 Jariatmo 105 Bar. Lichteinfall 0000005 der Sonne Silka. Innentemperatur 10 Atmograd 20 Celsius. Innendruck 1 Jariatmo. Relative Luftfeuchtigkeit 89 . Derzeitiger Energieverbrauch 15 vom bereitgestellten Angebot. Der Jariiner war zufrieden. Alle Bordsysteme liefen soweit normal. Er fragte sich gerade ob er nicht einige bungseinheiten im Ertchtigungsraum des Schiffes ableisten sollte oder die Berichte der letzten Planetenbesuche nochmal durchgehen sollte als die Ruflampe der Hyperfunkanlage wei aufblinkte. Sofort schaltete Urinok die Anlage auf Empfang und koppelte auch den Allzweckbersetzer mit dem Empfnger. Doch er hrte nur ein Rauschen und Knistern. Doch nach einer Minute verklang das Rauschen und hinterlie nur noch ein leises Statikgerusch. Der Raumfahrer schaltete die Lautsprecher aus und tippte eine Anweisung an den Computer die empfangene Funksendung zu analysieren. Kurz darauf kam folgender Klartext aus dem Lautsprecher Ich wei nicht wo unsere Leute sind. Die von uns besuchte Welt die ein Witzbold Planulak genannt hat ist mit unseren Mitteln nicht zu berprfen. Auerdem befinden wir uns schon auf feindlichem Gebiet. Wir kehren zurck zum Hauptplaneten. Gez. Filpps Buntschek Kommandant der Wamadak. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt Thorsten Oberbossel Der Sternenwanderer - DER ROTE MOND VON PLANULAK 38 kurzgeschichte Planulak Fragte Urinok. Wieso ist das ein Witzname Computer Weshalb hast du so schnell eine bersetzung anfertigen knnen Die Sprache und der verwendete Schlssel war rtonesisch Urinok begann der Computer. Die Daten darber sind aus der Bibliothek von Telonstadt bernommen worden. Das Wort Planulak ist eine Kombination aus den Worten Pelan fr Ball und Ulak fr Wasser. Da Planulak ein Name ist was aus der bersetzung hervorging wurde diese Wortverbindung unbersetzt gelassen. Welche Feinde die Rtonesen derzeitig zu frchten haben ist aus den gewonnenen Daten nicht zu entnehmen. Sie bedrfen einer Aufbesserung. Berechne einen Flugweg zu den Koordinaten von denen die Sendung kam forderte Urinok. Der Standort des Senders im Normalraum liegt in einer Entfernung von 500 Lichtjahren. Winkel in Flugrichtung 158787 Grad Neigungswinkel -6256565 Grad fluteten die errechneten Koordinaten dem Jariiner aus den Lautsprechern entgegen. Danach setzten alle Triebwerke ein und die Kraftstation des Schiffes wurde auf einen hheren Energieaussto hochgefahren. Wasserball grinste Urinok. Wirklich lustig. Vielleicht ist das ein interessanter Planet. Bestimmt ist er es wert von mir besucht zu werden. Die Wamadak ein zigarrenfrmiges Raumschiff zndete die starken Triebwerke. Der Suchkreuzer der nur 80 m lang war und an der breitesten Stelle 25 m durchma zog sich von der blaugrnen Kugel zurck die von einer gelben Sonne beschienen wurde. Kommandant Filpps Buntschek hatte die Hoffnung aufgegeben hier die berlebenden der Expedition 78 zu finden. Diese sollte die Planetensysteme im Umkreis von 50 Lichtbolbs 600 Jarilichtjahren nach mglichen Welten fr Sttzpunkte und Ausweichlager absuchen. Doch offenbar war die Suche gescheitert denn der Horchposten Delkap hatte nach zehn Millibolb ungefhr 43 Tage das automatische Signal einer ausgesetzten Notfallboje empfangen. Die Boje hatte noch die Position funken knnen bevor sie sich gem Kriegsvorschrift Nummer 18-a selbstvernichtet hatte. Sofort war die Wamadak als Kundschafterschiff in Marsch gesetzt worden um den Grund fr die Sendung der Notfallboje eindeutig zu klren. Doch hier so dachte der Kommandant war nicht das Mindeste zu holen. Nach einer Flugzeit von 1 Mikrobolb setzte das Schiff zum ersten Hypertransfer an einer Hochfrequenzfolge von winzigsten SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 39 Holger Mllers - Lepso-Gang Hypersprngen zwischen denen das Schiff fr das Hundertfache der Sprungzeit materialisiert blieb. Dadurch konnte es relativ berlichtschnell reisen ohne die unangenehmen Begleiterscheinungen einer weiterreichenden Hyperreise. Herr Kommandant das Hyperauge funktioniert jetzt wie befohlen bellte ein etwa 196 m groes und 140 m breites Wesen in einer stahlgrauen Uniform in ein siebhnliches Mikrofon. Aus einem kugelfrmigen Lautsprechergehuse klang eine ebenso heftig betonte Stimme zurck Gut Weitermachen Schon was gefunden Orter Poar Melde gehorsamst ja Habe Mikroerschtterungen angemessen. Erlaube Vermutung Das sind Flugmanver der Weichlinge. Aha die suchen wohl nach dem Spion den wir erlegt haben vermutete der Sprecher am anderen Ende der Leitung und lachte brllend auf. Diese Weichlinge Knnen keinen ordentlichen Hypersprung vertragen. Das kommt von unter entwickelten Krpern. Mssen die doch mit Trippelschritten vorankommen Wieder erscholl brllendes Gelchter aus dem Lautsprecher. Dann kam eine kurze explosionsartige Anweisung Weitermachen Poar der Orter war einer von wenigen Technikern die unter den 50 berleben den des bartekischen Patrouillenschiffes Seifantu waren. Alle anderen Barteker waren Soldaten Raumlandetruppler und Waffenoffiziere die nur Feuer brllen und auf Knpfe drcken konnten um die von den Technikern gewarteten Plasmaflammenkanonen zu bedienen. Kommandant Rikarss hatte in diesem Sonnensystem mit der Seifantu einen rtonesischen Kundschafter aufgebracht. Die Weichlinge wie die Rtonesen von den Bartekern genannt wurden weil diese im Vergleich zu ihnen kein massives Auenskelett besaen sondern ein Innenskelett das jedoch von weicher roter Haut und ebenso weichem Fleisch verborgen wurde hatten mit einer hinterhltigen Geheimwaffe das Feuer erffnet. Zwar war es den Schtzen der Seifantu gelungen den feigen Feind in seine Bestandteile zu zerlegen doch auch der einst so stolze Kreuzer war schwer getroffen worden. Das Schiff konnte gerade noch in das Schwerefeld des Satelliten des einzigen Planeten gesteuert werden dann versagten die Systeme endgltig. Die Schwerkraft des angeflogenen Himmelskrpers war zwar nicht allzu hoch dennoch zerbrach der Schiffskrper in hundert Teile. Nur 50 Mann konnten dem Absturz entgehen weil sie sich in den oberen Sektionen aufgehalten hatten wo die Aufenthalts- und Geschtzrume lagen. Unter ihnen war Poar gewesen der die Ortung berwacht hatte. Sie hatten aber noch einmal Glck gehabt. Innerhalb des Satelliten gab es ein System von Gngen die unter einer Sauerstoffatmosphre gehalten wurden und durch Schleusen mit der Oberflche verbunden waren. Eine Abteilung der dort lebenden Wesen hatte Rikarss und den Rest seiner Mannschaft begrt und ins Innere der Anlage geleitet. Die Fhrer dieses in die Primitivitt zurckgefallenen Volkes hatten geglaubt die Barteker wren die Nachfahren derer die diese Anlagen gebaut hatten. Als sie bemerkten dass sie sich geirrt hatten war es bereits zu spt. Die Barteker erzwangen sich mit ihren berlegenen Waffen die Herrschaft ber das Volk und forderten es auf nach wichtigen Erzen fr den Bau einer Funkanlage zu suchen SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte40 mit der sie ihre Heimatwelt Bartek anrufen wollten. Der Bartlonantrieb lief an und stie einen Tunnel durch den Hyperraum. Urinok fhlte die Entstofflichung die mit einer berlichtschnellen Reise einherging. Er hatte dem Bordrechner befohlen nur einen Sprung in seine Flugprogrammierung einzubauen und dieser 500-Lichtjar-bergang durch den Hyperraum forderte seinen Tribut an Schmerz und kurzer Besinnungslosigkeit bis der kleine Sternenkreuzer ins normale Raum-Zeit-Gefge zurckkehrte. Auf dem Bildschirm prangte eine gelbe Sonne wie es sie viele in der Galaxis Salyria gab. Urinok suchte mit seinen blauen Augen nach einem Punkt der die helle Strahlung spiegelte und fand einen winzigen Funken blaugrnen Lichts am rechten unteren Rand des Monitors. Die Sternenwolke hatte mit ihrem Sprung aus dem Hyperraum genau die Bahn der Zielwelt getroffen und bewegte sich jetzt entgegen der planetaren Laufrichtung wobei sie den Himmelskrper einholte. Heute hat sich der Computer mal wieder selbst bertroffen im Zielspringen freute sich Urinok whrend sein Schiff auf den gesuchten Planeten zueilte. Achtung groer Hypersprung angemessen Kommandant. Peilung Planetenbahn. Raumschiff kann leider nicht mit dem Hyperauge identifiziert werden weil es zu klein ist meldete Poar seinem Kommandanten. Dieser zeigte sich sichtlich erregt. Sind Funkzeichen da Orter Poar Nein Kommandant. Fremdes Raumschiff fliegt Wasserplanet aus seiner Eigenbewegung entgegengesetzten Richtung an. Vielleicht ist das wieder so eine Spionenbchse der Weichlinge. Und diesmal knnen wir ihnen nicht einheizen wie sies verdienen rgerte sich der Kommandant des zerstrten Schiffes Seifantu. Der Orter erwiderte Nein Herr Kommandant. Wir sind nur Zuschauer. Aber die Mglichkeit besteht dass wir sie doch noch kriegen wenn sie hierherkommen. Ich bete zu Quon dass Sie Recht haben Orter Poar bemerkte Rikarss und beendete die Sprechverbindung. Wasserball murmelte der Sternenwanderer vom Jari. Der Name passte zu diesem Planeten. Die blaugrne Welt besa eine hauchdnne Atmosphre und war ein einziger Ozean. Stndig stiegen Dampfwolken auf der sonnenbeschienenen Seite auf. Auf der Nachtseite hingegen trieben Eisschollen. Urinok tippte den Befehl in den Computer eine Tiefensuche vorzunehmen und dabei die Wassermassen auszufiltern. Zwei Sekunden spter erschien Planulak vom Wasser entblt auf dem Hauptbildschirm. Der Astronaut vom Jari erkannte Gebirge Schluchten groe Senken und richtige Wlder und nach einer hundertfachen Vergrerung erkannte er auch Tiere die an die Unterwasserumgebung vollstndig angepasst waren. Dann fiel sein Blick auf ein unfrmiges Gebilde das wie hingeworfen aussah und sich ganz in der Nhe eines Waldes aus Riesenkorallen befand. Mit einer Ausschnittsvergrerung holte sich der Raumfahrer das entdeckte Objekt nher heran und stellte fest dass es ein abgesprengtes Wrackstck sein musste. Diese Erkenntnis veranlasste den Besitzer der Sternenwolke mit ihr dorthin zu fliegen oder besser dorthin zu tauchen. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte 41 Das Normalbild kehrte auf den Schirm zurck und zeigte wieder die endlose Wasserwste auf die der kleine Kreuzer nun zuhielt. Als die Auslufer der Atmosphre die Hlle des jariinischen Schiffes umspielten zog Urinok einen roten Hebel rechts neben den Hauptkontrollen. Nun baute sich ein unsichtbarer Schutzschirm aus hochenergetischen Feldern auf der von 14 ber das Schiff verteilten Projektoren erzeugt wurde. Gleichzeitig verstrkte sich das Kraftfeld das in Flugrichtung liegende Partikel auslschte um den Durchsto der Atmosphre zu erleichtern und das Eintauchen in den allumspannenden Ozean zum harmlosen Pltschern zu vermindern. Urinok steuerte sein Schiff von Hand. Auf dem Schirm stand ein winziger Punkt das vom Computer angepeilte Ziel. Nun waren es nur noch zweitausend Meter die der Sternenwanderer im Flug zurcklegen musste. Danach kamen viertausend Meter Meer. Mit einem Rauschen und Pltschern durchbrach die Sternenwolke die Wasseroberflche und tauchte in die unberhrte Welt von Planulak hinab. Der Jariiner regelte die Lichtempfindlichkeit der Bildschirme so ein dass ein Tausendstel des normal einfallenden Lichtes so erschien als lge die Umgebung im ungetrbten Licht einer gleienden Sonne. Zwar war die Sicht ein wenig eingetrbt durch die Wasserbewegung doch nach kurzer Zeit filterte der Computer die Strungen heraus. Jetzt tauchte die Sternenwolke tief hinab ins Unterwasserreich zu Wesen die niemals das Licht der Sterne oder gar das ihrer eigenen Sonne erblicken wrden. Die Energiequelle kam nher. Der Unterseepionier erfasste die sich annhernde Kraft die auf sein Lager zuhielt. Alle Funktionen wurden berprft. Alles war in Ordnung. Der Pionier erwachte zur Aktivitt. Sein Schlanker Krper brach sich durch eine beschdigte Luke und schwamm von Unterwasserdsen getrieben auf den Ursprung der mchtigen Energien zu der nur ein Abgesandter seiner Herren sein konnte. Urinok lenkte mit den Steuerdsen der Sternenwolke und wunderte sich wie gut sich das Schiff unter der Meeresoberflche manvrieren lie. Ja die Raumtchtigkeit und Beweglichkeit bei sehr hohen Geschwindigkeiten kannte er. Doch er hatte es noch nie gewagt einen Planeten mit Hochdruckatmosphre oder ein Gewsser anzusteuern. In der Ferne es waren noch 50 km erkannte der Raumfahrer der jetzt ein Tiefseetaucher war die hochaufragenden Sulen des Korallenwaldes. Sie trotzten dem massiven Wasserdruck von etwa 400 Jariatmos. Aus dem Korallenwald heraus trat etwas das zunchst einem Fisch oder sonstigem Unterwassergeschpf hnelte so sehr war es diesem flssigen Medium angepasst. Doch bei grerer Annherung erkannte Urinok dass das was da kam mechanisch war denn es besa seitlich angesetzte Dsen durch die es Wasser einsog und hinter sich wieder ausstie. Ein Unterwasserroboter ein automatisches Unterseeboot oder eine Unterwassersonde etwas in der Richtung musste es sein. Computer ermittle die Mgliche Funkfrequenz ber die ich mit diesem Apparat Kontakt bekommen kann forderte Urinok. Keine Zehntelsekunde verging da blinkte die gewnschte Frequenz auf dem Anzeigestreifen des Radiofunksenders. Urinok schaltete den bersetzer ein der bereits auf rtonesische Sprach- und Codeschlssel eingerichtet war. Es SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte42 musste also mglich sein in Echtzeit mit dem Automaten in Funkverbindung zu treten. Urinok nahm das Mikrofon und sprach An das Unterwassergefhrt Verstehen Sie mich Ja Verstndigung einwandfrei qukte eine synthetische Stimme aus den Lautsprechern. Sind Sie vom Hauptquartier Kam eine Frage bei Urinok an ber deren Beantwortung er einen Moment nachdenken musste. Dann sagte er ruhig Ich komme von einem Auenposten. Ein Suchschiff ist in der Umlaufbahn und wartet auf meine Meldung. Urinok hatte keine Probleme damit dem Roboter etwas vorzulgen. Denn so war der Jariiner zum Schluss gekommen der Roboter wrde nur Artgenossen seiner Erbauer und Herren helfen. Sicher Urinok bentigte keine Hilfe mehr denn er wusste ja wo das Wrackstck lag. Aber vielleicht konnte ihm die Maschine einen Weg zeigen an dort verborgene Informationen zu kommen. Je schneller er wieder auftauchen konnte desto sicherer fhlte sich der Raumfahrer fr den Unterseeaktionen nicht alltglich waren. Zeige mir deine Basis wies der Astronaut den Unterseeroboter an. Willig besser programmgem fhrte ihn die Maschine an den Rand des Korallenwaldes. Doch als die Maschine weiterschwimmen wollte musste Urinok feststellen dass die Korallengewchse zu dicht beieinander standen um den Sternenkreuzer ungehindert passieren zu lassen. Sicherlich wre der Raumfahrer in der Lage gewesen die Gewchse mit Energiestrahlen zu beseitigen doch das wollte er nicht. Er verehrte die Natur der fremden Planeten gerade dann wenn sie schon seit Jahrmillionen unverndert war. Er hatte Zivilisationen erlebt die ihre Welten regelrecht kahlfraen oder berbauten. Daneben kannte Urinok auch welche die sich die existierende Natur zu Nutze machten oder in friedlicher Koexistenz mit ihr leben konnten wie das Volk von Sandrakas oder die Welt von Leriano. Urinok signalisierte dem Unterwasserautomaten dass er allein in einem Druckanzug hinter ihm herschwimmen wollte. Die Maschine verharrte daraufhin geduldig an ihrer Position. Der Jariiner hoffte dass der Roboter ihn nicht als Lgner erkennen wrde als er seinen weien Druckanzug angelegt hatte. Um sich gegen Unbilden der hier lebenden Natur zur Wehr setzen zu knnen nahm er noch ein Duroplastikmesser mit langer Klinge mit bevor er sich in die untere Ausstiegsschleuse stellte. Das Innenschott fuhr luftdicht zu und die Druckausgleichsautomatik baute eine hochkomprimierte Atmosphre auf langsam aber noch schnell genug denn der Druckanzug konnte bis zu 500 Atmosphren innerhalb von 1 Minute ausgleichen. Dann fuhr das Auenschott auf. Es entstand eine klare Trennung zwischen Wasser und Bordatmosphre. Noch einmal blickte der Raumfahrer zurck wo die Sicherheit seines Schiffes lag dann glitt er durch die Abtrennung und begann sich mit vorsichtigen Schwimmbewegungen voran zuarbeiten. Hinter ihm verschloss sich die Schleuse wieder. Doch sie wrde ihn ohne Verzgerung wieder einlassen das wusste der Besitzer der Sternenwolke deren Kugelrumpf er nur noch schattenhaft ber sich sehen konnte. Urinok schaltete seinen Helmscheinwerfer ein und suchte den Roboter. Dann folgte er ihm und begab sich in die unbekannte Wildnis des Meeresgrundes von Planulak. Der Wanderer durch Raum und Zeit bedauerte dass er keine Bildkristallkamera mitgenommen SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte 43 hatte. Diese Landschaft war es wert fr die Nachwelt auf Kristall gebannt zu werden. Doch die Hingabe an die Natur des Wasserplaneten verschwand schlagartig als ein gigantischer Schatten ber Urinok auftauchte. Der Jariiner lie sich instinktiv absinken drckte sich tief in den Boden und hoffte dass hier keine Gefahr lauerte. Die vor der er sich geflchtet hatte erschien nun im Licht des Scheinwerfers als gewaltiger Krper der in hunderte von Segmenten eingeteilt war. Von jedem Segment gingen zwei breite gelenklose Glieder aus die in breiten Flossen endeten die mit spitzen Fanghaken bewehrt waren. Als der Sternenwanderer den Kopf des Wesens entdeckte verschlug es ihm fast den Atem. Das Geschpf glich einem Insekt keinem Fisch oder Reptil. Der Kopf besa zwei lange Antennen und riesenhafte Augen. Aus einer mundhnlichen ffnung traten gewaltige Zangen hervor wie Urinok sie von Insekten kannte die feste Nahrung zu sich nahmen. Urinok bedauerte seinen tragbaren Energiestrahler nicht mitgenommen zu haben. Aber htte der berhaupt in dieser Wassertiefe funktioniert Also musste sich Urinok darauf verlassen dass das fremde Lebewesen sich wieder verzog ohne ihn als mgliche Beute zu betrachten. Doch die Hoffnungen des Jariiners waren umsonst. Der Riesenkrper glitt langsam als habe das Wesen alle Zeit der Welt auf sein ausgesuchtes Opfer zu. Urinok berlegte ob er sich noch tiefer eingraben konnte. Doch er verwarf den Gedanken schnell wieder. So wie es jetzt war konnte er sich zumindest noch bewegen. Wenn das Geschpf - Urinok hatte es in seinen Gedanken Meerraupe genannt - ihn auf dem Boden entdeckte war er rettungslos verloren. Der Jariiner zog das lange Messer aus seiner Umhllung und erwartete den hchst wahrscheinlichen Angriff des Tieres. Die Meerraupe lie sich Zeit. Offenbar schien sie keine Jagdbeute zu haben die sich ihr durch die Flucht entziehen konnte oder gegen sie kmpfte. Dann erreichten die langen Fangflossen den Jariiner. In diesem Moment stach er zu so dass sein Angriff zugleich eine Stich- und nach dem Rckzug des Messers auch eine lange Schnittverletzung verursachte. Reflexartig peitschte die getroffene Flosse an ihrem Bewegungsglied zurck. Das Riesentier verharrte eine Sekunde dann versuchten zwei Arme gleichzeitig nach dem Sternenwanderer zu greifen. Diesmal fhrte Urinok einen schrgen Hieb so dass ein Arm angeritzt und der zweite der Breite nach aufgeschnitten wurde. Die Not verlieh dem Jariiner ungeahnte Gewandtheit und Kraft unter Wasser. Doch auch der Sternenwanderer wusste dass es nichts Gefhrlicheres gab als ein verwundetes Tier. Also musste er den Kampf schnellstens fr sich entscheiden oder in den nchsten Minuten oder Sekunden sterben. Die Meerraupe versuchte eine weitere Attacke doch Urinok wollte es ihr nicht berlassen ihr Ziel zu bestimmen. Er schnellte aus dem Bodenversteck und brachte dem Angreifer einen Lngsschnitt an zwei Krpersegmenten bei. Dann drehte er sich und stie sich mit bermenschlichen Schwimmbewegungen davon Richtung Kopf. Dort so dachte Urinok musste er gezielte Angriffe fhren. Die Arme und Flossen waren zu berlegen um immer dagegen zu fechten. Das Meeresungetm war von dem Sternenwanderer richtig eingeschtzt worden. Zwar war es nun sehr aggressiv doch es kannte keine Beute die sich durch schnelle Bewegung zu retten versuchte. Die meisten Beutetiere fielen zu Boden oder konnten nicht ausweichen wenn SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte44 die Meeresraupe ihre Fangapparate um sich herum schleuderte. Hoffentlich hat das Monster keinen Panzer am Kopf dachte Urinok und jagte dem vorderen Ende des Tieres zu. Als er den Riesenkopf sah stie sich Urinok beinahe senkrecht nach oben das Messer nach vorne gestreckt. Dann beugte der Astronaut noch einmal den Waffenarm um schlielich mit einem wuchtigen Sto und dem Schwung seines Krpers einen gewaltigen Stich in das linke Auge der Kreatur zu erzielen. Sofort fhrte Urinok das Messer zum zweiten Angriff und zerstrte das Auge dadurch vllig. Nun schrak das gewaltige Tier zurck. Einen Gegenangriff kannte es auch nicht. Doch es versuchte sich des zur Bedrohung gewordenen Gegners zu entledigen und schoss die vorderen Fangarme vor. Urinok drehte sich mit breiten Armen weg winkelte die Arme an erhielt dadurch noch mehr Schwung und gelangte auer Reichweite des Wesens das mit dem unversehrten Auge nach ihm suchte. Dann schlug es mit einem Fangarm so um sich dass dessen Flosse den verwundeten Kopf traf. Wie von Sinnen schnappten die Beiwerkzeuge des Raubtieres zu und durchtrennten den Arm. Das war das Ende des Kampfes. Denn das Wesen wand sich in Schmerzen davon und verga die Beute die ihm zum Feind geworden war. Urinok wartete und schpfte frische Luft aus den Sauerstoffzellen seines Anzuges. Dann schwamm er in die Richtung weiter in der der Roboter vorhin geschwommen war und fand die Maschine geduldig auf ihn wartend am Eingang zu einer engen Schlucht. Urinok der nun auch die dunklen Seiten der faszinierenden Natur von Planulak erfahren hatte war nun wachsamer und vermied es sich an einer Besonderheit der Umgebung festzugucken. Der Roboter fhrte seinen Verfolger ohne Umweg zum Wrackstck wo er dem Forscher von Jari eine offenstehende Luke zeigte. Urinok war am Ziel. Er stand in dem was wohl mal die Steuerzentrale des Rtonschiffes gewesen sein musste. Vor ihm stand eine durch und durch unbrauchbare Konsole ber die wohl der Hauptcomputer gesteuert worden war. Er unter suchte die Reste der Anlage und entdeckte einen Metallkasten der an Drhten hing. Mit seinem Messer trennte Urinok das Gehuse von seinem Steuerelement und verstaute es in der Seitentasche seines Raumanzuges. Dann suchte er nach weiteren Objekten die er mitnehmen konnte doch er fand nichts Weiteres als diesen kleinen Kasten den er sich eingesteckt hatte. Also verlie er das Wrackstck und tauchte durch die offene Luke zurck ins Meer von Planulak. Auf dem Rckweg beeilte der Sternenwanderer sich. Er wollte nicht nochmal von einem Tiefseeruber berrascht werden. Daher war er heilfroh als er die gewlbte Gestalt der Sternenwolke vor sich sah wie sie im Scheinwerferkegel wei glnzte. Anstandslos ffnete sich die Schleuse der Innendruck war nicht verringert worden und Urinok glitt aus dem nassen ins gewohnte Medium zurck. Als sich dann das Auenschott wieder schloss atmete der Sternenwanderer richtig tief durch. Er hatte es geschafft. Er hatte eine verblffende Unterseelandschaft gesehen sich gegen ein mchtiges Raubtier bewehrt und schlielich etwas erbeutet womit sich bei genauerer Untersuchung etwas anfangen lassen konnte. Nachdem der Druck in der Schleusenkammer auf die gewohnte Jariatmosphre reduziert worden war durfte Urinok auch das innere Schleusenschott passieren und damit endgltig in die Sicherheit seines Schiffes zurckkehren. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte 45 In der Zentrale der Sternenwolke angekommen warf Urinok seinen Raumanzug in einen Reinigungsapparat der ihn vom Salzwasser und den Sporen des Unterseelebens freimachen sollte. Urinok hatte sich whrend des Druckausgleichs bereits von Bakterien und anderen Mikrowesen durch berdosierte UV- Strahlung reinigen lassen. Nun ging er daran das Geheimnis des kleinen Kastens zu entschlsseln. In seinem Techniklabor brach der Jariiner die Metallummantelung des mitgebrachten Objektes auf und frderte vier Speicherkristalle zu Tage wie sie in hnlicher Form auch in seinem Schiff verwendet wurden. Nun hatte ihn die Neugier gepackt. Jetzt wollte er wissen ob die Kristalle Speicher waren oder nicht. Wenn sie Speicher waren mussten sie auch abgerufen werden knnen. Urinok rief nach dem Bordcomputer der sich prompt ber die Lautsprecher meldete. Bereit zum Empfang von Anweisungen. Befindet sich in der umfangreichen Datensammlung ber die Rtonesen auch die Struktur ihrer Computerprogramme und wie man Kristallspeicher be- und abspielt Positiv. Die Daten werden dem Experimentalcomputer im Techniklabor ber spielt antwortete der Bordrechner ber seine geschlechtslos klingende Kunststimme. Dann begann der kleine Arbeitscomputer zu blinken und zeigte Bereit auf seinem kleinen Kontrollbildschirm. Urinok legte einen der Kristalle zur Abtastung unter ein Sensorenmodul. Dieses ma die Formen und Prgelinien die mikrofein in den Kristall eingelassen waren. Dann begann der Kleinrechner mit den bernommenen Daten den Inhalt des Speicherkristalls zu erfassen. Schlielich gab die sprachunfhige Rechenmaschine aus Programmteil erfasst leider nicht der Anfang. Wenn weitere Datentrger vorhanden bitte zur Abfolgeberprfung vorlegen. Urinok tat das was ihm die Maschine vorgeschlagen hatte und fand so die richtige Reihenfolge. Danach fgte der Computer alle Bestandteile in die richtige Reihe von Informationen und konstruierte daraus den erbeuteten Speicherinhalt. Als Urinok eingab er wolle eine Anpassung der Bild- und Tonaufzeichnungen an das Format der Sternenwolke dauerte es nochmal eine Minute bis die gewnschte Arbeit erfolgreich abgeschlossen war. Danach schickte Urinok die erarbeiteten Daten an den Hauptcomputer der sie zur Sichtung in der Zentrale bereitstellte. Urinok begab sich dann auch schnellst mglich dort hin. Die Aufzeichnung wurde ber Lautsprecher und den Hauptbildschirm abgespielt. Aufzeichnungsbeginn Zeiteinblendung am rechten unteren Bildschirmrand Kommandant Wir haben ein System erreicht das aus einer gelben Sonne im Zentrum und einem sie umlaufenden Planeten besteht. Der dritte Planet sieht vielversprechend aus. Auf dem Bildschirm erscheint Planulak und ein roter Begleiter. Mein erster Offizier hat dieser Welt den Namen Wasserkugel gegeben. Der Name wurde offiziell von mir anerkannt und gespeichert. Wir ... Eine andere Stimme ruft Kommandant Tirschwak ein Wachschiff der Panzerkpfe Klasse Skyndras Auf dem Schirm wird ein kreiselfrmiges Raumfahrzeug aus silbernem Metall sichtbar. Kommandant Feuerleitoffizier Gravohammereinsatz sofort Feuerleitoffizier Gravohammer eins in Betrieb. Ein Gerusch ist zu hren das wie eine Energieentladung klingt. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte46 Kommandant Treffer Feuerleitoffizier Treffer am Bug des Feindes. Zweiter Hammer in Betrieb. Nun erklingt eine weitere Energieentladung. Auf dem Bildschirm sieht man nun eine groe Beschdigung am Rumpf des Kreiselschiffes. Dann flammt es aus bis dahin verborgenen Mndungen blulich auf. EserklingteineAlarmsireneunddumpfeSchlge. Kommandant Wir erhalten Gegenfeuer. Alle Hmmer volle Kraft Nun mischen sich die Entladungsgerusche mit den Treffergeruschen der Energiewaffen des anderen Schiffes. Dann bricht ein Stck aus dem Kreiselkrper heraus und saust rotglhend davon. Anschlieend erfllt das bluliche Feuer den gesamten Schirm. Es herrscht ein lautstarkes Durcheinander an Bord. Worte wie Treffer und Ausfall knnen herausgehrt werden. Dann kracht eine Explosion. Zeitweilig fllt die bertragung aus. Dann kehrt sie wieder in das Durcheinander zurck. Kommandant Notausstieg Beide Hmmer auf Automatikfeuer Ein grssliches Zischen und Fauchen durchschneidet die Worte des Kommandanten. Dann fllt der Bildschirm total aus. Durch eine Lawine von Rauschen ist gerade noch zu hren Notboje raus Wir haben den Feind schwer getroffen aber er uns auch. Feindschiff treibt auf den roten Satelliten zu wird wohl darauf abstrzen. Wir strzen auf den Planeten zu. Dann folgt eine Minute lang Stille bis der Kommandant entsetzt ruft Das Schiff bricht auseinander. Wir prallen mit berhhter Geschwindigkeit auf das Wasser ... Ein letzter heftiger Schlag beendet auch die Tonbertragung. Die bis dahin mitlaufende Zeitangabe stoppt bei 4 Minuten und 10 Sekunden. Wie kann man nur so bld sein ereiferte sich Urinok ber das Gehrte und Gesehene. Die greifen einen Wachkreuzer an und riskieren nicht nur dass sie von diesem abgeschossen werden sondern auch dass dieser Hilfe herbeiruft. Wie weit muss blinder Gehorsam gehen um solchen Unsinn zu ermglichen Die nicht auf Realeindrcken basierenden Aufzeichnungen weisen das Schiff als Bilkalok aus das eine Expedition der Registrierung nach die achtundsiebzigste zu Welten im Territorium einer Macht mit dem Namen Bartek durchfhren sollte. Die Bartekmacht wird von dem Kommandanten Tirschwak als Feind bezeichnet. Ein Synonym fr die Bartekangehrigen ist Panzerkopf. Leider ist kein Abbild von den Feinden dieser Expedition in den mitgebrachten Daten enthalten. Und was ist in den Daten ber den Gravohammer bekannt den die da verwendet haben wollen Computer Moment Datenabgleich erforderlich. Nach einer halben Minute Bei der erfragten Vorrichtung handelt es sich um ein Gert das die Schwerefeldverhltnisse innerhalb eines engbegrenzten Raumes verndern kann so stark dass dabei eine mechanische Einwirkung entsteht die der Aufschlagwucht eines schweren Objektes gleichkommt. Die Wucht kann rumlich begrenzt werden oder groflchig auftreffen. ber die Konstruktion des Gravohammers liegt kein Material vor. Eine Waffe die jemanden glauben lsst er sei gegen eine dicke Mauer gerast interpretierte Urinok das geschilderte Wirkungsprinzip des Gravohammers. Dann fragte er Was ist der Plasmabrand Keine Angaben die aus den erhaltenen Daten zu entnehmen wren. Eine Theorie die durch die Bildaufzeichnungen gesttzt wird besagt SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte 47 dass diese Waffe des gegnerischen Raumschiffes hohe Energieladungen in ein Plasma einschliet das dann ber Magnetfeldrohre beschleunigt wird und bei Auftreffen die mitgefhrten Energien entldt. Heftig. So hnlich wie die Gandrukanone von Sanissiram stellte Urinok einen Vergleich mit einer andern Waffe an die ein hnliches Prinzip zur Schdigung eines Gegners verwendete. Nicht ganz hnlich Urinok. Die Gandrukanone feuert einen magnetischen Festkrper ab um den sich eine Plasmaladung mit hoher Geschwindigkeit dreht. Sie zieht Ionen aus dem umgebenden Raum und verstrkt sich auf zunehmende Entfernung. Trifft das Gescho bricht das Magnetfeld und die mitgefhrte Energie zerstreut sich in einer gewaltigen Entladung. Also eines wei ich jetzt Ich werde mit der Sternenwolke gegen keine der beiden Seiten kmpfen ohne weiterentwickelte Verteidigungsmanahmen erkannte Urinok seine Unterlegenheit. Dann berlegte er dass ja die beiden Vlker im Krieg lagen. Auf vielen Welten insbesondere seiner eigenen Heimatwelt war der Krieg der Schpfer von technischen Revolutionen gewesen bis er seinen Preis verlangte die Selbstvernichtung der Zivilisation oder die Abkehr von eigenen Interessen. Urinok erging sich noch ein wenig in philosophischen Gedanken ber das Gute und Bse des Fortschritts. Dann beschloss er die Unterwasserwelt wieder zu verlassen und den erwhnten roten Mond des Planulak anzufliegen. Vielleicht gab es ja dort noch etwas fr ihn zu finden. Langsam stieg die Sternenwolke aus den Tiefen des Ozeans und durchbrach die Wasseroberflche. Dann zndeten die Dsen des Hauptantriebes und trieben den Sternenkreuzer mit hoher Beschleunigung in den Weltraum Kurs roter Mond. Mit 1 Lichtgeschwindigkeit bentigte das Schiff des Sternenwanderers nur 2 Minuten bis es sich dem roten Himmelskrper genhert hatte. Dieser war im Gegensatz zu Planulak ein der Felsbrocken der nur eine Oberflche aus Kratern und Schluchten aufwies. Von dem Licht der gelben Sonne strahlte er nach einer kurzen Messung nur 19 zurck. Auerdem sah es so aus als gehre dieses massive ovale Gebilde nicht zu dem Wasserplaneten. Der Mond durchma an seiner breitesten Stelle 1500 und an seiner schmalsten Seite 800 km. Seine Lnge betrug ungefhr 3600 km. Er umkreiste Planulak auf einer beinahe perfekten Kreisbahn. Die Schwankung zwischen Mindest- und Hchstabstand lag nur bei 25.000 km. Auffllig war noch dass sich der felsige Begleiter des blaugrnen Planeten nicht um eine Senkrechtachse drehte wie es zu erwarten gewesen wre sondern um seine Lngsachse. Dafr bentigte er gerade 14 Tage. Seltsamer Vertreter eines Mondes dachte Urinok und gab dem Bordrechner den Befehl den Mond mit den Tiefensuchstrahlen abzutasten. Achtung wir werden abgetastet warnte Poar seinen Kommandanten als das Hyperauge hohe Aktivitten von gebndelten Hyperenergiestrahlen erkannte. Befehl totstellen Bellte Rikarss knapp zurck. Diese Anweisung war gleich zeitig in alle Abteilungen gelangt in der die Barteker technische Apparaturen mit eigener Energieversorgung betrieben. Sofort wurden alle diese Maschinen auch das Hyperauge komplett abgeschaltet. Die kleinen Kraftzellen SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte48 wurden ausgekuppelt. Nun konnte jeder der diesen Mond absuchte keine besonderen Energien anmessen. Auch wenn vielleicht die Untergrundgnge erfasst wurden gab es kein Zeichen von hherer Technik die noch genutzt wurde. Rikarss der nun keine Fernverbindung mehr mit seinen Untergebenen aufrecht erhalten konnte berief vier Landetruppler zu Kurieren und beauftragte sie die wichtigsten Abteilungen der Anlage aufzusuchen um folgenden Auftrag weiter zugeben Empfangstruppe der Primitiven dazu veranlassen eventuell gelandetes Schiff zu beobachten Falls Besatzung aussteigt genauso in Empfang nehmen wie uns Landetruppler Kirbar ein 2 m groer und 160 m breiter Barteker in schwarzem Kampfanzug bewaffnet mit einem Plasmagewehr suchte den Hohepriester der Wartenden wie sich die vorgefundenen Einwohner des roten Satelliten nannten in seiner Meditationskammer auf. Der Hohepriester Kalsax trug die violette Zeremonienkleidung und die lange doppelschnrige Peitsche mit der er die unsichtbaren Dmonen vertreiben konnte. Gegen die sichtbaren Kreaturen des Bsen die Barteker war diese Hiebwaffe jedoch vllig unbrauchbar. Denn der Panzer des Auenskeletts schirmte sie dagegen ab. Unser Kommandant befiehlt dass du deine Boten schicken sollst. Es wird jemand kommen mit einem Sternenschiff. Du sollst dessen Abgesandte hierherbringen lassen. Der Hohepriester der Wartenden unterwirft sich nicht dem Befehl der Dmonen begehrte Kalsax auf. Daraufhin hob der Landetruppler sein Gewehr und entsicherte es. Ein leises Summen erklang als das starke Magnetfeld des Laufes aktiviert war. Du liebst das Leben doch mehr als den Tod frommer Mann. Also tu was wir wollen Dein Volk lebt sehr glcklich damit dass wir es fhren. Wir sind die wahren Gtter redete der Landetruppler auf den fr ihn primitiven Kalsax ein. Der Hohepriester dachte an die Gtter die ihm nicht verzeihen wrden dass er sich mit den Mchten der Verdammten eingelassen hatte. Aber sein Volk wrde leiden wenn er sich strubte. Also willigte er ein und sandte die beiden Boten Helix und Esox aus sich unter die Sterne zu begeben sobald die Dmonen die Ankunft des bermchtigen Schiffes bekanntgaben. Urinok wunderte sich nicht schlecht als er auf dem Bildschirm die langen Gnge und groen Hallen unter der Mondoberflche entdeckte. Hinzu kam noch dass diese Stollen unter Atmosphre gesetzt worden waren die durch ein Schleusensystem an der Oberflche von der Auenwelt abgeschnitten war. Wer hat das wohl gebaut Fragte sich der Jariiner und steuerte die nchst liegende Schleuse an. Dabei entdeckte er auch dass unter der Oberflche Lebewesen hausten. Er konnte zwei Arten von ihnen ausmachen wenn er sie auch nicht bestimmen konnte. Also blieb ihm nur die Mglichkeit sich auf dem Mond umzusehen. Die Sternenwolke setzte eine Staubwolke aufwirbelnd auf dem felsigen Grund des roten Mondes auf. Die sechs Landebeine sanken nur 10 cm in den Staub ein dann stand das Schiff sicher. Urinok bettigte die Schaltungen die alle Systeme des Schiffes stoppten. Dabei fiel ihm ein dass eine der georteten Lebensformen von der sogar sehr wenige Exemplare dort unten SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte 49 vorkamen die berlebenden des bartekischen Schiffes sein konnten. Deshalb richtete er die bestmgliche Sicherheit des Schiffes ein. Computer wenn ich das Schiff verlassen habe wird der Schutzschirm aufgebaut. Ich werde das Codesignal vierzehn ber Funk geben wenn ich das Schiff wieder betreten mchte. Du lsst ausschlielich mich ein sonst keinen. Wenn du siehst dass ich von irgendwem begleitet oder beobachtet werde darfst du mich nicht einlassen. Auch wenn das richtige Codesignal gegeben wird darf nur ich es sein der in das Schiff zurckkehrt. Verstanden Urinok besttigte der Bordrechner. Anschlieend sicherte Urinok die Bordsysteme mit Codeschlssern gegen unerlaubten Zugriff und fuhr den Reaktor soweit herunter dass der Schutzschirm voll ausgefahren werden konnte. Danach verriegelte er auch die Kraftstation des Schiffes dass nur er ihn wieder voll hochfahren konnte. Zum Schluss tippte er noch eine kurze Codezeile in die Tastatur des Computers worauf alle Tren die sich beim Ausstieg hinter Urinok schlossen nur durch einen bestimmten Codesatz pro Tr wieder geffnet werden konnten. Erst dann legte der Sternenwanderer seinen mittlerweile gesuberten Raumanzug an und bewaffnete sich mit seinem Energiestrahler und dem kleinen Schutzschirmgenerator der ihn gegen jariinische Energiewaffen und primitive Geschosse schtzen wrde. Nun konnte er aussteigen. Schnell durchquerte der Astronaut sein Schiff und betrat die untere Schleuse. Dort fuhr das Innenschott zu und die Luft in der Kammer wurde mit Hochleistungspumpen abgesaugt. 20 Sekunden spter ffnete sich das Auenschott. Eine Rampe glitt aus ihrem Lager und senkte sich auf den Mondboden. Als ihre kurzen Stummelbeine in den Staub sanken verlie Urinok sein Schiff. Gemtlich ging er die Rampe hinab bis sein Raumanzugsstiefel den Grund des roten Himmelskrpers berhrte. Einige Schritte tat der Jariiner dann blieb er erst einmal stehen. Hinter ihm stlpte sich das unsichtbare Kraftfeld ber den kleinen Sternenkreuzer und schloss ihn dadurch von der Auenwelt ab. Urinok genoss den Anblick der Umgebung er sah die Verwerfungen und Krater die verschiedenfarbige Felslandschaft in der die Rottne vorherrschten. Dann betrachtete er den Himmel. Schwarz mit kleinen Lichtpunkten wlbte sich der Weltraum ber ihm. Nur eines war anders als das Bild das Urinok kannte. Eine blaugrne Kugel erhob sich am nrdlichen Himmel und spiegelte das Licht der Sonne die im Moment nicht zu erkennen war. Planulak zwar zwei Lichtsekunden entfernt doch immer noch hell und gro. Zwei Minuten nahm Urinok das Bild in sich auf das sich ihm Bot. Dann ging er los in die Richtung der Schleuse die er aus dem Weltraum heraus entdeckt hatte. Die Schwerkraft des Mondes erlaubte ihm weitausgreifende Schritte zu tun die fast in Sprnge ausuferten. Auf diese Weise schaffte der Sternenwanderer innerhalb von 10 Minuten sechs Kilometer. Dann sah er etwas auf sich zukommen. Die Gestalt steckte in einem unfrmigen Raumanzug und trug einen glsernen Helm. Die Beine waren sehr lang und dienten wohl eher zum springen als zum schreiten. Die Arme waren dagegen kurz. Schlielich fiel dem Jariiner noch etwas auf. Die unbekannte Lebensform besa einen langen Schwanz der in einer speziellen Umhllung steckte. Offenbar diente diese Zusatzextremitt der Erhaltung des Gleichgewichtes wie es bei Fluggeschpfen blich war. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte50 Als die Gestalt sich Urinok nherte stellte dieser fest dass noch eine zweite Gestalt auf ihn zukam. Urinok erhob die Hnde darauf hoffend dass diese Geste als Friedensbezeugung verstanden werden wrde. Die beiden Wesen erhoben ebenfalls die Arme und blieben stehen. Der Jariiner trat weiter vor. Dann deutete er kurz in die Richtung aus der die Fremden gekommen waren und diese verstanden. Sie drehten sich um und setzten mit kleinen Sprngen in Richtung Schleuse davon. Urinok hatte keine Mhe mit ihnen mitzuhalten. Die Schleuse war eine Felsenplatte die haarfein in einem Rahmen verankert war. Eines der beiden Wesen nahm einen kleinen Stein aus einem Versteck und steckte seinen Fu hinein. Dann begann sich die platte zu bewegen kippte zur Seite und klappte in eine senkrechte Stellung. Die Schleuse war nun geffnet. Eine Metalleiter fhrte in die Tiefe in der kein Licht glhte. Urinok folgte den beiden Wesen die ihn in Empfang genommen hatten. ber ihm klappte die Tr wieder zu und schob sich luftdicht in ihre Schlieposition zurck. Am Grund des Schleusenschachtes angelangt bettigte der Unbekannte der auch das Auentor geffnet hatte eine verborgene Schaltung. Klappen ffneten sich und lieen einen Schwall Luft einstrmen. In wenigen Sekunden war die Kammer mit einer Sauerstoffatmosphre geflutet die fr Urinok atembar und in ihrer sonstigen Beschaffenheit kein Problem darstellte. Nun ffnete sich eine bis dahin verborgene Tr. Dahinter lag ein Gang an dessen Wnden llampen oder hnliche Leuchtkrper angebracht waren. Die Begleiter des Sternenwanderers legten ihre Anzge ab. Darunter kamen Geschpfe mit runden Kpfen und einem dunkelgrnen Pelz zum Vorschein. Sie hatten gelbe Augen und einen leicht vorspringenden Mund. Urinok sah sich darin besttigt dass die langen Beine eher fr Sprnge angelegt waren. Der Jariiner schaltete sein Allzweckbersetzungsgert ein um eine eventuelle Sprachbermittlung entschlsseln zu knnen. Dann erst fiel ihm der klobig wirkende Krper auf der sich aus einer Nische drckte und auf den Raumfahrer zuschritt. Dieses Wesen glich den beiden die Urinok hierhergeleitet hatten in keinem Detail. Es wirkte an allen Stellen kantig und starr. Der Kopf war fast wrfelfrmig abgesehen von kleinen Aufstzen auf dem Schdel. Die Augen des Wesens glommen Rubinrot. Urinok dachte zuerst er habe einen Roboter vor sich doch dann erkannte er die Vernderung in den Gesichtszgen des Unbekannten. Nehmen Sie ihre Hnde wider hoch Fremder bersetzte Urinoks Allzweckgert einen scharfen Befehl des klobigen Wesens. Urinok kam der Aufforderung unverzglich nach denn er erkannte den Gegenstand in der rechten Hand des Klobigen. Es war ein artverwandtes Gert zu Urinoks Energiewaffe. Das ist also ein Barteker dachte Urinok. Deshalb nennen die Rtonesen diese Wesen also Panzerkpfe. Hallo Fremder. Ich habe keine bsen Absichten. Ich bin nur ein friedlicher Forscher begann Urinok auf den von ihm als Barteker eingeschtzten Besitzer der Energiewaffe einzureden. Dieser lachte nur und erwiderte Ein friedlicher Spion vielleicht. Spionage ist ja auch sowas wie Forschung. Wer bist du Bursche Sind wir schon bei persnlicher Anrede entgegnete Urinok der sich nicht vor der ihm vorgehaltenen Waffe frchtete. Du bist ein Weichling stellte das klobige Wesen erst einmal fest. Du bist in unserem SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte 51 Gebiet. Das bedeutet dass du spionieren willst. Wo sind deine restlichen Kumpane Ich bin allein antwortete Urinok wahrheitsgem. Dann stellte er sich vor. Mein Name ist Urinok Garjon. Man nennt mich den Sternenwanderer. Sternenwanderer dass ich nicht lache knurrte der Barteker. Dann scheuchte er die beiden anderen weg die Urinok in die unterirdischen Anlagen gefhrt hatten. Nun waren sie allein der Jariiner und das Wesen von Bartek Schiff brchiger eines zerstrten Kriegsschiffes. Ich bin Landetruppler Huorr. Mein Kommandant hat mir befohlen dich einzukassieren Spion der Weichlinge. Lege alles ab was du bei dir trgst Dann bin ich ja nackt protestierte Urinok. Das darf ich nicht machen das verstt gegen meine Ehre. Dann muss ich mich umbringen. Weichling Du sollst nur deinen Raumanzug und deine Waffe ablegen. Meine Waffe Tat Urinok berrascht. Dieser Apparat da wobei der Barteker auf den Energiestrahler des Astronauten deutete ist wohl keine Waffe was Ablegen aber sofort und ohne dumme Bewegungen Urinok nahm vorsichtig den Energiestrahler aus dem Halfter des Raumanzuges kam dabei mit dem Finger an die Sicherheitsschaltung und legte ihn dann ab. Die Waffe war nun fr jeden anderen wertlos. Danach legte der Raumfahrer noch seinen Raumanzug ab und lie sich widerstandslos durchsuchen und anschlieend von dem Barteker abfhren. Ein anderer Vertreter dieser Lebensform trat aus einem Seitengang und nahm die abgelegten Dinge Urinoks an sich. Der Astronaut vom Jari wurde durch viele Gnge zu einer Kammer gefhrt die vollkommen leer war. Dort befand sich nicht kein Tisch kein Boden- oder Wandbehang noch nicht einmal licht. Urinok wurde hineingefhrt und darin eingeschlossen abgeschnitten von Licht und Auenwelt. Der Jariiner hatte mit so etwas gerechnet. Man wollte ihn geistig verwirren und gefgig machen. Urinok rechnete damit fr Stunden hier zu sitzen. Also vertrieb er sich die Zeit mit Nachdenken. Wir haben einen von diesen Weichlingspionen meldete Huorr seinem Kommandanten. Dieser freute sich und wollte wissen was man mit ihm angestellt hatte. Der sitzt in der Dunkelkammer Kommandant. Er hat kein Funkgert. Bin doch mal gespannt wie lange der es da aushlt. Nicht lange. Lassen Sie ihn in einigen Quodas zur Gehirnabtastung bringen Ich will alles wissen. Woher kommt er und wie viele Leute sind noch in dem Schiff Er behauptete allein gekommen zu sein meldete Huorr. Darber konnte Kommandant Rikarss nur lachen. Esox hatte sich nicht allzu weit zurckgezogen. So sah er wie einer der bsen Wesen die Dinge aufnahm die der von ihm und seinem Kameraden Helix herbei gefhrte Fremde bei sich getragen hatte. Mglichst lautlos verfolgte Esox den Peiniger zu einer kleinen Kammer wo er die erbeuteten Gegenstnde verstaute. Esox nahm sich vor auf eine Gelegenheit zu warten um dem Fremden zu helfen auch wenn er dafr sein Leben opfern musste. Wenn du einem Geistesverhr unterzogen werden sollst Urinok dann versuche dich abzuschirmen ging dem Jariiner die erste Lektion von Leriano Kiran durch den Kopf. Die Telepathin und sonst noch mit Geistesgaben befhigte Knigin von Sowan hatte es damals amsiert zur Kenntnis genommen dass Urinok sich ihrer Willenskontrolle entgegengestemmt SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte52 hatte. Sie versprte bei dem Jariiner eine schlummernde Begabung gegen mentale Beeinflussung immun zu sein und sah es als ihre Aufgabe an diese Gabe zu wecken und zu frdern. Drei Stufen sollte das von ihr entworfene Lernprogramm durchlaufen und Urinok zeigte sich sehr gelehrig. Poar beobachtete das Hyperauge. Dieses zeigte keine weiteren Aktivitten an. Offenbar war das gelandete Raumschiff ausgeschickt worden um seine Mission alleine durchzufhren ohne Untersttzung und ohne Funkverbindung zu einer Basis. Dabei dachte der Orter dass es unsinnig war noch lnger mit den Rtonesen zu kmpfen. Warum schlugen sich die Barteker schon seit so langer Zeit mit den Abkmmlingen einer vllig fremden Welt herum Und warum sollten sich die berlebenden noch mit den Rtonesen in diesem Raumschiff schlagen Wre es nicht besser sich von ihnen fortbringen zu lassen Schlielich war die Situation hier mehr als unsicher. Die alte Anlage konnte beim kleinsten Meteoriteneinschlag ihre Atmosphre verlieren wenn man keine Abwehr dagegen hatte. Doch all dieses durfte Poar nicht laut uern. Kommandant Rikars fhlte sich immer noch an die grundstzlichen Befehle gebunden. Er wrde ihn des Hochverrates bezichtigen und hinrichten lassen. Nach einer halben Stunde ffnete sich die Kammer in der Urinok eingeschlossen war. Dieser begrte den Barteker der mit schussbereitem Gewehr vor ihn trat. Hallo schon Zeit zum Essen Zeit zum Reden erwiderte der Waffentrger und holte eine Apparatur hervor die Urinok entfernt an einen Helm erinnerte. Doch er kam sehr schnell dahinter dass man ihn nun einer Gehirnanalyse unterziehen wollte. Wenn er nicht aufpasste wrde sein Gedchtnis umfassend ausgehorcht und vielleicht sogar umgekrempelt. Deshalb entspannte er sich um der geistigen Anstrengung die ihn nun erwartete besser aushalten zu knnen. Weit du was das ist Fragte der Barteker mit gehssigem Unterton. Urinok sah besonders aufmerksam auf den Apparat den der Panzerkopf mitgebracht hatte und antwortete Altmodischer Gehirntaster. Brauchen wir nicht mehr seitdem wir echte Gedankenleser haben. Altmodisch Du bist fr den bestimmt kein groes Hindernis triumphierte der Barteksoldat frhzeitig. Urinok nickte so tuend als langweile ihn das Ganze. Er konzentrierte sich um die erste Abwehrstufe gegen geistigen Zugriff zu starten das Irrdenken. Der Helm wurde dem Jariiner aufgesetzt und die dazu gehrende Maschine begann zu summen und zu blinken. Urinok fhlte die schwachen Taststrme und fing an wahlloses Zeug zu denken mit unterschiedlichen Verknpfungen und Farb- und Geruschkombinationen. Dabei musste er aufpassen dass er immer die geistige Balance hielt um nicht doch dem Gert zu verfallen das nun immer strkere Strme durch seinen Kopf sandte um die heftige Hirnstromaktivitt deren Umsetzung in lesbare Daten es noch nicht gefunden hatte zu bertreffen. In Urinoks Geist explodierten Bilder Gefhle und Gerusche. Meereswellen Blitze Feuerstrahlen und bunte Kreise tanzten zu einem Inferno aus lauter Musik die vllig disharmonisch gespielt wurde zu schrillen Schreien heftigen Detonationen und Geruschen wie von Tieren. Gleichzeitig erinnerte sich der Jariiner an Gedichte die er auswendig gelernt hatte dachte an sein Raumschiff dass pltzlich ein Kieselstein war SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte 53 um danach trillernde Tne auszustoen. Eine Frauengestalt die wie Alura seine Verlobte aussah zog sich einen Raumanzug ber um gleich danach in einer Stichflamme zu explodieren. Dieses Scheinbild lste bei Urinok verschollene Trauer aus die der Jariiner als er sie bemerkte sogleich in Hass umschlagen lie aus dem grenzenlose Freude erwuchs als Alura sich aus einem Barteker zurckverwandelte der gerade aus den Fluten Planulaks gestiegen war. Doch was war das Alura wechselte zu Leriano dann zu einem Turm dann zu einer gleienden Sonne. Mit einem mchtigen Knall explodierte die Sonne und zerstreute bunte Insekten in alle Richtungen des Alls. Dann schlug ein greller Blitz ein der Urinok durch den Kopf raste. Sofort wusste er was das war. Die Maschine versuchte einen Gleichklang in seine Gehirnstrme zurckzubringen. Doch Urinok dachte erneut an diesen Blitz und empfand genau das gleiche Gefhl noch einmal. Wieder versuchte die Anlage des Gehirntasters sich durch seinen Geist eine Bahn zu brechen doch Urinok konterte immer wieder. Jedes Mal schickte er neben der wahrgenommenen Abtastung eine Scheinerinnerung mit zurck bis er und die Maschine einen regelrechten Schlagabtausch fhrten. Dann gelang es Urinok eine direkte Nachahmung der Taststrahlempfindungen in sein Irrdenken einzubauen und zwang die Maschine damit sich anders einzustellen worauf sie jedoch immer gekontert wurde. Das Gefecht zwischen denkendem Wesen und toter Programmierung fhrte bald zu einer heftigen Rckkopplung bei der Urinok das Bewusstsein verlor und in eine tiefe Dunkelheit abglitt. Was ist los Erkundigte sich Kommandant Rikars der dem Verhr beiwohnte. Der Apparat liefert unpassende Daten Kommandant. Irgendwelche Bilder keine Ereignisse die nicht unlogisch abfolgen. Wir sind schon auf Hchststrke gegangen aber der Weichling hat irgendeinen Sinn fr die Tastversuche. Er lenkt unseren Apparat regelrecht um wenn er merkt wo er untersucht wird. Steigern Sie die Empfindlichkeit noch weiter an Techniker. Ich will was ber diesen Spion wissen. Geheimcodes sein Schiff seine Herkunft und so weiter Brllte der Kommandant. Urinok lag derweil in einer Art mentaler Starre und war nicht bei richtigem Bewusstsein. Dann schrie der Techniker pltzlich Er macht eine Rckkopplung Der Spion hat die Muster des Hirntasters simuliert und ... In diesem Moment knallte es Urinoks Krper zuckte zusammen und blieb bewusstlos liegen und aus der Maschine wirbelte ein Funkenregen durch den Raum bevor sich die Apparatur in einer dunklen Rauchwolke verformte und in ihre Einzelteile zerfiel. Toll gemacht bemerkte Rikars ironisch. Sie haben unseren einzigen funktionsfhigen Gehirntaster zerlegt Techniker Plorr. Sie sind ein Stmper. Wer konnte auch wissen dass die Weichlinge ein Abwehrprogramm entwickelt haben versuchte der Techniker die Schuld fr das Versagen von sich zu weisen. Diese Maschine htte jeden noch so sturen Bock durchleuchten knnen Techniker. Sie haben sie nicht richtig eingerichtet. Und jetzt ist sie Mll Purer qualmender Mll emprte sich der Kommandant des vernichteten Bartekkreuzers. Die Maschine ist darauf programmiert Verknpfungen zu orten und zu logischen Daten zu verbinden. Der Gefangene hat sich ihr durch chaotisches Denken und Abschtteln der Taststrahlen entzogen weil ... SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte54 Sie sind ein Stmper Versager Vollidiot Brach es aus Rikars hervor bevor er dem Techniker einen heftigen Schlag gegen den Brustpanzer versetzte und wutschnaubend den Raum verlie. Haben Sie die Waffe des Weichlings untersucht Techniker Kryrr Erkundigte sich Rikars nach dem fehlgeschlagenen Verhr. Dieses Gert kann eine Waffe sein Kommandant. Aber ich entdecke keine aktive Energiequelle darin. Dann bauen Sie das Ding auseinander Verlangte der Kommandant. Das wird doch wohl mglich sein. Leider nicht Kommandant. Das Material ist aus einer Metallverbindung die ich mit den Werkzeugen die wir retten konnten nicht bearbeiten kann. Ich erkenne auch keine sichtbare Verschraubung antwortete der Techniker. Rikars reichte es langsam. Was auch immer er unternahm der Fremde hatte sich abgesichert bevor er etwas erfahren konnte. Er beschloss daher den Weichling mit althergebrachten Methoden zu verhren also mit krperlicher Gewaltanwendung. Wie lange Urinok ohne Bewusstsein gewesen war konnte er nicht berprfen. Er sprte nur heftige Kopfschmerzen. Doch der Jariiner konnte noch klar denken ein Glck Er wartete auf den nchsten Zug der Barteker. Als Kommandant Rikars wieder in den Verhrraum kam lag Urinok noch auf dem Boden. Der Barteker lie ihn von zwei Kriegern hochheben und forttragen. so jetzt wirst du uns alles erzhlen was wir wissen wollen Spion erffnete Rikars seinem Gefangenen als man ihn in einer anderen Kammer auf einen Steinhocker gesetzt hatte. Urinok tat so als bekme er von alledem nichts mit. Wieviel Mann seid ihr in dem Raumschiff Begann Rikars seine Befragung. Keine Antwort kam von dem Gefangenen. Der versteht uns wohl nicht Kommandant bemerkte einer der Techniker die hinter dem ehemaligen Befehlshaber der Seifantu standen. Und wieso nicht Wollte Rikars wissen. Weil wir ihm alles abgenommen haben unter anderem auch eine kleine Maschine die wohl ein bersetzungsgert ist. Ich bin wahrhaftig von Schwachkpfen umgeben. Warum habt ihr ihm das Ding nicht wiedergegeben als ihr es untersucht hattet Weil wir gem Ihres Befehls keine Gegenstnde bei dem Gefangenen belassen durften von denen wir nicht wussten ob er damit nicht eine Fluchtmglichkeit oder Waffe in die Hand bekam rechtfertigte sich der Techniker und zog sich zurck. Holt das Gert und gebt es ihm Befahl Rikars und setzte sich. Eine Minute Spter traf ein Barteker mit dem Allzweckbersetzer des Jariiners ein und bergab ihn an den Kommandanten. Dieser reichte das Gert an Urinok weiter der so tat als wrde er es nicht bemerken. Ein scheinbar unkoordinierter Griff des Sternenwanderers brachte es zwar in dessen Besitz zurck aber der kleine Apparat fiel aus der Hand und klatschte auf den Boden. Was ist mit ihm los verdammt nochmal Regte sich Rikars auf. Entweder passiver Widerstand oder Gehirnschdigung vermutete ein Krieger. Dieser Weichling linkt uns was Rikars hieb mit der Rechten auf den Bauch des Jariiners ein. Dieser sank schlaff nach hinten und plumpste zu Boden. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte 55 Sehen Sie ihn sich doch an Kommandant. Er sieht uns nicht und kann auch keine vernnftige Bewegung mehr ausfhren. Das Abwehrmanver gegen unseren Hirntaster hat ihm offenbar den Verstand geraubt. - Dann schmeit ihn raus Entschied der Kommandant. Ohne oder mit Raumanzug Fragte ein anderer Krieger. Ohne Raumanzug. Das Ding da Rikars hob den bersetzer auf und drckte ihn Urinok in die Hand kann er behalten. Schmeit ihn durch die nchste Schleuse raus. Urinok hatte durch die Anwesenheit des bersetzers der auf einen winzigen Empfnger in seinem rechten Ohr eingestellt war alles gehrt und verstanden. Bis jetzt konnte er den Verdrehten spielen doch bald musste er handeln. Er lie es sich gefallen dass man ihn zu einer Schleusenkammer der alten Anlage brachte. Doch dann wurde er munter. Wie aus Versehen stellte er dem Barteker der ihn fhrte ein Bein so dass er ins Stolpern geriet und hinfiel. Schnell bckte sich Urinok nach der Waffe des Fremden und stie sie ihm in die Seite. Schweig oder stirb zischte der Jariiner. Doch der Barteker dachte nicht daran zu schweigen. Er schrie laut nach einer Wache. Urinok rannte fort. Er wusste zwar nicht wohin aber irgendwo musste er hin. Das Funkgert ist fertig Kommandant verkndete Techniker Milar seinem Befehlshaber nachdem sich die Techniker und Offiziere in einem Stollen getroffen hatten der von Rikars zum Konferenzort bestimmt worden war. Und funktioniert es Wollte Rikars wissen. Ja es arbeitet. Aber es wird viel Energie brauchen um Bartek zu erreichen. Sie wissen ja dass es in diesem Raumsektor nur unser Schiff gab das auf Wachmission war. Dann laden Sie den Energiespeicher des Gertes so voll wie mglich und rufen Sie dann das Hauptquartier Befahl der Kommandant der zerstrten Seifantu. Und wie soll die Meldung ausfallen Kommandant Sofort zwei Raumschiffe der Kriegsklasse schicken berlebende der Seifantu aufnehmen ein fremdes Schiff vernichten und dann soll diese alte Anlage hier verschwinden. In Ordnung Kommandant. Orter Poar musste sich schwer beherrschen um nicht zu zeigen wie sehr er sich erschreckt hatte. Rikars wollte diese alte Anlage vernichten lassen ein geschichtstrchtiges Bauwerk. Man wusste doch gar nicht von wem diese Anlage errichtet worden war auch nicht auf wen die hier lebenden Wesen warteten. Poar nahm sich vor die Zerstrung der Anlage aus alter Zeit zu verhindern. Er wollte gerade zu seinem Arbeitsplatz zurckkehren als ber die Sprechverbindung gemeldet wurde dass es dem Gefangenen gelungen war zu fliehen. Sofort geriet die Konferenz in Aufruhr. Rikars brllte Anweisungen Krieger hasteten zu ihren Waffen. Poar gelang es in dieser Verwirrung sich unbemerkt fortzuschleichen. Esox hrte den Tumult und nherte sich der Schleuse in die man den Sternenwanderer hatte werfen wollen. Er erkannte dass der Fremde nur in den Seitengang hatte fliehen knnen. Esox kannte die Stollen und Kammern der alten Anlage so gut dass er wusste wo der Fliehende herauskommen musste. Schnell begab sich der Einwohner der Unterirdischen Ansiedlung in einen Gang durch den er mit dem Fremden zusammentreffen wrde. Poar berlegte ob er sich wieder dem Hyperauge widmen sollte oder sich an der Suche SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte56 nach dem Fliehenden beteiligen sollte. 40 Krieger waren in den Hhlen unterwegs da brauchte er sich nicht um den Gefangenen zu kmmern. Urinok erschrak als er den Vertreter der hier lebenden Rasse erkannte. Sofort hob er die Beutewaffe und zielte damit auf den Eingeborenen. Ich bin friedlich beteuerte Esox als er die Waffe der Dmonen auf sich gerichtet sah. Ich tu dir nichts. Du hast mich hierhergefhrt begann Urinok. Hast du das freiwillig getan Nein. Der Hohepriester hat mich und Helix gezwungen dich zu holen. Ich bin Esox groer Fremder. Wer hat meine Sachen meinen Anzug und das Ding das so hnlich aussieht wie das hier Fragte Urinok und wedelte mit der Waffe des Bartekers. Einer der groen Bsen hat sie in einen Raum geworfen der nicht verschlossen ist. Ich habe ihn beobachtet erklrte Esox. Urinok berlegte. Zwar wusste er offiziell nicht wo seine Sachen waren aber man wrde sie bewachen lassen. Ich muss mit deinem Hohepriester reden entschied der Sternenwanderer und nahm sich vor dem Bartekkommandanten sein Hilfsvolk abzujagen. Der Hohepriester wird dich nicht anhren. Er hat Angst vor den Dmonen widersprach Esox dem Wunsch des Astronauten. Dann wird er vor mir Angst bekommen wenn er in das Reich der Verdammten fhrt ohne den angerichteten Schaden wiedergutgemacht zu haben entgegnete der Reisende durch Raum und Zeit. Esox berlegte nicht lange und fhrte ihn durch die Gnge zum Tempel des Volkes der Wartenden. Kalsax wurde gerade von Rikars persnlich besucht. Dieser forderte von dem Hohepriester seinen Leuten den Befehl zu geben den Flchtling wieder einzufangen als eben dieser mit Esox den Tempel betrat. Ach da haben wir ja meinen alten Freund den groen Schreihals von Bartek begrte Urinok den schiffbrchigen Barteker. Dieser wollte schon losstrmen um dem Jariiner die erbeutete Plasmawaffe zu entwenden als Urinok daraus einen kurzen Blitz aus blauleuchtender Energie abfeuerte. Die Energieladung traf Rikars dort wo bei Normalmenschen die rechte Schulter war. Die Uniform und der Auenpanzer glhten auf und qualmten. Rikars starrte erstarrt auf den Treffer den der Fremde ihm beigebracht hatte. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte 57 Holger Mllers - Station Ich kann damit umgehen Herr Schiffbrchiger. Ich habe nur einen sehr kurzen Impuls von nur einer Hundertstelsekunde abgefeuert. Das kann ich aber verlngern wenn der Herr zu dumm ist einen intelligenten Vorschlag zu hren. Meine Leute werden... Ganz still sein Herr Kommandant solange ich Sie als Geisel habe vollendete der Raumfahrer vom Jari den Satz des Bartekers. Was kannst du schon vorschlagen Weichlingsspion Zum Beispiel dass ich Ihnen Hilfe herbeirufe damit Sie nach Hause fliegen knnen. Oder ich bringe Sie an einen Ort von dem Sie abgeholt werden knnen. Das haben wir nicht ntig. Wir brauchen kein Spionageschiff das uns mitnimmt. Und wir brauchen auch niemanden er uns Hilfe herbeiruft. Wir ... Beinahe htte sich Rikars verraten und zugegeben dass sie hier unten ein Funkgert besaen. Doch auch das Nichtgesagte war dem Jariiner klar. Dann brauchen Sie mich tatschlich nicht mehr antwortete Urinok und tat so als habe er alle Karten aus der Hand gegeben. Dann wollte er vortreten um so zu tun als wrde er die Waffe wieder abgeben wollen. Doch als Rikars siegessicher danach langte drckte Urinok ab und traf den Kommandanten ins Bein. Der Beinpanzer wurde durchbohrt und eine durchsichtige Flssigkeit sickerte heraus. Rikars erstarrte vor Angst. Kalsax staunte. Er hatte bis dahin immer geglaubt dass die Dmonen nicht zu verwunden seien. Hr zu Hohepriester. Ich kann euch helfen euch von diesen Unterdrckern zu befreien. Aber dazu brauche ich meine Ausrstung. Esox wei wo sie ist. Doch ich muss damit rechnen dass man sie bewacht. Also brauche ich jemanden der ein Ablenkungsmanver ausfhrt etwas tut was die anderen Barteker beschftigt. Dann kann ich meine Ausrstung holen. Also hilfst du mir. Kalsax berlegte. Es wurde Zeit die groe Schuld zu tilgen die er sich aufgeladen hatte. Also sagte er zu. Urinok lie sich Tcher bringen um die Wunde des Bartekers zu verbinden. Danach lie er ihn in einen Nebenraum des Tempels schaffen. Poar berwachte mit dem Techniker Milar zusammen die Aufladung der Energiezelle. Da hrten sie ein Lrmen und Toben als wenn alle Truppen Barteks marschieren wrden. Als sie die Kammer verlieen in der das zusammengebaute Hyperfunkgert stand sahen sie wie Bartekkrieger versuchten eine Horde Eingeborener zurckzudrngen. Zwar lagen vier von diesen Springwesen von Plasmabrand getroffen am Boden doch die brigen waren wie eine Lawine ber die Krieger hereingebrochen von allen Seiten. Die Waffen waren ihnen abhandengekommen. Nun kmpften sie gegen eine bermacht. Sie haben keine Angst mehr vor unseren Waffen stellte Milar fest. Der Fremde aus dem Raumschiff muss Ihnen neuen Mut gemacht haben fgte Poar der Feststellung seines Kollegen noch hinzu. Wir mssen den Kommandanten ... Nicht mehr ntig. Der wei es wohl schon. Milar wir sollten uns damit abfinden dass unsere berlegenheit verlorengegangen ist. Zwar haben wir 40 Plasmabrenner aber die sind einfach zu viele. Auerdem kennen sie sich in den Gngen besser aus als wir. Aber wir knnen doch nicht zusehen wie die uns abschlachten begehrte Milar auf. Das brauchen wir auch nicht antwortete Poar und zog den Kollegen in die Kammer zurck. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte58 Dieser wollte zwar noch etwas sagen aber Poar deutete auf das Funkgert und schwieg whrend sich die Energiezelle weiter auflud. Urinok nutzte das beschworene Chaos und eilte mit Esox zu der Kammer wo seine Sachen lagen. Ein Barteker stand davor und riss seine Waffe hoch. Urinok und Esox flchteten in zwei Richtungen. Der Barteker wusste nicht auf wen er zuerst schieen sollte. Als er auf den Jariiner zielte sprang ihn Helix der zweite Teilnehmer an der Abholaktion fr Urinok von der Seite her an. Der Barteker verlor seine Waffe die von Esox aufgenommen wurde. Urinok bediente sich danach seelenruhig und schlpfte in seinen Raumanzug. Danach entsicherte er die Energiewaffe dann schaltete er den Schutzschirm ein. Wir sind hier fertig Esox. Ich helfe erst einmal euren Leuten sprach der Sternenwanderer und hetzte los eingehllt in die schtzende Aura des Abwehrfeldes. Esox und Helix verdrckten sich ebenfalls. Als Urinok sah dass vier Eingeborene gettet worden waren fhlte er sich doch ein wenig schuldig. Doch andererseits musste dieser Terror der Barteker gestoppt werden. Die htten sonst bestimmt mehrere Wesen gettet als vier. Urinok stellte seinen Strahler auf eine kleine Dosis die beim Auftreffen nur einen lhmenden Schock verursachte und drckte ab. Die Bartekkrieger erkannten gleich den neuen noch gefhrlicheren Feind. Doch bevor sie etwas gegen ihn unternehmen konnten schlug ein unsichtbarer Energiestrahl durch den Raum und traf alle die sich nicht in Deckung begeben hatten. Schlagartig endete der Kampf. Poar und Milar hrten dass der Kampf vorbei war und traten vorsichtig nach drauen um nachzusehen was geschehen war. Da sah Poar den Jariiner der in ein Kraftfeld eingehllt dastand und zu den Eingeborenen sprach. Poar lief ohne Vorwarnung vor und rief Fremder wir haben ein Funkgert hier. Wenn der Kommandant hrt dass es einsatzbereit ist wird er eine Flotte von Kriegsschiffen herrufen lassen alle berlebenden mitnehmen lassen und das Lager zerstren. Verrter zischte Milar. Poar wandte sich um und entgegnete gelassen Du glaubst doch nicht Milar dass ich mir angucke wie ein unschuldiges Volk und seine Heimat einfach so ausgelscht wird nur um den Kommandanten zu beruhigen. Ich habe mir sowas gedacht antwortete Urinok. Daher hatte ich es auch so eilig wieder an meine Ausrstung zu kommen. Wirst du das Funkgert zerstren Wollte Poar wissen. Urinok berlegte. Einerseits musste verhindert werden dass diese Anlage hier vernichtet wurde. Andererseits lie sich mit dem Funkgert vielleicht was anfangen. - Dann hatte er es. Nein ich lasse es unbeschdigt Rief er. Danach feuerte er Betubungsstrahlen auf den zweiten Barteker und bahnte sich seinen Weg zu Poar. Ich gehe davon aus dass Sie ein vernnftiger Mann sind begann Urinok ein kurzes Gesprch. Ich will vor Allem keine berflssigen Toten schon gar nicht wenn sie mit der Sache nicht das Geringste zu tun haben erwiderte der Techniker. Das wir hier abgestrzt sind verdanken wir den Rtonesen und das wir leben verdanken wir diesen Wesen da er zeigte auf die Eingeborenen. Urinok freute sich. Endlich einer der Barteker der nicht dem Kriegswahn verfallen war. Ich habe folgendes vor Barteker erffnete Urinok. Mein Name ist Poar klrte der Ortungstechniker den Jariiner ber seinen SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte 59 Namen auf. Also Poar ich will dass Sie das Funkgert auf Empfang stellen und auf eine Nachricht warten. Ich werde mich bald von hier verabschieden und zu meinem Schiff zurckkehren. Sehe ich das richtig dass Ihr Kommandant es nicht wagen wrde Hilfe von Bartek herbeizurufen wenn er damit rechnen muss wegen Hochverrates hingerichtet zu werden Hochverrat ist schlimmer als der Tod. Zumindest fr Soldaten erwiderte Poar. Urinok lchelte. Er hatte gehrt was er hren wollte. Dann machen Sie es gut und melden Sie jede Funknachricht an Ihren Chef die Sie empfangen. brigens ich bin Urinok andere Raumfahrer nennen mich den Sternenwanderer. Damit verlie Urinok den Techniker und verschwand in der Menge. Kalsax war zufrieden. Man hatte den meisten Dmonen ihre Feuerwaffen genommen. Nun berlegte er wie er sie bestrafen lassen sollte als Urinok den Tempel betrat eingehllt in das Kraftfeld. Kalsax fiel auf die Knie und betete. Du bist einer der groen Gtter auf die wir lange gewartet haben brach er in ehrfrchtiges Schluchzen aus. Urinok schaltete schnell. Die Gtter. Von diesen wollte er sehr gerne noch etwas wissen. Aber die Zeit lief gegen ihn. Hohepriester ich bin nur ein Kundschafter und sollte sehen ob ihr es wert seid von eurem Warten erlst zu werden. Ich kam in dieses Land und fand eine Horde von Unholden vor. Ich musste mich aus ihren Fngen befreien. Doch jetzt bin ich wieder mchtig genug meine Rckreise anzutreten. Ich kann dir nicht versprechen dass ihr bald erlst werdet aber es war nicht vergebens mich zu untersttzen. Doch eine Aufgabe muss ich euch noch stellen Schliet Frieden mit den Fremden und lebt mit ihnen zusammen bis ihr erhrt werdet Doch lasst alle Waffen der Fremden aus dem Land schaffen und auf einen Hgel bringen der Tausend Schritte von dem Land entfernt ist Meine Macht wird sie vernichten. Damit wollte sich der Jariiner verabschieden. Doch Kalsax drngte ihm noch etwas auf eine kleine Schachtel die er aus einem Versteck geholt hatte. Urinok fragte was darin sei und erhielt zur Antwort Der Zeitengesang. Das Wissen um unsere Taten seit dem Beginn des langen Wartens. Ich habe davon noch vier Exemplare. Nimm dieses also ruhig mit dir groer und Mchtiger. Urinok bedankte sich und verlie den Tempel. Ohne Anfechtungen gelang es dem Raumfahrer vom Jari die Schleuse wieder zu erreichen. Dort erwarteten ihn Esox und Helix. Sie trugen wieder ihre Raumanzge und hatten das Innenschott schon geffnet. Als sie erklrten sie wollten mitkommen lehnte Urinok hflich ab. So geleiteten sie ihn nur in die Kammer dann schlossen sie die Schleuse von auen. Als versteckte Luftpumpen die Luft absaugten hantierte der Astronaut an einigen Schaltern seines Raumanzuges. Dann ffnete sich die Auenklappe. Diesmal jedoch nahm Urinok nicht den Weg ber die Leiter sondern stie sich vom Boden ab und zndete die kleinen Rckentriebwerke des Schutzanzuges. Wie eine Rakete schoss er aus dem Schleusenschacht und bog dann ab in Richtung Sternenwolke. Da ist er Rief Rikars der von seinen Leuten heimlich aus der Gefangenschaft des Tempels befreit worden war. Sogleich feuerten er und seine Begleiter die wie er in unfrmigen Raumanzgen steckten ihre Plasmagewehre ab. Doch der Schutzschirm um Urinok der nun da er mit keinen Atmosphremoleklen reagierte SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte60 vllig unsichtbar war leitete alle Energieladungen in den freien Raum ab. Urinok wedelte mit den Armen und flog noch schneller davon. Verdammt er ist uns entkommen Rief Rikars. Danach suchten sich die Barteker ihren Weg zurck zu der Schleuse durch die sie auf die Oberflche hinausgelangt waren. Mit einer Geschwindigkeit von 500 kmh raste Urinok die 15 km zur Sternenwolke zurck. Kurz vor dem Schiff gab er das vereinbarte Codesignal. Ohne Verzgerung verschwand der Schutzschirm um das Schiff eine obere Schleuse ffnete sich und lie den Jariiner ein. Danach entriegelte Urinok nacheinander die Zugnge bis er in der Zentrale war und die endgltigen Freigaben schaltete. Danach gab er den Befehl in den Computer in dem aufgezeichneten Code der Rtonesen mit der Stimme des getteten Kommandanten Tirschwak folgende Nachricht auf Richtstrahlbasis auszusenden Hier Expedition 78. Haben Notboje zu frh ausgesetzt weil wir annahmen das Wachschiff wrde uns angreifen. Tatsache ist dass uns der Kommandant Rikars mit einer kleinen Einheit untersttzt hat um hier eine Basis einzurichten. Wo diese Basis genau liegt drfen wir nicht verraten. Wir mssen sie noch weiter ausbauen. Daher haben wir uns auch dem Suchschiff nicht zu erkennen gegeben. Kommandant Rikars gehrt zu einer revolutionren Gruppe auf Bartek die die dortige Regierung ablsen mchte. Leider wurde ihr Schiff bei einem Kampf mit den Regierungstreuen beschdigt und er musste als wir unser Ziel erreicht hatten die Selbstvernichtung einleiten. Wir arbeiten nun mit ihm an der Vervollkommnung dieser Basis. Wir mchten jedoch dabei alleine bleiben. Ich bedanke mich herzlich bei Kommandant Rikars dem ersten Barteker der vernnftig handelte. Gez. Tirschwak Kommandant der Expedition 78. Urinok lachte nun laut auf als diese falsche Nachricht ber den Hypersender ging. Er hatte den Richtstrahl um hunderte Grad schwenken lassen um eine Zielortung zu verflschen. Hoffentlich glaubten die Rtonesen den Schwindel. Doch Rikars wrde jetzt Probleme haben seine Leute zu rufen. Denn die wrden den Funkspruch bestimmt auch erhalten haben. Eine Stunde verging bis Urinok mit Hilfe der Bordsysteme festgestellt hatte dass eine groe Anzahl Plasmawaffen auf dem kleinen Hgel vor der Schleuse aufgehuft worden war. Schnell lie er eine der beiden Bordkanonen der Sternenwolke zielen und feuerte dann einen Energiestrahl der hchsten Leistungsstufe ab. In einem kurzen Aufglhen vergingen der Hgel und seine tdliche Ladung. Urinok sah auf dem Heckbildschirm noch vier Eingeborene die dem Zerstrungswerk zugesehen hatten. Mit hoher Beschleunigung verlie Urinok den roten Mond von Planulak und nahm Kurs auf den leeren Raum. Weit ab vom System der gelben Sonne setzte sein Schiff zum Hypersprung an und verschwand damit aus dem Bereich zweier verfeindeter weil so unterschiedlicher Mchte. Urinok verstand es nicht dass Unter schiede zwischen Lebensformen in den meisten Fllen zum Krieg fhrten. Im Raum zwischen den Sternen fand der Jariiner Zeit das Geschenk des Hohepriesters zu begutachten. In der Schachtel befand sich ein Abspielgert fr Tonaufzeichnungswalzen das von einem Federwerk betrieben wurde. Dazu lagen noch 50 Abspielwalzen der Schachtel. Urinoks Augen glnzten als er das Werk des Abspielgertes aufzog und die erste Walze von SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte 61 unten aus dem Behlter darin abspielen lie. Der Computer zeichnete auf was da erklang. Es handelte sich um eine Folge modulierter Tne und Laute die mal laut und mal leise erklangen. Auf jeder der 20 Minuten lang bespielten Tontrger waren diese Gesnge zu hren. Der Jariiner erinnerte sich dass Kalsax von Zeitgesngen gesprochen hatte. Als dann die bersetzung aller Tonaufzeichnungen vorlag erfuhr Urinok dass das Volk das er kennengelernt hatte Baltei hie und vor vielen hunderttausend Zeitperioden auf dem Mond des blaugrnen Himmelsballes ausgesetzt worden war. Damals gehrten noch Gtter zu ihm die aber nach und nach ihre Stofflichkeit aufgaben. Das Volk verlor das Wissen um die meisten gttlichen Fertigkeiten bis auf die Beherrschung der groen Tore durch die einzelne Wachposten hinaustreten konnten um die Sterne nach rckkehrenden Gttern abzusuchen. Doch bis zur Jetztzeit war keiner der Gtter mehr erschienen. Warum das Volk der Baltei zum Volk der Wartenden geworden war erzhlte eine Walze mit Legenden. Danach sollte dieses Volk dem Racheplan des finsteren Herrschers entzogen werden. Die Gtter wollten ihre Kinder schtzen und trugen sie in jenes ferne Land und erbauten ihnen die gewaltige Stadt unter rotem Fels. Danach seien die die als Helfer geblieben waren nach und nach vergangen zurck ins Reich der Gtter. Der finstere Herrscher habe sie nicht mehr finden knnen denn er wohnte zu weit fort. Hunderttausend Zeitperioden was umgerechnet achtzigtausend Jahre sind grbelte Urinok. Wer war der finstere Herrscher Wohin soll das Schiff fliegen Erkundigte sich die Stimme des Bordcomputers nach dem nchsten Flugziel. In den unermesslichen Raum wo Vernunft und Wahnsinn sich die Hnde reichen antwortete Urinok der Sternenwanderer. --- ENDE --- 1996 by Thorsten Oberbossel SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte62 Erwin Eggenberger - Galornenraumschiff artikel I. Die Zeit Du weit dass es unendlich viele Variationen der Zeit gibt. Du kennst das Experiment mit der Katze im Kasten und dem eingeschlossenen Giftgas das durch einen Kernzerfall ausgelassen wird. Solange die Katze im geschlossenen Kasten ist kann niemand von uns sagen ob sie noch lebt oder nicht. Es ist beides mglich und der Theorie nach bestehen beide Variationen neben- einander. Erst wenn der Deckel geffnet wird Gasmaske nicht vergessen knnen wir feststellen auf welcher Zeitlinie wir uns bewe- gen. Ich mag Katzen deshalb bevorzuge ich die Zeitlinie in der sie noch lebt - Die andere ist fr uns nicht erreichbar. Allerdings sind es nicht nur zwei Zeitlinien die im Moment entstehen sondern unendlich viele. Denn unser Universum hat in jeder Sekunde unendlich viele Entschei- dungen. II. Die Zeitreise Nehmen wir einmal an ich reise zurck in die Vergangenheit. Mein Leben entspricht sozusa- gen einer Zeitlinie. Vergleiche das mit einem Protokoll oder einem Lebenslauf. Alle Schritte und Entscheidungen in ihrer Reihenfolge beschreiben diese Zeitlinie. Auch die Zeitreise wird meinem Protokoll hinzugefgt. Ich nehme an ich verndere die Vergangenheit so dass der Grund warum ich in die Vergangenheit geflogen bin nicht mehr existiert. Was habe ich getan Ich habe dafr gesorgt dass die Zeitlinie der unser Universum folgt eine andere ist als die der es in meiner Gegenwart gefolgt ist. Wenn ich jetzt in die Zukunft fliegen wrde wrde ich feststellen das fast alles anders ist abhngig von der Schwerwiegenheit meines Eingriffes. In dieser Gegenwart htte ich dann keinen Grund gehabt in die Vergangenheit zu fliegen und tte es auch nicht. Die Gegenwart in der ich in die Vergangenheit flog ist unerreichbar weil sie in einer anderen parallel verlaufenden Zeitlinie liegt. Das Paradoxon ist deswegen keines weil die Kausalittsprinzipien beachtet wurden Kausa Zeitsprung Wirkung Zeitlinienwechsel. Jetzt sagst du bestimmt wenn ich in dieser Gegenwart nicht zurckfliege dann kann ich die Vernderung nicht machen und sofort gell Du musst bercksichtigen dass es im Moment zwei Zeitlinien gibt jene in der ich zurckfliege und jene wo eben nicht. Die erstere hat die zweite zwar erst geschaffen trotzdem existieren beide. Auf der anderen Zeitlinie sieht es so aus Ich habe mich von meinen Freunden verabschiedet bin in die Zeitmaschine gestiegen und in die Vergangenheit geflogen. Man bemerkt keine Vernderungen aber ich bleibe auch in der Zeit verschollen. Ich werde niemals wieder in diesen Zeitstrom zurckkehren knnen. Denn die Ver- nderungen und meine Rckkehr finden ja in einem anderen Zeitstrom statt. In einem Zeitstrom in dem man sich des Zeitein- griffes gar nicht bewusst ist und in dem man mein Eintreffen gar nicht erwartet weil ich ja SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt Kai Hackemesser Paradoxon 63 artikel nie weggeflogen bin falls es mich gibt.Und falls es mich gibt gibt es mich ab da doppelt. III. Zeitsprung Nehmen wir mal an dass uns die neue Gegen- wart gar nicht gefllt. Was machen wir Zurck- reisen natrlich Das klingt jetzt fast wie die Geschichte von Zurck in die Zukunft aber vergiss die die hatte eine Meeenge logischer Fehler Wir reisen also zurck und treffen mich kurz bevor ich Vernderungen durchfhre erklren mir dass die gewnschten Ergebnisse nicht eingetroffen wren und wir das Experiment abbrechen. Was ist nun das Problem Es existie- ren zwei Zeitmaschinen gleichzeitig und wenn ich und ich jetzt in die Gegenwart reisen sind und bleiben wir trotzdem doppelt. brigens ist die Zeitlinie auf der wir uns nun bewegen nur scheinbar identisch mit der wo wir ganz am Anfang aufgebrochen sind denn die Ereignisse das Protokoll dieser Zeitlinie sagt ja aus das dannundda zwei Zeitmaschinen da waren und das ist auf unserer Ursprungszeitlinie ja nicht der Fall. IV. Paradoxon Jetzt kommen ich und ich auf die Idee etwas frher in dieser Zeitlinie aufzutauchen um mich ganz einfach daran zu hindern berhaupt in die Vergangenheit zu reisen erinnere dich diese Zeitlinie ist fast identisch mit der Ursprungszeit- linie d.h. ich werde in der Gegenwart ein Zeit- experiment durchfhren. Ich komme zu mir und erklre mir das Experiment ist bereits gelungen ich brauche es nicht wiederholen mein Gesicht mchte ich sehen. Das Ergeb- nis in dieser Zeitlinie existiere ich nun dreimal gleichzeitig. ist das ein Problem nein weil Es sind drei verschiedene Personen mit drei ver- schiedenen Lebenslufen Zeitlinienprotokolle die nun leider alle drei gleich aussehen und einige gemeinsame Erinnerungen haben. Ist schn konfus nicht Ich will den ganzen Sprung nochmal in Stichworten beschreiben Es gibt dreivier in das Experiment verwickelte Personen Mich Michmglicherweise Mich und Mich Zeitlinie 0 Die Gegenwart so wie ich sie kenne. Die Vergangenheit Ich fliege zurck in die Ver- gangenheit und manipuliere. Damit bekommt die Zeitlinie einen anderen Verlauf Gegenwart0 wird fr mich unerreichbar ich habe Zeitlinie 1 gegrndet. Zeitlinie 1 Die Gegenwart eine Folge meiner Manipulati- onen. Ich habe niemals eine Zeitreise in Erw- gung gezogen falls ich berhaupt existiere. Ich selbst finde das Experiment gelungen. Vergangenheit ich reise zurck in die Vergan- genheit und erwarte mich um mich davon abzuhalten die Manipulation durchzufhren. Durch diese erneute Manipulation entsteht Zeitlinie 2 ich kann Gegenwart1 nicht mehr erreichen. Zeitlinie 2 Die Gegenwart fast identisch mit der Zeitlinie 0. Ich bin bereit die Zeitreise anzutreten. Ich komme mit mir aus der Vergangenheit um mich daran zu hindern in die Vergangenheit zu fliegen. Die Vergangenheit Es ist die unmanipulierte Vergangenheit0 mit dem Zusatz dass zwei Zeitmaschinen da waren die von mir und mir die aber fast keine Auswirkungen bezogen auf SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 64 die Gegenwart0 haben aber bezogen auf die Gegenwart1 recht gewaltige Auswirkungen. Es ist eine Frage des Standpunktes und wir stehen in Gegenwart0 und betrachten Gegenwart2. Jetzt die Lebenslufe der Personen Ich bin nicht in die Vergangenheit0 geflogen weil ich und ich mich in der Gegenwart2 davon abgehalten haben. Ich bin aus der Gegenwart0 in die Vergangenheit0 geflogen um Vernderungen zu machen aber wurde von mir der aus der Gegenwart1 kam davon abgehalten. Darauf- hin bin ich mit mir in die Gegenwart2 geflo- gen um mich von dem Zeitsprung abzuhalten. Ich habe berhaupt nichts gemacht ich habe mglicherweise gar keine Existenz in der Gegenwart1. Ich bin aus der Gegenwart0 in die Vergangenheit0 gereist habe die Zeit manipu- liert bin in die Gegenwart1 gereist habe mich gesucht bin wieder in die Vergangenheit0 gereist habe mich davon abgehalten die Manipulationen durchzufhren die zur Gegenwart1 gefhrt haben habe also schon wieder die Zeitlinie manipuliert bin dann mit mir in die Gegenwart2 gereist um mich zu treffen und das ganze Zeitexperiment zu beenden. durch meine und meine Ankunft wurde das Experiment als erfolgreich beendet betrachtet so dass ich nicht mehr in die Vergangenheit0 reisen muss. Gltige Gegenwart fr mich mich und mich ist die Gegenwart2 in dessen Vergangenheit2 zwei Zeitmaschinen und keine Vernderungen im Sinne von Gegenwart0 durchfhrten. So was ist daran jetzt paradox - Diskussionen fhre ich gerne ich bin Zeitspezia- list und denke 5dimensional. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt artikel 65 RoBoLeibwchter drehte durch Zu einem dramatischen Zwischenfall kam es gestern in einer Vorstandssitzung der Technik ist immer ein Segen - Gesellschaft in Neu-Berlin. Als der Vorstandsvorsitzende Gerald Brochen in Begleitung seines RoBoLeibwchters den Sitzungs- saal betrat wurde er von einem anwesenden Reporter derart massiv bedrngt da der RoBo- Leibwchter diesen Vorgang fr ein Attentat hielt. Entsprechend seiner Programmierung reagierte er sofort und begann mit Abwehrmanahmen. Der in verschiedenen Kampfsportarten trainierte Gigant war nicht mehr zu bremsen. Erst durch ein Fesselfeld gelang es schlielich ihn auer Gefecht zu setzen. Sein Opfer hat nach Aussagen der Mediker kaum noch einen heilen Knochen im Krper. Durch einen nicht nher geklrten Defekt in der optischen Steuerung war aber nicht der Reporter der Leidtragende sondern die Kampfmaschine drosch ohne Unterla auf den eigenen Besitzer ein. G.Brochen wurde umgehend in das Medo-Center Neu-Berlin eingeliefert und liegt dort zur Zeit in einem Regenerationstank der chirurgischen Abtei- lung. Nheres ber seinen Zustand ist zur Zeit nicht bekannt. Die Gesellschaft Technik ist immer ein Segen hat sich zum Ziel gesetzt die zunehmende Technik- feindlichkeit einiger galaktischer Gruppen zu bekmpfen. Erst letzte Woche sagte Gerald Brochen in einem Interview mit dem TERRA-KU- RIER Wer meint die Technik sei unzuverlssig ist ein unbelehrbarer Ignorant. Die heutigen Systeme laufen zu fast 100 fehlerfrei und die Restrisiken sind denkbar gering. Wenn etwas passiert dann nur weil Leute nicht in der Lage sind solche Ein- richtungen vernnftig zu bedienen. Ich jedenfalls vertraue der Technik vllig und bin noch nie enttuscht worden. Terra-Kurier - Nachrichtenkanal V. Anmerkungen Wenn ich sage in der Vergangenheit gab es zwei Zeitmaschinen die fast keine Wirkung auf die Vergangenheit haben bezogen auf die Ur-Ver- gangenheit so meine ich dass da noch die Gesetze von Wechselwirkung und die Chaosthe- orie eine Rolle spielen. Du hast vielleicht schon mal gehrt dass ein Schmetterling in der Lage ist einen Orkan zu entfachen. Das ist bedingt richtig. Es ist natrlich nicht so dass Schmetter- linge am Schlechten Wetter schuld sind aber oft haben kleine Ursachen groe Wirkungen vor allem wenn man ihnen gengend Zeit gibt sich zu entfalten. Wie kennst du dich in der Meteo- rologie aus Du weit bestimmt das Wettervor- hersage auf langfristige Sicht deswegen so schwer zu treffen sind weil das System chao- tisch ist d.H. auf unzhligen unbestimmbaren Variablen aufbaut. Ein kleiner Windhauch hat auf grerer Zeit beobachtet immer grerer Auswirkungen das kleine stabile System kommt mit der Zeit ins Schwanken und nach noch lngerer Zeit kann dadurch wirklich ein Orkan entstehen. Ich hoffe du verstehst worauf ich anspiele. Die materialisierenden Zeitmaschinen erzeugen Druckwellen Gravitationsschwankungen EM- Schwankungen Sie reflektieren Licht all diese kleinsten Auswirkungen haben auf lange Zeitrume gesehen die Potenz die Zeitlinie auf eine Art und Weise zu beeinflussen die in ihrer Natur unberechenbar und chaotisch sind. Stell dir vor du wrdest in das Jahr 0 zurckflie- gen um Jesus bei der Bergpredigt zu sehen wirklich nur zu sehen sonst nichts Du stehst da also mit deiner Zeitmaschine im Gelnde und zerdrckst Unkraut bietest Luftwiderstand atmest und so fort. Nimm an durch deinen Luftwiderstand entwickelt sich eine Thermik die dafr sorgt dass in einem Landstreifen ein erwarteter Regen ausbleibt. Durch die Chaosthe- orie passiert sowas nicht unbedingt am Tag danach sondern vielleicht ein zwei oder noch mehr Wochen spter. Dabei bleibts ja nicht. Dieser Effekt setzt sich um die ganze Welt fort und wird das Wetter vollstndig anders werden lassen als es in der Vergangenheit0 der Fall war. Nicht dass es jetzt zu einer Vernderung der Klimazonen kommt nein dazu werden die Einflsse wohl nicht reichen aber eben das Wetter wird anders als es in den Geschichtsb- chern steht Eine Ernte vertrocknet ein paar Leute mssen sparsamer leben und sie vermeh- ren sich nicht so wie sie es getan htten wenn du nicht hingeflogen wrst. Du kannst dir vorstellen was passieren kann. Du kommst zurck und es gibt keine Kurden mehr hat sie nie gegeben nicht in DIESER Zeitlinie. DAS ist das groe Problem bei Zeitreisen die NICHTVOR- HERSEHBAREN Folgen. VI. Fragen und Antworten Gibt es verschiedene Zeitlinien Oder wird eine Zeitlinie in dem Augenblick wo sie nicht erwhlt wurde unwiderruflich ausgelscht. Zeitlinien sind eine mgliche aber nicht unbe- dingt die einzige Erklrung fr Zeitparadoxen bzw. deren Unmglichkeit. Gut zugegebener- maen kann ich im Augenblick nur eine andere Mglichkeit anbieten nmlich dass Zeitreisen einfach nicht mglich sind. versteh mich nicht falsch ich bezweifle nicht die Richtigkeit deiner Ausfhrungen hchstens bin ich eher der Typ der immer nachsieht ob es nicht noch andere mgliche Lsungen gibt. Und das ist fr mich solange nicht ausgeschlossen solange das Gegenteil nicht bewiesen ist ... Wenn ich tatschlich in der Vergangenheit meinen Vater umbringen wrde entsteht dann ab da eine neue Zeitlinie oder war sie dann schon immer anders Im 1. Fall nicht mglich da jemand oder etwas im gleichen Augenblick zwei verschieden Dinge htte tun mssen bzw. verschieden Dinge passieren htten mssen. Gute Frage. Evtl. kostet das noch mehr Ener- gie da dadurch eine noch lngere Zeitlinie erschaffen wird kann aber sein dass das jetzt nicht so durchdacht ist... Nein weil Die Zeitlinie existiert im MomentAugenblick. Durch deinen Zeitsprung in die Zukunft nderst du die Zeitlinie genauso als wenn du in die Vergangenheit springst - die Zeitmaschine verschwindet aus der Raumzeit. Und wenn du eine neue Zeitlinie in der Vergan- genheit errichten kannst und danach in die Gegenwart vorwrtsreisen kannst kannst du aus der Gegenwart auch in die Zukunft reisen. Vergiss nicht Vergangenheit Gegenwart und Zukunft sind relativ bezogen auf den stehenden Betrachter der natrlich nicht steht sondern sich mit gleicher Zeitgeschwindigkeit bewegt wie das System in dem er steht. So hnlich wie in H.G. Wells Film nderst du sozusagen nur deine Zeitgeschwindigkeit relativ zum System das heit wenn du zurckreisen willst musst du deine Zeitgeschwindigkeit reduzieren sprich die Vergangenheit holt dich ein und wenn du vorwrts reisen willst bist du schneller als deine Umgebung - du berholst die Zukunft. Aber du kannst dir vorstellen dass du dabei nicht die optischen Effekte habe kannst wie sie im o.g. Film auftraten. Wenn du fr das System unsichtbar bist weil du dich materiell aus der Umgebung gelst hast kann auch die Materie dieser Zeit dich nicht erreichen auch keine Mischformen davon wie die Photonen - du verstehst sicher. - Kai Hackemesser Zeittechniker und Informationsspezialist SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt artikel68 DRINGEND Verkaufe erstklassigen RoBoLeibwchter Absolut neuwertiges Modell. 4 Monate alt. Inklusive Expertenprogrammierung fr Kick-Boxen und Kung Fu.. Menschliches Aussehen. 205 m Gro 150 kg Gewicht. 1A - Zustand. Leichter Fehler in der optischen Einheit. Zeitweise verwechselt er Personen was aber die Grundfunktionen nicht beeintrchtigt. Unglaubliche Schlagkraft und enormes Durchsetzungsvermgen kann garantiert werden. Interessenten schreiben bitte an G. Brochen. Adresse zur Zeit Regenerationstank 3 Station Chirurgie Medo-Center Neu-Berlin Terra-Kurier - Nachrichtenkanal Am 8.Februar 1996 leistete ich Dienst in der Sicherheitszentrale des Londoner Flughafens. Noch ahnte ich nicht dass sich einer der selt- samsten Vorflle in der Geschichte dieses Air- ports ereignen sollte. Um 9.34 setzte planmig eine Maschine aus Glasgow zum Landeanflug an als pltzlich die Funkverbindung zum Cockpit abbrach. Die Maschine hatte bereits mit dem Sinkflug begonnen der Transponder des Flug- zeuges sendete unverndert die Kennung des Fluges nur die Sprechverbindung mit der Crew kam nicht mehr zustande. Genau um 9.36 hatte die Maschine 300 Meter vor der Landebahn Bodenberhrung. Das Haupt- fahrwerk brach der Rumpf des Flugzeuges prallte auf den Boden und durchbrach den Zaun der Flughafenbegrenzung. Die Flughafenfeuer- wehr war inzwischen alarmiert und alle verfg- baren Rettungskrfte rannten zu ihren Fahrzeugen um zur Unfallstelle zu fahren. Die Maschinen die sich noch in der Luft befanden wurden vom Tower umgeleitet. Auch ich war in diesem Moment bereits auf dem Weg zur Unfallstelle. Dort bot sich uns das bliche schreckliche Bild das man nach Flug- zeugabstrzen immer wieder sah und an das man sich nie gewhnen konnte. Der Flug- zeugrumpf hatte etliche Risse durch die man ins Innere der Passagierkabine gelangen konnte. Glcklicherweise hatte sich das Kerosin nicht entzndet und inzwischen war die Feuerwehr dabei den Rumpf mit einem Schaumteppich zu berziehen. Weitere Rettungsmannschaften drangen bereits ins Flugzeug ein und kmmerten sich um Fluggste und Besatzung. Im Inneren der Kabine erwartete uns ein schreckliches Bild. Die 78 Passagiere saen angeschnallt in ihren Sitzen uere Verletzungen waren nicht sicht- bar dennoch hatte nur eine junge blonde Frau das Unglck berlebt. Alle anderen Passagiere waren tot doch die Todesursache blieb vorerst rtselhaft. Noch geheimnisvoller aber war die Tatsache dass das Cockpit leer war ber den Verbleib der Piloten und des Bordingenieurs konnten wir nichts ermitteln. Das Funkgert war auf die normale Sprechfunkfrequenz eingestellt die Gurte der drei Sitze waren geschlossen nur die Menschen die auf den Pltzen gesessen hatten fehlten. Mit diesem Geheimnis begannen die drei aufre- gendsten Tage meiner Flughafenttigkeit. Die einzige Person die berhaupt Licht in das Dunkel dieses Vorfalls bringen konnte lag im Krankenhaus. Die junge Frau die den Absturz berlebt hatte musste mir verraten was sich an Bord abgespielt hatte. Aus dem Krankenhaus erfuhr ich dass sie keine Verletzungen erlitten hatte aber scheinbar unter dem Einfluss einer Droge stand und mit Sicherheit erst am nchsten Vormittag befragt werden konnte. ber die Zusammensetzung der Droge konnte man mir keine Auskunft geben da sie im Blut bisher nicht nachgewiesen werden konnte. Auch die Todes- ursache der anderen Fluggste war bisher nicht zu ermitteln und ich hatte das Gefhl dass die rzte ganz schn im Dunkeln tappten. Also beschrnkten wir uns erst einmal darauf das Wrack der Maschine zu untersuchen. Die Crash-Experten die nach jedem Absturz zu den SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt Rainer Felkeneyer Es geschah in Heathrow kurzgeschichte 69 Untersuchungen vor Ort erschienen trafen an diesem Vormittag noch ein. An der Maschine wurden keine Schden festge- stellt auer den durch den Absturz verursach- ten. Alle technischen Einrichtungen waren funktionsfhig und der Flugschreiber wurde zur Auswertung ins Labor gebracht. Die Aufrumungsarbeiten begannen und fr mich hie das dass sich alle Anstrengungen die Unfallursache aufzuklren auf die geheimnis- volle Frau im Krankenhaus konzentrieren wrden. Am nchsten Morgen nach einer unruhigen Nacht mit vielen Unterbrechungen fuhr ich ins Krankenhaus. Noch mysteriser wurde die ganze Angelegenheit dadurch dass sich laut Passagier- liste nur 77 Fluggste an Bord befunden hatten die Frau aber Passagier Nummer 78 war und ihre Identitt bisher nicht ermittelt werden konnte. Also betrat ich das Krankenzimmer mit einem eigenartigen Gefhl in der Magengegend das sich auch nicht legte als ich zum ersten Mal Zeit hatte die junge Frau in Ruhe zu betrachten. Sie war ohne Zweifel attraktiv und strahlte etwas Geheimnisvolles aus das ich nicht definieren konnte. Ihr Alter schtzte ich auf 28 - 34 Jahre. Whrend ich sie betrachtete schlug sie die Augen auf. Wo bin ich war ihre erste Frage. Also erzhlte ich ihr von dem Flugzeugabsturz und den geheimnisvollen Umstnden unter denen die anderen Fluggste umgekommen waren. Sie hrte mir interessiert zu und bat mich dann am nchsten Tag wiederzukommen da sie sich derzeit an nichts erinnern knne auch nicht daran wie sie an Bord der Maschine gekommen sei. Auf jeden Fall war sie nicht als Fluggast in Glasgow eingestiegen wie die ande- ren. Mir lief es kalt ber den Rcken und zum ersten Mal ahnte ich dass mich noch mehr berraschungen erwarten wrden. Ein unbestimmtes Gefhl sagte mir auerdem dass ich in dieser Nacht in ihrer Nhe im Kran- kenhaus bleiben sollte und ich pflegte auf meinen siebten Sinn zu hren. Ich war tatschlich auf dem Stuhl eingeschlafen den die Nachtschwester mir auf den Gang gestellt hatte. Noch wusste ich nicht wer oder was mich geweckt hatte aber meine innere Unruhe sagte mir dass es mit der geheimnis- vollen Frau zusammenhngen musste also trat ich zur Tr ihres Krankenzimmers und drckte nach kurzem Zgern die Klinke herab. Ein grnes fahles Leuchten lag ber ihrem Bett. Mit zwei schnellen Schritten stand ich neben ihr und rttelte an ihrer Schulter erschrocken schlug sie die Augen auf im gleichen Moment erlosch auch das Leuchten. Einen Moment sah sie mich irritiert und abwe- send an dann sagte sie Beinahe wre ich zurckgekehrt Meinen fragenden Blick beantwortete sie mit einer der phantastischsten Geschichten die ich je gehrt hatte Ich bin am 8.Februar 1966 geboren worden in Deutschland in der Nhe von Berlin mein Name ist Gina und gestern habe ich meinen 29.Geburtstag gefeiert.... Den dreiigsten verbesserte ich sie. ...nein den neunundzwanzigsten wie ich es sagte. Gestern war der 8.Februar 1995 ich habe heute erst erfahren dass es hier 1996 ist. Wir saen zusammen ein paar Freunde und ich als ich pltzlich ein Schwindelgefhl hatte als ob ich zu viel Alkohol getrunken htte und dann hatte ich das Gefhl an zwei Stellen gleichzeitig zu sein. Ganz verschwommen nahm ich das Innere eines Flugzeuges war dann verlor ich das SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte70 Bewusstsein und kam erst hier im Krankenhaus wieder zu mir. Sie glauben mir nicht nicht wahr Es fllt mir schwer musste ich zugeben. Dann atmete ich tief durch und berlegte wieviel ich ihr von dieser Geschichte glauben sollte. Die Umstnde des Absturzes waren geheimnisvoll genug und auerdem sagte mir mein Gefhl dass wir sie nie vollstndig aufkl- ren wrden. Warum sollte ich mich also nicht an ihre Geschichte halten die nicht unglaubwr- diger war als alle anderen Erklrungen die mir bisher durch den Kopf gegangen waren. Whrend ich mich noch bemhte das soeben Gehrte zu verdauen bemerkte ich das grne Leuchten wieder erst nur schwach doch dann hllte es die junge Frau vllig ein. Ich sprang auf und wollte nach ihr greifen doch als ich mit den Fingerspitzen die Lichtsphre berhrte bekam ich einen heftigen elektrischen Schlag und zuckte zurck. Der Krper der jungen Frau schien durchsichtig zu werden dann verschwand er vollstndig. Im selben Augenblick materialisierte ein Mann in der Kleidung eines Flugkapitns in ihrem Bett. Er ruderte mit den Armen in der Luft und stammelte Wo bin ich Und wer sind Sie bitte lautete meine Gegen- frage obwohl ich mir denken konnte dass ich den Kapitn der verunglckten Maschine vor mir hatte. Genau so war es auch und die Geschichte die er zu berichten hatte war nicht weniger myste- ris als die von Gina. Beim Anflug auf Heathrow war das Cockpit der Maschine pltzlich in ein grnes Leuchten gehllt er hatte das Gefhl dass die Zeit unend- lich langsam ablief wie eine Zeitlupenaufnahme spielte sich alles um ihn herum ab. Dann kam das Gefhl dazu an zwei Stellen gleichzeitig zu existieren schlielich lste sich das Flugzeug um ihn herum auf und er befand sich auf einer Geburtstagsfeier mit jungen Leuten die ihn erschreckt ansahen. Mir war klar dass es sich dabei um Ginas Feier handeln musste von der sie ja berichtet hatte. Also hatte ein Austausch ber Raum und Zeit hinweg stattgefunden - nur wie und warum das blieb noch unklar. Das sollten die Wissenschaftler klren wenn es berhaupt eine Erklrung dafr gab es war nicht meine Sache das zu verstehen. Doch andere Gedanken fllten meinen Kopf Warum waren alle Passagiere bei diesem Ereig- nis ums Leben gekommen Und hatte es bereits frher derartige Vorkommnisse gegeben Flug- zeugabstrze deren Grund niemals geklrt werden konnte Noch wichtiger fand ich die Frage ob es sich hier um bisher unbekannte Naturphnomene han- delte oder ob...... Ich mochte den Gedanken nicht weiterdenken Waren hier Zivilisten wieder einmal Opfer von militrischen Versuchen Wurden hier Waffen- techniken erprobt von denen noch niemand etwas erfahren hatte Oder hatten hier Intelli- genzen ihre Finger im Spiel die nicht von unserer Welt oder aus unserer Zeit stammten Bis heute konnte ich ber die Hintergrnde und Ursachen nicht viel ermitteln nur dass dieses Unglck nicht das einzige Ereignis dieser Art war. Seit nunmehr 18 Jahren seit diesem Tag habe ich mich der Erforschung und Erklrung von Psi-Phnomenen gewidmet aber ich gebe es ungern zu unsere bisherigen Erkenntnisse sind nicht viel grer geworden als sie es 1996 bereits waren. Ein trauriges Ende fr eine solche Geschichte Vielleicht aber die Hoffnung bei unseren For- schungen auf Lebensformen auerhalb unserer gewohnten Welt zu stoen haben alle Forscher SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte 71 die ich kenne bisher nicht aufgegeben. Und ich bin mehr als je zuvor davon berzeugt dass es nicht nur Leben in vielfltiger Form im Univer- sum gibt sondern dass einige Lebensformen bereits hier sind und uns beobachten und bisweilen in unser Leben eingreifen........... ENDE SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte72 Holger Mllers - Wasserspiele Tipps und Hinweise Serienkanal 05.10 Star Depp - Raumschiff Voyeur. Folge 821 Verloren in der Galaxis und kein Fundbro hat auf. Als Schlackofly im Duty-Free-Deck mit seinem Kopf in den Bereich einer Scannerkasse kommt wird klar dass seine Stirnttowierung ein Barcode ist. Auf der Anzeige des Kassenrobot erscheint alles im Klartext. Schlackofly ist ein Kohlrabi und kostet 149. Blenda Zorres bemerkt dass ihre Anti-Falten- Creme wirkungslos ist. Ihre Stirn sieht immer noch aus wie ein zerwhltes Bett. Schiffskoch Nixis versalzt das Essen. Er ist vllig erschttert seit er erfahren hat wer seine Eltern sind. Eine Tpfelhyne und ein Durchlauferhitzer. Spannende Unterhaltung fr alle denen Haarwurzelsammeln zu aufregend ist. Terra-Kurier - Nachrichtenkanal artikel Wie vielleicht die meisten von Euch wissen ist momentan ein PR-Game fr IBM-kompatible PCs in der Mache. Nachdem ein erster Versuch Ende letzten Jahres gescheitert ist nachzulesen in IC 2 hat sich nun die Firma Spellbound Software diesem Projekt angenommen. Wir hatten nun die Mglichkeit mit den Machern in Kontakt zu treten und Ihnen einige Fragen bezglich des Games zu stellen. Die Fragen wurden von den Mitgliedern des PRWCC zusammengestellt und freundlicherweise von Stefan Blanck von FanPro und Armin Gessert von Spellbound Software beantwortet. Das Copyright der hier gezeigten Bilder liegt bei Fantasy Productions GmbH Erkrath und Spell- bound Software Kehl der Red. Im Mrz 2012 sah sich Spellbound gezwungen Insolvenz anzu- melden Folgende Fragen wurden von Stefan Blanck beantwortet Projektleiter bei Fantasy Produc- tions. PRWCC Ist es ein Adventure ein Action- ein Echtzeit oder ein Strategiespiel SB Bei Perry Rhodan Operation Eastside handelt es sich um ein Strategiespiel. Der Ablauf erfolgt in Runden wobei der Spieler pro Runde beliebig viele Befehle erteilen kann. Falls mehrere Spieler miteinander in einem Netzwerk spielen steht jedem allerdings nur eine begrenzte Zeit zur Befehlseingabe zur Verf- gung. Jede Runde entspricht etwa einem Zeit- quivalent von einem Monat. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt Das PR-Game 73 artikel PRWCC Inwieweit ist das Spiel an tatschliche PR-Romanvorlagen verknpft SB Als Hintergrund des Computerspiels dienen die Bnde 150 bis 199 das verrt schon der Name Operation Eastside. Im Jahr 2328 erhlt der Spieler vom Solaren Imperium den Auftrag diesen Sektor zu kolonialisieren. Fr PR-Fans drfte es deshalb keine berraschung bedeuten da Zwischenflle mit den Blues nicht auszu- schlieen sind und deren Schutzpanzer ist doch zunchst unberwindlich oder Um das Spiel gewinnen zu knnen wird der Spieler also auch eine Waffe gegen die Molkex-Panzerung erfor- schen und entwickeln kaufen finden oder sonstwie besorgen und einsetzen mssen. PRWCC In welchem Zeitraum spielt es SB Wie gesagt es beginnt im Jahr 2328. Die Dauer hngt von der Anzahl der Spielrunden ab eine Spielrunde entspricht etwa einem Monat und die wiederum davon wann einer der Mit- spieler das vorgegebene Spielziel erreicht. Eine genaue Antwort hierauf lt sich nicht geben da der eingestellte Schwierigkeitsgrad und ein geschicktes Vorgehen darber entscheiden. Sicherlich werden es aber etwa 50 bis 100 Jahre sein. PRWCC Welche Charaktere und Vlker treten auf SBTerraner Akonen Arkoniden Springer Aras Topsider und natrlich die Blues. Auf bekannte Charaktere wird man im Spiel hingegen nicht treffen. PRWCC Kann der Spieler seinen Standpunkt frei whlen Also bei einem Szenario entweder die Arkoniden oder die Topsider oder wie auch immer SB Zu Beginn des Spiels kann der Spieler eines von 6 Vlkern whlen dessen Geschicke er bei der Kolonialisierung leiten mchte Terraner Akonen Arkoniden Springer Aras und Topsider haben dabei jeweils Vor- und Nachteile die sich spieltechnisch in puncto Technik Forschung und Entwicklung Handel uam. bemerkbar machen. Prinzipiell kann man aber mit jedem Volk das Spiel gewinnen. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 74 PRWCC Hat das Spiel KI-Elemente oder folgt alles einem festen Drehbuch SB Es gibt kein Drehbuch bis auf die Tatsache da einem die Blues je mchtiger das Volk des Spielers selbst wird zunehmend das Leben schwer machen. Ansonsten bernimmt der Computer alle Vlker die nicht von mensch- lichen Spielern besetzt sind. Am Spiel werden also immer 6 Vlker teilnehmen. PRWCC Ist das Spiel ausbaufhig bzw. sind Zusatzmissionen mglich SB Das Spiel ist in sich abgeschlossen und auerdem ist es unser Entwicklungsziel einen hohen Wiederspielbarkeitswert zu erreichen. Dazu werden bei Spielbeginn die Sonnensys- teme in der Eastside mit einem Zufallsgenerator erzeugt so da sich die Spieler immer wieder neuen Herausforderungen stellen knnen die im brigen auch mit dem eingestellten Schwie- rigkeitsgrad variieren. PRWCC Was hat das Spiel mit PR zu tun SB Neben den Vlkern deren Eigenschaften in spieltechnischen Faktoren wiederzufinden sind und dem Konflikt mit den Blues in der Eastside trifft der Spieler auf bekannte Raumschifftypen Offensiv- und Defensivwaffensysteme usf. Wenn der Spieler die entsprechende Technik erstmal erforscht und entwickelt hat wird er dies beim Bau und Ausrsten der Raumschiffe auch grafisch sehr schn erkennen. PRWCC Was fr vergleichbare Spiele gibt es auf dem Markt SB Master of Orion Ascendancy PRWCC Hatten die Programmierer ein Vorbild fr das Game nach dessen Stil sie sich richteten SB Mastbe bei Weltraum-Strategiespielen hat sicherlich Master of Orion gesetzt. Trotzdem dient es uns nicht unbedingt als Vorbild eher als inspirierenden Entwurf. Denn im Gegensatz dazu haben wir mit Perry Rhodan einen geschicht- lichen Hintergrund bekannte Vlker und bestimmte Raumfahrttechniken. Wir mchten jedem Spieler das Gefhl geben dies ist das Universum von Perry Rhodan. PRWCC Wie gut kennt man sich mit der PR- Materie aus Evtl. selbst PR-Fans SB Ich denke zur Entwicklung des PR-Compu- terspiels haben wir im Team eine gute Mischung gefunden. Auf der einen Seite beseteht es aus PR-Fans die sich exzellent auskennen. Anderer- seits aus Spiel-Designern die von Perry Rhodan weniger dafr aber von Computertechnologie und Gestaltung von Steuerungselementen um SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt artikel 75 so mehr Ahnung haben. Insgesamt sind wir deshalb sehr zuversichtlich im Frhjahr 97 allen Computerspielern ob PR-Fan oder nicht ein spannendes und unterhaltsames Strategiespiel bieten zu knnen. Folgende Fragen wurden von Armin Gessert beantwortet Projektleiter Entwicklung PRWCC Welche Programme wurden fr die Grafiken verwendet AG Eigentlich alle mglichen Programme. Von Photoshop ber Dpaint 3D-Studio ist alles dabei. Die Grafiken wurden auf PC- und Macin- tosh-Computer erstellt. PRWCC Was waren die Rendering-Zeiten AG Die Rendering-Zeiten kann ich nur schtzen da wir darber keine Liste fhren. Es wird so ungefhr ein Monat reine Rechenzeit auf drei Pentiums gleichzeitig gewesen sein. Anders gesagt Ein Computer wrde etwa drei Monate rechnen. PRWCC Wieviele Einzel-Grafiken sind im Spiel AG Oh wir haben die Grafiken nicht gezhlt. Das wrden wir nur machen wenn wir pro Grafik bezahlt werden wrden lacht. Allein die Control-Raum-Animationen die fr 6 Rassen jeweils unterschiedlich sind bestehen aus 10096 unterschiedlichen Animationen. PRWCC Gibt es reale Filmszenen wie bei WC4 oder nur Animationen oder gar nichts AG Nur ist gut. Im Spiel sind reichlich 3D-Anima- tionen und 3D-Sequenzen zu finden. Auf reale Schauspieler haben wir jedoch absichtlich ver- zichtet da wir den Etat lieber in ein gutes Spiel investieren als in Realszenen. PRWCC Wieviel Speicher ist erforderlich AG Da PR ausschlielich mit Windows 95 luft sind 16 MB empfehlenswert. Windows95 allein bentigt schon 7 MB vom Speicher. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt artikel76 PRWCC Welche Bildschirmauflsungen werden untersttzt AG SVGA. Windows kann jedoch in jedem beliebigen Modus laufen. Das Spiel schaltet on the fly den richtigen Modus ein. PRWCC Ist das Spiel Windows95-optimiert oder wenigstens kompatibel AG Wir benutzen DirectX als Spieleplattform somit unterscheidet sich das Spiel nicht wesent- lich von einem DOS-Spiel. Von der Windows- Oberflche wird der Spieler jedoch nichts sehen da PR im Fullscreen luft. PRWCC Ist der Sound digital oder auf FM-Basis AG In Perry Rhodan wurde beides eingebaut. Mit einer neu entwickelten digitalen Musik- Engine kann der Sound komplett digital abge- spielt werden. Fr langsame Rechner ist eine MIDI-Option eingebaut die nicht soviel Rechen- zeit bentigt. PRWCC Gibt es Mehrspieler-Modi - wenn ja dann wieviele Spieler welche Art von Mehrspie- lermodus also alle Mann an einem Recher im Netzwerk im Internet oder alles AG Es knnen bis zu 6 Spieler gleichzeitig teil- nehmen. Dabei wird ein internes Netzwerk sowie ein Modem-Netzwerk untersttzt. PRWCC Welcher Compiler Sprache wird benutzt AG Microsoft Visual C teile mit Watcom C. Als Grundlage dient DirectX 2.0. PRWCC Wieviele Leute waren wie lange dran AG Bis heute haben etwa 10 Mitarbeiter 18 Monate an dem Projekt gearbeitet. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt artikel 77 artikel Am Samstag den 8.3. ging es offiziell im Haren- berg City Center los. Das erste was dem neugierigen Besucher ins Auge sprang von den ordenbehangenen Star Trek Uniformen einmal abgesehen war der Perry Rhodan Stand. Strategisch gnstig am Eingang war er nicht zu bersehen. Allerdings bekam der Ausdruck Flugbltter durch die Nhe zum Eingang bei den Auslagen oft seine urei- genste Bedeutung. Aus unserem Club waren an diesem Tag Rainer Schwippl Michael RauterAlexander NofftzHolger Mllers Boris Werner Norbert Reichinger und Thorsten Eyrich gekommen. Die Clubmitglieder Peter Terrid und Eckhard Schwettmann waren ebenso wie Klaus N. Frick in offizieller Funktion dort . Am nchsten Tag stie noch Ernst Schwarz zu uns also eine verhltnismig starke Prsenz . Holger Mllers Ernst Schwarz Michael Rauter Wer ein Gedrnge befrchtete wurde ange- nehm enttuscht. Obwohl sich der Hauptteil der Besucher in der Eingangshalle und dem Keller- gescho aufhielt waren die Rumlichkeiten doch gro genug um ein Geschiebe zu verhin- dern. Jeder Besucher bekam zunchst eine gerumige SF- Baumwolleinkaufstasche Nette Idee brigens vollgestopft mit Info u. Werbe- material. In der unteren Etage wurden erlesene Buchraritten vertrieben. Aber leider oft auch trotz Remittendenstempel zu erlesenen Preisen. berhaupt ist es sehr erstaunlich wieviel manche Fans bereit sind fr Merchandising Artikel zu zahlen. Ob denn der Kaffee aus einer Tasse mit Babylon 5 Aufdruck fr 30- DM wirk- lich besser schmeckt Htte sie fnf DM gekos- tet wte ich darauf jetzt vielleicht eine Antwort. SF u. Fantasybildbnde konnte ich leider keine ausmachen. Ebenso vermite ich das groe Angebot der Computerspiele Musik CDs und Videos. Am Perry Rhodan Stand der von der VPM und der Fanzentrale geleitet wurde saen sichtlich abgekmpft die beiden HTML Zauberer Oliver Reiff und Mathias Schnurer. Wegen einer Mischung aus permanenter Ablenkung Plug Bug unzureichender Treiber und dem allseits gefrchteten Vorfhreffekt wollte die angekn- digte bertragung ins Internet zunchst nicht funktionieren. Die Perry Rhodan bezogenen Programmpunkte am Samstag brachten keine allzu groen Neuig- keiten. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt Holger Mllers SF-Tage NRW 8.-9.3.97 78 artikel Michael Rauter Thorsten Eyrich sitzend Michael Schnu- rer Da war zunchst um 1400 die Vorstellung der Space Thriller. Das Konzept sieht also so aus das die Romane im PR-Universum etwa in der Zeit zwischen Band 1799-1800 spielen. Es handelt sich zunchst um in sich abgeschlossene Geschichten die aus- schlielich von unbekannten Akteuren erzhlen. Eine Kenntnis der PR-Serie wird nicht vorausge- setzt. Vielmehr ist es so das der Markenname Perry Rhodan eher unscheinbar an der Seite der etwa 260 Seiten starken und mit 1680 DM recht gnstigen Hardcover Bcher angebracht wird. Superintelligenzen Kosmokraten und Mystik mischen diesmal nicht mit sondern normale Lebewesen und Technik. Die Computergraphi- ken als Coverillustrationen sind sicherlich Geschmackssache. Zum Inhalt kann man auf- grund der Leseproben s. Homepage der Redak- tion alleine auch nicht viel sagen. Es ist auf alle Flle aber etwas fr SF-Hardcore Fans. Die um 1500 angekndigte Multimedia Show mit einem Werbevideo der elektronischen Akti- vitten des Verlages Internet Operation East- side Pax Terra ...usw wre etwas besser angekommen wenn nicht der grte Teil der Zuschauer das Video bereits mehrmals in der Infobox am PR Stand gesehen htte. Einen gewissen multimedialen Unterhaltungswert hatte allerdings der Vertreter von Fanpro als es um substantielle Fragen z.B. Rechnerkapazitt zum Eastside Spiel ging. Er zeigte sich hier bemerkenswert uninformiert und wenn ihn nicht unser Rainer Schwippl einige Male von der Zuschauertribne aus untersttzt htte wre es wohl ausgesprochen peinlich geworden. Um 1600 Uhr folgte der Punkt Die Zyklusent- wicklung. Ich glaube jeder hatte angenommen Klaus N. Frick und Peter Terrid wollten ber die weitere Zyklusentwicklung referieren. Aber Pus- tekuchen diese Schlingel meinten damit das Nachspielen einer beliebigen Zyklusentwicklung. Die Zuschauer bernahmen hierbei die Rolle der Autoren welche Vorschlge fr die Handlung machen. Klaus u. Peter spielten derweil die Redakteure welche die Vorschlge auswer- teten. Da kam dann am Ende so etwas raus wie Die Mnner verschwinden und die Frauen bleiben zurck..... Allerdings lie sich hier eins zwischen den Zeilen lesen In jedem Zyklus mu die Erde bedroht werden und eine Rckkehr zu alten Bekannten wird nicht gerne gemacht weil dann die alte Geschichte erst nacherzhlt werden mte. Fr alle die z.B. hofften das irgendwann die Laren die Menschheit um Hilfe bitten o.. ist dies natrlich enttuschend. Eine Spekulation ber den laufenden Zyklus fiel auch. Danach soll Goedda ein Wesen sein was sich andere Intelligenzen einverleibt um dadurch zur SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 79 Superintelligenz zu werden. - Ob etwas dran ist wird sich zeigen. Peter Terrid K.N. Frick B.Werner T.Eyrich unbek. A.Nofftz M.Rauter Am Abend hatten wir eine kleine Plauderei mit Eckhard Schwettmann. Whrend es Anfang letzten Jahres noch so aussah als wrde VPM den Einstieg ins Multimedia Zeitalter vllig ver- schlafen sind sie nun voll im Rennen und werden zuknftig hier und da scheinbar sogar eine Vorreiterrolle bernehmen. Die Verhand- lungen mit dem Amerikanischen Verleger fr die englische Version kommen gut voran. Auf meine Frage ob auch an die behinderten Fans gedacht wird vor allem die Sehbehinderten u. Blinden kam ein spontanes fast gekrnktes Natrlich . Aber es fehlen noch tragfhige Anstze fr konkrete Plne. Wir haben ihm bei der Gelegen- heit Programme wie Talking Blaster vorgeschla- gen welche in deutscher Phonetik ASCII-Texte ber die Soundkarte vorlesen. Falls jemand hier pfiffige Ideen hat sollte er sie nicht fr sich behalten. Die Modellbaustze bleiben hingegen vorlufig auf Eis gelegt. Walter Ernsting soll es inzwischen wieder etwas besser gehen. Zum Worldcon gibt es hingegen noch nichts neues zu berichten. Bisher steht noch nicht fest wann und wo er stattfinden wird. Es werden brigens noch einige Sponsoren gesucht. Samstag Abend haben wir noch rasch einige Infoblttchen ber den PRWCC kopiert und auf den PR Stand gelegt. Wer nicht wirbt stirbt o Der Sonntag begann mit einer Club- besprechung. Unter anderem ging es hier um die berlegung von Klaus N. Frick ein Buch auf Fan Basis zu publizieren. Titelbild Stories u. Lektorierung sollten hierbei aus dem Fandom kommen. Fr diejenigen die noch eine Plattform zur Verf- fentlichung suchen sicher eine berlegenswerte Sache. Ein anderer Punkt betrifft die Verwen- dung von Markennamen und Copyrights der Serie durch Clubs und Fans. Hier will VPM dem- nchst klare Spielregeln aufstellen. Auch wenn das Copyright selbst nur bei gewerblicher Ver- wendung greift ist es mehr als begrenswert wenn der Verlag seinem Fandom mitteilt was erlaubt ist eventl. aus Werbegrnden sogar gerne gesehen wird und wo die Schmerzgrenze beginnt. Die Zusammenarbeit zwischen VPM u. der Fanzentrale soll zuknftig weiter intensiviert werden. So ist geplant einen zentralisierten Versand fr Fanzines einzurichten und Clubs im PRFZ Magazin SOL vorzustellen. Die Galerie der Titelbildillustratoren Swen Papenbrock und Alfred Kelsner. Schade das die kleine Ausstellung nicht das ganze Triumvirat umfate. Aber es war auch so ein echtes Erlebnis. Ratet mal wie gro die Originalgrafiken von Swen fr die Trading Cards sind A4 oder A3 SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt artikel80 Falsch Sie haben nur etwa Postkartengre. Was bei den Titelbildern nicht rberkommt ist die Vielseitigkeit der Knstler Etwas was mir auch schon bei der Homepage von Ralph Voltz aufgefallen ist.. Bei einigen der ausgestellten Exponate konnte ich unschwer die Stilrichtung eines Luis Royo oder Tim White ausmachen. Die Arbeit an der Perry Rhodan Serie deckt jeden- falls nur einen kleinen Teil ihres Spektrums ab. Etwas persnlicher wurde es dann bei dem sog. Kaffeeklatsch mit Al und Swen im kleinen Kreis. Kaffee gab es zwar nicht aber das strte nicht weiter. Beide lobten den pflegeleichten Umgang mit dem Verlag der ihnen viel Freiraum lt. Al malt am liebsten Raumschiffe und Heiko aufgepat weniger gerne Menschen. Beide mgen aber dafr kantige Persnlichkeiten wie Atlan oder Alaska. Whrend Al die Airbrush- pistole meist sehr sparsam fr Hintergrnde einsetzt was bei der von ihm verwendeten Farbe Tempera ein Gemisch aus l Verbinder und Wasser eventuell mit Kasein auch nicht besonders leicht ist bemerkt man sie auf Swens Bilder hufiger. Den Einsatz von Computern zur Illustration bewerten beide eher skeptisch. Zum einen wegen der hohen Anschaffungskosten des Equipments und der enormen Umstellung auf eine vllig neue Arbeitsweise z.B. das beim Tablett der Strich nicht unter dem Stift oder Pinsel sondern auf dem Bildschirm entsteht. Zum anderen vermis- sen sie die inhaltliche Wrme die von materiel- len Bildern ausgeht. Auf den Verkauf ihrer Originale angesprochen reagieren sie wie alle Knstler die ich kenne. Es ist so als wrde man ein kleines Stck von sich selbst verkaufen und so etwas macht man nicht zu jedem Preis. Ich konnte mir zum Schlu die Frage nicht verknei- fen ob es jemals gelingt das Bild so wie es im Kopf entsteht auch auf dem Malgrund umzuset- zen. Beide haben sie lachend verneint. Am Ende noch einige grundstzliche Anmer- kungen zu den SF-Tagen. Obwohl wir alle unsere Karten vorbestellt hatten waren die begrenzten Teilnehmerlisten der einzelnen Programm- punkte zum groen Teil bereits Samstagmorgen voll so da wir uns nur noch darunter schreiben konnten. Aus dieser Sicht macht eine Vorbestellung wirk- lich wenig Sinn. Zu einem echten rgernis wurde es dann bei dem mir wich- tigsten Programmpunkt dem zuletzt genannten Kaffeeklatsch. Der Junge der diese Sache managen sollte bestand zunchst allen Ernstes darauf nur die einzulassen welche sich zuerst eingetragen hatten ob nun anwesend oder nicht. Thorsten Eyrich der so ziemlich als Letzter auf der Liste stand lie er mit den Worten Dich kenne ich du darfst natrlich rein als ersten ein. Sich selbst ebenfalls. Erst durch einige berzeu- gungsarbeit konnten wir endlich alle nur etwa 10 Leutchen teilnehmen. Den Veranstaltern sei dringend geraten das Konzept noch einmal grundlegend zu berdenken und vor allem erfah- rene souverne Leute einzusetzen die auch in der Lage sind ein wenig Verantwortung zu tragen. Ansonsten hat es aber sehr viel Spa gemacht- SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt artikel 81 risszeichnung Medizin-technisches-Gert fr Diagnose- und rtliche Behandlungszwecke. Es findet Verwen- dung als Erstehilfeausstattung in Raumfah- rerausrstungen fr rzte und fr den alltglichen Hausgebrauch. Verschiedene Abtast- und Analysatorsysteme knnen Krank- heiten innere Verletzungen Vergiftungen usw. feststellen die von einer Syntronic ausgewertet und in den meisten Fllen mit Medikamenten kurzfristig behandelt werden knnen. Fr Unter- suchungen wird sie auf den Oberkrper oder auf den Rcken gelegt doch man kann die Box auch mehrere Zentimeter vom Verletzten halten und ber den Krper fhren um z. B. einen Bruch festzustellen. Ein 1421 Quadratzentimeter grosses Displayfeld durch Holo- graphieprojektoren vergrsser- bar ist in der Lage Organe wie z. B. das Herz und andere Kr- perteile graphisch darzustellen. Dieses Modell besitzt noch als Sonderausstattung einen Trans- lator. Technische Daten Lnge ca. 17.8 cm Breite ca. 8.7 cm Hhe ca 5 cm 1. Energiespeicherpaket 2. Geriffelte Flche 3. Haltebgel 4. Antireflex-Display mit Herzdarstellung 5. Ausfahrbarer Analysator fr Gewebeprobe- untersuchungen 6. Holoprojektor 7. Syntronic Mikrobauweise 8. Krperabtastsystem 9. Aktivierungstaste 10. Drucksensoren mit Hochdruckporendsen fr Medikamente 11. Giftanalysator 12. Leitung 13. Medikamentenspeicher 14. Translator 15. Energieanschlu Text und Zeichnung von Toni Cullotta 198996 SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt Toni Cullotta MEDO-BOX 82 artikel ET Guten Abend meine sehr verehrten Zuschauer Hier ist wieder Eduard Tischler vom Zweiten Terranischen Rundfunk. In unserer von Gewalt und Verbrechen fast freien Zeit stimmt es immer wieder verwunderlich wie gewaltsam und teil- weise doch recht brutal bestimmte Ttergrup- pen vorgehen wenn es tatschlich einmal zu einem kriminellen Akt kommen sollte. So auch in dem Fall der uns fr die heutige Sendung vorliegt. Es geht um eine junge Dame die auf uerst ... hinterhltige Weise von drei Unbekannten berfallen wurde Am Freitag den 5.8.1288 NGZ landete das Handelsschiff BALLOC wie jeden Freitag um 18.00 Uhr auf dem Raumhafen Lemgo. An Bord fand zuvor eine nicht ganz gewhnliche Aktion statt. Weil der Sanittschef des Handelsschiffes in der nchsten Woche seinen 150. Geburtstag feierte hatte sich die Sanittshelferin Nicole Kampelmann Name gendert eine berra- schung fr ihn ausgedacht Sie sammelte Geld von den Mannschaftsmitgliedern. Von diesem Geld sollte auf Terra ein Blumenstrau mit eingebundenen 5-Galax-Stcken gekauft werden. Dazu sollte es jedoch niemals kommen Direkt nach der Landung machte sich Nicole Kampel- mann auf den Weg zum heimatlichen Elternhaus in Lemgo. Fr die kurze Wegstrecke whlte sie wie immer die ungewhnliche Fortbewegungs- methode des zu Fu gehens. Die Lemgoer Solargendamerie rekonstruierte den weiteren Verlauf wie folgt Ungefhr 103 Meter vor ihrem Elternhaus blieb Nicole K. stehen weil sie auf ein ungewhnliches Gerusch aufmerksam wurde. Sie sah einen lteren hellblauen Mord-Escort-Gleiter auf sich zukommen in dem zwei finstere Gestalten zu erkennen waren. Mit einem ungewhnlich harten Ruck kam dieser Gleiter direkt neben ihr zum Stehen. Im selben Moment stieg hinter ihr aus einem Holunderbusch ein weiterer Mittter des nun folgenden Verbrechens. Diese Person schlug mit einem stumpfen Gegenstand von hinten auf das wehrlose Opfer ein und verletzte es dabei nicht unerheblich. Nun waren auch die beiden Tter aus dem Mord Escort heran und entrissen dem am Boden liegenden bedauerns- werten Opfer die Handtasche in der sich das gesammelte Geld fr den Sanittschef der BULLOC befand. Der dritte Tter den die Solar- gendamerie vorlufig als den Holundermann bezeichnet sprang in das Tatfahrzeug welches somit auch zum Fluchtfahrzeug wurde. Das Opfer Nicole K. wurde anschlieend von ihrem zufllig vorbeischwebenden Hausarzt entdeckt und mit einem Heilpflaster verarztet. Nur zu verstndlich dass sich Nicole Kampel- mann BIS HEUTE nicht an den genauen Tather- gang erinnern kann.... ET Meine sehr verehrten Zuschauer. Leider tappt die Solargendamerie bis jetzt noch vllig im Dunkeln aber das knnte sich ja nach der heutigen Sendung ndern nicht wahr - Herr Oberstleutnant Pischl von der Solargendamerie Lemgo OLP Ja Eduard Tischler Wir versprechen uns in der Tat einige vielversprechende Hinweise aus SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt Oliver Titz SYNTRONZEICHEN XZ UNGELST 83 artikel der Zuschauerschaft zumal es uns gelungen ist einige Zeugenaussagen und Tatgegenstnde zu einem - leider recht verschwommenen - Bild zusammenzufgen. Da sind zunchst einmal einige Gegenstnde die die Tter bei ihrer berstrzten Fluch am Tatort zurckgelassen haben. Vielleicht kann sich der ein oder andere Zuschauer an einen der Gegenstnde erinnern die mglicherweise nicht immer im Besitz der Tter waren Eine Strumpfmaske in breiter Ausfhrung mit je zwei Augenffnungen an der Vorder- und Rck- seite. Ein Kleinstdesintegrator der Marke Strah- lemann Shne. Ein gelbes Jackett mit einer Besonderheit nmlich mit einem eingenhten roten Schild mit den Buchstaben H. K. Ein Anti- gravprojektor - Taschenausfhrung - Modell Schwebi. Ein stumpfer Gegenstand den wir als eine Art antiken Gummihammer identifizie- ren konnten. Ferner stehen uns Zeugenaussagen zur Verf- gung die die Tter beschreiben. Demnach soll es sich bei allen drei Personen um ca. 190 m groe schlanke Gestalten gehandelt haben. Das Auffllige an ihnen war der zartblaue Flaum der ihre freilie- genden Krperstellen bedeckte sowie der tellerfrmige rtliche Kopf. Die Tter sprachen ein gebrochenes Inter- kosmo. Mglicherweise handelt es sich bei den Verbrechern um Blues. Sie knnten gewusst haben dass sich in der Tasche des Opfers ein Bargeldbe- trag befand. ET Dankeschn Oberstleutnant Pischel Nach dieser Tterbeschrei- bung wurden die drei Blues die zur Besatzung der BULLOC gehren ver- hrt. Diese hatten aber fr die Tatzeit ein Alibi alle drei behaupteten dass sie sich zur fraglichen Zeit in den Toilettenru- men des Raumhafens Lemgo ber die grne Kreatur der Hinterhltigkeit unterhalten haben. Nun wollen wir aber erst einmal hren ob es schon etwas Neues gibt und schalten um zu unserer Mitarbeiterin Sssabbiene bitte S Ja guten Abend Zum heutigen Fall gibt es leider noch keine Zuschauerreaktionen weil wir vergessen haben unsere Kommunikationsan- schlsse einzublenden. Dafr mchten wir uns herzlich entschuldigen wir werden das in unserer Sptausgabe nachholen. Auch zu unserem letzten Fall dem berfall auf den akonischen Gastarbeiter Fleldel Kammar in der Kanalisation von Caracas gibt es noch nicht neues die ermittelnden Stellen sind aber am Ball. Soviel zunchst von hier ET Dankeschn Sssabbiene Das soll es fr jetzt gewesen sein vielleicht sehen wir uns ja noch in der Sptausgabe. Wenn nicht wnsche ich ihnen alles Gute bis zur nchsten Sendung wenn es wieder heit SYNTRONZEICHEN XZ UNGE- LST SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 84 Holger Mllers - Fremdwelt kurzgeschichte Es musste ja sein Er konnte sich tausend bessere Mglichkeiten vorstellen seinen Nachmittag zu verbringen aber er wusste genau dass seine Verwandt- schaft nie wieder ein Sterbenswrtchen mit ihm reden wrde wenn er nicht seine Tante im Krankenhaus besuchte. Gelangweilt schlenderte er durch die verglaste Vorhalle der Klner Uniklinik und warf einen Blick auf den Wegweiser. Demnach musste seine Tante im 8. Stock liegen. Er drckte auf dem nach oben gerichteten Pfeil am Aufzug und wartete. Der Aufzug kam und entlie einen Pfleger der sich mit einem Tablett voller medizinischen Krames an ihm vorbei schob. Ohne dem Pfleger eines weiteren Blickes zu wrdigen betrat er die Liftkabine auer ihm war niemand hier. Da kam ihm eine Idee. Wahllos drckte er die Knpfe fr den 11. den 10. den 8. und den 15. Stock Die nchsten Nutzer des Liftes wrden sich noch freuen Die Tren schlossen sich und der Fahrstuhl setzte sich in Bewegung. Er merkte es an dem seltsamen Ziehen und dem Gefhl pltzlich fast gar nichts mehr zu wiegen. Aha Die Uniklinik hatte also einen Expresslift Doch irgendwas stimmte nicht. Whrend er darber nachdachte fiel sein Blick auf den Stockwerksanzeiger und blieb wie versteinert hngen. Die Segmentanzeige - kurz zuvor hatte dort noch EG fr Erdgescho gestanden - stellte schnell hintereinander U2 U3 und U4 dar danach befanden sich dort nur noch zwei hektisch blinkende Striche. Ich bewege mich herunter dachte er entsetzt. Deshalb auch das seltsame Gefhl Wenn man mit einem Expressaufzug nach oben fhrt fhlt man sich schwerer Er bemerkte wie er eine Gnsehaut bekam seine Handflchen wurden feucht. Wo fuhr dieser Fahrstuhl hin - oder fiel er Pltzlich blieb der Lift stehen. Seiner Schtzung nach musste er sich nun im 5. oder 6. Unterge- scho befinden. Dann bewegte sich die Kabine - von einem Ruck eingelutet und einem Quiet- schen begleitet - zur Seite. Seine Hand nherte sich dem Alarmknopf. Seine Fingerkuppe war noch schtzungsweise 2 Zenti- meter entfernt als pltzlich der Boden der Kabine herunterfiel. Das Gefhl hatte er immer noch als er seinen Kopf hochriss und das Licht der Liftkabine sich rasend schnell entfernte. Erst jetzt fiel sein Blick auf die ihn umgebenden Wnde. Sie schienen aus Metall zu bestehen das irgendeinen grnlichen Schimmer hatte. Er konnte sich nicht ersinnen jemals so ein Mate- rial gesehen zu haben. Dazu kam dass es aus sich heraus zu glimmen schien so dass es nicht vllig dunkel war. Er machte einen kleinen Sprung. Wenn er sich wirklich im freien Fall befand msste er ber der Bodenplatte in der Luft hngen bleiben. Erleichtert stellte er fest dass er - wenn auch unendlichlangsam-wiederaufdiesezurcksank. Verzweifelt lie er sich sinken und blieb auf dem Boden sitzen. Seiner Meinung nach war er schon SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt A. Nofftz Lift 85 kurzgeschichte ber einem Kilometer tief gefal- len. Er glaubte schon feststellen zu knnen dass es wrmer wurde. Im Bruchteil einer Sekunde wurde er auf den Boden gepresst Die Bodenplatte wurde abgebremst Innerhalb weniger Augenblicke kam sie vllig zum Stillstand und kurz darauf bildete sich ein Loch in der Wand direkt vor ihm. Es war keinerlei ffnungsmechanismus zu erkennen die Wand lste sich einfach auf. Vorsichtig steckte er seinen Kopf durch die ffnung blickte nach rechts und nach links und kam dann langsam und unsicher herausgeto- kelt. Es bot sich ihm das Bild einer vllig fremden Umwelt. ber ihm spannte sich ein purpurfar- bener Himmel eine riesige blaue Sonne schien herab. Zu seinen Fen befand sich ein Weg aus demselben Material aus dem auch der Fahr- stuhlschacht bestanden hatte. Er folgte mit dem Blick seinem Verlauf An einigen Felsen vorbei ging es schlielich... ...in eine Stadt Fremdartige schwarze kugel- und pyramidenfrmige Bauwerke boten sich seinem Blick bis zum Horizont. Jetzt bemerkte er dass der Himmel keinesfalls echt sondern vielmehr eine gigantische Projektion war die dem Betrachter die Illusion vermittelte an der Oberflche von Werweiswo zu sein. Er folgte dem Rand des knstlichen Horizontes und stellte fest dass er sich unmittelbar am Rand dieser vllig runden - und damit hchst wahrscheinlich knstlichen - Hhle befand. Er war aus einem Loch in der Wand gekommen. Whrend er noch weiter staunend die Stadt betrachtete und berlegte wer sie erschaffen haben knnte fiel ihm ein Lichtpunkt auf der aus der Mitte der Stadt aufstieg und schnell nherkam. Das Objekt hatte die Form eines etwas zu klein geratenen Hubschraubers jedoch fehlten Rotor und Seitenstabilisator. Als der Pseudohelikopter soweit nher gekom- men war dass er durch die Frontscheibe ins Innere gucken konnte erstarrte er. Er wagte nicht zu atmen und auch sein Herz schien nicht mehr schlagen zu wollen angesichts dessen was er erblickte. Zwei grnliche wurmartige Kreaturen wanden sich ihm Cockpit. Mit jeweils drei Tentakeln fhrten sie irgendwelche Kontrollen durch dabei zuckte ein dreieckiges schillerndes Etwas im oberen Drittel der Krper hin und her. Ganz eindeutig hatten sie ihn bemerkt. Ja sie mussten ihn bemerkt haben. Er musste weg und doch konnte er sich nicht bewegen. So muss sich ein Reh im Scheinwerferlicht auf der Strae fhlen dachte er. Es mssen Auer- irdische sein ja ALIENS SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 86 Jrn Gollob - Stardust Er fing an zu kichern. Da geben die Forschungs- stationen Unsummen aus um SETI extrater- restrisches Leben zu suchen und dabei befinden sich die Aliens bereits unter uns - im wahrsten Sinne des Wortes Er wandte seinen Blick auf die Sdwand der Hhle und fand - wie erwartet - einen Tunnel. Der fhrt direkt nach Bonn schrien seine Gedan- ken. Dort sitzen sie immer und horchen unsere werte Regierung aus... hahaha.... wo sitzen sie denn noch - In h unter Washington London Paris Moskau Brssel Hehe... Nun wurde aus dem Kichern ein hysterisches Lachen. Das Fluggert war inzwischen gelandet und die Wrmer glitten nach drauen. Sie hatten zwischen ihre Tentakel ein stabfrmiges Gert geklemmt. Er zweifelte keine Sekunde lang daran dass es sich um eine Waffe handelte. Selbst als sich ein rtlicher Strahl daraus lste war er noch am Lachen mittlerweile schrie er fast. Als es um ihn dunkel wurde sank er mit einem Grinsen im Gesicht auf den Boden. 1996 by Aki Nofftz. Alle Rechte vorbehalten SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt kurzgeschichte 87 Gelegenheit macht Diebe Unglaublich aber wahr. Vorgestern wurde auf dem Stettiner-Raumhafen ein Springer-Raumschiff komplett mit der gesamten Ladung gestohlen. Als die Mannschaft an der Parkzone erschien fanden sie statt ihres Raumers nur noch die Splitter eines eingeschlagenen Fensters vor. Vermutlich haben sich die Diebe so Zutritt verschafft die Weg-Flug- Sperre auer Kraft gesetzt und sich mit dem Luxusraumer gebaut in der Bercedes - Menz - Werft auf Sin Del Fingen sowie der gesamten Ladung abgesetzt. Nach Angaben des Patriachen Rei Bach handelt es sich bei den gestohlen Waren um Zitat Luxusgter aus allen Ecken des bekannten und unbekannten Universums. Der Wert wird auf 80 - 90.000.000 Galax geschtzt. Hinzu kommt der Verlust des Spezialschiffes das nach Angaben seines Besitzers einen Wert von etwa 550.000.000 Galax hat. Schlielich handelte es sich um ein Modell mit Komplettausstattung. Alles was in der Preisliste stand. So der Eigner Rei Bach. In diesem Zusammenhang bitten die Sicherheitskrfte um die Mithilfe der Bevlkerung. Wer hat am fraglichen Tag in Stettin der nheren Umgebung Terras oder im Groraum Milchstrae ein Springer-Schiff gesehen auf das die Beschreibung passt. Besonders auffllig drfte eine eingeschlagene Scheibe sein denn die Diebe konnten sie sicherlich nicht ersetzen da es sich um eine grngetnte Spezialscheibe handelt die nur direkt auf Sin Del Fingen erhltlich ist. Sachdienliche Hinweise nimmt jedes Sicherheitsbro entgegen. Terra-Kurier - Nachrichtenkanal nachrichten Freizeit und Tourismus Erlebnispark wieder erweitert Auf Dissnworld wurde der Freizeitpark Wahnsinn 2000 schon wieder erweitert. Durch den unglaublichen Zuspruch der Besucher ermutigt erweiterte die Parkleitung das beliebte Ferien- und Freizeitparadies bereits zum zweiten Mal. Und wie schon zur Erffnung und spteren Erweiterung siehe TK Juni und August durften Mitarbeiter der galaxisweit bekannten serisen Tageszeitung Terra Kurier sich vorab ein Bild von den Neuerungen machen. Und wie schon damals wollen wir nur einen kurzen berblick bieten. Wir knnen jedem nur raten sich selber durch einen Besuch von der Attraktivitt dieser Einrichtung zu machen. Der Schlussverkauf Park Ein unglaubliches aber durch historische Forschungen wohl doch letztendlich belegtes antikes Ereignis wird hier nachgestellt. Der sogenannte Schlussverkauf. Die Sitte stammt aus dem terranischen Bundesstaat Deutschland und ist ber viele Jahre eine liebe Tradition gewesen. Dabei wird unterschieden zwischen dem Sommer- und dem Winterschlussverkauf. Alle Ereignisse rund um dieses Volksfest sind im Schlussverkauf Park nachempfunden. Der Besucher betritt den Eingangsbereich der aber bis zu einer bestimmten Uhrzeit durch Stahlgitter oder Glassitscheiben fest verschlossen ist. In den Reihen hinter dem Gast werden sogenannte Drngler aufgestellt. Dabei handelt es sich um berdurchschnittlich SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt Redakteur und Herausgeber H.-J. Strauch Freier Mitarbeiter Michael Birke Alle namentlich gekennzeichneten Beitrge geben nur die Meinung des Verfassers wieder. Sie mssen nicht mit der Meinung der Redaktion des TERRA KURIER bereinstimmen. Dankesbriefe sind an den Herausgeber zu schicken Beschimpfungen und anonyme Drohungen jedoch an den jeweiligen Verfasser. Alle nicht namentlich gekennzeichneten Beitrge geben die Meinung der Redaktion und Herausgebers wieder. Gerichtsstand ist Korruptika im Bestechsystem. 88 nachrichten krftige Parkmitarbeiter oder Robots die uerlich berwiegend in der altertmlichen Kleidung sogenannter Hausfrauen abgetragener Mantel schbiger Hut oder grelles Kopftuch und einer berdimensionalen Einkaufstasche gekleidet sind. Aufgabe der Drngler ist es auf die direkt am Gitter oder der Scheibe stehenden Besucher einen zunehmend strker werdenden Druck auszuben. Ziel ist es die vorne stehenden entweder durch das Gitter zu drcken wie durch einen Gemseschneider oder an der Scheibe zu einer breiartigen Masse zu zerquetschen. Dabei stoen sie Kampfrufe wie Das blaue Kleid ist meins oder Ich will viermal die Siebenundsiebzig aus. Kurz bevor der Besucher zu Tode kommt werden die Barrieren beseitigt und man schiet von den Drnglern beschleunigt in den Park wie der Korken aus der Sektflasche. Dabei wird ohrenbetubend geschrien und unfltige Schimpfworte gerufen. Sobald der erste sogenannte Sonderangebotstisch erreicht ist beginnt ein neuer Hhepunkt des neuen Parks. Man wird von einer bergewichtigen Epsalerin berrannt bekommt einen brutalen Schlag mit einer terkonitgefllten Handtasche und sinkt kurz vor erreichen des Whltisches zu Boden. Nach einigen Tritten in die Nierengegend wird man von hilfreichen Hnden aus dem Tumult gezogen. Und das ist nur der Anfang. Fehlendes Kleingeld vergebliche Umtauschversuche und Panikattacken der Kunden bringen das unvergleichliche Lebensgefhl des spten Zweiten Jahrtausends zurck. Fast wnscht man sich man htte damals schon gelebt. Wie spannend war es doch damals im Gegensatz zu unserer durchorganisierten Zeit. TK meint Das war die gute alte Zeit Die Reportage Was erlebt man wenn.... Erfahrungsberichte ber Vorhaben die unweigerlich in Frust und Ver- zweiflung enden. Nach dem unerwarteten Erfolg den der Terra Kurier mit dieser Serie hat setzen wir sie heute mit dem Bericht ber ein Projekt fort das auch die abgebrhtesten Lebensformen an den Rand der Verzweiflung treibt. Nach dem Versuch einen Pudding an die Wand zu nageln einem Einzeller Stepptanz beizubringen und einem Finanzbeamten eine SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 89 Jrn Gollob - Pleasure kurzfristige Abschreibung unterzujubeln folgt jetzt die Krnung aller sinnlosen Versuche Das Erffnen einer News Group im Galaktonet. An den nun folgenden Vorgngen waren auf Seiten des Terra Kurier und dem Galaktonet mehrere Akteure beteiligt. Um es nicht zu ver- wirrend zu gestalten wird der Terra Kurier vertreten durch Bitt Steller und das Galaktonet durch Auf G. Blasen. Das ganze Drama beginnt mit einem Aufruf in der Group galak.alt.alzheim mit dem Ansinnen eine News Group unter dem Namen Neues aus Uhlenbusch zu erffnen. Und dann gehts los. Bitt Steller Hiermit mchte ich die Erffnung einer News Group mit dem Namen Neues aus Uhlenbusch vorschlagen. Dort sollen die Einwoh- ner von Uhlenbusch eine Mglichkeit bekom- men sich ber Themen und Angelegenheiten des Planeten zu unterhalten. Auch intelligente Lebewesen anderer Planeten knnen gerne an unserem Informationsaustausch teilnehmen. Auf G. Blasen Abgelehnt Bitt Steller Und weshalb wird das abgelehnt Auf G. Blasen Wegen dem Punkt. Bitt Steller Welchen Punkt meinst Du Auf G. Blasen Lies die FAQs Bitt Steller Habe ich. Trotzdem wei ich nicht welcher Punkt gemeint ist. Auf G. Blasen Der der fehlt Bitt Steller Wo fehlt ein Punkt Auf G. Blasen PLONK Bitt Steller Wie belieben Auf G. Blasen Bist wohl ein Neuling was. Abschtziges Lachen. Na ich will mich trotz- dem mal uern. Bitt Steller Das wrde mich freuen. Auf G. Blasen Abgelehnt Bitt Steller Was denn jetzt wieder Auf G. Blasen Das Freuen. Hier wird sich nur gefreut wenn ich es fr angebracht halte. Bitt Steller Wieso darf ich mich nur freuen wenn Du es fr richtig hltst Auf G. Blasen Weil ich der gottgleiche Macher mit dem Superdurchblick bin Bitt Steller WOW Auf G. Blasen Abgelehnt Bitt Steller Hh Auf G. Blasen Wegen dem Punkt Bitt Steller Welcher Punkt verdammt noch mal Auf G. Blasen So schon gar nicht Fluchen hilft nicht betteln auch nicht Bitt Steller Also los jetzt. Welcher fehlende Punkt ist gemeint Auf G. Blasen Na gut will ich noch mal so gndig sein. In der eigenen Vollkommenheit suhlend. Zwischen Neues und Uhlenbusch muss ein Punkt stehen. Bitt Steller Kein Problem. Dann machen wir da einen Punkt. voller Hoffnung. Auf G. Blasen Abgelehnt Bitt Steller WAS Auf G. Blasen UND SCHREI HIER NICHT SO HIER SCHREI NUR ICH Bitt Steller chz. Weshalb wird es abgelehnt wir machen den Punkt ja. Auf G. Blasen Wegen eurem kleinen Planeten werden nicht galaxisweit einige Hundert Galak- tonetbetreuer aktiv nur um euren Privatkram allen mglichen Leuten lesbar zu machen. Bitt Steller Immerhin hat Uhlenbusch ber 4 Milliarden Einwohner Auf G. Blasen Was ist das schon gegen 18 Phantastrilliaden Galaxisbewohner. Abgelehnt Habt ihr es schon mal mit der Einfhrung einer Briefpost versucht Bitt Steller Aufgrund der Unzugnglichkeit einiger Planetenregionen ist das zu umstndlich. Auf G. Blasen Abgelehnt SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt nachrichten90 Bitt Steller Was ist abgelehnt Auf G. Blasen Das einzelne Regionen eures Planeten unzugnglich sind. Bitt Steller Wieso sollte das nicht so sein Auf G. Blasen Weil ich es will Ich bin nmlich der groe Durchblicker und Ablehner. Bitt Steller Also gibt es keine Mglichkeit unsere News Group zu erffnen. Auf G. Blasen milde lchelnd Nun meine lieben Kinderchen ich will mal gar nicht so sein. Gelegentlich wenn mein Pfleger hier aufschliet und mir die Schuhe anzieht nehme auch ich teil an den Umtrieben in euren niedrigen Ebenen. Deshalb werde ich in meiner unendlichen Gte und meinem Ratschluss folgend einen Tipp geben leutselig mit der Hand winkend Bitt Steller Oh ja. Das wre wirklich sehr freund- lich. Auf G. Blasen Abgelehnt Bitt Steller mit zittriger Stimme Was bitte ist abgelehnt Auf G. Blasen Freundlich Ich bin nicht freund- lich hchstens gnnerhaft Bitt Steller Gut was immer Du willst. Und welchen Tipp hast Du fr uns um unsere News Group zu erffnen Auf G. Blasen Meldet eure News Group mal in galak.alt.alzheim an. Wir knnen dann drber diskutieren. Hier enden die Aufzeichnungen unserer Repor- ter. Sie fielen gemeinsam in Ohnmacht. Der Galaktonetvertreter Auf G. Blasen verfiel in sein gewhnliches dumpfes Vegetieren und stie gelegentlich sein berhmtes Abgelehnt aus whrend sein Pfleger ihm eine neue Message vorlas. In der nchsten Ausgabe folgt ein Bericht ber den Versuch mit einer Kettensge ein Haar zu spalten. Anmerkung der Redaktion hnlichkeiten mit lebenden toten oder gehirnlosen Personen und Lebensformen sind durchaus gewollt und nicht zuflliger Natur. Sollte sich jemand dadurch angesprochen fhlen so wird es auch der Rich- tige sein. Wunderbare Welt der Technik Neues fr die Wohneinheit Wer htte sich nicht schon ber die verschwen- dete Zeit gergert die durch untaugliche Werk- zeuge zeitaufwendige Arbeitsprozeduren oder lstige Pflichten nutzlos vertan wird. Eine kleine Rechnung zeigt die Ausmae die solche Routinettigkeiten erreichen knnen. Ihr verliert pro Tag von Eurer kostbaren Freizeit Angaben in Minuten Beruf 325 Krperpflege 13 Wegezeiten 42 Nahrungszubereitung 59 Nahrungsaufnahme 403 Kommunikation mit dem Lebenspartner 28. Gesamtzeit 87 Minuten Das heit von 1440 Minuten am Tag werden volle 87 fr lstige Pflichten vergeudet. Schluss damit Von der Firma U to Pia kommt ein vllig neues Gert auf den Markt das Euch fast 50 der verschwendeten Zeit zurckgibt. Der Multifunktionale Automatische Menuepr- sentator PF kurz MAMPF genannt. Dieses vllig neuartige Gert ist in der Lage die Nahrungszubereitung von 59 auf 32 Minuten zu senken. Schon durch seine durchdachte Kons- SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt nachrichten 91 truktion und ein formschnes ueres ist er ein unbedingtes Muss fr jede Wohnzelle. Durch ausgefeilte Technik und Ideenreichtum seiner Entwickler wird er zur wirklichen Entlas- tung seines Besitzers. Der MAMPF ist nicht nur in der Lage ein wohl- schmeckendes Mahl in krzester Zeit zuzuberei- ten sondern und das ist das absolut Neue er isst es auch gleich selber auf Dadurch gewinnt sein Besitzer sage und schreibe 403 Minuten mehr Zeit am Tag da die Nah- rungsaufnahme komplett entfllt. Es bleibt also sehr viel mehr Freizeit brig. Fr diese durchdachte und verbraucherfreund- liche Erfindung wurde der MAMPF mit dem Gtesiegel Goldenes Windei ausgezeichnet. Der TERRA KURIER meint Gestern standen wir noch vor dem Abgrund heute sind wir einen groen Schritt weiter. Kultur Junge Wilde In lockerer Reihenfolge stellt der TERRA KURIER junge Talente der Kulturszene vor. Heute ist unser Thema Thom Asvon Rabenfels kurz ThoRa genannt. Dieser begabte junge Schriftsteller hat schon einige weit beachtete Werke zu Papier gebracht und bietet seinen Lesern immer wieder Spannung und Kurzweil. Auch in einem sogenannten Fanzine mit Namen INTERCOM sind einige seiner Geschichten erschienen. Da dieses Druckerzeugnis nicht der Allgemein- heit zugnglich ist wobei sich die Kritiker nicht einig sind ob das ein Fluch oder ein Segen fr die Galaxis ist wollen wir hier einmal der breiten ffentlichkeit ein Bild von dem Knstler bieten. Nach einer kleinen Aufmunterung unse- rerseits war der Herr auch recht schnell bereit uns Rede und Antwort zu stehen. Wir mchten hier nochmals betonen dass dieses Interview nicht durch den Hinweis auf in unseren Besitz befindliche Aufsatzhefte aus der Grundschule erpresst wurde. Das ist eine Lge TK Thora Du hast es geschafft durch Deinen unnachahmlichen Schreibstil Deine Leser zu faszinieren. Was ist Dein Geheimnis ThoRa Das ist ein Geheimnis TK Eine wahrhaft diplomatische Antwort. Nicht zu viel verraten aber den Leser kleine Tipps geben. Aber jetzt mal ehrlich Du weit schon unser kleines Geschft auf Gegenseitigkeit. ThoRa Gut gut. Das sollte ein Scherz sein. Ich erziele es durch einen Trick. Das Timing TK Und wie funktioniert das SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt nachrichten92 Erwin Eggenberger - Raubyner ThoRa Ganz einfach. Ich beginne eine neue Geschichte und verffentliche sie in Teilen z.B. in einem sogenannten Forum im Onlinedienst Galaktoserve. TK Und da verffentlichst Du sie an mehreren Tagen hintereinander. ThoRa Na ja nicht jeden Tag einen Teil. Mehr so ein Teil pro Woche. TK Also fhrst Du den Leser ber einen lngeren Zeitraum an den spannenden Hhepunkt heran ThoRa Ja genau. TK Und was passiert wenn Du den spannends- ten Punkt erreicht hast ThoRa Ganz einfach. Ich hre auf. TK Wie Du hrst auf Wie meinst Du das ThoRa Na ja ich behaupte dann ich habe momentan keine Zeit die Geschichte weiter zu fhren. Und dann hre ich erst mal auf. TK Und Deine Leser ThoRa Regen sich auf. Wollen unbedingt wissen wie es weiter geht. TK Und dann ThoRa Dann behaupte ich mehrere Wochen im Ausland zu sein. TK Und ThoRa Nichts und. Ich lese die Bettelmails und lache mich kaputt. TK Wie lange lsst Du die Leser zappeln ThoRa Kommt drauf an. TK Auf die Leser ThoRa Quatsch. Auf mich. Wenn sie schn rumflennen und Bitte Bitte machen dann melde ich mich wieder. TK Und Du schreibst weiter. Thora Bldsinn. Dann schreibe ich dass es mir Leid tte und ich habe nun gar keine Zeit mehr. TK Und Deine Leser Thora Schreien noch mehr. TK Aber dann schreibst Du weiter ThoRa Ihr habt wirklich keine Ahnung. Dann fahre ich tatschlich in den Urlaub. TK Und wann schreibst Du weiter ThoRa Wenn keiner mehr glaubt dass noch ein Pieps von mir kommt. TK Und Deine Leser ThoRa Die sind glcklich dass sie erfahren wie es weiter geht. TK Junge Du hast die aber am Zgel. Da knnen sogar wir noch was von lernen. ThoRa Na bitte. Und war es das jetzt Ich habe keine Zeit mehr. Und auerdem muss ich in Urlaub. TK Dann vielen Dank fr das Gesprch. Deine Aufsatzhefte sind beim Pfrtner hinterlegt. Freizeit und Tourismus Erlebnispark wieder erweitert. Auf Dissnworld wurde der Freizeitpark Wahn- sinn 2000 schon wieder erweitert. Mglich wurde das durch die ungeheuerliche Zahl von 123.000.000 Besucher in nur einem halben Jahr. Laut Angaben der Betreiber war nicht voraussehbar dass das Thema Terra um das Jahr 2000 ein solches Interesse hervorrufen wrde. Besonders da die meisten Themenparks ob ihres Wahrheitsgehalts Zweifel offen lassen. So wie da vieles dargestellt wird kann es nicht gewesen sein. Doch das scheint die galaktischen Vlker nicht davon abzuhalten diese Parks zu besuchen. Nun man wird auf jeden Fall gut unterhalten. Ob Wahrheit oder geschichtliche Flschung. Damit kommen wir auch schon zu einer Kurzbe- schreibung der beiden neuen Themenparks. 1. Der Weihnachtspark. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt nachrichten 93 Hier erschliet sich dem Besucher die Feierlich- keit und stille Besinnung einer Reihe unter der christlichen Bevlkerung der Galaxis auch heute noch begangener Festtage. Dem Weihnachts- oder auch Christfest. Am Eingang des Parks erhlt der Besucher eine handgeschriebene Liste einen sogenannten Wunschzettel. Auf ihm sind in mehr oder weniger leserlicher Handschrift Wnsche auf- gefhrt die eine fiktive Person anlsslich des genannten Festes erfllt haben mchte. Es handelt sich dabei um Wnsche deren Erfl- lung unglaublich teuer unglaublich peinlich oder unglaublich unmglich ist. Als Beispiele zu den hier aufgefhrten drei Mglichkeiten mehr wird nicht verraten wir wollen die Spannung erhalten Ich wnsche mir einen ganz doll tollen Planeten der wo nie kalt ist und ich nur am Strand liegen tun kann. Und ein tolles Raumschiff um dahin zukommen zutun. Ich wnsche mir die Multimediacassetten Heie Epsalerinnen ganz nackt und eine Gum- mikartanin. Ich wnsche mir mehr Verstand. Nun liebe Leser ihr seht was da so gefordert wird. Mit diesem Wunschzettel ausgestattet geht es nun darum sogenannte Weihnachtsge- schenke zu besorgen. Wobei die Wnsche unter Punkt 2 zwar hchst peinlich aber dafr realistisch sind. Zu Punkt 1. und 3. bildet Euch besser selber eine Meinung. Der Erwerb der Geschenke ist der nchste Abschnitt im Themenpark. Etwas ist dieser an den schon vorgestellten Wochenendeinkaufs- park siehe TK 0696 angelehnt. Inklusive der Rempel - Vordrngler - und Verkaufsrobots sind viele Teilbereiche bernommen. Neu z.B. sind allerdings die Antworten der Verkaufsrobots. Statt des lapidaren Ich kenne mich in dieser Abteilung nicht aus wurde hier Wert auf eine verfeinerte Sprachsteuerung gelegt. So hrt man z.B. Ausverkauft Bekommen wir nchste Woche Wenns nicht im Regal steht haben wirs auch nicht. Haben wir nie gehabt und Da bist Du sowieso zu dick zu. Aber genug davon wir wollen die Spannung nicht nehmen. Nach dem Abarbeiten der Wunschzettel geht es an die sogenannten Weihnachts - Vorberei- tungen. Eine neue mit interessanten Aufgaben gespickten Teilstrecke auf dem Weg zum Hhe- punkt der Parks dem Heiligen Abend. Zu den Weihnachtsvorbereitungen gehrt der Kauf eines Weihnachtsbaums. Hier habt Ihr die Auswahl zwischen rudigen Latschenkiefern und permanent nadelnden Blautannen. Es gilt das richtige das heit der Familie genehme Bumchen zu erwerben. Viel Spa dabei. Die Aufgabe ist fast unlsbar. Nach dem Erwerb des Bumchens wird geschmckt. Sogenannte Familienrobots also Familienmitglieder simulierende Robots sind dabei behilflich. Einer der Robots schimpft permanent Wie sieht der Baum aus Ist ja krumm und schief. Immer kaufst Du so einen Mist usw. usw. Andere Robots sind damit beschftigt Schmuck- kugeln zu zerbrechen es ist ein unglaublicher Spa. Um es abzukrzen Hhepunkt ist der Weih- nachtsabend. Ein groe Gruppe unterschied- licher Teilnehmer muss auf engstem Raum zusammengepfercht werden jeder muss das richtige Geschenk erhalten das Essen muss rechtzeitig fertig sein und was es da noch so gibt. Sptestens nach drei Stunden artet die beschau- liche Feier in einen gigantischen Familienstreit SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt nachrichten94 aus. Streit Alkoholleichen Trnen Beschuldi- gungen alles was zu so einem Anlass gehrt. Aber wir wollen auch hier nicht zu viel verraten. Macht Euch selbst ein Bild. Wir jedenfalls haben uns gebogen vor lachen. Unbeschreibliche Vor- flle spielen sich da ab. Sollte es frher wirklich so gewesen sein wie es hier vorgefhrt wird fragt man sich Weshalb wurde dieses Fest eigentlich nicht abgeschafft. Also Wieder mal malos bertrieben. Aber trotzdem gut gemacht. 2. Der Wartezimmerpark. Ja liebe Leser hier mussten auch wir uns erst informieren worum es sich bei diesem Themen- park berhaupt handelte. Fr alle die aus der Geschichtshypnoschulung keine Informationen behalten haben sei es hier kurz erklrt. In der prterranischen Zeit gab es statt Mini- Medocentern sogenannte niedergelassene rzte die ihre Patienten in Praxen behandelten. Da diese Behandlung je nach rztetyp unter- schiedlich langwierig war wurden Wartezimmer eingerichtet also Rume in denen die Patienten- gruppen darauf warteten beim Arzt vorgelassen zu werden. Soweit als Erklrung. Und solch ein Wartezimmer ist hier nachgebaut worden. Der Besucher betritt einen mit Patientensimula- tionsrobots berfllten Raum. Die Temperatur liegt bei etwa 39C die Luftfeuchte bei 98 und alle Lftungsmglichkeiten sind geschlossen. Der Geruch in besagtem Raum ist eine Mischung zwischen nassem Hund und Pottwaleingewei- den. Alle Sitzpltze sind belegt und der Gast muss mit einem Stehplatz an der Wand vorlieb nehmen. Sollte er es wagen etwa eines der Fenster zu ffnen da ihm allmhlich schwarz vor Augen wird wird er von allen anwesenden Patienten- simulationsrobots niedergebrllt und mit unfl- tigen Schimpfworten bedacht. Als besonderer Gag wird ihm hin und wieder auch von einem Alte-Frauen-Robot mit voller Wucht eine Regen- schirmspitze in die Weichteile gerammt. Mehr sei nicht verraten aber die unerwarteten Reaktionen sind einfach herrlich. Nach einiger Zeit ertnt eine qukige Lautspre- cherstimme die beim besten Willen nicht zu verstehen ist. Daraufhin erhebt sich einer der Patientensimulationsrobots und verschwindet durch eine Tr mit der Aufschrift Behandlungs- zimmer. Sollte der Besucher selbst probieren durch diese Tr zu gehen wird er einiges erleben. Siehe ffnen eines Fensters. Der Besucher nimmt nun auf dem frei gewor- denen Hartholzstuhl Platz und schon geht es weiter. Von links erwischt in ein herzhafter Nieser mitten ins Gesicht von rechts werden ihm eitrige Ekzeme gezeigt und die dazugehrige Leidensgeschichte erzhlt. Hiermit sei es genug seht es Euch selber an. Es ist unglaublich. Der Besucher kann diesen Themenpark nur durch die Tr mit der Aufschrift Behandlungs- zimmer verlassen aber bis das der Fall ist muss er abwarten bis alle Patientensimulationsrobots die vor ihm da waren ebenfalls den Raum ver- lassen haben. Und das kann Stunden dauern. Wie man also sieht handelt es sich um eine Attraktion fr die man etwas Zeit einplanen sollte um sie voll genieen zu knnen. Der TERRA KURIER meint Wenn es wirklich so gewesen wre ist es ein Wunder das die Menschheit berlebt hat. Also auch hier gilt Super gemacht aber stark bertrieben. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt nachrichten 95 1700 MBIUS von Robert Feldhoff Charon besa keine Sonne. Deshalb schien es kein Wunder zu sein wenn kein Sonnenlicht den Grund erreichte. S. 23 - Welcher Bldmann hatte denn damit gerechnet 1704 ZWISCHEN DEN FRONTEN von Arndt Ellmer Wir wrden euch gern helfen aber ich denke da wir dazu nicht in der Lage sind sagte Nadja. Wenn du uns brauchst hier sind wir. S. 34 - Zu allem bereit aber zu nichts zu gebrauchen. ... jetzt machte sie sich auf um fr ihn die Kohlen aus dem Feuer zu holen. S. 52 - Whrenddessen sa er auf glhenden Kastanien. ... er bekam Probleme mit dem Gleichgewicht. Ein Absturz fhrte unweigerlich zum Tod oder wenigstens zu schweren Verletzungen. S. 55 - Eine absolut schlssige Behauptung oder wenigstens nur ein bichen idiotisch. Fahrig wanderten seine Blicke hin und her. Lngst brannten sie ihn vom angestrengten Schauen... S. 55 - Schau mir in die Blicke Kleines 1707 ATTACKE DER ABRUSE von Robert Feldhoff Ein Servorobot reichte heie Getrnke - denen niemand Beachtung schenkte. S. 49 - Welcher Trottel hat den denn programmiert Sperrfeuer streuen kommandierte Rhodan. S. 51 - Wer das mal mit Zielfeuer probiert hat wei die zwingende Logik eines solchen Befehls zu schtzen. 1708 GEHEIMSACHE GENDER von Robert Feldhoff ... mit traumwandlerischer Sicherheit schlug er zu Fu eine Richtung ein die sich in nichts von allen anderen Richtungen unterschied. S. 62 - Naja vielleicht mit Ausnahme der Richtung oder 1713 IM BANN DER ABRUSE von Susan Schwartz Mila und Nadja berichteten abwechselnd ber die bisherigen Vorgnge ebenso da ihrer Ansicht nach die Schden bis in sptestens zwei Tagen von heute an gerechnet behoben waren. S. 53 - Ja klar und von nchster Woche an gerechnet wren sie frhestens seit fnf Tagen fertig 1714 DIE BEAUSOLEILS von Ernst Vlcek Joseph hatte gute Argumente so da es ihnen gestattet wurde den Shift im Park zu parken. S. 28 - Vermutliches Argument Nr. 1 die Bezeichnung Park. Feuer befahl Perry Rhodan in diesem Moment. Aber gut dosiert. Wir wollen den Diamant nicht vernichten. Er soll nur manvrierunfhig geschossen werden. Denkt SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt Stefan Manske Denkwrdige Textstellen in Perry Rhodan artikel96 daran S. 63 - Die Kanoniere hatten gewohnt schnell reagiert und blickten jetzt etwas verlegen zu Boden 1729 KRISTALLBRAND von H. G. Francis Die Abruse hatte berraschend eine neue Waffe eingesetzt und damit alle berrascht. S. 48 - Nein wie gemein Darf die das PR 1800 ZEITRAFFER von Robert Feldhoff Der Verlust der POLAMYD bedeutet - aus Chronistensicht gesehen - den Wendepunkt in einer lngere Zeit dauernden Kette von Selbstzufriedenheit und Siegertum. S. 8 - Eine Zeit dauernde Kette mit Wendepunkten Wenn das mal nicht wieder ein Mbiusband ist Im Transmitterraum der POLAMYD gaben sich Experten und helle Kpfe die sprichwrtliche Klinke in die Hand. S. 10 - Autsch Wenn Kpfe sich die Klinke in die Hand geben - das mu doch furchtbar wehtun. Rings um die Baustelle erstreckten sich brachliegende Felder die in der Vergangenheit einmal bewirtschaftet worden waren. Aber Ackerbau war auer Mode die reichen Brger der Stadt vertrieben sich heutzutage ihre Freizeit anders. S. 35 - Ja damals Da konnte man noch Eindruck schinden mit Stzen wie Meine Hobbies sind Golf spielen Rolls Royce fahren und Ackerbau An diesem Ort entstand die knftige Zentrale des terranischen Liga-Dienstes. Das was jetzt noch ein bodenloses Loch war wrde in Zukunft den Namen Tower tragen. S. 35 - Ein Loch namens Turm Sie versprte ein qulendes Gefhl in jeder Richtung gegen eine Wand zu laufen sich in einem Teufelskreis zu befinden ... S. 40 - Na bitte endlich mal ein anschauliches Beispiel fr die Quadratur des Kreises Der andere schlug die Beine bereinander. Man konnte es sehen wenn man unter die Schreibtischplatte lugte. S. 48 - Aber welcher serise Gesprchspartner tut das schon Der Mann war breit wie ein sprichwrtlicher Schrank. S. 50 - Sag blo im Jahr 1286 NGZ gibts keine Schrnke mehr Der LFT-Kommissar erhob sich in einer kraftvollen Bewegung. Ihr wurde drastisch bewut was zwei Meter Gre bei einem Mann wie ihm bedeuten konnten. S. 55 - Nmlich Ein Mordsgeschlechtsteil SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt artikel 97 Holger Mllers - Blue etwa Fr andere ist es die lngste Praline der Welt... 1801 DIE HERREACH von Robert Feldhoff Wer sein Leben als Nomade verbrachte der wurde nicht auf Dauer sehaft. S. 17 - Eine in sich schlssige Aussage an der wohl selbst Atlans Extrasinn nichts auszusetzen htte. In der Mitte der Siedlung lag die Htte des Knigs. Ankelviieg drang in die Htte ein. Ich wei genau da er damals lange Zeit mit Knig Kirk sprach. Die beiden unterhielten sich glnzend so hie es aber keiner wei worber. Jedenfalls am Ende der Unterhaltung brachte Ankelviieg den Knig der Herrach und alle die mit ihm in der Htte lebten um. S. 26 - Es geht doch nichts ber eine gepflegte Konversation Viele tausend vielleicht gar zehntausend glimmernde Punkte bewegten sich auf langsamen Bahnen durch die Luft. S. 51 f. - Naja sooo viele sind zehn nun auch wieder nicht 1802 STIEFKINDER DER SONNE von Hubert Haensel Ich gehre zu den Leuten die auch ber ihren eigenen Schatten springen knnen ohne gleich daran zu zerbrechen sagte Khan. S. 16 - Keine allzu schwere bung oder Fr einen Moment bedauerte Khan ausgerechnet Bruno Drenderbaum mit der Jagd nach den Reportern beauftragt zu haben. Der Empath htte ihm sagen knnen was die Eingeborenen fhlten. S. 53 - Eben du Depp Godar war wibegierig und zweifellos hochintelligent - aber eben auch mchtig verwirrt von den Ereignissen die ber die Welt hereingebrochen waren. Wie weit ist deine Welt entfernt wollte er zum wiederholten Mal wissen. Wie viele Tagesreisen S. 58 - Dafr da der Herreach Godar noch gar nicht wei was ein Tag ist ist seine Frage zweifellos hochintelligent 1803 DER RIESE SCHIMBAA von Hubert Haensel Das Hologramm hatte die Brillanz einer syntronisch nachbearbeiteten Studioaufnahme vermittelte zugleich aber auch das Flair des Augenblicks. S. 8 - Ja was denn nun... Eine massige Gestalt dennoch seltsam unwirklich transparent wie die Krper der Eingeborenen. Oder sogar durchscheinend. S. 10 - Transparent und durchscheinend zwei Worte eine Bedeutung null Sinn. Sibyll hatte ihn angestoen sie war ihm ins Wort gefallen. Nur die Behauptung er sei ein Prophet Kummerogs ein Wegbereiter hatte sie ihm gelassen. Das war weibliche Sentimentalitt. Niemandem wehtun sich durchmogeln statt Tatsachen zu schaffen. S. 23 - Ganz genau So sind sie die Frauen Gia war eine liebenswerte alternde Dame von 130 Jahren mit bereits gebeugter Haltung und das Haar schon angegraut. S. 25 - Was den Proze des permanenten Alterns betrifft Diese Eigenschaft teilt Gia mit fast allen brigen organischen Existenzformen des Universums. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt artikel98 1804 KAMPF UMS BERLEBEN von Arndt Ellmer Gobert lie die Tr auffahren und trat in den Korridor hinaus. Von seinem Bro bis zur Quarantne- Station mochten es knapp dreiig Meter sein. Ausgemessen hatte er es noch nie. S. 8 - Warum auch Kallia Nedrun war gesund wie jeder andere Mensch. S. 9 - Kennste einen kennste alle gell Er htte jedem Herreach einen Aufpasser zur Seite stellen mssen und das war bei einem Volk von hundertfnfundvierzig Millionen Individuen unmglich. Die damit in Zusammenhang stehenden logistischen Probleme lieen sich in so kurzer Zeit nicht lsen. S. 10 - Au Backe Was wre wohl passiert htte gengend Zeit zur Verfgung gestanden... Rhodan wrdigte ihn keiner Antwort und der LFT-Kommissar blieb stehen. Du hast ja so recht dachte er. Mehr Fehler konnte ich in dieser Situation wirklich nicht machen. Aber dazu bin ich nun mal der Entscheidungstrger vor Ort. S. 64 - Dazu Wozu Zum Fehlermachen 1805 ARSENAL DER MACHT von Peter Terrid Wieder schimpfte er leise vor sich hin. Das nderte zwar nichts an den unerfreulichen Gegebenheiten hob aber wenigstens seine Stimmung wenn er sich und seinem rger Luft machte. S. 35 - Von wegen Ich und mein Magnum. - Ich und mein rger... Aber das hier sah nicht nur harmlos aus - ein bichen unappetitlich vielleicht - es war allem Anschein nach auch harmlos. S. 36 - Das hier sieht nicht nur doppelt-gemoppelt aus - ein bichen dmmlich vielleicht - das ist allem Anschein nach auch doppelt-gemoppelt. Nichts war zu sehen nur die metallenen Wnde alle rauchgeschwrzt und verrut. S. 56 - Rauchgeschwrzt und verrut - das ist bitter Wre doch blo eins von beiden schon schlimm genug 1806 DER MUTANT DER CANTRELL von Peter Griese Ihm wurde erneut schwindlig. Es klang alles so unwahrscheinlich da er immer wieder den SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt artikel 99 Jrn Gollob - Pleasure Kopf schtteln mute. S. 39 - Nicht gerade das beste Rezept gegen Schwindelgefhle 1807 DIE HAUT DES BSEN von H. G. Francis Nicht nur die Zivilisation der Herreach brach zusammen sondern die Bewohner der Welt selbst auch S. 14 - Ein Unglck kommt selten allein Roboter dieser Klasse waren Kampfmaschinen die als besonders reaktionsschnell galten. Sie hatten nur einen Fehler Ihr Kommunikationssystem war ungewhnlich trge. Wurde es in auergewhnlicher Weise gefordert war es vorbei mit der Schnelligkeit der Bewegungen. S. 55 - Nein sind die s Doch Kummerog war eiskalt und absolut skrupellos. Er sprengte die PRETTY PLAID mit ihrer Besatzung in die Luft S. 65 - h - und das im luftleeren Weltraum... 1808 LANDUNG AUF LAFAYETTE von Susan Schwartz Er hielt dem Jungen den Rucksack hin. Hier box mal so krftig du kannst dagegen. Pepe gehorchte und machte ein verdutztes Gesicht. Weich und trotzdem unnachgiebig Joseph lachte. Das ist Joseph Broussards Spezialverpackung - da geht absolut nichts durch Geeignet fr das Wertvollste und Unentbehrlichste eines Mannes der so lebt wie ich. Und was ist das Na rate mal. S. 39 - h - Rasierschaum vielleicht... Anti- Schuppen-Shampoo Elektrischer Eierkocher Filofax Gummipuppe Zahnseide - Na los raus damit Joseph Ich komm nicht drauf. Joseph Broussard verharrte im Schritt und drehte sich zu dem Jungen um. S. 66 - Verharrte oder verhrtete Susan Da fllt mir ein Lieber einen sitzen haben und nicht stehen knnen als umgekehrt. 1809 HETZJAGD DURCH DEN HYPERRAUM von Horst Hoffmann Sie hofften nach der hier zu verbenden Strafe als freie Mnner und Frauen ins Kristallimperium heimkehren und eine neue Heimat finden zu knnen. S. 9 - Eine Heimat reicht euch Halunken wohl nicht wie Sobald sich die Schinder von dem erholt hatten was sie diesmal entweder nur in Todespanik versetzt hatte oder tatschlich umbrachte... S. 11 - Die Erholungschancen fr tatschlich Umgebrachte schtze ich als uert gering ein... Die GILGAMESCH stand an exakt der Position die mir angegeben worden war am Rand des Solsystems... S. 20 - Also ich kann mir exaktere Positionsangaben vorstellen. Ein ausgesprochener Wunsch gengte und Merlin der Zentralsysntron des gleichnamigen Segments sowie des gesamten Schiffes fgte zusammen was zusammengehrte. S. 21 - Hierbei handelt es sich um die sogenannte Willy- Brandt-Funktion. Mit etwas mehr Aufmerksamkeit sei es von seiten der LFT des Forums Raglund und auch des Kristallimperiums htte man einige vielleicht mehrere Tage frher gemerkt was da pltzlich vor sich ging. S. 24 - Hey einige Tage sind vielleicht mehrere Tage SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt artikel100 Wir jagten ihnen bereits im Normalraum davon. Und als sie wie wild zu feuern begannen verfehlten uns ihre Salven oder erreichten uns berhaupt nicht mehr. S. 63 - So oder so - vllig egal Hauptsache ist doch sie haben euch nicht getroffen gell 1810 DER WEG NACH CAMELOT von Arndt Ellmer An vierzig verschiedenen Stellen zerpflckten die Mnner und Frauen das Igelschiff wie man bestimmte Blumen aus einer bunt bewachsenen Wiese pflckte. S. 39 - Was denn Hndchen haltend und mit einem verliebten Grinsen im Gesicht 1811 KONFERENZ DER GALAKTIKER von H. G. Francis Die Mnner und Frauen befanden sich ausnahmslos in bester psychischer Verfassung. Sie galten als hart kalt und nahezu emotionslos... S. 21 - Danke mir gehts auch blendend Eine Assistentin kam mit einer langen Liste von Namen zur Ersten Terranerin um ihr mitzuteilen welche Delegierten noch ein persnliches Gesprch mit ihr zu wnschen fhrten. S. 30 - Gesprche die zu Wnschen fhrten - herzlichen Glhstrumpf 1812 CAMELOT von Ernst Vlcek Die schnurgeraden energetischen Frderbnder durch die die einzelnen Gebude miteinander verbunden waren durchzogen in mindestens zwanzig Metern Hhe den Himmel und unterteilten ihn in ein geometrisches Netzwerk von Quadraten. Luftgefhrte oder Bodenfahrzeuge sah man dagegen im Luftraum von Port Arthur keine. S. 18 - Und falls man doch mal Bodenfahrzeuge im Luftraum sieht sollte man sich vielleicht berlegen zum Augenarzt zu gehen oder das Trinken ganz aufzugeben. Habe ich einen Heihunger sagte er mit seltsamer Betonung. Ich kann nicht genug Nahrung zu mir nehmen - und werde doch nicht satt. S. 68 - Mmh tja wer nicht genug it wird halt nicht satt. 1813 DIE MRDER VON BRHNDER von Peter Griese Komisch meinte Perry Rhodan. Ich wei genau da ich dieses Ei noch nie in meinem Leben gesehen habe. Und doch kommt es mir irgendwie vertraut vor. Als ob es mein Freund wre. S. 62 - Na klar lieber ein paar Eier im Khlschrank als gar keine Freunde Aus dem Perry-Rhodan-Computer Oh Alaska was bist du fr eine arme Haut Oder sollte ich besser sagen Was steckst du in fr einer armen Haut - Wie wrs mit In was fr einer armen Haut steckst du 1814 UNTER DEM GALORNENSTERN von Robert Feldhoff Der Fremde befand sich in mehr als hundert Metern Distanz Mir wurde klar da man die Klopfgerusche von Rechts wegen gar nicht hren konnte. S. 39 - Gerusche hren verboten. Expos-Redakteure haften fr ihre relativ Unsterblichen. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt artikel 101 Wir hatten gerade Zeit uns eine Hhle zu suchen. ... Wir waren bis auf die Haut durchnt hatten unzhlige kleine Wunden am Krper und in der Nacht wrde es bitterkalt. Also gings ein letztes Mal in den Regen hinaus. Wir suchten Gerll zusammen verschlossen den Hhleneingang notdrftig und von innen natrlich. S. 49 - Natrlich - von auen wrs ein bichen bld 1818 TESTFALL LAFAYETTE von H. G. Francis War es der Geruch der die Gazkar munter machte und sie veranlate sich totzustellen so wie es ihr Gefangener zur Zeit tat S. 40 - Was versteht H. G. Francis wohl unter einem munteren Beisammensein Joseph betrat eines der Huser und fand das Innere so vor als sei der Hausherr gerade erst vor Minuten gegangen. Der Wohnraum war unaufgerumt. Das Bett sah zerwhlt aus. Auf dem Tisch standen drei halbvolle Glser und zwei Teller mit Nahrungsresten. Schmutz Durcheinander Abflle. S. 41 - Bitte nicht von Dir auf andere schlieen H. G. Francis 1819 EINE LADUNG VIVOC von Arndt Ellmer Der Arkonide blieb stehen und lauschte. Die Alazar unterhielten sich mit dnnen hellen Stimmen in einer Art Singsang. Atlans fotografisches Gedchtnis identifizierte die Sprache sofort. S. 52 - Kennen Sie zufllig diesen Song La-le-lu nur der Mann im Mond... Wenn Sie mir vielleicht ein Foto zeigen knnten... 1821 INVASION DER IGELSCHIFFE von Peter Terrid Aus dem Perry-Rhodan-Computer Der Ertruser Elgor Ritz ist gutmtig und kann eigentlich keiner Fliege ein Haar krmmen denn er verabscheut Gewalt. - Das ist kein Argument Selbst der grte Brutalo wrde Schwierigkeiten haben einer Fliege ein Haar zu krmmen Hier wurden nmlich zwei Redensarten miteinander vermengt keiner Fliege etwas zuleide tun und niemandem ein Haar krmmen. 1822 DIE NEUE HAUT von Ernst Vlcek ... sagte Atlan. Aber ich frchte da die Tolkander jeden Planeten der Milchstrae in ihren Besitz bringen knnen wenn sie es unbedingt darauf anlegen. Und ich meine es wie ich es sage jeden Vielleicht mit Ausnahme SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt artikel102 Rene Decker - Galornenraumschiff Terras... S. 42 - Und Atlans Logiksender krmmt sich vor Lachen. Das meine ich jetzt wortwrtlich er krmmt sich Das heit wenn ichs mir recht berlege 1823 REGENTEN DER TRUME von Robert Feldhoff Das Wesen winkte uns in den Raum berhrte einen Lichtschalter kippte an einem Sensorbord mehrere Hebel. S. 12 - Ein Sensorbord mit Kipphebeln ist ungefhr so funktionell wie ein Elektroherd mit Gasflamme. 1824 ZENTRUM DER ZENTRIFAAL von Hubert Haensel Der Schwebegleiter tauchte ein in die Straenschluchten der Hauptstadt die mich an das New York des ausgedehnten zwanzigsten Jahrhunderts erinnerte. S. 16 - Na soo viel lnger als die anderen Jahrhunderte war das zwanzigste wohl auch nicht Ausgedehnten statt ausgehenden - ein Setzer mit Aussetzer Der Gleiter raste mitten hinein ins Verderben. Wer immer behauptet man sehe vor dem Tod das ganze Leben wie im Zeitraffer vor sich er hat unrecht. Ich sprte nur eine grenzenlose Leere - und Enttuschung darber da unsere Erde derart banal sein sollte. S. 18 - Bully du alter Nestbeschmutzer Unsere Erde statt unser Ende - knnte auch an Huberts Korrekturprogramm liegen. 1826 DIE SCHROTTSAMMLER von Peter Griese Wir bewegten uns durch den Hauptkorridor in Richtung Bugsektion. Dort mute sich das befinden was ich blicherweise als Kommandozentrale bezeichnete. S. 58 - Die Bordkneipe Der Saunaclub - Alaska Wenn ihr mich sucht ich bin in der Kommandozentrale Alaska tritt ab allgemeine Heiterkeit bricht aus. 1827 FLUCHT DURCH BRHNDER von Peter Griese und Robert Feldhoff In dieser Zeit taten Lanagh und Scheep einen wahren Wachstumsschub. Sie stopften alles an Nahrung in sich hinein was die THOREGON VIER ausspuckte .... Ich selbst vertilgte noch einmal dieselben Mengen. S. 63 - Also all das was Lanagh und Scheep ausspuckten oder sonstwie absonderten. Oder wie oder was 1829 UNTERNEHMEN HUMANIDROM von H. G. Francis Es geht zu Ende mit ihm. Wir knnen ihn nicht mehr lange am Leben erhalten. Wie lange noch Hllwils zuckte mit den Achseln. Ein Alaza ist keine Uhr bei der man sagen kann wann sie stehenbleibt... S. 47 - Schau doch bitte mal auf Deine Uhr. In fnf Minuten sind die Eier gut. Tut mir leid geht nicht Meine Uhr bleibt in zwei Minuten stehen... SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt artikel 103 Auszug aus dem Artikel Betrachtungen zur Problematik von Materietransmittern den ich Ende der Achtziger fr ein Fanzine schrieb. Falls jemand hnliche spter verffentlichte Texte kennt wrde es mich freuen von diesen zu erfahren ... Bei leblosen Objekten ist der Effekt abgese- hen von den immensen Kosten nicht weiter tragisch der Gegenstand wird von dem Mate- rietransmitter Sender bis ins kleinste abgetas- tet und dabei meist vllig zerrissen denn so kommt man leichter an alle Daten. Dann werden diese Informationen zu einem Empfn- ger-Transmitter bertragen welcher mit ihrer Hilfe eine exakte Kopie des Gegenstandes aus neutralen Materiebausteinen zusammensetzt. Schickt man diese Information nun parallel an mehrere Empfnger oder wiederholt den ber- tragungsvorgang gar so ist es ohne weiteres mglich das Objekt beliebig zu vervielfltigen. Es ist nur darauf zu achten da der Empfnger Zugriff auf eine gengend groe Masse neu- traler Materie hat. Diese neutrale Materie wird beispielsweise durch das Aufbewahren der zer- rissenen Elementarteile eines abgetasteten Gegenstandes oder ganz einfach durch das Zerreien von am Empfngerstandort befind- licher Materie z. B. Felsgestein Wasserstoff usw. erhalten. Wird das Szenario leicht abgewandelt indem man einen Transmittertyp whlt welcher keine neutrale Materie bentigt sondern das Objekt aus der Energie der bertragung selbst rekons- truiert so bleibt das zugrundeliegende Prinzip doch das selbe. Im Falle eines denkenden Wesens ist der Vorgang nun aber nicht mehr ganz so erfreulich. Das Originalwesen Wesen A wird abgetastet zerrissen und beendet in diesem Augenblick seine Existenz. Zwar wird am Empfnger eine bis ins kleinste identische Kopie Wesen B zusam- mengesetzt in welcher aufgrund der Tatsache da auch Bausteine unterhalb der atomaren Ebene den Bewegungsvektor ihres Originales erhalten genau der gleiche Denkvorgang wie in Wesen A zum Zeitpunkt des Abtastvorganges abluft aber sie ist eben ein vllig neues in diesem Augenblick aus fremder lebloser Materie entstandenes Wesen. Wesen B denkt nun also es sei Wesen A welches gerade in den Sender getreten ist da es ja mit der exakt gleichen Erinnerung ausgestattet ist. Doch whrend diese Vorstellung fr Wesen B durch- aus angenehm sein mag Ich lebe also doch noch hat Wesen A definitiv Selbstmord begangen als es in den Transmitter trat. Viele Lebewesen werden sich dieser Tatsache aber erst bewut wenn nicht nur eine sondern mehrere Kopien aus einem Empfnger treten welche dann alle denken sie seien Wesen A. Angenehmer fr das Individuum ist es daher sicher solche Transporte auf wurmlochhn- lichen Effekten zwischen einzelnen Faltungen der Raumzeit zu basieren. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt Wolfgang Schnack Transmitter artikel104 Denn das Grundprinzip jeder Art von Transmittertechnik das sagt schon der Begriff beruht auf dem Informationsgewinn in Bezug auf das zu transmittierende Objekt und der wie auch immer gearteten bermittlung dieser Informationen an einen Empfnger. Bei Raumfal- tungen mit wurmlochhnlichem Effekt handelt es sich hingegen um einen Vorgang durch welchen ein heiles und wenn die Technik stimmt unzerstrtes Objekt quasi an einen anderen Ort fllt ohne da ber dieses Objekt Informati- onen gewonnen werden mssen. In vielen Transmittertypen wird das Original einfach zerstrt um ein Nachdenken ber die Kopie-Problematik gar nicht erst auf- kommen zu lassen. Und bei den meisten Lebe- wesen scheint diese Augenwischerei ja auch zu funktionieren. Dann gibt es da noch die humanen Transmitter in welchen das Original- wesen nicht zerstrt wird und somit auch keinen Selbstmord zu begehen braucht. Es wird einfach nur abgetastet um mit den daraus gewonnenen Informationen im Empfnger eine Kopie zu erzeugen. Doch sind diese Transmitter wirklich so human Werfen sie nicht die Frage nach der ethischen Verantwortung fr die Kopie welche das Original zu sein glaubt und deren Rechte auf ... Ich hoffe ich habe die PR- und ST-beam-Fans nun in Punkto der wahren Selbstmordorgien ihrer Helden nicht allzusehr demoralisiert. War wirklich nicht meine Absicht. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt artikel 105 Lars Weinand - Cockpit ACHTUNG Berichtigung In unserer Jugendbeilage vom letzten Wochenende ist uns ein bedauerlicher Fehler unterlaufen. In dem Ratgeber Der kleine Terrarienfreund haben wir den Aufbau eines Terrariums beschrieben. Leider wurde dabei ein Bestandteil des koraumes verwechselt. Als eine auch fr Anfnger leicht zu pflegende Schlange wurde die Kobra genannt. Das ist ein bedauerlicher Irrtum. Solltet Ihr schon eines dieser Tiere im Terrarium haben drft Ihr sie keinesfalls wie von uns beschrieben mit der Hand fttern um sie zutraulich zu machen. Terra-Kurier - Nachrichtenkanal risszeichnung Diese gigantische Freizeit- Vergngungs- und Einkaufstation ist im Besitz von Techna Ama- rakesch Reicov. Er ist Sohn einer Terranerin und einem Neu-Arkoniden und lebt auch dem ehe- maligen terranischen Kolonialplaneten Voltair. Er ist Multimilliarder und leitet mehrere Firmen. Diese Firmen beschftigen sich ausschlielich um das Vergngen und Wohl der Galaktiker das ein eintrgliches Geschft darstellt und sehr ausbaufhig ist. Aus diesem Gedanken heraus entstand das Projekt TAR dessen Name aus den Anfangsbuchstaben des Multis abgeleitet wurde ein Projekt das alles dagewesene in den Schatten stellt. TAR befriedigt die unstillba- ren Bedrfnisse nach Erho- lung Spass und Konsum Ein Gleiter gefllig. Vom blue schen Restaurant mit seinen kulinarischen extravaganten E-Spezialitten bei denen einem die Speichelamylase im Munde zerluft und sogar ein Etruser schwach wird bis zu terranischen HoloRoul- ett wo nach sich ein mancher in eine benachbarte Sonne gestrzt hat nachdem er alles verholot hat gibt es einfach alles wo nach sich ein Galaktiker sehnt. Dar- berhinaus finden auch Zir- kusveranstaltungen statt es gibt Bars Schwimm- und Sportanlagen Hotels verschiedene intergalak- tische Religionszentren riesige Einkaufpassa- gen Panoramalandschaften und noch vieles vieles mehr. Das Motto von Techna Amarekesch Raicov lautet nicht umsonst Lebt EUER leben aber lebt es bei MIR Nehmen wir uns das zu Herzen und machen uns auf nach T A R Die Hhe der Station betrgt ohne Kuppeln 1296 m ihr grsster Durchmesser 2000 m. Der im Zentrum befindliche Turm hat eine Hhe von 1992 m grsster Durchmesser 256 m mittlerer 144 m. Die an den Seiten angebrachten Kugeln haben einen Durchmesser von 384 m. Es befinden sich insgesammt 24 Kuppeln am oberen und unteren Rand. Das Aufnahmevermgen liegt bei ber 1 Million Besu- chern. Erbaut wurde sie 426 NGZ. Text und Zeichnung von Toni Cullotta 1990 SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt Toni Cullotta TAR 106 Prolog Das Universum in seiner unermesslichen Gre entzieht sich fast vollstndig dem Verstndnis eines einzelnen Individuums. Millionen von Galaxien mit wiederum Billionen von Sternen ziehen ihre Bahnen und bilden eine kosmische Bhne die jeden Beobachter faszinieren muss. Sonnen entstehen und erlschen. Neues Leben wird in unglaublicher Vielfalt geboren und vergeht in derselben Sekunde im Feuer explodierender Sterne. Bei der Gre dieser kosmischen Bhne scheint es wahrscheinlich dass sich gerade in diesem Moment ein Volk aufmacht um nach den Sternen zu greifen. Oft ist der Antrieb fr ein solches Vorhaben im simplen Wissensdrang oder unstillbarer Neugier begrndet. Manchmal ist es die Suche nach Brdern im All oder der Wunsch die letzten unentdeckten Geheimnisse des Universums zu lften. Hat man die erste Schwelle berschritten und das heimatliche Sonnensystem verlassen dann wird man sich pltzlich bewusst dass dieser Schritt nur eine weitere Tr ffnet die wieder zu neuen unendlich vielen Fragen fhrt. So unberschaubar wie unser Universum so ist die Anzahl seiner Geheimnisse. Vielleicht ist es deshalb die logische Konsequenz dass frher oder spter jedes intelligente Lebewesen der Faszination des Kosmos und seiner Gesetze erliegt. Diese Geschichte beginnt mit dem Vorhaben eines jungen und tatendurstigen Volkes das sich genau dieser Herausforderung stellt. Wre man ein Beobachter der abseits der kosmischen Bhne steht und dem Treiben seiner Akteure zusieht dann wrde man vielleicht ein paar Momente verweilen und den Wesen aus dem System der Sonne Cleptra SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 107 bei ihren Anstrengungen eine Zeit lang seine Aufmerksamkeit schenken. Wissend dass die Entwicklung aufstrebender Vlker oft ebenso schnell endet wie sie begann wrde man vielleicht das Beste hoffen das junge Volk eine Zeit lang begleiten um dann zum nchsten Schauplatz zu wechseln. Manchmal jedoch vielleicht nur alle Millionen Jahre einmal erlangt ein Volk eine besondere Bedeutung. Dann schreibt es Geschichte und prgt durch das Wirken seiner Vertreter die Geschichte einer ganzen Galaxis. Ob das bei dem jungen Volk der folgenden Geschichte zutrifft kann man noch nicht wissen. Zugegeben es bringt viele positive Eigenschaften mit die es auszeichnen. Tatendurst und Energie gehren ebenso dazu wie flammende Begeisterung. Jedoch besitzt es auch Schwchen die ihm zum Verhngnis werden knnen zur Stagnation fhren oder gar zum Untergang. Doch an all diese Dinge denken die jungen Raumfahrer nicht. Fr sie gibt es nur ein Ziel nur einen Traum der ihr gesamtes Denken beherrscht. Die letzten Barrieren zu berwinden und die Weiten des Kosmos zu ergrnden. Sehen wir ihnen einfach eine Weile zu und beobachten was das Schicksal fr sie bereithlt. Thomas Rabenstein Mai 2001 SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 108 Hauptpersonen Aik Kommandant der Reserve-Crew Raztan Missionskommandant der SOMLOM Loilo Erster Offizier auch zustndiger Wissen- schaftsoffizier der SOMLOM Lika Einzige Frau der SOMLOM und ausgebil- dete Kosmopsychologin Rack Maschineningenieur und zustndig fr die Bord- und Antriebstechnik der SOMLOM Pavo Cheftechniker der Ortung und Energie- technik Samut Bordarzt und Kosmo-Biologe Aufbruchstimmung Die Nasszelle war klein jedoch mit allem Komfort ausgestattet. Ich schloss die Augen und versuchte mich zu entspannen. Ein warmer Dampfstrahl blies durch meine dichte Krperbehaarung und vertrieb lstige Insekten die sich jeden Tag aufs Neue versuchten in meinem Pelz einzunisten. Ich fluchte kurz. Sogar bis zu diesem Ort waren die Plagegeister vorgedrungen obwohl strkste Hygienevorschriften herrschten. Scharf gebndelte Wasserstrahlen massierten meine krftigen Beinmuskeln und ein Ventilationssystem sorgte dafr dass der warme Wasserdampf meine empfindlichen Nasenschleimhute nicht ber Gebhr reizte. Ich hob kurz die Ohren an und lie den feinen Sprhregen pflegender le sein erfrischendes Werk tun. Ein angenehmes und wohliges Gefhl nahm von meinem Krper besitz und mir wurde erneut bewusst ber welchen Luxus ich eigentlich verfgte. Ein leichter Schauer durchlief meinen Krper als die Wechseldusche einsetzte. Whrend ich mich der tglichen Reinigungsprozedur hingab die mein Fell abverlangte sinnierte ich ber die vergangenen 5 Jahre nach. Es war eine lange Zeit gewesen Eine Zeit in der ich auf alles verzichtet hatte was sich einem jungen Manjarden in meinem Alter normalerweise erschloss. Aber ich bin den Verzicht bewusst eingegangen denn ich wollte an dem gewaltigsten Vorhaben teilnehmen das es jemals gegeben hatte. Auf Manjard dritter Planet der Sonne Cleptra lebte ein Volk in Aufbruchsstimmung. Obwohl es auf meinem Heimatplaneten noch viele Probleme zu lsen gab hatten sich die drei groen Stmme auf ein gewaltiges Projekt eingelassen. Den Griff nach den Sternen Ich rang mir ein Lcheln ab. Natrlich hatten sich die manjardischen Nationen nicht aus pltzlich einsetzender Nchstenliebe geeinigt. Fr einen Stamm allein war das Sternen-Projekt nicht finanzierbar also tat man sich zusammen um die Kosten mglichst im kalkulierbaren Rahmen zu halten. Auerdem versuchte jede Seite bei diesem Gemeinschaftsprojekt ein paar Details ber die Technologie der jeweils anderen Seite auszusphen. Zu guter Letzt war es eine reine Prestigefrage. Jede Nation wollte unbedingt mit einem Vertreter dabei zu sein wenn Manjarden erstmals ein fremdes Sonnensystem besuchen. Ich schttelte den Kopf. Fast hatte ich vergessenwo ich mich eigentlich befand. Ich gab SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 109 einen verbalen Befehl an den Steuercomputer und verlie die Nasszelle meiner Kabine. Sofort wurde das Warmluftgeblse aktiv und trocknete die letzten Wassertropfen von meinem dichten Fell. Mein Blick fiel kurz auf den Spiegel. Ich konnte stolz auf meine Krperbehaarung sein zeigte mein Fell doch neben der blichen Brauntnung zarte Spuren von silbergrau. Mir war natrlich bewusst dass meine Fellzeichnung auergewhnlich attraktiv auf die Frauen wirkte. Doch leider hatte sich in den letzten Jahren kaum Gelegenheit ergeben es gebhrend zur Schau zu stellen. Mein Leben war momentan nur einer einzigen Aufgabe gewidmet nmlich bereit zu sein wenn man mich bentigte. Ich kleidete mich an und durchschritt die Kabine mit schnellen Schritten. Mein Ziel war das groe Panoramafenster. Obwohl die Sonne Cleptra in einem sternenarmen Bereich der Galaxis Lokdai stand war die Schwrze des Alls berzogen mit unzhligen Lichtpunkten ferner Sonnen. Nur teilweise gehrten sie zur eigenen Galaxis. Viele von ihnen nur weiter entfernt gehrten zur Galaxis Mercor die in direkter Nachbarschaft zu Lokdai stand. Mein Blick glitt hinunter zu Manjard. Die Nachtmeere leuchteten in fluoreszierenden Grn-Blau ein wundervoller Anblick der von nachtaktiven Mikroorganismen erzeugt wurde. Frher vor hundert Jahren hatten sich die Fischer nachts niemals aufs Meer hinausgewagt. Sie glaubten das Meer wrde sie verbrennen. Heute wissen wir dass die Leuchtenergie von den Mikroorganismen erzeugt wird um sich vorgreren Fressfeinden zu schtzen. Ich sttzte meine Hnde gegen die groe Panzerplastscheibe und sah zur SOMLOM hinber dem Stolz meines Volkes. Das Fernraumschiff schwebte scheinbar bewegungslos im Raum doch das war eine Illusion. Tatschlich bewegten sich die Raumstation und das angedockte Schiff mit mehreren Kilometern pro Sekunde um den grnblauen Planeten der meine Heimat war. Soeben berquerte die Raumstation die Tag- Nacht Linie und trat aus dem dunklen Schatten der Planetenscheibe heraus. Auf dem metallischen Schiffskrper der SOMLOM spiegelte sich die aufgehende Sonne. Der Blick auf die khne Schiffskonstruktion war wie immer beeindruckend. Noch wurde die SOMLOM deren Name vom manjardischen Wort fr Friede abgeleitet war von den Klammern der Andockstation gehalten. Doch schon bald wrde sich das gewaltige Schiff lsen und seinem fernen Ziel entgegenfliegen Whrend auf Manjard bereits ein neuer Tag begann herrschte auf der internationalen SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 110 Holger Mllers - Barracuda Raumstation der drei Stmme bereits reger Betrieb. In vier Schichten gingen die Techniker und Forscher ihrer Arbeit nach. Whrend auf dem Planeten die Tage von den Nchten abgelst wurden arbeitete man im Orbit ununterbrochen an den Systemen des Fernraumschiffes. Jede einzelne Steuerleitung jeder Computerschaltkreis und jedes Software- Modul wurde wieder und wieder auf mgliche Fehlerquellen geprft. Einige Male hatte man den Countdown bereits unterbrochen um defekte Hardware zu tauschen oder Software Module auf Fehler zu analysieren. Doch das waren Dinge die man in der Gesamtplanung bercksichtigt hatte. Die Zusammenarbeit der Wissenschaftler bestehend aus Vertretern aller drei Stmme funktionierte vorbildlich. Wir sprachen zwar alle dieselbe Sprache doch das Leben auf dem Planeten war von stndigen politischen Spannungen geprgt. Umso berraschender war es gewesen dass diese kleinlichen Reibereien hier oben weitgehend ignoriert wurden. Einzig die farbigen Embleme auf den Schultern der schneeweien Bordkombinationen lieen erkennen zu welchem Stamm oder Kontinent der jeweilige Techniker oder Wissenschaftler gehrte. Auf Manjard herrschte eine strickte geographische sowie ideologische Trennung zwischen den 3 Nationen. Whrend auf meinem Heimatkontinent Tori ein demokratisches System vorherrschte galt auf Osmind das Erbrecht fr einen Patriarchen der die absolute Gewalt ber sein Volk hatte. Obwohl der Patriarch von Osmind sein Amt nicht diktatorisch ausbte ging er auf Distanz zu den demokratischen Tori und den monarchisch organisierten Ariandern die den dritten Kontinent bevlkerten. Die natrliche geologische Evolution meines Planeten hatte dazu gefhrt dass sich auf Manjard drei etwa gleich groe Kontinente gebildet hatten die allesamt vom Meer eingeschlossen waren und ber keinerlei natrliche Landverbindungen verfgten. In sofern war es kein Wunder das sich drei grundstzlich verschiedene Regierungssysteme und Weltanschauungen entwickelten. Einzig gemein war allen Stmmen eine verbindende Weltreligion die ein gttliches Wesen zu Grunde legte das den Manjarden einst die Intelligenz gebracht hatte. Damit waren allerdings die Gemeinsamkeiten bereits erschpft. Einigen hochrangigen Manjarden war die internationale Raumstation ein Dorn im Auge. Zu nahe war man sich ihrer Meinung nach hier gekommen. Zu frei war der politische sowie wissenschaftliche Gedankenaustausch wenn es nach ihrer Meinung ging. Ich war froh dass sich die Nationalisten letztendlich nicht durchsetzen konnten. Das sich die 3 groen Manjard Nationen berhaupt zu diesem gewaltigen Projekt zusammengefunden hatten lie mich hoffen. Schon oft hatte der Planet am Abgrund eines alles vernichtenden Krieges gestanden. Fr Konfliktstoff sorgte stehts das Hoheitsgebaren ber die zwischen den Hauptkontinenten liegenden kleinen Inseln. Aus dem Orbit betrachtet waren diese unbedeutenden Landparzellen kaum zu erkennen. Ich musste kurz die Augen schlieen. Von hier oben schienen die politischen Winkelzge und Anfeindungen geradezu lcherlich. Dennoch war ich stolz auf das was mein Volk geschaffen hatte. Mein Volk Darunter verstand ich nicht meinen eigenen Stamm sondern die gesamte Zivilisation des Planeten Manjard. Schon bald wrde die SOMLOM in die tiefen des Alls vorstoen und SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 111 eine Brcke zum nchsten Stern schlagen zu Leilak Ich ffnete meine Augen sah mein eigenes Spiegelbild und hielt einen Augenblick den Atem an. Leilak das bedeutete in meiner Sprache soviel wie Das Paradies. Zwar konnte niemand genau vorhersehen ob wir am Ziel wirklich ein Paradies vorfinden wrden oder nur eine Reihe staubtrockener toter Welten die ohne Leben um ihren Zentralstern kreisten. Dennoch waren alle Anstrengungen und Investitionen gerechtfertigt denn ich war berzeugt dass die Zukunft meines Volkes in den Weiten des Kosmos lag In diesem Moment wurde mir schmerzlich bewusst dass dieser erste Vorsto ohne mich stattfinden wrde. Als Kommandant der Ersatz- Crew hatte ich mir zwar zunchst noch Hoffnungen gemacht wurde aber in den letzten Jahren des Trainings eines Besseren belehrt. Nur die besten Raumfahrer wurden fr den Flug nominiert. Ich hatte das Ziel jedoch knapp verfehlt um 44 Bewertungspunkte Ich schlug kurz mit der geballten Faust gegen das Panzerplastfenster eine reine Verzweiflungsgeste. Nur ein lcherlich kleiner Abstand hatte mich vom Ziel meiner Trume getrennt doch dieser Abstand war nicht mehr zu berbrcken. Raztan mein Freund und gleichzeitig auch Konkurrent um die Fhrungsposition der Mission hatte die Summe aller Tests fr sich entschieden. Ich stand nun der Reserve-Crew als Kommandant vor. Ein Kommandant der die Mission im Simulator trainieren durfte und das Schiff bis jetzt nur von auen gesehen hatte. Ich schttelte den kurzen Anflug von Frustration ab. Diese Gedanken brachten mich nicht weiter Trotz allem gab es viel Interessantes zu tun. Mein Beitrag fr die bevorstehende Mission war unumstritten und ich war entschlossen meine Qualifikation unter Beweis zu stellen. Ich ging auf das Schott meiner Kabine zu und wartete auf den automatischen ffnungsimpuls. Dann trat ich energisch auf den Gang hinaus. Mein Ziel war die Andocksektion der SOMLOM. Fr heute war die Abnahme des Haupttriebwerkes angesetzt. Largo Chefwissenschaftler der Tori-Gruppe stand dozierend vor dem groen Hologramm. Das Holobild rotierte um seine Achse und war in stndiger Bewegung um allen Anwesenden die gewnschten Einblicke zu gewhren. Das Haupttriebwerk besitzt einen Ionenzyklotron der das Schiff langsam aber stetig auf 90 der Lichtgeschwindigkeit beschleunigen wird erluterte Largo. Bis an die ueren Grenzen des Systems wird das Schiff jedoch mit einem konventionellen Triebwerk fliegen. Das Holobild hob die zwei Triebwerksgondeln links und rechts der Antriebssektion hervor die mit einem Fusionsantrieb ausgestattet waren. Nach Durchstoen der ueren Kometenwolke wird das atomare Strahltriebwerk abgeschaltet. Largo sah bedeutungsvoll in die Runde. Nach einer letzten Kurskorrektur erfolgt die Zndung des Ionenantriebs. Die Gesamtflugzeit zum System Leilak betrgt etwa 10 Manjard-Jahre. Ich sprte pltzlich eine Hand auf meiner Schulter. Ist sie nicht wunderschn Ich lchelte. Ohne mich umzusehen wusste ich dass soeben Raztan zu mir gesprochen hatte. Ja das ist sie flsterte ich ihm leise zu. Ich habe noch niemals so ein schnes Schiff gesehen Freund ich beneide dich um diesen Flug All meine Trume und Wnsche werden euch begleiten. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 112 Ich sah mich kurz um und blickte in die stolzen Augen meines Freundes. Raztan war aus allen Tests als Bester hervorgegangen. Wir hatten die fnfjhrige Vorbereitungsphase stets als freundschaftlichen Wettstreit aufgefasst. Ich wandte nicht den Kopf als ich flsternd fragte Das Schiff ist startbereit Raztan entgegnete ebenso leise Alle Systeme arbeiten perfekt. Nur noch ein paar Routineberprfungen und Montagearbeiten dann knnen wir aufbrechen. Der Starttermin wird wie geplant eingehalten. Ich nickte stumm. Bist du aufgeregt Raztan lies zischend die Luft zwischen den Fangzhnen entweichen. Ich bin gespannt wie ein Springlorch und kann es kaum erwarten Der Besatzung geht es genauso. Einzig Loilo wird immer ruhiger je nher der Starttermin rckt. Ich hob kurz die Ohren an. Grund zur Sorge Raztan schttelte leicht den Kopf. Nein mein erster Offizier ist in Ordnung. Jeder verarbeitet die Spannung auf eine andere Art und Weise. Ich lauschte wieder den Ausfhrungen Largos. Der Wissenschaftler zeigte gerade mit einem Laser-Pointer auf den schlanken Schiffskrper. Die Rume der Besatzung Leitstnde Maschinenkontrollen und die Kommandozentrale befinden sich im vorderen Teil des Schiffes. Das hat seinen Grund denn trotz best mglicher Abschirmung ist das Triebwerk noch eine starke Strahlungsquelle. Einige Anwesende zogen unbehaglich den Kopf ein. Largo ging sogleich auf die Gesten ein. ...doch sie brauchen sich keine Sorgen zu machen der Bugsektor bis zur Mittelachse ist von der Strahlung nicht betroffen. Durch den langen Ausleger am Heck erreichen wir den bestmglichen Schutz fr unsere Leute. Gleichzeitig bleibt eine optimale Manvrierfhigkeit des Schiffes erhalten. Ich lchelte. Largo hatteunsere Leutegesagt was mir sofort uerst positiv auffiel. Auch bei den anderen Wissenschaftlern hatte sich ein Gefhl der Verbundenheit entwickelt. Alle Systeme der Triebwerkssektion arbeiten nach Plan und die Freigabe kann in Krze erteilt werden. Die Beschleunigung und Abbremsung des Fluges wird mit zweifacher Manjard- Schwerkraft erfolgen. Das ist der Grund warum die Crew den grten Teil des Fluges im Gelee- Tank verbringen muss. Diese Manahme schtzt die Krper der Raumfahrer vor Schden die durch permanent erhhte Beschleunigungskrfte auftreten knnten. Leilaki ist etwa 8 Lichtjahre von unserem System entfernt. Nicht der nchste Stern aber viel versprechend fr das was wir suchen. Eine junge Wissenschaftlerin meldete sich mit hoher Stimme. Und was genau suchen wir Leises Lachen breitete sich im Saal aus. Jeder beschenkte die verlegen um sich blickende Technikerin mit einem Lcheln. Largo brachte den Saal mit einer Geste zum Verstummen. Wir suchen nach unserer Bestimmung neuen Welten neuen Erkenntnissen. Wir wollen wissen ob es da drauen noch andere intelligente Zivilisationen gibt mit denen wir uns austauschen knnen. Wir sind auf der Suche nach den Antworten auf die grundlegenden Fragen unserer Zivilisation Sind wir allein Wie ist der Kosmos aufgebaut Largo machte eine kurze Pause und sah aus dem Panzerplastfenster dann fuhr er fort. Wir wollen die Schtze heben die in der Unendlichkeit des Alls auf uns warten und beim groen Schpfer von Manjard Wir werden sie nicht lnger warten lassen SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 113 Begeisterter Beifall brandete im Hangar auf dem ich mich spontan anschloss. Danach wandte mich zu Raztan um der noch immer hinter mir stand. Hast du bereits deine persnlichen Vorbereitungen getroffen Wer kmmert sich um dein Haus Raztan verdrehte die Augen. Na was glaubst du Freund Die Mutter meiner Frau ist bereits eingezogen und kann es kaum erwarten dass ich abfliege. Ich fiel in sein kurzes Lachen ein. Na dann brauchst du dir keine Sorgen mehr zu machen wenn du wieder zurck bist wirst du dein Domizil nicht mehr erkennen Und Lokli deine Frau Ist sie schon auf der Station angekommen Raztans Augen blitzten auf. Sie kommt in zwei Tagen mit der Fhre an. Ich habe zwar in der Vorbereitungsphase nur wenig Zeit doch ich habe mir vorgenommen jede freie Minute mit ihr verbringen. Du weit es noch nicht aber wir erwarten Familienzuwachs. Ich war berrascht. Das sind ja tolle Neuigkeiten Freund Dachtest du etwa du knntest zu den Sternen aufbrechen ohne die freudigen Neuigkeiten gebhrend zu feiern Raztan lachte offen und steckte mir eine kleine Einladungskarte zu. Morgen Abend in der Messe Und bring viel Durst mit. Ich nahm lchelnd an. Worauf du dich verlassen kannst. Die Feier fand im kleinen Kreis statt. Wir saen an einem reichlich gedeckten Tisch und prosteten uns den sen Wein zu. Raztan hatte eigens fr heute Abend eine Ausnahmegenehmigung erwirkt denn normalerweise war Alkohol auf der Raumstation nicht gestattet. Raztans Crew die von mir gefhrte Reserve-Crew und zahlreiche Techniker waren anwesend als sich nach und nach die Tischredner erhoben und beflgelt vom Alkohol ihren Beitrag zum Fest leisteten. Manche lobten Raztan und seine unbestrittene Zeugungskraft manche sein Durchhaltevermgen und manche seine Kompetenz als Missionsfhrer. Als die Reihe an mir war brachte ich einen Trinkspruch auf unsere Freundschaft aus die bereits viele Jahre whrte. Anschlieend sinnierten wir viele Stunden ber das unendliche All und ber das was die Crew der SOMLOM da drauen erwarten wrde. Was wrde passieren lallte der Techniker Rollak schon sichtlich dem Rausch verfallen wenn ihr auf Intelligenzen trefft die aussehen wie die allseits beliebten Rakhun-Vgel Wrdet ihr sie dann trotzdem essen Lautes Lachen machte sich breit. Raztan erhob sich nahm einen Schluck aus dem Kelch und sagte todernst Wir wrden mit ihnen eine Kommunikation herstellen vielleicht mit Hilfe der Mathematik. Dann wrden wir versuchen mehr ber sie zu erfahren ihre Zivilisation ihre Technik ihre Weltanschauung... und dann... Es wurde pltzlich still im Raum. Raztan sah bedeutend in die Runde. Und dann wrden wir sie essen Alle Manjarden stimmten in das Gelchter Raztans ein manche hielt es nicht mehr auf den Sthlen. Ich hatte bereits Lachtrnen in den Augenwinkeln. Ja so stellte ich mir einen Missionsfhrer vor. Mit Raztan wrden wir erfolgreich sein Whrend sich die anderen an weiteren Trinksprchen ergtzten setzte sich Raztan zu mir. Na mein Freund Amsierst du dich gut Ich prostete ihm zu. So gut wie schon lange nicht mehr SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 114 Dann hielt ich kurz inne. Raztan bemerkte meinen Stimmungswechsel sofort. Was ist Ich lchelte gezwungen. Ich frage mich was euch wirklich da drauen erwartet. Raztans Augen sprhten Feuer. Ich verspreche dir was immer es ist ich werde es dir persnlich erzhlen Sobald wir zurck sind Ich hob den Trinkkelch. Und ich verspreche ein Fest auszurichten sobald die SOMLOM wieder in den Orbit von Manjard eintritt. RaztanlachteundnahmmeineHand.Esgilt 2. Der Schachmanin Das Vibrieren des stummen Alarms ausgelst von dem Warngeber unter meinem Kopfkissen riss mich unerwartet aus dem Schlaf. Jemand hatte unbefugt meine Kabine betreten. Bei der Code-Sicherung des Schotts eigentlich eine Unmglichkeit. Ich ffnete vorsichtig die Augen und sphte in die Dunkelheit meines Zimmers. Mein Geruchssinn signalisierte mir sofort dass tatschlich eine unbefugte Person anwesend war und dass sich diese Person nahezu lautlos wie ein Torzikischer Raubmork bewegte. Wer war der Eindringling und was wollte er Ich griff vorsichtig unter mein Kopfkissen und zog die Mancha hervor ein kurzes Messer das ausschlielich zur Selbstverteidigung diente. Als ich die khle Klinge in meiner Hand sprte fhlte ich mich besser. Aus den Augenwinkeln vernahm ich eine kurze Bewegung. Jemand schlich an der Wand entlang direkt auf mein Bett zu. Kein Zweifel die unbekannte Person hatte es auf mich abgesehen. Ich sprang mit einem weiten Satz vom Nachtlager auf rollte mich kurz auf dem Boden ab und aktivierte die Zimmerbeleuchtung. Im selben Moment durchschnitt eine schwere Klinge die Luft und teilte mein Kopfkissen. Als die Beleuchtung ansprang hatte der Attentter das Vibrator-Schwert bereits zurckgezogen und lie es durch die Luft wirbeln. Ich erschrak und war eine Sekunde lang vor Entsetzen wie gelhmt. Ein Schachmanin Meine Gedanken berschlugen sich. Die Schachmanin waren Profi-Killer und Meister des lautlosen Ttens Mit einem Satz sprang der Fremde ber das Bett und nahm Kampfhaltung ein. Sein ganzer Krper war mit einem eng anliegenden schwarzen Kampfanzug bekleidet. Nur eine schmale ffnung fr die Augen war ausgespart. Und genau diese Augen fixierten mich mit einem kalten Funkeln. Ich sprte die Mordlust die sie ausstrahlten und seine Entschlossenheit lie mir kalte Schauer ber den Rcken laufen. Ich rettete mich mit einem weiteren Sprung hinter die Konsole des Trivideos und schlug mit der geballten Faust auf den Alarmknopf. Das Schwert des Fremden durchschnitt nur zwei Zentimeter von meinem Hals entfernt die Luft. Mit einem panischen Aufschrei fuhr ich zurck. Ein raues Lachen war als Antwort zu hren. Spielte er mit mir Nur durch eine schnelle Krperdrehung entging ich den nchsten Hieb. Dafr ritzte die Klinge meinen rechten Arm. Ich konnte nur beten dass die Schneide nicht vergiftet war. Mit dem Schwung der ausgefhrten Bewegung sprang der Fremde ber eine Sitzreihe und kam mir gefhrlich nahe. Ich holte aus und schleuderte ihm die Mancha entgegen. Mit einer schnellen Kreisbewegung seines Kampfschwertes holte er das Messer aus der SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 115 Luft und lenkte es nach links ab wo es sich tief in die Wandverkleidung bohrte. Ich suchte fieberhaft nach einem Ausweg doch ich stand bereits mit dem Rcken zur Wand. Es gab kein Entkommen mehr Hinter mir befand sich die Kabinenwand ich war unbewaffnet und vor mir holte ein berlegener Gegner zum tdlichen Hieb aus. Der Schachmanin-Kmpfer hatte die Situation genau erfasst und entblte eine Reihe weier Zhne. Er lchelte Ich erstarrte vor Furcht. Da wurde pltzlich das Schott aufgesprengt und eine Gruppe von Sicherheitsbeamten strmte meine Kabine. Sie erffneten sofort und ohne Warnung das Feuer auf den Kmpfer dessen Krper von den auftreffenden Projektilen erschttert wurde. Dann brach sein Blick und das Schwert entglitt seinen kraftlosen Hnden. Langsam ging er in die Knie fiel dann auf die Seite und starb auf meinem Kabinenboden. Zwei Sicherheitsbeamte waren sofort bei mir und zogen mich aus dem Gefahrenbereich. Ein Arzt verschloss meine stark blutende Armwunde mit einem Verbandspray dann gaben meine Beine nach und ich fiel direkt in die Arme der Krankenschwester. Als ich erwachte befand ich mich in der medizinischen Station und blickte in die prfenden Augen des Stationsarztes. Die Klinge war nicht vergiftet hrte ich ihn sagen. Ich sttzte mich benommen auf die Ellenbogen und kam ein Stck von der Liege hoch. Die Erinnerung wirkte wie ein Adrenalinschub. bergangslos war ich hellwach. Was ist passiert Erst jetzt bemerkte ich Drakan den Chef der Sicherheit neben meinem Bett. Das war ein sorgfltig geplantes Attentat Aik Der Attentter war unter falschem Namen an Bord gekommen. Wir sind dabei seine wahre Identitt zu ermitteln doch wir tappen noch im Dunkeln. Ich machte eine verzweifelte Geste. Ein Attentat Warum trachtet man mir nach dem Leben und wer schickt mir einen Killer Drakan fletschte kurz die Zhne. Ich vermute der Anschlag war nicht direkt gegen deine Person gerichtet sondern gegen die Mission. Ich verzog das Gesicht zu einer Grimasse. Wie trstlich Drakan ignorierte meinen Einwurf und fuhr fort Der Start der SOMLOM sollte sabotiert werden. Kein Kommandant keine Raummission. So einfach ist das Ich lachte leise. Da hat er wohl den Falschen erwischt Ich lachte rau. Ich gehre zur Reserve-Crew. Ich wre ohnehin nicht mitgeflogen. Ich lie mich kraftlos zurckfallen. Erst als ich mich umsah bemerkte ich die starren Blicke der beiden Besucher. Eine dunkle Ahnung stieg in mir auf und mir war als legte sich eine eiskalte Hand auf mein Herz. Was ist fragte ich mit bebender Stimme. Drakan senkte kurz den Blick. Wie gesagt Du hattest unglaubliches Glck. Raztan der Kommandant der Missionscrew nicht. Mein Atme stockte. Er wurde gettet Mein Puls raste smtliche an mir angeschlossenen medizinischen Gerte gaben Alarm. Drakan nickte stumm. Der Attentter suchte ihn ebenfalls auf nur wenige Minuten bevor er in deine Kabine eindrang. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 116 Nebel legten sich ber meine Sinne und tiefe Trauer erfllte pltzlich mein Herz. Raztan mein Freund Ich hrte Drakans Worte wie durch einen Schleier. Jetzt bist du am Zug Kurz darauf beendete der Stationsarzt das Gesprch und lie mich mit meinen Gedanken allein. Jetzt bist du am Zug... hallte es noch in meinen Gedanken nach. Das letzte was vor der neuen Ohnmacht ber meine Lippen kam war ...jemand muss es Lokli sagen... 3. Das neue Kommando Als ich den Raum betrat herrschte bedrckendes Schweigen. Die Crew sah mir angespannt entgegen und schien mich mit ihren Blicken sezieren zu wollen. Sie waren alle anwesend Loilo Erster Offizier und auch zustndiger Wissenschaftsoffizier Lika einzige Frau der Crew und ausgebildete Kosmopsychologin Rack Maschineningenieur und zustndig fr die Bord- und Antriebstechnik Pavo Cheftechniker der Ortung und Energietechnik sowie Samut Bordarzt und Kosmo-Biologe. Ich kannte sie alle gut denn wir hatten Jahre des gemeinsamen Trainings im Simulator hinter uns. Doch bis vor kurzem war Raztan ihr Kommandant gewesen und nun kam ich und versuchte seinen Platz einzunehmen. Wrden sie mich akzeptieren Loilo der Erste Offizier gleichzeitig Wissenschaftsoffizier machte Meldung Erste Crew vollzhlig angetreten. Er stockte kurz im Satz. Wenigstens fast vollzhlig. Ich nickte kurz nahm die Kopfbedeckung ab und neigte den Kopf nach links eine Geste des Respekts und der Trauer. Dann sah ich in die Runde Ich kann ihre Gefhle gut verstehen. Raztan war auch mein Freund. Leises Gemurmel war zu hren. Ich fuhr fort Ich hatte mir immer gewnscht diese Mission zu leiten aber ich wollte es nicht auf diese Weise... Loilo sah mich mit brennenden Augen an. Sein Blick schleuderte mir eine einzige Frage entgegen. Warum Ich rusperte mich kurz. Unbekannte Krfte auf Manjard haben offensichtlich ein Interesse daran die bevorstehende Mission zu sabotieren. Diese Leute haben keinen Respekt vor den Errungenschaften unseres Volkes und ich unterstelle rein eigenschtige Motive. Wer auch immer die Drahtzieher des Attentats waren sie wollten verhindern dass sich unsere Stmme zusammenschlieen und eine gemeinsame Aufgabe meistern Sie wollen dass der Status Q erhalten bleibt. Unsere Stmme sollen weiterhin zersplittert bleiben und das groe Ziel aus den Augen verlieren. Ich sah die Crew Mitglieder einen nach dem anderen an bevor ich fort fuhr. Das drfen wir auf keinen Fall zulassen Loilo nickte leicht. Es sind noch zwei Wochen bis zum Start. Wir knnen unmglich die Missionsparameter auf die neuen Gegebenheiten so schnell abstimmen Ich legte meine Handschuhe ab und bat die Crew sich zu setzen. Wir werden gar nichts abstimmen sagte ich trocken. Der Start wird wie geplant erfolgen. Ich habe wie alle Astronauten Jahre des Trainings hinter mir. Wenn wir es jetzt nicht schaffen dann niemals SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 117 Loilos Gesicht verhrtete sich. Vielleicht sollte die gesamte Ersatz-Crew eingesetzt werden um uns abzulsen... Ich schnitt meinem Ersten Offizier das Wort ab etwas schrfer als beabsichtigt. Reden Sie keinen Unsinn Loilo Sie haben als die Besten abgeschnitten und Sie werden diese Mission starten und zwar mit mir als Kommandant. Versuchen Sie den Schmerz zu berwinden und sich auf das Ziel zu konzentrieren Ich brauche beim bevorstehenden Flug klar denkende Kpfe Nur so knnen wir erfolgreich sein Loilo straffte sich merklich. Jawohl Kommandant Ich lchelte leicht. Schon gut Loilo Ich kann verstehen was in Ihnen allen vorgeht. Deshalb lassen Sie uns versuchen das Geschehene zu verarbeiten. Raztan kann nicht mehr zurckgebracht werden. Es liegt aber in unserer Hand seine Vision zu unserer eigenen zu machen Ich atmete tief durch und fuhr langsam und eindringlich fort. Bses Gedankengut kann unsere Mission scheitern lassen Wer auch immer das Attentat geplant hat er denkt nicht im kosmischen Mastab. Ihm ist hchstens an der Erhaltung seiner eigenen Macht auf diesem winzigen Planeten gelegen. Ich deutete mit meiner Hand aus dem Panoramafenster auf meine Heimatwelt. Wir aber sind Raumfahrer und wollen neue Welten entdecken Und deshalb sollten wir die festgefahrenen Strukturen auf unserer Heimatwelt vorbergehend vergessen Langsam lste ich mein Stammes-Symbol von der linken Schulter und sah in die verblfften Gesichter der Crew. Ich mchte denken und Handeln wie ein Manjarde Nur als eine vereinte Nation macht es Sinn sich den kommenden Herausforderungen zu stellen Ich zog ein Bndel neuer Symbole aus der Brusttasche und legte sie vor mir auf dem Tisch ab. Die selbsthaftenden Symbole zeigten den Planeten Manjard mit allen 3 Kontinenten umgeben von einer leuchtenden Aura in der Farbe der fluoreszierenden Nachtmeere. Ich heftete mir das neue Symbol an die Schulter und stand auf. Ich erwarte Sie in 15 Minuten an Bord der SOMLOM Dann verlie ich den Raum ohne mich umzusehen. Das Schiff war beeindruckend Als Missions- Kommandant hatte ich nun freien Zutritt zu allen Sektionen des Schiffes wovon ich sofort Gebrauch machte. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 118 Erwin Eggenberger - Balkenspindel Mein erstes Ziel war die Kommandozentrale. Zahlreiche Techniker arbeiteten emsig an den Bordrechnern und Konsolen. Sie sahen kurz auf als ich eintrat fuhren dann aber mit ihrer Arbeit fort. Ich bewunderte den groen Panoramaschirm der jedoch nur als Ersatz fungierte sollten die Holoprojektionen ausfallen. Der Sessel des Kommandanten war zentral gelegen und schwenkbar. Ich nickte anerkennend. Die Kommandozentrale war genauso wie ich sie mir vorgestellt hatte und im hchsten Ma effizient und zweckmig gestaltet. Alle Systeme der Kommandozentrale wurden im Notfall von einem autarken Energiespeicher versorgt was uns maximale Sicherheit gab. Die Kommandozentrale lag im Kommandomodul das langsam um seine Achse rotierte und so eine knstliche Schwerkraft erzeugte. Nur so konnte ich mich fast wie auf der Oberflche Manjards bewegen. Ich sprte eine Bewegung hinter mir und wandte den Kopf. Lika rief ich berrascht. Die Kosmopsychologin lchelte verbindlich. Ich dachte mir dass ich Sie hier finde. Ich zwinkerte erheitert. Sie haben also mein Psychogramm bereits studiert und analysiert. Natrlich gab sie mit einem leichten Schmunzeln zurck. Ich bin aber nicht nur die zustndige Psychologin fr die Mannschaft einschlielich des Kommandanten sondern vornehmlich Kosmopsychologin fr den Fall dass wir auf wirklich intelligente Lebensformen treffen sollten. Ich rusperte mich kurz und sagte so leise dass es die Techniker nicht hrten Sie sind also eine Spezialistin fr Aliens Und wie vielen fremden Lebensformen sind Sie schon begegnet Lika Die Kosmopsychologin lie sich nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Wer die Psychologie studiert dem begegnen im eigenen Volk mehr Aliens als dort drauen Sie deutete in Richtung des Bildschirms auf dem sich die Schwrze des Alls offenbarte. Ich schmunzelte. Sie rechnen also fest damit dass wir auf eine fremde Zivilisation treffen Sie sah mir kurz nachdenklich in die Augen. Eigentlich nicht. Ich war erstaunt. Und warum nicht Sie zgerte nur kurz mit ihrer Antwort. Nun wenn es im System der Sonne Leilak eine technische Zivilisation gbe dann htten wir lngst Funksignale aufgefangen. Schlielich ist Leilak nur 8 Lichtjahre entfernt. Ich kniff die Augen zusammen. Ihre Argumente waren mir bekannt. Doch was wenn eine fremde Kultur ganz andere Wege gefunden hatte um zu kommunizieren Viele Wissenschaftler sprachen bereits in der Theorie von einem so genannten Hyperband einem Medium das Informationen berlichtschnell bertrug. Lika gab mir ein Zeichen. brigens die Mannschaft wartet in der Messe. Erst jetzt sah ich das neue Manjard-Symbol auf ihrer Schulter. Sie hatte also meinen Appell verstanden und war darauf eingegangen. Ich folgte ihr mit einem Lcheln in den Lift. Sie waren geschlossen meinem Appell gefolgt und empfingen mich wesentlich entspannter als beim ersten Mal. Jeder hatte sein Hoheitszeichen durch das Manjard-Symbol ersetzt. Am anderen Arm trugen sie eine SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 119 schwarze Armbinde im Gedenken an Raztan. Auch ich hatte mich der Symbolik angeschlossen. Wie es schien hatte ich die erste Hrde genommen und wurde als Kommandant akzeptiert. Jetzt konnten wir an die Arbeit gehen. Nachdem ich ein Hologramm mit den verschiedenen Schiffssektionen abgerufen hattelieichmirdieStatusmeldungenanzeigen. Rack was machen die Maschinen Der Tori lie eine Reihe Diagramme einblenden. Der Fusionsantrieb ist einsatzbereit und bereits erfolgreich getestet. Der Ionen-Antrieb ist in der letzten Probelauf- Phase. Allein der atomare Booster entwickelt so viel Schubkraft dass wir die angedockte Raumstation bis an den Rand des Systems schleppen knnten. Racks Augen funkelten schelmisch. Unterstehen Sie sich erwiderte ich grinsend. Alle lachten. Was machen die Ortungssysteme Pavo Cheftechniker der Ortung und Energietechnik fhlte sich angesprochen. Die Passiv-Orter arbeiten hervorragend nutzen uns aber nur whrend des Sublichtfluges. Ich nickte. Bei Erreichen hherer Geschwindigkeiten war die Ortung unmglich. Grund dafr ist ein ultrastarkes elektromagnetisches Schirmfeld welches das Schiff vor kosmischen Kleinstpartikeln schtzen sollte. Die berall gegenwrtigen Staubteilchen waren der Hauptgrund warum die SOMLOM nicht mehr als 90 der Lichtgeschwindigkeit erreichen konnte. Der Staub wirkte wie eine Bremse ein Reibungswiderstand den wir mit unseren technischen Mglichkeiten nicht berwinden konnten. Je schneller wir flogen desto hher war auch die Energie mit der uns diese Miniaturgeschosse trafen. Pavo fuhr fort Die Schiffsenergie wird von vier autarken Fusionsreaktoren bereitgestellt drei davon sind redundant. Im Prinzip gengt ein Reaktor um alle Schiffsfunktionen aufrecht zu erhalten. Ich sah die vier Reaktoren auf dem Schiffshologramm aufleuchten. Die Lebenserhaltungssysteme knnen von jedem Reaktor gespeist werden und die Kommandozentrale schaltet sich automatisch auf den nchst verfgbaren auf sollte es zu einem Ausfall kommen. Die Speicherbatterien knnen die Schiffsfunktionen maximal acht Stunden aufrecht erhalten. Ich war zufrieden. Samut gab uns einen ausfhrlichen Bericht ber die medizinischen Einrichtungen die Schlafzellen und die entsprechenden Notfallplne. Die SOMLOM war SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 120 Nornert Schneider - Manipulatorflotte das Beste das unsere Techniker derzeit bieten konnten. Loilo ergriff als nchster das Wort Da htten wir noch ein paar nette Spielzeuge an Bord mit freundlichen Gren von unseren Militrs natrlich nur fr den Fall der Flle... Ich horchte auf. Da ist zunchst die Selbstvernichtungsanlage einhundert Megatonnen TNT. Die Fusionsbombe liegt unterhalb der Kommandozentrale. Mindestens drei Schiffsmitglieder sind ntig um die Selbstvernichtungsautomatik zu aktivieren. Ebenfalls drei sind ntig um sie innerhalb von zehn Minuten wieder zu deaktivieren. Die Identifizierung erfolgt durch Retinaabtastung. Ich lehnte mich zurck. Fr welche Notflle ist die Sprengung vorgesehen Lika sah mir direkt in die Augen als sie antwortete. Zum Beispiel fr den unwahrscheinlichen Fall dass die SOMLOM in die Hand von aggressiven extramanjardischen Wesen gert. Ein Rckschluss auf die Position unseres Heimatsystems also unserer Herkunft muss auf jeden Fall verhindert werden. Die Technik des Schiffes darf nicht in fremde Hnde fallen noch weniger die Informationen die es trgt. Die Besatzung ist dabei... Ich komplettierte den Satz ...die Besatzung ist dabei sekundr. Lika nickte besttigend. Loilo fuhr fort Damit es nicht soweit kommt verfgt die SOMLOM ber ein Offensivsystem aus zwei Partikelwerfern an den Seiten des Schiffes sowie je einen Torpedowerfer im Bug und Heck. Die Werfer knnen Fusionsbomben mit Hilfe eines pulsierenden Magnetfeldes auf halbe Lichtgeschwindigkeit beschleunigen. Ich sah mir die Anordnung der Werfer genau an. Als Kommandant war ich gleichzeitig der zustndige Waffenoffizier an Bord. Dann fhren wir noch ein Beiboot mit unterhalb der Kommandozentrale in einem Tubenhangar gelegen. Der Expresslift von der Kommandozentrale bringt uns direkt in das kleine Schiff. Es dient zur Landung auf Planeten oder als Rettungsboot. Es besitzt einen atomaren Antrieb ist also nicht fr Langstreckenflge geeignet. Es kann jedoch innerhalb eines Sonnensystems autark operieren. Zum Schutz hat es eine starre Partikelkanone im Bug eingebaut. Ich sah in der Simulation wie sich das Schiff von der SOMLOM lste und zu einem imaginren Planeten abtauchte. Ich kannte die Schiffe der neuen MANJARD-Klasse genau. Was wir lapidar als Beiboot mitfhrten war im Prinzip ein hochmodernes Sternenschiff. Mit Schiffen dieses Typs wrden wir schon bald unser eigenes Sonnensystem erforschen und erschlieen. Bisher waren wir nur mit unbemannten Instrumententrgern zu den nchsten Nachbarplaneten vorgestoen doch schon bald wrden Manjarden ihren Fu auf alle Welten des Systems setzen Es entbehrte nicht einer gewissen Ironie dass wir zuerst ein fremdes Sonnensystem anflogen bevor wir das eigene System vollstndig in Besitz genommen hatten. hnliche Analogien gab es seit den ersten Versuchen der bemannten Raumfahrt. Kritiker hatten bemngelt man stoe in den Kosmos vor und habe noch nicht einmal alle Geheimnisse des eigenen Planeten vollstndig entschlsselt. Es war wohl eine Eigenschaft der Manjarden das wir stets den bernchsten Schritt zuerst versuchten. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 121 Die Schiffe der MANJARD-Klasse stellte die nchste Generation von Raumschiffen dar und wir verfgten ber den Prototypen das bisher erste und einzige Schiff seiner Art. Aber die SOMLOM und ihre Ausstattung war eben einzigartig Als Fernraumschiff war sie nicht fr Landungen auf fremden Welten konzipiert. Sie konnte aber fr den Fall einer unmglichen Rckkehr als Energiezelle fr eine neu zu grndende Kolonie fungieren. Fr diesen Zweck musste der Antriebsteil angesprengt und der Bugsektor des Schiffes als Gleiter gelandet werden. Ein Himmelfahrtsunternehmen das ich mir nicht einmal in meinen schlimmsten Trumen wnschte. Ich machte mich noch viele Stunden mit den Details des Schiffes vertraut. Beispielsweise mit der Funktion der Gelee-Tanks die unsere Krper die lngste Zeit des Fluges im Tiefschlaf vor Schden bewahren sollten. Wenn alles wie geplant verlief dann wrden wir nach einem langen 10 Jahre dauernden Schlaf erwachen und sind am Ziel unserer Reise angekommen. Wenn alles gut ging... Die verbleibende Zeit wurde intensiv fr das Training und die Team-Bildung der Crew genutzt. Ich kannte die SOMLOM mittlerweile besser als mich selbst und verbrachte Tag und Nacht auf dem Schiff. Das Leben spielte sich in der Spitze des 300 Meter langen Schiffes ab. Die eigentliche Schiffszelle mit den Mannschaftsrumen war konisch geformt 100 Meter lang und rotierte um das Zentrum. Mit der Rotationsbewegung wurde knstliche Schwerkraft erzeugt. Die Rotationsperiode war genau auf die Manjard-Schwerkraft abgestimmt. Hinter dem Hauptkrper des Schiffes folgte ein 100 Meter langer Ausleger der den ntigen Abstand zum Ionentriebwerk bildete. Der Ausleger war nichts anderes als ein versteiftes Trgergerst fr den Schiffsmotor. Ein Wartungstunnel fhrte durch den Ausleger zum Antriebsblock. Der Triebwerksblock war wiederum 100 Meter lang und beherbergte den Ionenmotor sowie einige Wartungsrume die aber whrend der Flugphase nicht betreten werden konnten. Links und rechts vom Antriebsblock waren die Fusions-Booster montiert starke konventionelle Triebwerke die uns aus dem heimatlichen Sonnensystem herausbringen sollten. Am Ziel wrden diese Triebwerke wieder den Schub fr den interplanetaren Flug liefern sofern es Planeten gab. Doch in dieser Frage waren sich unsere Wissenschaftler bereits absolut sicher. Wir konnten nur hoffen dass sie sich nicht geirrt hatten. Den letzten Tag vor dem Start verbrachte ich allein. Zehn Jahre sollte der Hinflug dauern weitere 4 Jahre fern der Heimat und mindestens noch einmal 10 Jahre fr den Rckflug. Wenn ich diese Mission lebend berstehen sollte dann wre ich bei meiner Rckkehr 55 Jahre alt. Ein Mann im besten Alter Ich schloss die Augen und dachte an alles was ich zurck lie mein Haus auf dem Kontinent Tori meine Familie Freunde... War es das alles wert Die Antwort die ich mir selbst gab war ein klares Ja Ein langer Traum wrde in Erfllung gehen und ich werde in die Fustapfen jener Entdecker treten die einst die weiten Meere von Manjard mit ihren Holzbooten berquert hatten. Ich schmunzelte. Nun ein etwas besseres Gefhrt steht uns diesmal schon zur Verfgung. Ich legte mich zurck und schlief bald darauf ein. Morgen war der groe Tag 4. Mission Day SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 122 Wir hatten die weien Bordanzge der Raumstation abgelegt und gegen die roten Missions-Kombinationen ausgetauscht. Jedes Besatzungsmitglied hatte nochmals Funkverbindung mit seiner Familie oder dem Partner geschaltet dann waren die letzten Techniker von Bord gegangen. Die letzte Phase des Countdowns wurde von meiner Crew durchgefhrt. Als Kommandant legte ich Wert darauf nochmals die lebenswichtigen Funktionen des Schiffes persnlich durchzugehen. Dann begann der ffentliche Teil des Starts. Die Presse aller drei Stmme wurde ber Direktfunk des Schiffes zugeschaltet und stellte Fragen an die Crew. Die Startprozedur zog sich endlos hin. Mir war klar dass unser Bild auf allen Trivid-Schirmen des Planeten zu sehen war. Ich nahm Gruhaltung ein um der Zeremonie genge zu tun. Auf dem Panoramabildschirm waren die drei Stammesfhrer Manjards zu sehen die uns mit langen polemischen Reden verabschiedeten. Zuvor hatte es einen Eklat gegeben da jeder zuerst das Wort ergreifen wollte. Was fr eine Zeitverschwendung dachte ich. Letzte berprfungen der Missionskontrolle verliefen positiv. Die SOMLOM war bereit Ich sah kurz zu Rack hinber der entspannt und zurckgelehnt in seinem Sessel sa. Seine Hnde lagen auf den Sensorflchen und warteten auf meine Befehle. Als er sie leicht anhob sah ich die feuchten Abdrcke seiner Hnde ein Zeichen starker Anspannung. Ich hatte demonstrativ die Manjard-Plakette getragen was mir bse Blicke der Stammesfhrer eingebracht hatte. In den letzten Tagen waren diese Plaketten mehr und mehr auf der Raumstation aufgetaucht und wurden mit Stolz getragen. Wenn du zurckkommst dann werden sie dich einsperren dachte ich amsiert dann gab ich meinen ersten Befehl als Kommandant Rack Andockklammern lsen Nabelschnur trennen Ein leichter Ruck war zu spren als uns die Raumstation aus ihren Klauen entlie. Die Nabelschnur eine komplexe Schnittstelle mit Hunderttausenden von Lichtwellenleitern wurde gekappt und die Schiffs-Systeme schalteten auf autark. Die Raumstation driftete scheinbar Meter um Meter ab in Wirklichkeit waren wir diejenigen die sich vom alten Standort fortbewegten. Ein Funkruf ging ein. Ich schaltete das Holo auf. Es war Perklat der Stationsleiter und zustndige Wissenschaftsleiter. Ich grte kurz und ffnete den Audiokanal. Raumstation an SOMLOM Die gesamte Besatzung wnscht euch einen guten Flug und gesunde Heimkehr Ich nickte dankend und erwiderte den Gru. Wir werden euch ein Andenken mitbringen Perklat lchelte. Ich wsste da etwas... Sein Lcheln war breit und schelmisch. Euer Flug fhrt dicht an Rabor vorbei dem achten Planeten unseres Systems. Knnt ihr nicht kurz anhalten und mir ein paar Gesteinsproben von seiner Oberflche mitbringen Ich lchelte offen. Negativ Perklat doch wir werden alle greifbaren Daten ermitteln und zurckfunken Versprochen Perklat grte kurz lchelte uns nochmals zu und trennte dann die Verbindung. Erstmals hatte ich das Gefhl auf mich allein gestellt zu sein doch das war nur bedingt richtig. Whrend des gesamten Fluges durch unser SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 123 eigenes System waren wir in stndiger Verbindung mit der Missionskontrolle. Erst nach Aktivierung des Ionenantriebs wrden wir vollkommen selbststndig fliegen. Ich nickte Rack aufmunternd zu. Kursrechner aufschalten Schiffshorizont mit Ekliptik abgleichen atomare Booster aktivieren Beschleunigung mit zwei Telikam Rack besttigte kurz. Seine Finger glitten fast zrtlich ber die Sensorfelder und lsten ein tiefes Brummen aus. Dann lehnte er sich zurck und kreuzte die Arme. Kursrechner eingerastet Horizont steht Booster gezndet Flugrichtung ist frei. Beschleunigung zwei Telikam exakt Ich sah unverwandt auf den Heckbildschirm. Die Raumstation und mein Heimatplanet wurden bestndig kleiner und fielen hinter uns zurck. Es kann losgehen flsterte ich leise. 5. Rabor Wir sahen fasziniert auf die groe Holoprojektion. Hinter uns lag die endlose Schwrze des Alls. Manjard war hchstens noch als verwaschener Punkt und nur mit Hilfe des Bordteleskops sichtbar. Die Motoren des Schiffes arbeiteten wie erwartet einwandfrei und hatten zwei Tage nach Verlassen des Orbits ihren Maximalschub entwickelt. Wir rasten jetzt mit etwa 60 Kilometern pro Sekunde auf die Peripherie unseres Sonnensystems zu. Alles fieberte der ersten kosmischen Begegnung entgegen die uns bevorstand. Nach Neun Wochen Flugzeit war er dann endlich auf den Schirmen erschienen Rabor Der 8. Planet unseres Systems und einziger Planet der auf unserer Flugbahn lag Niemals zuvor waren wir ihm so nahe gewesen Pavo leierte die ersten Daten herunter. Durchmesser 14010 km. Atmosphrischer Druck am Boden 15 ber Manjard-Standard. Zusammensetzung... Pavo bentigte einige Sekunden um die Daten abzurufen. Zusammensetzung 80 Prozent Kohlendioxid zehn Prozent Stickstoff der Rest Edelgase und Spurenelemente. Ich lie die Auswertungsfolien durch meine Hnde gleiten. Durchschnittstemperatur minus 150 Grad Sehr gemtlich Groe Eisfelder aus gefrorenem Kohlendioxid und Ammoniak. Kein Wasser oder Wassereis an der Oberflche. Fr die groe Entfernung zu Cleptra noch relativ warm. Loilo zustndiger Wissenschaftsoffizier streifte kurz sein Fell ber der Nasenwurzel zurck ein Zeichen dass er angestrengt berlegte. Wahrscheinlich Geothermalenergie. Der Planet muss einen heien Kern besitzen. Trotzdem... Kein Wasser kein Leben Samut besttigte. Nicht einmal eine Mikrobe existiert da unten. Es sei denn eine unserer zahlreichen Sonden hat ein paar Bakterien als blinde Passagiere mitgebracht und abgesetzt. Aber die drften ebenfalls keine Chance haben lange zu berleben. Ich legte den Kopf schief. Trotzdem ein interessanter Kandidat fr die Gewinnung von Bodenschtzen aller Art. Lassen wir die Scanner laufen so lange es geht und senden alles an Perklat. Loilo lachte. Die gewonnenen Daten werden unsere Wissenschaftler die nchsten 10 Jahre beschftigen SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 124 Ich lie mir die Oberflche des Planeten auf maximale Detailtreue zoomen. Ich blickte auf weite Ebenen zerklftete Tler ausgedehnte Senken und interessante Bruchformationen. Jedoch gab es keinerlei Vegetation nicht einmal niedere Moose oder Flechten frbten den wstenhaften Boden grn. Eine tote aber schne Welt. Ich lehnte mich zurck und fllte die Senkungen im Gedanken mit Wasser. Vor meinen Augen formten sich Meere und Kontinente. Wir wrden sicher eines Tages damit beginnen diese Welt nach unseren Vorstellungen umzuformen Manjardforming Durch gezieltes Eingreifen knnte man eine Sauerstoffatmosphre bilden erst niedere Vegetation spter Bume und Strucher anpflanzen die den Umformungsprozess untersttzen. Am Ende knnten die Manjarden den Planeten in Besitz nehmen und eine neue Kolonie grnden. Ich lchelte in mich hinein. Dieser Prozess wrde sicherlich Hunderte von Jahren dauern wenn nicht noch lnger. Es war eine Aufgabe fr Generationen. Doch hatte unser Volk so viel Zeit Wir hatten Rabor bereits passiert und entfernten uns langsam aus seinem Schwerefeld. Rabor hatte uns durch sein Schwerefeld nochmals einen genau kalkulierten Geschwindigkeitsschub mitgegeben und die SOMLOM auf ihre Zielflugbahn katapultiert. Der Planet fiel schnell hinter uns zurck und verschwand im Dunkeln des Alls. Rabor war eine eiskalte Welt am Rande unseres eigenen Systems. Mit jeder Sekunde entfernten wir uns weiter und weiter. Wir hatten ihm nur einen kurzen Besuch abgestattet denn unser Ziel lag viel weiter. 6. Die Oortsche Wolke Nach einer lngeren Ruheperiode von 2 Monaten waren wir wieder aus der Schlafkammer gekommen. Wir hatten einen Vorgeschmack auf die Schlafperiode in den Tanks erhalten und die letzten Tests verliefen absolut zufrieden stellend. Ich fhlte mich frisch und unternehmungslustig. Dem Flugplan nach waren wir kurz davor die uere Kometenwolke unseres Sonnensystems zu erreichen. Keiner von uns wusste genau mit welchen Risiken der Durchbruch verbunden war. Niemals zuvor waren Manjarden so weit vorgedrungen. Ich wies die Besatzung zur hchsten Wachsamkeit an. Von nun an waren die Ortungsgerte keinen Moment lang unbesetzt. Die Partikeldichte nahm stndig zu und aus der Flugrichtung kamen besorgniserregende Ortungsmeldungen. Pavo kruselte die Stirn er schien sehr besorgt. Da schwirren Broken herum von der Gre kleiner Asteroiden Loilo besah sich die Daten. Schmutzige Schneeblle Pavo lie ein Schnaufen hren. Von wegen Schneeblle Im Kern teils metallisch teils aus Felsen. Wenn wir frontal auf so einen Schneeball prallen dann ist es vorbei. Die Wahrscheinlichkeit dass es zu einer Kollision kommt ist allerdings vergleichsweise gering. Ich warf alle Bedenken ber Bord. Um abzubremsen war es bereits zu spt. Auerdem bewegten sich die Kometenkerne mit derselben Geschwindigkeit durch die Gegend wie unser Schiff. Wir konnten nur durchstoen und hoffen dass es zu keinem Unfall kam. Die Statistik SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 125 sprach jedenfalls fr uns denn das All war verdammt gro Um uns alle zu beruhigen hatte Loilo kurz eingeworfen dass die Wahrscheinlichkeit fr einen Zusammensto ungefhr so gro war wie die Mglichkeit dass sich zwei weit voneinander abgefeuerte Gewehrprojektile in der Luft trafen. Trotzdem verbrachten wir die nchste Zeit stndig in der Zentrale. Eine unterschwellige Angst machte sich erstmals seit Antritt unseres Fluges breit. Das diese Angst begrndet war sollte sich schon bald herausstellen. Es war am vierten Tag nach Verlassen der Schlafkabinen als mich Pavo aufgeregt alarmierte. Ich hatte einige Stunden in meiner Privatkabine zugebracht und wollte in wenigen Minuten die Wachablsung durchfhren. Der Turbolift spie mich innerhalb weniger Sekunden direkt in der Zentrale aus. Pavo hatte eine Holoprojektion erstellt auf der ich mit einem Blick sah was ihn erschreckt hatte ein groer Kometenkopf mit zirka 1000 Metern Durchmesser lag genau auf unserer Flugbahn Ich atmete heftig durch. Geschtzte Zeit bis zur Kollision fragte ich knapp. Pavo hmmerte auf die Tastatur des Kursrechners ein. 4 Minuten 24 Sekunden entgegnete er ebenso knapp und przise. Vollalarm befahl ich trocken. Erstmals seit unserem Abflug erklangen die Warnsirenen und waren in jedem Winkel der SOMLOM zu hren. Wenige Sekunden spter erschienen die ersten Besatzungsmitglieder Rack nur in eine dnne Schlafkombination gehllt was ihm spttische Blicke von Lika einbrachte. Loilo erschien als letzter heftig atmend fragte er Was ist los warum der Alarm Anstelle einer direkten Antwort besttigte Pavo Noch 3 Minuten 40 Sekunden bis zur Kollision Loilo wurde bleich und Lika sah mich mit entsetzt geweiteten Augen an dann kamen meine Befehle schnell nacheinander. Pavo Analyse des Kometenkerns Ich brauche seine Zusammensetzung Schnell Pavo besttigte kurz und machte sich sofort an die Arbeit. Rack Frontwerfer bereitmachen Zieldaten in den Waffencomputer transferieren Rack machte einen Satz der einem torianischen Springteufel alle Ehre gemacht htte und landete geradewegs vor der Waffenkonsole. Pavo meldete sich kurz. Tiefenanalyse des Krpers luft. Taste mit allen verfgbaren Sensoren Ich nickte ihm zu. Loilo An den Bordrechner. Ermittle die Wahrscheinlichkeit fr eine vollstndige Zerstrung durch eine Fusionsladung bevor der Zusammenprall erfolgt Loilo setzte sich nach einem kurzen Blick zu Lika an die Computerkonsole und begann mit den Berechnungen. Ich drehte mich zu Samut um. Medizinische Station klarmachen auf den Notfall vorbereiten Der Bordarzt von allen auch der Schweigsame genannt machte sich sofort an die Arbeit. Pavo meldete sich. Noch 2 Minuten 15 Sekunden bis zum Aufprall Achtung Zusammensetzung Methaneis Ammoniak kleinere Partikel von Staub und Fels sehr niedrige Dichte. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 126 Ich schloss kurz die Augen das war unsere Chance Da hast du deinen schmutzigen Schneeball Loilo sagte ich trocken. Dann zu Rack der bereits auf meine Befehle wartete Fusionsladung Einhundert Kilotonnen laden und besttigen Rack begann zu schwitzen. Nach nur 20 Sekunden besttigte er. Geladen Pavo war von seinem Platz aufgestanden. Noch eine Minute 50 Sekunden bis zum Aufprall Lika hatte sich bereits festgeschnallt und ihren Helm verriegelt die anderen taten es ihr gleich. Ich zerbrach mit fliehenden Fingern die Plastikummantelung der Codetabellen um die Bombe scharf zu machen. Dann bermittelte ich Rack den Codeimpuls. Der Feuerknopf auf meinem Kommandosessel leuchtete rot auf und zeigte Bereitschaft. Ich hielt den Atem an. Loilo wandte sich um. Wahrscheinlichkeit liegt bei 60 Prozent. Auch er schnallte jetzt seinen Gurt fester. Zielcomputer aufschalten Rack antwortete leise Ist aufgeschaltet. Ich blinzelte zu Pavo hinber und drckte entschlossen den Feuerknopf. Der Abschuss der Fusionsladung war kaum hrbar. Durch ultrastarke pulsierende Magnetfelder beschleunigt wurde die Bombe vom Frontwerfer ausgespuckt und jagte davon. Ein ultrahohes sirrendes Gerusch war zu vernehmen dann sahen wir es vorab aufblitzen. Ein blendender Feuerball dehnte sich aus und umschloss den Kometenkopf der durch das vernichtende Feuer des Gefechtskopfes erstmals optisch sichtbar wurde. Lika sthnte auf. Wir rasen genau in den Feuerball hinein Ich kniff die Augen zusammen. Glhende Partikel stoben in alle Richtungen davon. Hatten wir den Kometenkopf vernichtet Elektromagnetisches Schirmfeld auf Maximum befahl ich ruhig. Dann konnten wir nur noch warten. Die letzten Sekunden dehnten sich zu einer kleinen Ewigkeit. Schlielich meldete Pavo Plasmawolke mit Kleinstpartikeln vorab. Temperatur im Kern des Feuerballs noch 5000 Grad Celsius abklingend. Auftreffen in 4 3 2 1... Kontakt Wir vernahmen ein Gerusch das sich anhrte wie ein Sack kleiner Stahlkugeln die auf einer Steinplatte ausgeschttet wurden. Ich zog unwillkrlich den Kopf ein und klammerte mich an die Sitzlehnen meines Kommandosessels. Wenn ein grerer Krper brig geblieben war und genau in Flugrichtung lag... Ich wagte nicht den Gedanken fertig zu spinnen. Mit 80 Kilometern pro Sekunde durchstieen wir die verwehende Plasmawolke der Fusionsladung und hielten alle den Atem an. Dann durchstieen die ersten greren Broken das magnetische Schirmfeld. Jeder Aufprall entwickelte so viel Energie dass selbst ein Faustgroes Eisstck die Hlle aus spezialverstrktem Verbundstahl durchschlagen konnte. Die spezielle Form des Kommandomoduls verhinderte das Schlimmste. Nach einer weiteren Sekunde waren wir durch. Die Sicht in Flugrichtung klrte sich und die letzten Erschtterungen klangen ab. Pavo wischte sich demonstrativ mit einem Erfrischungstuch ber das Gesicht. Groer SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 127 Broken zirka 100 Meter Durchmesser 200 Meter links von uns passiert Ich atmete auf. Wir hatten es geschafft. Alarm beenden befahl ich ruhig und verriegelte die Waffenschaltungen. Rack hat das Schiff etwas abbekommen Bitte Ausfallmeldungen. Rack sah verblfft auf die Anzeigen des Bordcomputers. Keine Ausfallmeldungen Hlle intakt Einige Mikrolecks die aber bereits durch Einspritzen von Dichtungsmasse verschlossen werden. Ich entspannte mich Na dann knnen wir uns ja wieder entspannen. Ich merkte allen die groe Erleichterung an. Nur Loilo schien etwas mitgenommen und nervlich angegriffen. Ich nahm mir vor ein Auge auf ihn zu haben. 7. Die Botschaft Nach einer Woche Flug und vier weiteren nahen Begegnungen mit hausgroen Kometenkpfen hatten wir es endlich geschafft Pavo hatte atemberaubende Bilder und Daten der Oortschen Wolke gesammelt und unser Wissen ber den Aufbau des eigenen Sonnensystems komplettiert. Unser Zentralstern Cleptra war nun kaum noch grer als all die andern Fixsterne. Theoretisch hatten wir nun die Grenzen unseres eigenen Systems berwunden. Bevor wir uns fr die nchsten Zehn Jahre in die Schlaftanks legen mussten wurde dieser Anlass mit einem letzten ppigen Mahl gefeiert. Vor uns lag nun die unendliche Leere der Abgrund zwischen den Sternen. Die 8 Lichtjahre waren eine gigantische Entfernung die es zu berwinden galt doch im kosmischen Mastab gesehen bestenfalls vergleichbar mit dem Sprung eines manjardischen Grasinsekts. Wir saen zusammen und spekulierten ber Dinge die uns am Zielpunkt erwarteten knnten als wir pltzlich eine Funkbotschaft empfingen. Pavo versuchte sein Bestes die Botschaft klar zu bekommen doch der Empfang war extrem gestrt. Ich lie mein Essen stehen und gesellte mich zu ihm an die Funkkonsole. Pavo versuchte das Rauschen durch berlagerung zu reduzieren um die Botschaft besser hrbar zu machen. Sie ist sehr zerhackt kaum zu verstehen merkwrdig... Ich lauschte und nickte ihm kurz zu. Pltzlich glaubten wir ein paar Wortfetzen zu verstehen. Ist... icherheits... ation... Ich strich mir das Fell ber den Armen zurck. Was hat das zu bedeuten Pavo schaltete die digitalen Filter dazwischen. Das Signal kommt sehr schwach an. Eigentlich msste die Raumstation klar durchkommen. Irgendetwas stimmt nicht Ich dachte nach. Warum schickte man uns einen Funkruf mit so schwacher Sendeleistung War der Hauptsender etwa ausgefallen Das Rauschen wurde wieder strker. Ich wies Pavo an die Empfangsmodule zu berprfen doch das hatte der tchtige Techniker bereits erledigt. ...mbe... uf em iff... chtung es... ibt... ne... Bom... Dann riss die Nachricht pltzlich ab. Ich lie den letzten Teil wieder und wieder abspielen. Dann glaubte ich pltzlich zu wissen was man uns sagen wollte. Meine Nackenhaare stellten sich im Moment der Erkenntnis vor SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 128 Schreck auf. Ein kalter Schauer rann durch meinen Krper. Ich sah Pavo kurz an und las in seinem Gesicht das auch er die richtigen Schlsse gezogen hatte. Rufe sofort die anderen zusammen Pavos Gesicht blieb ausdruckslos. Jawohl Kommandant. 8. Sabotage Ich sah in die fragenden Gesichter meiner Crew. Pavo verhielt sich ruhig und berlie mir das Wort. Wir haben eine Botschaft erhalten begann ich langsam. Loilo lehnte sich mit verschrnkten Armen zurck. Und Gre aus der Heimat Ich rusperte mich und beschloss ohne lange Vorreden zum Punkt zu kommen. Die Sendung war sehr schwach und verstmmelt wahrscheinlich mit einem Notsender abgestrahlt. Ich fhlte die aufkeimende Beunruhigung unter der Besatzung. Lika sah von einem zum anderen dann fragte sie mit zitternder Stimme Notsender Wieso das Ist etwas passiert Ich erstickte die aufkommenden Fragen mit einer raschen Handbewegung. Der Funkruf hrt sich an wie eine Warnung. Ich bin der berzeugung man will uns mitteilen dass sich eine Bombe an Bord befindet Pavo lie die Luft zischend entweichen. Er hatte die Botschaft also auch verstanden. Rack schoss aus seinem Sessel wie eine Rakete. Wie bitte Ich drckte ihn sanft ins Polster zurck. Wir haben wahrscheinlich eine Bombe an Bord die den Flug sabotieren soll. Nach den Anschlgen des Schachmanin durchaus mglich. Lika sah sich mit brennenden Augen um. Wir mssen sie finden und ins All befrdern bevor... Sie stockte mitten im Satz. ...bevor sie detoniert und uns und das Schiff atomisiert. Pavo hatte sich bereits wieder in der Gewalt als er fragte Warum ist sie bis jetzt noch nicht explodiert und hat unseren Flug beendet Ich wog den Kopf hin und her. Darber habe ich mir bereits Gedanken gemacht. Wre das Schiff zwischen Manjard und dem Systemrand explodiert dann htte die Raumstation die Explosion registriert. Ich vermute die Terroristen oder Attentter wollten dass der Anschlag wie ein Unfall aussieht. Wir wren einfach nicht mehr von unserer Mission zurckgekehrt. Pavo nickte versonnen. Dann ist der Znder so eingestellt dass er die Bombe irgendwann beim interstellaren Flug zndet. Zu diesem Zeitpunkt ist die Kommunikation mit der Heimat unterbrochen. Ich nickte besttigend. Sehr gut Pavo Das war auch meine Schlussfolgerung. Ich vermute dass der Znder mit dem Ionenantrieb gekoppelt ist. Lika zitterte leicht. Dann mssen wir den Countdown fr den Start des Antriebes unterbrechen Pavo schttelte den Kopf. Es ist nicht gut in den automatischen Countdown einzugreifen. Ich sah auf meinen Chronometer. Noch 5 Stunden bis zum Countdown. In sptestens 4 Stunden mssen wir in den Tanks liegen. Wir haben also 4 Stunden die Bombe zu finden und zu deaktivieren anderenfalls werde ich den SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 129 Countdown unterbrechen und den Kursrechner neu programmieren Pavo lehnte sich zurck. Aber das ist nicht alles oder Ich versuchte ruhig zu bleiben als ich sagte. Ich mache mir Sorgen ber die Art wie uns die Botschaft erreicht hat. Loilo sah mich direkt an. Du vermutest Probleme zuhause Ich nickte versonnen. Pavo nutze die Pause um eine weitere Information platzen zu lassen. Seit dem Ende der Funkbotschaft sind auch alle anderen Funksendungen von Manjard abgerissen. Lika ffnete die Augen so weit dass ihre Angst deutlich zu sehen war. Was bedeutet das Pavo zuckte mit den Schultern. Wir waren noch niemals so weit drauen. Vielleicht ist das ein normaler Effekt oder die Oortsche Wolke beinhaltet irgendwelche Elemente die elektromagnetische Wellen absorbieren oder reflektieren. Kann auch ein technischer Defekt sein. Ich werde daran arbeiten. Aber auf jeden Fall ist das ganze sehr merkwrdig. Ich sah mich kurz um. Egal was zuhause vorgefallen ist wir knnen die Mission nicht mehr abbrechen. Wir werden die Bombe finden und entschrfen dann setzen wir unseren Flug fort Ich fhlte die aufkeimenden Zweifel meiner Crew. Allerdings wusste jeder an Bord das man eine Mission nicht einfach abbrechen und zurckfliegen kann. Das war schon aus technischen Grnden nicht mglich. Lika machte einen letzten Versuch. Das Beiboot Wir fliegen mit dem Beiboot zurck nach Haus Ich verneinte energisch. Wir werden die SOMLOM nicht so einfach aufgeben Habe ich mich deutlich ausgedrckt Ich teilte Pavo ein den Empfnger nicht mehr aus den Augen zu lassen. Samut und Lika erhielten den Auftrag das Beiboot fr einen Notstart startklar zu machen. Loilo und Rack folgten mir um nach der Bombe zu suchen doch wo sollten wir beginnen Wir glichen unsere Chronometer ab und blieben in stndiger Verbindung. Ich gab Anweisung erneut die leichten Raumanzge anzulegen da sie im Notfall eine autarke Sauerstoffversorgung gewhrleisteten. Auerdem waren sie druckbestndig und man konnte wenigstens fr eine kurze Zeit im All berleben. Rack und Loilo sahen mich fragend an. Sie erwarteten eine Entscheidung. Rack wo wrde eine Bombe am wenigsten auffallen Der Techniker berlegte angestrengt. Im Antriebsmodul hlt sich whrend des gesamten Fluges niemand auf. Whrend der Flugvorbereitung wird der Antrieb zwar genau untersucht war es dem Attentter aber gelungen die Bombe nach dem Ende des Countdowns zu platzieren dann wrde sie wohl unentdeckt bleiben. Ich nickte besttigend. Das war auch mein Gedanke. Wenn die Bombe mit dem Antrieb verbunden ist dann macht es Sinn sie in der Nhe des Ionenmotors zu platzieren. Wir sahen uns kurz an dann waren wir uns einig. Wir mussten so schnell wie mglich zum Antriebsmodul gelangen und nach verdchtigen oder nachtrglich eingebauten Elementen suchen. Whrend Samut und Lika ber den Lift zum Beiboot fuhren um das Schiff fr den Notfall SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 130 startklar zu machen durchquerten wir das Kommandomodul und nherten und dem Verbindungsschott zum Brckensegment. Loilo ffnete das Code-Schott zum Verbindungsgang. Vor uns lag ein etwa 100 Meter langer Tunnel der schnurgerade zum Antrieb fhrte. Der Tunnel drehte sich vor unseren Augen doch das war eine Tuschung. In Wirklichkeit rotierte das Kommandomodul um die knstliche Schwerkraft zu erzeugen der Tunnel hingegen lag still. Demnach herrschte in dem Verbindungsgang Schwerelosigkeit und es wrde mhsam werden zum Antriebsmodul vorzudringen. Der Tunnel war gerade gro genug um einen Manjarden zu fassen so schwebten wir dicht hintereinander. Ich fhrte die Prozession an. Ich hrte pltzlich Loilos Stimme im Helmfunk. Wenn wir das berleben dann drehe ich nach meiner Rckkehr den Verantwortlichen eigenhndig das Genick um Ich kommentierte die Worte nicht machte mir aber zunehmend Gedanken ber Loilos Zustand. Mein erster Offizier schien Stresssituationen nicht so gut zu verarbeiten wie die anderen Crewmitglieder. Bei aller Gefahr mussten wir ruhig und besonnen bleiben nur so konnten wir berleben. Ich begann mich zu wundern wie Loilos Schwachstelle whrend der Tests bersehen werden konnte. Ich hrte das schwere Atmen Loilos im Empfnger. Er schien mit seiner Beherrschung zu kmpfen. Langsam schwebten wir durch das berbrckungsmodul und nherten und der nchsten Schleuse. Loilo hatte mehrmals die Kontrolle ber seinen Schwebeflug verloren und war hart gegen die Wnde gestoen. Ich fhlte mich veranlasst ihn zur Ordnung zu rufen. Als wir endlich vor dem Schott standen zeigte ein kurzer Blick auf mein Chronometer dass wir genau 15 Minuten fr den schwerelosen bergang zum Antriebsmodul bentigt hatten. Ich trieb meine Begleiter zur Eile an. Das Schott warnte mit roten Leuchtsymbolen vor starker Strahlung. Nach dem Start des Ionenmotors war es nicht ratsam an diesem Ort zu sein. Die emittierteStrahlungwarnachkurzerZeittdlich. Loilo tippte nervs den Eingangscode in das Trschloss worauf sich die Stahltren fr uns ffneten. Die Kammer die zu den Antriebssystemen fhrte war in dunkles Rotlicht getaucht. Ein Zeichen dafr dass der Countdown fr den Ionenmotor bereits begonnen hatte. Der gesamte Trakt war von einem tiefen Brummen erfllt. Loilo sah nervs auf seinen Chronometer. Hat jemand die genaue Zeit zu der wir zurck sein mssen um noch mit dem Rettungsboot zu entkommen Ich sah Rack kurz in die Augen. Auch er begann sich ber das Verhalten Loilos zu wundern. Ich wies den beiden je einen Wartungstunnel an und begab mich direkt in den Maschinenraum. Sofort machte ich mich an die Untersuchung der Hauptkonsolen ffnete Verkleidungen und suchte nach Bauteilen die nicht hierher passten. Ich berprfte alle Schweinhte ffnete die Seitenverkleidungen wo es mglich war und untersuchte alle Magazine. Loilo sichtlich nervs und Rack der sich mit der Przision eines Uhrwerks vorarbeitete gaben mir alle 5 Minuten ber Funk Statusmeldung. Wir durchsuchten alle Wartungstunnel ffneten jedes Zugangsschott und wurden dennoch nicht fndig. Nach zwei Stunden rief ich die beiden zurck. Wir hatten noch etwa eine Stunde und 45 Minuten Zeit ehe wir entweder in das Beiboot SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 131 steigen oder aber den Countdown stoppen mussten. Ich sah in die gehetzten Augen Loilos der mich fragend ansah. Und Gehen wir zurck und verlassen diesen Pott Ich wurde rgerlich packte Loilo an den Schultern und schttelte ihn kurz. Was ist nur pltzlich los mit Ihnen Reien Sie sich geflligst zusammen Ich erwarte von meinem Ersten Offizier dass er Haltung bewahrt sonst enthebe ich Sie von Ihrem Kommando Haben wir uns verstanden Loilo schluckte kurz und versuchte sich zu fassen. Rack der die Szene stumm beobachtet hatte wartete bis ich mich an ihn wandte. Kommandant mir ist da ein Gedanke gekommen. Ich sah interessiert auf. Ja Rack Der brillante Techniker machte eine umfassende Geste. Eigentlich haben Sie mich mit dem Bericht ber den Schachmanin darauf gebracht. Ich sah wie sich Racks Gesicht verhrtete. Wenn diese Leute trainiert sind zu tten sozusagen perfekte Killer die jeden Auftrag genau planen und ausfhren dann hat der Attentter vielleicht mit unserer Reaktion gerechnet und sie in seinen Plan eingebaut. Ich sah interessiert auf. Weiter Rack schloss die Antriebssektion mit seinen Armen ein. Vielleicht hat er damit gerechnet dass wir genau die Schlussfolgerung ziehen auf die wir gekommen sind. Er wusste dass wir hier suchen werden Also hat er die Bombe an einem anderen Ort deponiert Ich dachte nach. Wir hatten noch immer nicht alle Stellen untersucht. Das Antriebsmodul war vergleichsweise riesig. Drei Mann konnten durchaus stundenlang suchen und trotzdem die Bombe bersehen. Loilo war dem Zusammenbruch nahe. Erst durch seine zitternde Stimme wurde mir klar wie ernst es um ihn stand. Und wo soll das verdammte Ding versteckt sein wenn nicht hier Rack antwortete mit fester Stimme und voller berzeugung Im Beiboot natrlich Der Schamanin wollte kein Risiko eingehen. Fr den Fall dass wir uns mit dem Beiboot absetzen wrde die Bombe detonieren und uns alle atomisieren Ich schielte auf mein Chronometer und stellte mit einer schnellen Schaltung die Verbindung zu Lika und Samut her. Hier spricht Aik Lika Samut hrt ihr mich Der Bordarzt meldete sich augenblicklich. Hier Samut habt ihr etwas gefunden Ich berging die Frage und wies stattdessen an Antrieb des Beibootes sofort herunterfahren Systeme aus Habt ihr mich verstanden Lika meldete sich. Ich fahre gerade den Countdown um die Antriebsmodule des Bootes zu testen und vorzuwrmen soll ich nicht lieber doch... Mir lief es hei ber den Rcken. Eine Spur zu laut schrie ich in das Mikrofon. Countdown sofort stoppen Das ist ein Befehl Lika meldete sich mit ruhiger Stimme. Wenn ich den Antrieb herunterfahre dann dauert es mindestens eine Stunde um den Reaktor erneut hochzufahren und das Schiff klar zu machen. Ich schnitt ihr das Wort unsanft ab. Die Bombe ist wahrscheinlich im Beiboot versteckt Wenn sie den Probelauf starten dann tten sie uns vielleicht alle SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 132 Eine Sekunde schweigen dann kam die Meldung Antrieb aus Reaktor heruntergefahren. Shutdown aller Systeme des Beiboots. Und nach einer weiteren Sekunde Ich hoffe Ihre Vermutung trifft zu Kommandant Ich atmete durch. Um die stndigen Diskussionen meiner Befehle wrde ich mich spter kmmern. Ich schrieb der Crew zugute dass der Tod des frheren Kommandanten doch noch seine Spuren hinterlassen hatte. Dann gab ich meine Befehle Lika sehen Sie sich im Beiboot um. Falls Sie etwas finden rufen Sie uns. Aber rhren Sie nichts an. Wir sind auf dem Weg zu Ihnen Rack Loilo los Allen war klar dass wir keine Zeit mehr hatten einen weiteren Bereich des Schiffes zu durchsuchen. Falls wir uns irrten dann hatte dieser Irrtum schwerwiegende Konsequenzen. Als letzte Mglichkeit blieb den Start des Ionenmotors zu unterbrechen. Damit war die Mission gescheitert denn den Kursrechner neu zu programmieren war eine fast unlsbare Aufgabe. Als wir im Beiboot ankamen empfing uns Lika mit ausdruckslosem Gesicht. Samut hat soeben etwas unter dem Krankenlager entdeckt. Er kann den Gegenstand nicht der medizinischen Ausrstung zuordnen. Ich atmete heftig entledigte mich mit einem schnellen Griff der schweren Montur und sah dass Rack es mir gleich tat. Nur Loilo machte keine Anstalten den Raumanzug abzulegen. Ich raunte Lika zu sich um den Ersten Offizier zu kmmern und sie schien sofort zu verstehen. Mit ruhigen Worten redete sie auf ihn ein whrend wir zu Samut stieen. Der Bordarzt lag mit einem Leuchtstab unter dem Krankenbett und besah sich den seltsamen Krper. Er sah kurz zu uns auf. Metallischer Krper etwa 50 Zentimeter lang magnetisch verankert. Rack nickte. Das knnte unser gesuchtes Objekt sein Ich robbte unter das Bett und sah mir den Zylinder an. Samut leuchtete mir. Er wurde nachtrglich angebracht. Die magnetische Halterungen sind mit Spezialkleber verschweit. Hoffentlich bekommen wir das Ding ab. Rack zog ein kleines Messgert aus der Tasche und folgte uns unter das schwere Bett. Schwacher Signalfluss in einem Seitenspektrum. Das Ding funkt und empfngt ein schwaches Signal Ich vermute dass die Bombe ein SenderEmpfnger-System enthlt das feststellen kann ob der Ionenantrieb gezndet wurde. Ich rieb mir nervs die Handflchen. Und wie soll das funktionieren Rack drehte die Handflchen von unten nach oben ein Zeichen dass er sich nicht absolut sicher war. Ich knnte mir vorstellen dass die Bombe auf die Emissionen des Ionenzyklotrons anspricht. Ich dachte kurz nach. Das Kommandomodul war zwar bestens abgeschirmt und die Strahlung lag weit unterhalb der gefhrlichen Grenze trotzdem war sie charakteristisch und konnte von einem entsprechenden Sensor noch angemessen werden. Ich denke wir haben die Bombe gefunden Ich schluckte kurz. Sehr gut Rack Ihre Ahnung hat sich als richtig erwiesen Da lagen wir nun zu dritt unter dem Bett und starrten auf das seltsame Objekt. Die Bombe war mit dem Bettgestell kalt verschweit und keiner SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 133 von uns wagte sie zu berhren. Wir dachten nach. Ich musste eine Entscheidung treffen und zwar schnell. In sptestens 40 Minuten mussten wir in die Tanks gehen oder den Countdown stoppen. Die Bombe musste entweder aus dem Schiff oder entschrft werden Bei den Listen und Tricks der Schachmanin wagte ich allerdings nicht daran zu denken die Bombe zu entschrfen. Sicherlich war der Znder vielfach gesichert. Wieder war es Rack der den passenden Vorschlag hatte. Wenn wir die Bombe nicht abtrennen knnen dann befrdern wir doch einfach das gesamte Bett ins All Ich lachte kurz auf. Dieser Rack gefiel mir immer besser Ich schlug Samut auf die Schulter. So machen wirs Das Bett ist doch fahrbar oder nicht Der Mediziner nickte verblfft. Natrlich. Aber wenn die Bombe einen Bewegungsznder hat Ich sah Samut in die Augen. Das Risiko mssen wir eingehen Doc. Auerdem glaube ich nicht daran denn sonst htte der Znder schon whrend der Beschleunigungsphase angesprochen. In meinem Funkempfnger krachte es kurz dann war eine Stimme zu hren. Hier ist Pavo denkt eigentlich noch jemand an mich Ich besttigte. Wir haben die Bombe gefunden.WiesiehtesandenEmpfngernaus Pavo lie heftiges Atmen hren. Ich empfange nichts nicht einmal ein schwaches Signal. Fast scheint es als ob alle Sender auf unserem Planeten die Arbeit eingestellt htten. Ich gab Pavo Anweisung es weiter zu versuchen und lste zusammen mit Rack die Halteklammern des Krankenbetts. Ich sah dem Techniker kurz in die Augen. Wie sie sagten Rack. Wir befrdern das verdammte Ding ins All. Notschleuse Sieben ist am nchsten. Los jetzt Vorsichtig aber zgig bugsierten wir das Krankenbett in die Schleuse dann fanden wir uns wieder in der Zentrale ein. Ich berschrieb das Sicherheitsprotokoll der Schleuse das normalerweise die Luft vor dem ffnen der Auentore abpumpte. Ich hoffte dass der entstehende Sog die Bombe mitsamt dem schweren Bett ins All schleuderte. Dann bettigte ich den Schalter der Schleusenkontrolle. Ich wartete einige Sekunden dann rief ich meinen Ortungstechniker. Pavo Was zeigen die Gerte an Ist das Ding drauen Nach einigen Sekunden kam die prompte Antwort Ich traue meinen Augen nicht Da drauen fliegt ein Bett durchs All und entfernt sich mit etwa einem Kilometer pro Sekunde vom Schiff Niemand ging auf die humoristische Einlage ein aber ich registrierte ein merkliches Nachlassen der Anspannung. Pavo gab uns weiterhin Meldung. Als das Bett und die Bombe sich etwa 20 Kilometer entfernt hatten glhte es auf den Ortungsschirmen pltzlich auf. Meine Muskeln strafften sich. Ich wartete auf die Druckwelle doch es gab keine Erschtterung. Pavo meldete sich. Kalte Fusionsladung 50 Kilotonnen Sprengkraft. Zweifelsohne genug um dieses Schiff in seine atomaren Bestandteile zu zerlegen. In dieser Entfernung jedoch keine Gefahr mehr fr uns. Gratuliere Kommandant Wir haben es geschafft Jetzt konnte auch ich mich entspannen. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 134 Rack fhlte sich veranlasst etwas zu sagen Wie ich vermutet hatte es bestand eine permanente Verbindung zur Antriebssektion. Dann lchelte der Techniker suerlich. Ich sah ihn fragend an worauf er erwiderte Die Bombe hatte wohl noch einen zweiten Referenzpunkt. Sie musste auf irgendeine Weise noch mit den Schiffs-Systemen verbunden sein. Der Signalfluss war allerdings so schwach das er nach 20 Kilometern Entfernung abriss und die Bombe zur sofortigen Detonation brachte. Ich nickte langsam. Welch teuflischer Mechanismus. Wir wren auf jeden Fall gettet worden auch wenn wir den Ionenantrieb deaktiviert und das Schiff mit dem Beiboot verlassen htten. Meine Augen wurden zu schmalen Schlitzen. Der Auftragsgeber des Schachmanin Ich schwor dass ich ihn suchen und finden wrde wenn wir wieder von unserer Mission wieder zurck gekehrt waren. 9. Zu den Sternen Uns blieben noch 15 Minuten um die Tanks zu besteigen. Es wurde kaum gesprochen jeder bereitete sich auf die bevorstehende Tiefschlafphase vor. Viele Risiken gab es noch abzuwgen doch was ntzte es jetzt darber nachzudenken Wir wrden nun einige Jahre im Tiefschlaf verbringen und erst kurz vor dem Ziel durch die Automatik wieder geweckt werden. Das waren viele Jahre die in unserer Erinnerung fehlen wrden. Jahre eines tiefen traumlosen Schlafs. Wir saen schweigend zusammen und sahen uns an. Einige Fragen konnten nicht mehr geklrt werden. Trotzdem hinterlieen sie brennende Spuren in unseren Kpfen. Was war zu Hause geschehen Warum war jeder Funkkontakt abgerissen War es dem Schachmanin gelungen in der Raumstation ebenfalls eine Bombe zu deponieren Was war aus unseren Freunden und Familien geworden Wer hatte ein Interesse daran unsere Mission zu sabotieren und was wrde whrend unserer Abwesenheit auf Manjard alles geschehen Wrden wir unseren Planeten nach der Rckkehr wiedererkennen Mir wurde pltzlich bewusst wie wichtig mir doch die Heimat war. Ein Gefhl das whrend der langen Trainingsjahre viel zu kurz gekommen war. Ich las in den Gesichtern meiner Crew dass sich jeder mit denselben Fragen beschftigte. Dennoch durften wir nicht den Blick fr die Mission und bevorstehenden Aufgaben verlieren. Den ersten ehrlosen Versuch uns scheitern zu lassen hatten wir abgewehrt Wir waren zu einer festen Gemeinschaft verschmolzen somit hatte der Sabotageversuch auch seine positiven Aspekte hinterlassen. Leika und Loilo waren die ersten die in die Gelee-Tanks gingen. Samut berwachte den korrekten Ablauf des Schlafprogramms. Dann folgte Rack und Pavo. Ich aktivierte schlielich Samuts Tank und war pltzlich allein an Bord. Ich nahm mir einige Minuten Zeit um einen letzten Blick auf den Autopiloten zu werfen und die Funktionen der Lebenserhaltung zu berprfen. Alle Systeme arbeiteten einwandfrei. Wrde das Schiff whrend des langen Fluges beschdigt dann wrden die zahlreichen automatischen Reparatureinheiten in Aktion treten. Gegen Hllenschden war das Schiff genauso gut vorbereitet wie gegen Energieabflle oder alle mglichen Katastrophen wie Feuer oder Computerabstrze. SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 135 Fr die nchsten 10 Jahre bergab ich nun das Kommando an den zentralen Schiffrechner. Er wrde uns kurz vor dem Ziel einen Weckimpuls schicken. Ich legte schlielich die Schlafkleidung an. Dabei handelte es sich um einen mit zahllosen Sensoren gespickten Anzug der whrend der Tiefschlafphase alle meine Krperfunktionen an den Bordrechner weiterleiten wrde. Das weiche Gelee fhlte sich gut an. Als sich der Tank ber mir schloss gab es kein Zurck mehr. Das einstrmende Gas wrde mich in den nchsten Sekunden einschlafen lassen dann bernahm die Automatik die Pflege meines Krpers. Meine letzten Gedanken waren bei Raztan und dem Versprechen das er mir vor seinem Tod gegeben hatte Ich verspreche dir was immer wir finden ich werde es dir persnlich erzhlen wenn wir zurck sind Alter Freund flsterte ich schlfrig. Es gilt Wenige Sekunden spter schlief ich ein. Genau zum berechneten Zeitpunkt zndeten die Motoren des Ionenantriebs und die SOMLOM erstes und einziges Fernraumschiff meinesVolkesbeschleunigteinRichtungLeilak. E N D E Das groe Abenteuer der Manjaden hat begonnen. Zehn Jahre sind sie nun unterwegs zum System Leilak. Was werden sie dort vorfinden Das erhoffte Paradies Wird es berhaupt Planeten geben die man erforschen kann SpecFlash - das Portal in eine parallele Realitt 136 Harald Ottacher - Erforschung impressum Impressum 137 Chefredaktion Rainer Schwippl Mitarbeiter dieser Ausgabe Marc Annaheim Lothar Bauer Michael Birke Toni Cullotta Rene Decker Erwin Eggenberger Rainer Felkeneyer Jrn Gollob Kai Hackemesser Thorsten Krietsch Stefan Manske Holger Mllers Armin Niederhuser Aki Alexandra Nofftz Thorsten Oberbossel Harald Ottacher Thomas Punz Thomas Rabenstein Wolfgang Schnack Norbert Schneider Markus Silbereisen H.-J. Strauch Oliver Titz Lars Weinand Titelbild INTERCOM Ausgabe 1 Internetadresse httpwww.specflash.de Email-Adresse fr Fragen Anregungen und Kritik redaktionspecflash.de Urheberrecht Alle in SpecFlash verffentlichten Texte Fotos und Illustrationen sind urheberrechtlich geschtzt. 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